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Sonntag, 26. Mai 2013

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War Trayvon Martin ein guter Junge oder ein potenzieller Verbrecher?
“Kriminalbiologie” in den Koepfen

Text pasted in from
http://guttmensch.blogspot.com/2013/05/sudstaaten-blues.html
to facilitate Google-supported translation German to English


Es scheint, dass Vorstellungen von “Kriminalbiologie”, wie sie 1938 zu Zeiten des Gruendungskongresses der “Internationalen Akademie fuer gerichtliche und soziale Medizin” in Bonn 1938 (*) als internationaler Standard galten,  auch und gerade in den USA in vielen Koepfen noch gegenwaertig sind.


Den Argumenten der Verteidigung Zimmermans und vieler Kommentaren in Internet-Foren nach koennte man meinen, es ginge darum, ob Trayvon Martin, der zweifellos unbewaffnet war und von Zimmerman mit dem Gewehr verfolgt wurde (bevor er angeblich in Notwehr getoetet wurde), vom Typ her doch ein Mensch mit irgendwie kriminellen Eigenschaften sei. Nicht erst fuer das kommende Gerichtsverfahren, sondern schon bei der Frage, ob es rechtens gewesen sei, gegen Zimmerman ueberhaupt Anklage zu erheben, spielte diese Art von Argumentation eine wesentliche Rolle. Dahinter steht nur knapp verhuellt der Grundgedanke, dass unabhaengig davon, ob der Getoetete in dem Moment nun gerade eine Gefahr dargestellt habe oder nicht, die Toetung in “Notwehr” berechtigt sei, wenn es sich bei ihm um ein schaedliches oder unnuetzes Element gehandelt haette. Es koennte sein, dass das Verfahren zumindest unterschwellig in die Richtung gehen wird, ob Trayvon Martin nun ein guter Junge gewesen sei, oder ob er es “verdient” habe, erschossen zu werden.

Haeufig liest man, die telefonische Anweisung der Polizei an Zimmerman, “We don’t need you to do that” (wir brauchen es nicht, dass Sie die Person verfolgen) sei irrelevant. Da haette einem die Polizei nichts vorzuschreiben, ist das Argument, man wuerde ja schliesslich in einem freien Land leben (und koennte daher mit dem Gewehr verfolgen wen man wolle). Dabei wird voellig ausgelassen, dass es ja gar nicht darum geht, ob die Anweisung ein “Befehl” war und die Polizei einem freien Buerger etwas befehlen kann, sondern darum, ob die Begruendung “Notwehr” stichhaltig ist.

Auch bemerkenswert: Die Tatsache, dass auf Martins Mobiltelefon ein Bild von einer Smith & Wesson gefunden wurde, wird mit anzunehmenden kriminellen Neigungen in Verbindung gebracht – waehrend Waffenbegeisterung doch von der einflussreichen National Rifle Association (NRA) und Supermaerkten wie Wal-mart, die rosafarbene Gewehre der Marke My First Rifle fuer kleine Maedchen vertreiben, geradezu als Teil des amerikanischen Selbstverstaendnisses gepflegt wird.

Ein Kommentator fragte, ob nicht Zimmerman ebenfalls als “Black” anzusehen sei, da er wohl einen Urgrossvater habe, der “Black” sei. Ein anderer musste ihn erst darauf aufmerksam machen, dass das “one drop” thing (“Eintropfending”; gemeint ist die “ Eintropfenregel”, one drop rule, wonach jeder, der auch nur einen Tropfen “Negerblut” in sich habe, ein “Neger” sei) schon eine ganze Weile abgeschafft ist. (**)

**Zur “Eintropfenregel” auf diesem Blog”: Siehe Abschnitt zu Earnest Sevier Cox auf dem Post
http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/scientific-racism-wissenschaftlicher.html

Internet-Forum mit “typischem” Schlagabtausch zum Fall Martin/ Zimmerman” (Stand 25.05.2013):
http://usnews.nbcnews.com/_news/2013/05/25/18496890-zimmermans-lawyers-say-trayvon-martin-argued-with-friend-was-angry-on-night-of-shooting

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Was Trayvon Martin a good boy or a potential criminal?
(And would the latter justify his killing?)

"Criminal Biology" in the minds

Notions of "criminal biology", as promoted by the "Academy for Judicial and Medicine" in Bonn at its founding congress in 1938 were at that time considered international standard, even and especially in the United States. It seems that such notions are still present in many minds.

The arguments of Zimmerman’s defense and of many comments in Internet forums focused on what type of person Trayvon Martin was, no matter that he was undoubtedly unarmed and was followed by Zimmerman with his rifle before getting killed in supposed-defense. The strategy was to insinuate that he was a person with criminal characteristics – as if the character of the victim mattered more than the circumstances under which he was killed. …


 

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