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Mittwoch, 10. August 2011

Gegen den "Kulturmarxismus" - alter Hass mit neuen Objekten

Gegen den "Kulturmarxismus" glaubte der Attentäter von Norwegen, Anders Behring Breivik, mit seinen tödlichen Anschlägen zu handeln. Kulturmarxismus ist Politische Korrektheit, schrieb er ("Political Correctness is Cultural Marxism").
Siehe z.B. https://sites.google.com/site/breivikmanifesto/2083/introduction/05


William S. Lind gehörte, zusammen mit Patrick Buchanan, zu den ersten, die diesen Begriff in jüngerer Zeit prägten. Lind wird von Breivik in seinem "Manifest" 2083 in einem anderen Zusammenhang erwähnt. Die Abschnitte über "Kulturmarxismus" sind nicht als Übernahmen von Lind gekennzeichnet, würden aber von einer Plagiats-Software wohl recht eindeutig als solche identifiziert werden.

Aus einem Artikel von William (Bill) Lind vom Februar 2000 (URL: http://www.academia.org/the-origins-of-political-correctness/; eigene Übersetzung kurzer Auszüge):
"Politische Korrektheit ist Kulturmarxismus .... 1923 wird in Frankfurt ein 'Think Tank' etabliert, der die Rolle übernimmt, Marxismus von ökonomischen in kulturelle Kategorien zu übertragen, der die Politische Korrektheit schafft, wie wir sie heute kennen, und im Wesentlichen bis Ende der 1930er Jahre die Basis dafür gelegt hatte. ... Die Mitglieder der Frankfurter Schule sind Marxisten und sie sind auch, Mann für Mann, Juden."

Den Link fand ich auf dieser Webseite, die auch noch weitere Hintergrund-Informationen enthält: http://www.talk2action.org/story/2011/7/23/8287/32273 (Die Webseite wird möglicherweise gestört; ich musste das Programm jedesmal neu starten, wenn ich sie aufgerufen hatte.)

Der antisemitische Einschlag ist schon aus dem kurzen Zitat deutlich, und der Artikel enthält weitere Hinweise darauf.

Der Ton erinnert sehr an das schon erwähnte antisemitische Pamphlet aus den 1920er Jahren von Alfred Rosenberg und Otto von Kursell ("Totengräber Rußlands"/ "Gravediggers of Russia"), das Marxismus und Bolschewismus mit "Weltjudentum" gleichsetzt, und das auch bei Henry Ford seinen Niederschlag gefunden hatte. (Siehe dazu auch http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/henry-ford-uber-die-juden-ein.html und NEU http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/bolschewisten-gesichter-das.html )

Umso bemerkenswerter ist, dass sich auch die "Counterjihadisten"-Szene, die sich vielfach als Israel-freundlich bezeichnet, aus diesem Repertoire bedient.

Vielleicht ist es nützlich, sich an die Überlegungen des Abgeordneten Franz Böhm bei der Beratung des "Volksverhetzungs-Gesetzes" im Dezember 1960 zu erinnern, die aus heutiger Sicht sehr vorausschauend erscheinen:

"Der CDU-Bundestagsabgeordnete Böhm, ein besonders warmherziger Verteidiger jüdischer Belange, lehnte in der Dezember-Beratung das 'Volksverhetzungs-Gesetz' ab. Seine Argumentation lief auf etwa folgendes hinaus: Der Antisemitismus sei letztlich nur der Reflex einer primär keineswegs auf die Juden fixierten Haß-Bewegung, die in Krisenzeiten anschwelle und sich erst dann gegen bestimmte Personengruppen einsteuere, um an dem Haß-Objekt sich abreagieren zu können.
'Wir können', sagte Böhm, 'auch gar nicht wissen, gegen was sich der Haß einer künftigen radikalen Bewegung bei uns richtet. Diese Bewegung wird eventuell sagen: Wir werden unseren Haß gegen irgend etwas richten, das nicht im Paragraphen 130' (dem geplanten Gesetz gegen Volksverhetzung) 'steht. Sie wird sich dann für ihre Verunglimpfungen Opfer aussuchen, die weder unter den Begriff 'national' noch unter die Begriffe ,rassisch' oder 'religiös' fallen. Dann sitzen wir wieder da.' "

Aus: DER SPIEGEL 8/ 1960, "Gotteserkennnis (L)" (Hervorhebungen von mir)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43063318.html



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Der Begriff "Marxisten" wird auf Fjordman/ Counter-Dschihad Webseiten häufig als Sammelbegriff für alle verwendet, die nicht die Idee von einem unterschiedlichen Wert verschiedener Menschen und Menschengruppen teilen. Andere Bezeichnungen mit ähnlicher oder gleicher Bedeutung sind auf diesen Foren im Englischen "Liberals" und im Deutschen "Gutmensch".
(Zu Liberals/ Gutmensch siehe auch http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/ja-gutmenschen-ist-tatsachlich-die.html)

"Marxisten sind talentlose Mittelmäßige", schrieb ein Kommentator in den "Fjordman Files"; die meisten der als Marxisten Bezeichneten hätten "sehr wenig angeborene Fähigkeiten". Als "genetischen Kommunismus" bezeichnete derselbe Kommentator, ein Wort von "Fjordman" aufgreifend, die Idee, dass Menschen gleichwertig sind. "Viele Nicht-Weiße verübeln den Weißen ihre physische Schönheit.... Sie suchen uns durch Gewalt und Rassenkreuzung auszutilgen".
http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/33d-der-kommende-crash.pdf

Siehe auch Stichwort "Mittelmäßigkeit" auf diesem Blog; u.a. http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/eugenisches-denken-demokratie-als.html ; http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/anschlage-in-norwegen.html (mit Hinweis auf den Terminus "kollektive Mittelmäßigkeit" bei John Stuart Mill - werde ich beim nächsten Aufräumen verschieben in den Post http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/gegen-das-ideal-der-gleichartigkeit.html).

"Gewalt und Rassenkreuzung" (Kommentar oben) werden also auf eine Stufe gestellt. Da liegt der Gedanke, dass "Weiße" sich gegen die Gefahr der von "Marxisten" begünstigten "Rassenkreuzung" auch mit Gewalt wehren müssten, nicht mehr sehr fern.

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Link zu einem Artikel über "Kulturmarxismus" von William Lind in einer schwedischen Übersetzung 
http://hans.bloggfabriken.se/2010/10/24/pks-marxistiska-rotter/ (Artikel von 1997, Übersetzung gepostet am 24.10.2010; den Original-Artikel oder eine deutsche Übersetzung habe ich nicht gefunden). Lind wird als Vorsitzender des Center for Cultural Conservatism of the Free Congress Foundation vorgestellt.

Der Artikel beginnt mit dem Satz: "Politische Korrektheit ist intellektuelles AIDS". Auch hier wieder der Hinweis auf den verderblichen Einfluss der 1923 gegründeten "Frankfurter Schule". Genau dieser Hinweis kommt auch in Breiviks Bekenner-Pamphlet vor. Genannt wird hier, wie auch in dem Bekenner-Manifest in einem Abschnitt über "Kulturmarxismus", neben Theodor Adorno, Erich Fromm und anderen Georg Lukacs aus Ungarn, der in der bolschewistischen Regierung des Bela Kuhn Kulturkommissar gewesen sei. Der Kommentar "allesamt Juden", der Lind an anderer Stelle in einer Rede unterlaufen war - ein Hinweis auf Kontinuitäten mit antisemitisch-antibolschewistischer Agitation früherer Jahrzehnte - fehlt hier. (Siehe auch "Porträt" Bela Kuhns in dem Pamphlet von Alfred Rosenberg und Otto von Kursell aus den 1920er Jahren, das den Bolschewismus als Ergebnis einer Verschwörung des "Weltjudentums" darstellte; http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/bolschewisten-gesichter-das.html )
Dieser Artikel ist dem entsprechenden Text bei Breivik so ähnlich, dass er die Hauptquelle der Abschnitte über "Kulturmarxismus" sein könnte.


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"Bündnis 90 die Grünen verrecke"
Hassobjekte wurden nur ausgetauscht, der Hass ist derselbe wie zu Zeiten des Schlagworts "Juda verrecke". Zum Beispiel schrieb ein "Ulf" auf einem einschlaegigen Internet-Forum am 04.08.2011:
"Kanackpak Pharaonische Kastration und abhacken der rechten Hand + abschieben des ganzen Clans.Leider warten wir vergebens auf diese Aktion. Kanakpackbonus wird sicher Notwehr zu Gunsten des Kanack Mehmed Yüksem oder was das Y immer bedeutet, annehmen. Raus mit dem Pack - kanackpack Nieder mit dem Grünen Drecksunterstützern. Bündnis90 die Grünen verrecke."
http://174.122.234.116/showthread.php?t=118050&page=53


"Hitler war Migrant und Multikulturalist - die Grünen sind die geistigen Nachfolger der NSDAP"
Zu einem Artikel von Jakob Augstein über die Verbreitung des Rechtsextremismus in Europa schrieb ein Leser-Kommentator (johannes_23) am 29.05.2011 (Auszug):
"Die Deutschen von 1933 -1945 waren in vieler Hinsicht toleranter als heute. Damals schworen sie dem Migranten Adolf Hitler die Treue und verteidigten das multikulturalistische Großdeutsche Reich sogar mit ihrem Leben. Nachdem aber dieses Experiment zum Scheitern verurteilt war, sind sie gegenüber dessen Nachfolgeprojekt, nämlich die EU(DSSR), auch sehr skeptisch. Die Zukunft sehe ich aber sehr rosig, denn die Wahlerfolge der Grünen sprechen für sich. Sie sind in vielen Bereichen ihren geistigen Vorgänger, die NSDAP, um einiges voraus, so dass mit einem Erfolg gerechnet werden muss. ... Kopf hoch, Herr Augstein! Wenn Cem Özdemir die Rolle unseres Migranten Adolf Hitler als neuer Führer der Deutschen annimmt, dann können Sie sein persönlicher Göbbels sein."
http://forum.spiegel.de/f22/rechtspopulismus-deutschland-schreckgespenst-europa-35446-94.html#post7942121



War Hitler Migrant oder richtiger Deutscher? - Odin schafft Klarheit
Kleiner Schlagabtausch unter Rechtsextremen; Thema: "Ein Migrant hat das grösste Unglück über Deutschland gebracht!" Auszüge aus einer Diskussion vom 28.07.2006 auf einem Internet-Forum, das der “Freiheit des Wortes” gewidmet ist:
 “Hitler war ein Migrant - er ist nach Deutschland eingebürgert worden. Wir wurden von einem Österreicher unterwandert.”
“Die Ostmark ist kein Ausland. Ende, aus, basta. Dreckige Propagandalüge der Volksverräter, die auf diese Weise ihren Umvolkungsplan mit fremden Elementen durchführen wollen. Aber nicht mit uns.”
“Richtig Odin ! Die Ostmark gehört zum Deutschen Vaterland.”
http://www.politikforen.net/showthread.php?27664-Ein-Migrant-hat-das-gr%C3%B6sste-Ungl%C3%BCck-%C3%BCber-Deutschland-gebracht-!


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Ergänzung 10.12.2011

Auch der Bevölkerungsprofessor Herwig Birg, eine der oft zitierten Referenzpersonen für Thilo Sarrazin, verortete die Ursache dafür, dass einheimische Frauen in westlichen Ländern zuwenig Kinder bekämen, bei der „Frankfurter Schule“ - also bei den Linken/ Kommunisten/ Marxisten/ Multikulturalisten etc. pp.. Die NPD Göttingen verlinkte ein Interview dieses Inhalts, erschienen in der WELT unter dem alarmistischen Titel „Schlimmer als der 30-jährige Krieg“, auf ihrer Webseite, Sektion „Aktuelles“. Dieselbe Seite enthält auch einen „Aufruf zur Kundgebung am 11. Juni in Nordheim“ (2011) und den Slogan „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“.

Genau diese Vorstellung – ein Widerstandskämpfer gegen den auf die Verschwörer der „Frankfurter Schule“zurückgehenden „Multikulturalismus“ zu sein – hatte sich seinem Bekenner-Manifest zufolge der Norwegen-Attentäter, Anders Behring Breivik, zu eigen gemacht, als er am 22. Juli 2011 seine Wahnsinnstaten beging. Slogans über „Kulturmarxismus“ und „Frankfurter Schule“ machten schon einige Zeit die Runde in der einschlägigen Bloggerszene und erreichten in der ersten Jahreshälfte 2011 einen Gipfel der Popularität. Im Februar 2011 hatten sich einflussreiche westliche Regierungschefs – Angela Merkel, David Cameron, Nicolas Sarkozy – unter erheblichem Mediendruck stehend veranlasst gesehen, die in den Hauptstrom der Medien eingegangene Rhetorik um den den Begriff „Multikulturalismus“ aufzugreifen und „Multikulti“ - was immer man auch darunter verstehen mag – für gescheitert zu erklären. Man kann getrost davon ausgehen, dass sie sich über den Verwendungszusammenhang dieser Rhetorik nicht ganz im Klaren waren.

Deutschland schafft sich ab - Multi-Kulti Fehlgeschlagen
http://www.youtube.com/watch?v=9jj7uZsgadk
“Je gutmütiger der Deutsche, desto frecher der Türke

Zum Vergleich

" Rassenschande" (S. 203)
"Dieser freche Jude nimmt sich des Abends Frauenzimmer mit"


Was ist nun aber wirklich dran an der Theorie, schuld am „Bevölkerungsnotstand“ seien die „Frankfurter Schule“ und ein von ihr begründeter „kulturmarxistischer“ Einfluss?
Auch wenn mit Herwig Birg ein habilitierter Bevölkerungswissenschaftler diese Theorie unterstützt hat, so ist festzustellen, dass es sich um Ideologie handelt und nicht um Wissenschaft.
Dass die Geburtenrate mit steigendem Stand der Industrialisierung zurückgeht, ist ein seit Langem – lange auch vor Gründung der „Frankfurter Schule“ - beobachtetes Phänomen, bekannt unter der Bezeichnung „demografischer Übergang“. Gleichzeitig steigt mit dem Stand der Industrialisierung auch die durchschnittliche Lebenserwartung, und der Verbrauch an natürlichen Ressourcen pro Person vervielfacht sich drastisch. Rückgang der Geburtenrate ist daher keine Katastrophe, sondern eine sinnvolle Anpassung, die sich in einer Wohlstandsgesellschaft infolge geänderter Lebensverhältnisse spontan vollzieht. Auch Einwanderergruppen – einschließlich solche aus muslimisch geprägten Ländern - passen ihr Fortpflanzungsverhalten, anders als von Sarrazin behauptet, nachweislich dem des Aufnahmelandes an. Unterschiedliche Fertilität zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen gibt es, aber mit zunehmendem Bildungsstand und zunehmender Beschäftigungsrate auch von Frauen sowie mit besserem Zugang zu Verhütungsmitteln sinkt die Fertilität in allen Bevölkerungsgruppen und nähert sich einander an.
Sorge macht der rasche Bevölkerungsanstieg in armen Ländern. Jedoch sind Parolen und Strategien mit dem Ziel, unterschiedliches Fortpflanzungsverhalten im Sinne eines „Kontingents“ für verschiedene Gruppen der Weltbevölkerung zu propagieren, Schüsse, die nach hinten losgehen. Denn es gehört zur psychologischen Grundausstattung des Menschen, dass sich in einem Klima, in dem völkisch-genetische Unterschiede zwischen verschiedenen Volksgruppen propagiert werden, jede Gruppe für die bessere und wertvollere hält, und dass es dann immer wieder Staats- und Stammesführer gibt, die der Vorstellung vom Machterhalt durch hohe Bevölkerungszahlen verfallen. Bessere Chancen für Menschen in armen Ländern, z.B. durch fairen Handel, Zugang zu Bildung, guter Arbeit, Gesundheitsdiensten und Methoden der Familienplanung, sind, wie viele Beispiele zeigen, der Schlüssel zur notwendigen Verlangsamung und Umkehr des Wachstums der Weltbevölkerung.
Was wäre die Alternative? Mit Stacheldraht umzäunte Inseln des Wohlstands in einer Welt des Elends ("gated communities")? Apartheid, wie im alten Südafrika? Hoffen wir, uns setzen wir uns dafür ein, dass die Überwindung solcher Zustände vorwärts geht und nicht zurück.



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Aus einem Dialog auf
http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?mode=thread&id=16553#p16570
in einem Thread mit dem Titel "Breivik und Broder"; 28. Juli 2011


"Da gibt es etwas, was ich nicht verstehe: Wenn A.B. aus der Szene der Islamkritiker stammt, warum ist er dann nicht einfach in eine Moschee marschiert und hat Dutzende Muslime abgeknallt? Warum die eigenen Leute? Aber irgendwer wird mir's sicher erklären."

"Soweit ich's mitbekommen habe, hat er keine grundsätzliche Abneigung gegen die
Anhänger des Islam. Er möchte sie nur nicht in Europa haben. Da ist es nur logisch, dass er sich primär gegen die "bekifften antisemitischen Sozen" ... wendet, da die ja mit ihrer "Multikulti-Spinnerei" ... dem Übel Tür und Tor öffnen."



Der Dialog knuepfte an einen Artikel von Christian Bommarius in der FR an.
Auszug:
"Es wäre demagogisch, Broder und andere deutsche Islamophobe zu geistigen Brandstiftern zu erklären und für Breiviks Verbrechen in Mithaftung zu nehmen. Aber richtig ist eben auch, dass Schriften, wie sie Broder verbreitet, das Entrebillett für den aggressiven Antiislamismus bilden, der nicht nur die deutsche, sondern fast alle europäischen Gesellschaften befallen hat. Spätestens nach den Morden Breiviks empfiehlt sich dringend verbale Abrüstung. Breivik stellte seinem Manifest beziehungsreich die Jahreszahl „2083“ – vierhundert Jahre nach der Belagerung Wiens durch die Türken – voran.
Dazu der Satz: „Nach den Niederlagen von Poitiers (732) und Wien (1683) sollen die Europäer nun mit den Waffen der Demografie besiegt werden.“ Aber den Satz schrieb nicht Breivik. Er stammt von Henryk M. Broder."
Quelle: http://www.fr-online.de/politik/meinung/breivik-und-broder/-/1472602/8719080/-/

Vgl. auch
http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/rhetorik-uberdenken.html ;
http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/zum-recht-auf-information-am-beispiel.html



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FAZ, 25.7.2011
"Kreuzzug gegen den Kulturmarxismus"
Von Sebastian Balzter und Christoph Ehrhardt


"... Daniel Poohl, Chefredakteur der schwedischen Zeitschrift „Expo“, die seit ihrer Gründung im Jahr 1995 über Entwicklungen in der rechtsextremen Szene, Islamfeindlichkeit und rechtspopulistische Parteien berichtet, spricht im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von einem „antiislamischen Terrorakt“. Die Zeitschrift, zu deren Gründern Stieg Larsson gehört, der nach seinem Tod 2004 als Krimiautor weltberühmt wurde, hat ein großes Archiv über den Rechtsextremismus aufgebaut.
Einen Täter wie Breivik habe es bisher noch nicht gegeben. Es sei die Tat eines Wahnsinnigen der sich im „Krieg gegen den Islam“ befinde - aber es sei vor allem ein furchteinflößender Auswuchs der „antimuslimischen Szene“, der Poohl Breivik zurechnet. Dazu zählten auch die Fortschrittspartei in Norwegen, die Dänische Volkspartei oder die Schwedendemokraten. Es sei sehr beunruhigend zu sehen, dass in diesen Milieus ein solches Radikalisierungs- und Gewaltpotential zu finden sei, äußert Poohl.„In den Debatten, die in der politischen Umgebung Breiviks geführt werden, heißt es immer wieder, man müsse etwas unternehmen, bald sei es zu spät. Auf eine Art ist er das Produkt solcher Ideen“, sagt Poohl.
Bisher habe niemand aus dieser Szene zur Waffe gegriffen. Der Mord an den jungen Sozialdemokraten sei der Mord an Menschen gewesen, die als Symbol für jene Kräfte der Gesellschaft stünden, die eine Islamisierung Norwegens akzeptierten.
Breivik habe die kommenden Repräsentanten des Systems treffen wollen. „Es ist wie bei den Bombenanschlägen von Oklahoma 1995. Timoty McVeigh war ein Neonazi, er wollte aber nicht Juden töten, er wollte den amerikanischen Staat treffen - als ein Symbol“, sagt Poohl. Letztlich sei das Handeln Breiviks mit dem Tun von Salafisten vergleichbar, die zum Mord an denjenigen Muslimen aufriefen, die nach ihrer Lesart den wahren Glauben verraten.

In der rechtsextremen Szene beobachten der „Expo-Chefredakteur“ unterschiedliche Reaktionen auf Breiviks Attentate. „Manche bezeichnen sie als zionistischen Anschlag eines proisraelischen Täters, einzelne sagen in Foren, das war eine gute Sache. Aber die überwiegende Haltung war die Ablehnung eines Terroraktes wie diesen.“
http://www.faz.net/attentaeter-anders-breivik-kreuzzug-gegen-den-kulturmarxismus-11109593.html


Anmerkung: Auch in der FAZ selbst gab es einen seltsam zwiespältigen Kommentar zu dem Attentat (von Georg Paul Hefty); siehe auf diesem Blog den Post "Reaktionen auf das Norwegen-Attentat - zwischen Abscheu und ein klein bisschen Verstaendnis"
http://guttmensch.blogspot.de/2011/07/zum-recht-auf-information-am-beispiel.html


Zu Stieg Larssons Recherchen über den Rechtsextremismus und die von ihm gegründete Zeitung "Expo" siehe auch den folgenden Post (letzte Zeilen)
http://guttmensch.blogspot.de/2011/04/ein-arzt-der-nazizeit-erlautert-die.html


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"Gegen Feminismus und Masseneinwanderung"


Die Verschwörungstheorie vom "Kulturmarxismus", im Folgenden dargestellt von einem Blogger, der sie vertritt.
Hier zeigt sich besonders deutlich der fließende Uebergang vom Antisemitismus als Antibolschewismus zu der neuen Verschwörungstheorie vom marxistisch motivierten Massenimport von Menschen "aus dem orientalisch-islamischen Raum und Afrika".
(Vgl. auf diesem Blog den Post über "Bolschewistenfratzen")
Interessant ist auch der Verweis auf eine Karikatur der BNP (British National Party), in der ebenfalls ein solcher Uebergang stattfindet.
(S. auch Stichwort "BNP" auf diesem Blog)



"... Es ist zwar richtig, dass Breivik offenbar Fjordmans Werk schätzte, ihn neben vielen anderen Autoren zitierte und sehr wahrscheinlich auch das Wort Kulturmarxismus von ihm übernommen hat. Auch ich schätze Fjordmans Werk ... Breiviks Manifest habe ich nicht gelesen und ich habe das auch nicht vor. ...

Auch heute noch werden Personen, die sich besonders politisch korrekt verhalten, häufig als 68er oder mittlerweile aufgrund ihres fortgeschrittenen Lebensalters als Alt-68er bezeichnet. Dem Volksmund ist also durchaus klar, dass politische Korrektheit auf die Vorgänge 1968 zurückgeht. Die damalige Studentenrevolution war aber kein spontaner Aufstand sondern geht unbestrittenermaßen auf die Lehren der marxistischen Frankfurter Schule zurück.
 

Die Gründer der Frankfurter Schule waren Marxisten, die nach einem Weg suchten, die christlich-abendländische Zivilisation, d.h. Loyalität zu „Gott und Vaterland“ zu zerstören, da sie diese als Haupthindernis bei der Umwandlung in eine kommunistische Gesellschaft wahrnahmen. Die kleinste Keimzelle der Nation, die Familie war dabei auch eines ihrer Hauptangriffsziele, Feminismus und „sexuelle Revolution“ waren die Waffen gegen die Familie. „Gott und Vaterland“, Kunst und Philosophie wurden der ätzenden Säure der Kritischen Theorie ausgesetzt, einer Methode, Kritik um der Kritik willen zu üben, und zwar nicht, um zu Verbesserungen anzuregen, sondern um zu „dekonstruieren“, was nichts weiter als ein geschwollenes Fremdwort für „kaputt machen“ ist.  Finanziert wurde das Unternehmen von dem Mäzen Felix Weil, der erste Direktor war Carl Grünberg. Und diese beiden Herren schlagen Sie bitte selber nach, wenn Sie eine Vermutung überprüfen wollen, die sich Ihnen jetzt vielleicht aufdrängt. ...

Man könnte kurz und knapp sagen, Kulturmarxismus ist dasselbe wie politische Korrektheit, und es damit bewenden lassen.
Ich möchte aber im folgenden versuchen zu erkläeren, warum „Kulturmarxismus“ ein viel treffenderes Wort für dieses Phänomen ist als „politische Korrektheit“, und warum dieses Phänomen sehr wohl Ausdruck marxistischer Ideologie ist. Unser von politischer Korrektheit geprägtes Gesellschaftssystem zeigt jetzt schon stark totalitäre Züge, die von Jahr zu Jahr ausgeprägter werden, bis wir eines Morgens aufwachen und erschreckt feststellen werden, dass wir in einer vollausgereiften marxististischen Tyrannei stecken, die mindestens so unfrei und totalitär wie die Sowjetunion und genauso marxistisch geprägt wie diese ist. ...
„Demokratisch“ ist hier das Codewort für „kulturmarxistisch“ – oder kennen Sie eine im Bundestag vertretene Partei, die sich gegen Feminismus und Masseneinwanderung ausspricht, oder Rassismus für natürlich und damit vollkommen unproblematisch und nicht für erwähnenswert hält und die davon ausgeht, dass Antisemitismus durchaus auch am Verhalten von Juden liegen könnte? ...
 
... in Ermangelung einheimischer „unterdrückter“ nichtweißer Menschen, wurde begonnen, massenweise Menschen vor allem aus dem orientalisch-islamischen Raum und Afrika nach Europa zu importieren. Uns Deutschen wurde das mit der Lüge schmackhaft gemacht hat, sie würden unsere Renten bezahlen und die Arbeiten verrichten, die wir nicht tun wollen, weil wir uns angeblich zu vornehm dazu waren.

Und jetzt sehen Sie sich dazu diese kleine Karikatur der BNP (Britisch National Party) an ..."
Gefunden auf
http://zeitfragen.de.tl/Kulturmarxismus.htm


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Kaempfer gegen den "Kulturmarxismus", Geschaeftspartner von William Lind,
Gruender von ALEC: Paul Weyrich

Zu ALEC siehe auch den Post "Suedstaaten-Blues"
http://guttmensch.blogspot.com/2013/05/sudstaaten-blues.html

Paul Weyrich

Aus Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Weyrich 

Paul M. Weyrich (October 7, 1942 – December 18, 2008) was an
American conservative political activist and commentator, most notable as a figurehead of the New Right. He co-founded the Heritage Foundation, a conservative think tank and the Free Congress Foundation, another conservative think tank. He switched from the Roman Rite of the Catholic Church to that of the Melkite Greek Catholic Church and was ordained protodeacon. ...
 
In 1966, ... he met Jack Wilson, an aide of Joseph Coors, patriarch of the Coors
brewing family. Frustrated with the state of public policy research, they founded
Analysis and Research Inc., in 1971 ...

In 1973, persuading Joseph Coors to put the money in, Weyrich and Edwin Feulner
founded the Heritage Foundation as a think tank to counter liberal views on
taxation and regulation, which they considered to be anti-business. While the
organization was at first only minimally influential, it has grown into one of
the world's largest public policy research institutes and has been hugely
influential in advancing conservative policies. The following year, again with
support from Coors, Weyrich founded the Committee for the Survival of a Free
Congress (CSFC), an organization that trained and mobilized conservative
activists, recruited conservative candidates, and raised funds for conservative
causes. ... It also was one of the first organizations to tap into evangelical
Christian churches as places to recruit and cultivate activists and support for
social conservative causes. In 1977, Weyrich co-founded Christian Voice with
Robert Grant. Two years later, with Jerry Falwell, he founded the Moral
Majority. Weyrich coined the phrase "Moral Majority".

Over the next two decades, Weyrich founded, co-founded, or held prominent roles
in a number of other notable conservative organizations. Among them, he was
founder of the American Legislative Exchange Council, an organization of state
legislators; a co-founder of the Council for National Policy, a
strategy-formulating organization for social conservatives; co-publisher of the
magazine Conservative Digest; and national chairman of Coalitions for America,
an association of conservative activist organizations. The CSFC, reorganized
into the Free Congress Foundation, also remained active.

Under the auspices of the FCF, he founded the Washington, D.C.–based satellite
television station National Empowerment Television (NET), later relaunched as
the for-profit channel, "America's Voice", in 1997. ...
From 1989 to 1996, he was also president of the Krieble Institute, a unit of the
FCF that trained activists to support democracy movements and establish small
businesses in Eastern Europe and the former Soviet Union.

Frustrated with public indifference to the Lewinsky scandal, Weyrich wrote a
letter in February 1999 stating that he believed conservatives had lost the
culture war, urging a separatist strategy where conservatives ought to live
apart from corrupted mainstream society and form their own parallel
institutions:

... Therefore, what seems to me a legitimate strategy for us to follow is to look
at ways to separate ourselves from the institutions that have been captured by the
ideology of Political Correctness, or by other enemies of our traditional
culture.

What I mean by separation is, for example, what the homeschoolers have done.
Faced with public school systems that no longer educate but instead 'condition'
students with the attitudes demanded by Political Correctness, they have
seceded. They have separated themselves from public schools and have created new
institutions, new schools, in their homes. I think that we have to look at a
whole series of possibilities for bypassing the institutions that are controlled
by the enemy. ...
By 1997, the Heritage Foundation and the Free Congress Foundation
were two of the top five biggest and best funded conservative think tanks. ...
In 1988 he co-founded a quarterly magazine on the subject of urban
rail transit, called The New Electric Railway Journal ...
In early 2000, about a year after the last magazine was published, Weyrich and
William S. Lind (who had been the magazine's Associate Publisher until 1996)
launched a website where they could continue to post their views and news about
rail transit. ...

Weyrich also served on the national board of Amtrak (1987–1993) and the
Amtrak Reform Council, as well as on local and regional rail transit advocacy
organizations. ...
In Thy Kingdom Come, Randall Balmer recounts comments that Weyrich, whom he
describes as "one of the architects of the Religious Right in the late 1970s",
made at a conference sponsored by a Religious Right organization, that they both
attended in Washington in 1990:
 
  “...
  Let's remember, he said animatedly, that the Religious Right did not come
  together in response to the Roe decision. No, Weyrich insisted, what got us
  going as a political movement was the attempt on the part of the Internal
  Revenue Service (IRS) to rescind the tax-exempt status of Bob Jones University
  because of its racially discriminatory policies.”
  
Bob Jones University had policies that refused black students enrollment until
1971, admitted only married blacks from 1971 to 1975, and prohibited interracial
dating and marriage between 1975 and 2000. ...
Weyrich opposed what he saw as cultural Marxism's efforts to undermine Christian
culture in American society. ...

Quotes
 "I don't want everybody to vote. Elections are not won by a majority of the
  people. They never have been from the beginning of our country and they are
  not now. As a matter of fact, our leverage in the elections quite candidly
  goes up as the voting populace goes down." ...
   "We are different from previous generations of conservatives... We are no
  longer working to preserve the status quo. We are radicals, working to
  overturn the present power structure of this country." ...
   "The real enemy is the secular humanist mindset which seeks to destroy
  everything that is good in this society." ...


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Ergänzung 17.5.2013


Auf Paul Weyrich wurde ich durch die aktuellen Kontroverse um die von ihm in der Reagan-Ära gegründete, heute sehr einflussreiche Lobby-Gruppe ALEC aufmerksam (s.o. und Post "Südstaaten-Blues").
William S. Lind, Paul Weyrich und Patrick Buchanan, so führt Chip Berlet in dem hier in Auszügen wiedergegebenen Beitrag aus, waren Urheber einer zutiefst rassistischen Theorie des "Kulturellen Konservatismus".  Der Norwegen-Attentäter Anders Behring Breivik verwendete in seinem Bekenner-Manifest einen von Lind verfassten Auszug aus dem Buch der Free Congress Foundation über "Politische Korrektheit" oder "Kulturmarxismus".


Breivik cited William S. Lind, Free Congress Foundation, & the LaRouchites
Chip Berlet   Jul 24, 2011
http://www.talk2action.org/story/2011/7/24/183957/523/

[I have updated and expanded my research on Lind, Weyrich, and the Free Congress Foundation in this post: Updated: Breivik's Core Thesis is White Christian Nationalism v. Multiculturalism] ...

Breivik ...incorporates into his Manifesto (p. 40) a section of Lind's
Free Congress Foundation book on Political Correctness:
       
 Chapter VI
        Further Readings on the Frankfurt School
        by William S. Lind
        This is the sixth and final chapter in the Free Congress Foundation's
        book on Political Correctness, or - to call it by its real name -
        cultural Marxism. It is a short bibliographical essay intended not as an
        exhaustive resource for scholars but as a guide for interested citizens
        who want to learn more about the ideology that is taking over America.
        As readers of the earlier chapters in this book already know, to
        understand Political Correctness and the threat it poses it is necessary
        to understand its history, particularly the history of the institution
        most responsible for creating it, the Frankfurt School. The Frankfurt
        School, or the Institute for Social Research as it was formally known,
        was established at Frankfurt University in Germany in 1923. This fact
        alone is important, because it tells us that Political Correctness is
        not merely a leftover of the American student rebellion of the 1960s.
        Another fact from that long-ago year, 1923, is equally significant: the
        intended name for the Frankfurt School was the Institute for Marxism.
        The Institute's father and funder, Felix Weil, wrote in 1971 that he
        "wanted the Institute to become known, and perhaps famous, due to its
        contributions to Marxism as a scientific discipline..."


Some are finding it difficult to understand how Breivik, who supports
Israel, could employ an antisemitic conspiracy theory. In part it is
because the conspiracy theory is focused on a small handful of Jews said
to be shaping history and political economy. Of course, that is the same
logic of the infamous hoax document, the Protocols of the Elders of Zion.
Conason notes that the same week that Lind "told the Holocaust deniers
about those awful Frankfurt School Jews, Lind gave an interview about
Islam and the war on terror to the conservative Jewish World Review."
The tehory of Cultural Conservatism as outlined by Lind, Weyrich, and
Buchanan was always deeply racist, and clearly in the case of Buchanan,
antisemitic. It is not clear when Lind drifted over the line into an
antisemitic narrative structure, although the frame of the sinister secret
cabal lends itself to antisemitic interpretations.



_______________


Im Angebot bei Abebooks
(gefunden 21. Dezember 2013)
 
Kulturbolschewismus! Zur Diskurssemantik der «totalen Krise» 1929-1933
Laser, Björn
Bookseller: Peter Lang (Pieterlen, BE, Switzerland)
Book Description:
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 436 S., 2010.
Der Ausdruck Kulturbolschewismus erlebt zwischen 1929 und 1933 eine einmalige Konjunktur. Von der Preußischen Volksschullehrerinnen-Zeitung bis Rosenbergs Weltkampf, vom Aufruf der Sauerlandschützen bis zur päpstlichen Enzyklika, vom Wahlflugblatt bis zur Regierungserklärung bezeichnet er eine dringend abzuwehrende Bedrohung von Kultur, Sitte, Familie und Nation. Durch ein Kennwort verbunden entsteht aus Phänomenen von der Kleinschreibung bis zur Komintern ein einheitlicher Gegner, in dessen Bekämpfung heterogene politische Kräfte eine minimale Verständigungsbasis finden. Die Arbeit folgt den Spuren des Ausdrucks quer durch seine Epoche und registriert dabei Zusammenhänge, die nicht von bestehenden institutionellen Feldern oder sozialen Formationen garantiert werden, sondern diese durchdringen. 

http://www.abebooks.com/book-search/author/LASER,-BJORN?cm_sp=brcr-_-bdp-_-author


___


"An die Stelle der marxistisch-demokratischen Republik ein neues Reich  setzen"
Bezeichnende Würdigung auf einer rechtsextremistischen Webseite

Aus
"Die Reden Hitlers am Parteitag des Sieges 1933"
"Die Proklamation des Führers zur Eröffnung des Parteikongresses 1933"

"Als im Jahre 1919 die nationalsozialistische Bewegung in das Leben gerufen wurde, um an die Stelle der marxistisch-demokratischen Republik ein neues Reich zu setzen, schien dieses Unterfangen eine aussichtslose Torheit zu sein. ...
Allein daß die Überwindung dieses neuen Regiments nicht mit den Kräften erfolgen konnte, die seit 50 Jahren vor dem Angriff des Marxismus dauernd zurückgewichen waren, um endlich in der Stunde der höchsten Not jammervoll vor ihm zu kapitulieren, wurde nicht erkannt. ...
Diese Partei steht in ihrer Organisation gefestigter denn je, entschlossen in ihrem Willen, hart in ihrer Selbstzucht, bedingungslos in ihrer Disziplin und Respektierung der verantwortlichen Autorität nach unten und der autoritären Verantwortung nach oben.Nur aus diesem Geist heraus wird dann auch über alle vermeintlichen und tatsächlichen Differenzen des wirtschaftlichen und sonstigen Lebens hinweg die Erhärtung unseres Volkskörpers gelingen können.Nur damit kann man sich aus Bürgern und Bauern und Arbeitern und all den anderen Klassen wieder ein Volk erziehen!..."
http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/parteitag1933/pt193302.html



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"Ins Feuer mit den Kultur-Bolschewisten."
Slogan bei Bücherverbrennungs-Aktion im Nationalsozialismus.

Eingeblendet in Bilderfolge zu
Ernst Busch "Das Lied vom SA-Mann" (B. Brecht)
auf
https://www.youtube.com/watch?v=grdQaJ8A8VE&index=3&list=PLTT8p4KSrTFz6cE412XEB4qGkYy32R07k
bei ca. 1:15
 

Kommentare:

  1. "Kulturmarxismus" nach Weyrich:

    Weyrich meinte, die Medien in den USA (und anderen westlichen Laendern) seien von kommunistischen Agenten unterwandert, die ehemals im Sold der Sowjetunion standen und nach deren Auseinanderfallen ihre Arbeit auf eigene Faust fortsetzen wuerden.

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  2. SUSHI-Society for US Intellectual History
    The Frankfurt School, Right-Wing Conspiracy Theories, and American Conservatism
    Posted on July 25, 2011 by Ben_Alpers

    http://s-usih.org/2011/07/frankfurt-school-right-wing-conspiracy.html

    ...as early as 1941, when Erich Fromm’s Escape from Freedom became a surprise best-seller, the ideas of the Frankfurt School have had broad and deep influence in the United States. It’s hard to imagine the American New Left without Herbert Marcuse’s One-Dimensional Man. And Horkheimer and Adorno’s ideas about the culture industry have long been a kind of commonplace in educated discourse ...
    ... [after the] ... terrorist attack in Norway, I discovered … the role that the Frankfurt School plays in right-wing conspiracy theories about a Jewish, Marxist attempt to destroy Western civilization.
    In a story on the website Crooks & Liars, David Neiwert … who tracks the far right and its connections to mainstream conservatism, writes that the 1,500 page manifesto of Anders Breivik, the right-wing extremist who perpetrated the Norwegian attacks, largely focuses on the threat of “Cultural Marxism.” Neiwert quotes Chip Berlet …:
    Breivik championed opposition to “Cultural Marxism,” a right-wing antisemitic concept developed primarily by William Lind of the US-based Free Congress Foundation, but also the Lyndon LaRouche network. … The idea is that a small group of Marxist Jews who formed the Frankfurt School set out to destroy Western Culture through a conspiracy to promote multiculturalism and collectivist economic theories.
    Neiwert goes on to note that the idea of “Cultural Marxism” has already filtered into much more mainstream conservative circles in this country. In particular, Republican dirty trickster Andrew Breitbart has become a major vector for the idea of “Cultural Marxism” and the supposed iniquity of the Frankfurt School.
    Breitbart’s recent book Righteous Indignation: Excuse Me While I Save the World! goes into some detail about the Frankfurt School, and has received much notice in the conservative media for doing so.
    For example, in a favorable review of Breitbart’s book that appeared in the Washington Times, Wes Vernon notes that:
    Mr. Breitbart fingers the people who later would aid and abet the importation of cultural and political poison to our shores. … The Frankfurt School “was really a precursor to John Podesta’s Center for American Progress, funded by the Hungarian-born George Soros.” …
    The Frankfurt School, from its new American home at Columbia University, soon repaid America’s hospitality by unleashing “critical theory” among the populace. That term was coined by Frankfurt School philosopher Max Horkheimer. …
    “They walked right into our cultural institutions,” according to Mr. Breitbart, “and [when they] advanced their leadership, their language, their lexicon,” too many ignored them. That is the most dangerous thing you can do with “a driven leftist intellectual clique.”
    Vernon’s review gives you a sense of the extraordinary scope of this particular conspiracy theory.
    A glance at the terrorist Anders Breivik’s … manifesto reveals other links to mainstream American conservative rhetoric, as well. “Political correctness” is an important Breivik theme. He associates this idea, too, with the Frankfurt School:
    “Just what is “Political Correctness?” Political Correctness is in fact cultural Marxism (Cultural Communism) – Marxism translated from economic into cultural terms. …”
    There are obviously a lot of threads that one might pull in this story, regarding, among other things, the relationship between mainstream conservatism and the violent radical right, the strong base of antisemitism that (often silently) underwrites a lot right-wing rhetoric, the deep anti-intellectual and anti-academic tendencies in these modes of thought …
    … I’ll stop at this point, having noted this peculiar, poisonous meme which shows no sign of dying off, even after it has been connected to this weekend’s deadly attacks.

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    1. Die Washington Times brachte eine begeisterte Besprechung zu einem Buch von Andrew Breitbart, das der Verschwoerungstheorie vom "Kulturmarxismus" zur Verbreitung verhalf. (Ben Alpers, s.o.)

      Jetzt wollen wir hier nicht selber in Verschwoerungstheorien verfallen; aber es ist einer Erwaehnung wert, dass die Washington Times (nicht zu verwechseln mit der Washington Post) im Besitz der Moon Sekte ist.

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  3. Counterjihad Trojan Horse in Finland

    By Enrique Tessieri

    Norwegian mass murderer Anders Breivik cited five Finnish groups in his manifesto, 2083 – A European Declaration of Independence. These were the Perussuomalaiset (PS) party, Suomen Sisu, Suomalaisuuden liitto, Suomen kansan sinivalkoiset and Vapaan Suomen liitto, according to a report by the Finnish Security Intelligence Service (SUPO).

    Writes YLE in English: “Texts similar to the manifest of Anders Behring Breivik have been published in Finland which Paaso says shows an ideological preparedness to commit violent acts.” While these latter groups haven’t carried out the same type of terrorist acts like Breivik did in July 2011, both are strongly bonded by Counterjihadist and/or populist radical right (PRR) ideology.

    Counterjihadism is a radical ideology that speaks out against immigration and the Islamization of Europe. Counterjihadists like Breivik blame “multiculturalism” for the spread of Islam in Europe.

    As most sensible people know, multiculturalism is a Canadian integration policy that was implemented in the 1970s. Counterjihadist ideology, however, sees multiculturalism as an immigration policy that permits Muslims and non-Europeans to emigrate and live in Europe. Some well-known European Counterjihadist websites are: gatesofvienna.blogspot.com, jihadwatch.org as well as brusselsjournal.com. To these you could add Halla-aho’s Scripta blog in Finland. Contrarily, PRR groups base their ideology on populism, radicalism and right-wing position on
    the left-right scale.

    Populism means hostility to representative-pluralist politics. The PRR sees democracy as nativist, authoritarian and populist, according to a study by the University of Leicester. Breivik is an excellent example of what Counterjihadism and PRR ideology are and can breed in countries like Finland. In Norway we tragically saw how it came to fruit. The Internet is the breeding ground for Counterjihadist ideology in Europe and Finland. Some of these forums in Finland are Hommaforum and Scripta. Two PS members, Matias Turkkila and MP Halla-aho, are their editors respectively. Turkkila was named in May by the PS as the new editor-in-chief of the party’s newspaper and web page.

    The aim of Counterjihad and PRR groups is simple: keep Europe and Finland white (culturally and ethnically) and place as many obstacles on cultural diversity as possible. One should never underestimate an ideology like Counterjihadism or any other one that is exclusive and bases its ideology on “race and blood.” If there are threats to our Nordic and European way of life today, we will find them right under our noses. Two of these are definitely Counterjihadism and PRR.
    © Migrant Tales

    http://www.icare.to/news.php?en/2012-08

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  4. "Unverschämter Judenrat warnt vor vermeintlichem Rechtsruck und setzt somit jüdisch-bolschewistische Völkervernichtung fort +++ Oberjude Kramer macht sich Sorgen um die Diktatur des jüdischen Geldsackes"

    http://de.altermedia.info/general/abt-oj-wej-der-warner-die-verunsicherte-mitte-und-deren-extremistische-rander-17-10-10_54333.html#comments

    exponiert auf
    http://www.publikative.org/2010/08/16/altermedia-stralsund-600/

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  5. Der soldatische Mann - Kampf gegen den “feministischen Kulturmarxismus”

    Aus
    Tote Frauen und ein Pferd: Theweleits Männerphantasien
    Focus, 25.04.2013

    Bei der Prägung des „soldatischen Mannes“ ist die Frau im Wege. Der Mann muss sie und damit seine weibliche Seite vernichten. Das ist eine der Wahrheiten des Klassikers „Männerphantasien“, mit dem der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit 1977 Furore machte.
    36 Jahre später hat das Staatstheater Karlsruhe in seiner philosophischen Reihe diese Gedanken auf die Bühne gebracht. […]
    Regisseur Patrick Wengenroth hat aus dem 1200 Seiten starken Werk eine nachdenkliche und zugleich muntere Nummernrevue entwickelt […]. Die Hauptfigur Klaus, ein grauhaariger Mann, erzählt von der Arbeit an seiner Doktorarbeit, von dem Versuch, die Ursachen des Faschismus zu ergründen. Dabei verfällt er selbst immer wieder in die Verhaltensweisen des „soldatischen Mannes“, der durch Drill entmenschlicht wurde, der gelernt hat, „dass schön ist, was wehtut“.
    Begleitet wird Klaus von vier Frauen, die in seine Rollenklischees schlüpfen: die Mutter, die Putzfrau, die keusche Krankenschwester und die begehrte und gefürchtete Geliebte. Sie bevormunden und umgarnen, beschimpfen und analysieren ihn. Deshalb erschießt sie der Mann – immer und immer wieder. „Denn dem richtigen Mann fehlt nichts, wenn Frauen fehlen“.
    Was dem Mann fehlt, ist ein echter Kamerad. Und so wird zum Schluss des rund 100 Minuten langen Stückes zur Überraschung der Zuschauer ein echtes Pferd auf die Bühne geführt. Es wird von Klaus angehimmelt und erträgt sein Ständchen ebenso stoisch wie den künstlichen Nebel und das Maschinengewehrrattern. […]
    Das Pferd, das Theaterdonner gewohnt ist, erklärt sich, wenn man Theweleits Ausgangspunkt kennt. Für seine Doktorarbeit hat er Freikorps-Literatur aus dem Ersten Weltkrieg analysiert, das Männerbündische, die Umwandlung der Männer in gehorsame Maschinen und ihre Abkoppelung vom „Fließenden“, das die Frau verkörpert. Sein Ergebnis: Der Faschismus hat seinen Anfang nicht im Ersten Weltkrieg genommen, seine Wurzeln reichen zurück bis zu Adam.
    Und er wirkt nach Ansicht von Theweleit weiter. „Wenn man heute nach Freikorps-Literatur suchen würde, dann wäre das natürlich Anders Breivik“, erläutert er in einem Interview mit der Theaterzeitung. Der norwegische Rechtsextremist und Massenmörder sei kein Einzeltäter, sondern zähle zu einem „Orden der Tempelritter“, der ähnlichen Gesetzen folge wie die deutschen Freikorps- oder Himmlers SS-Männer. „Auch Breivik geht von der Ablehnung des Frauenkörpers aus, von seinem Kampf gegen eine Wirklichkeitsform, die er „feministischen Kulturmarxismus“ nennt.“

    http://www.focus.de/kultur/kunst/theater-tote-frauen-und-ein-pferd-theweleits-maennerphantasien_aid_971146.html

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  6. "Kulturbolschewismus bekämpft"

    Otto Ohlendorf ... war von Juni 1941 bis Juni 1942 als Führer der Einsatzgruppe D der Sicherheitspolizei und des SD verantwortlich, daß ca. 90 000 Männer, Frauen und Kinder als Juden oder „Kommunisten“ in der Ukraine und auf der Krim ermordet wurden. Am 3.1.1946 berichtete er vor dem Internationalen Militärtribunal in Nürnberg offen und mit Einzelheiten über die Massenmorde seiner Einsatzgruppe durch Erschießungen und in Gaswagen. In dem von Sept. 1947 bis April 1948 vor einem US-Militärgericht in Nürnberg gegen ihn und andere Angehörige von Einsatzgruppen geführten Verfahren berief er sich auf höheren Befehl und militärische Notwendigkeit und betonte zugleich, daß er den „Kulturbolschewismus“ und wirtschaftlichen Kollektivismus der NS-Führung bekämpft habe. Am 10.4.1948 wurde er zum Tode verurteilt und drei Jahre später in Landsberg hingerichtet.

    http://www.deutsche-biographie.de/sfz73260.html

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  7. Doublespeak: The Rhetoric of the Far Right since 1945
    By Matthew Feldman, 2014

    https://books.google.de/books?isbn=3838265548

    96 Anders Behring Breivik (writing as Andrew Berwick), '2083: A European ... based in part on the programme 'Political Correctness Is Cultural Marxism', ...

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  8. Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphäre.
    Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

    Von Lind (s.o.) hat es also "Fjordman" übernommen, der Blogger, von dessen Hass-Seiten der Norwegen-Attentäter Anders Breivik einen Großteil seines Bekenner-Manifests abkupferte.

    Zustimmend zitiert in der Randleiste von HEPLEV - noch 2012!
    Haben die Autoren nicht gemerkt, dass "Fjordman" ein schlechter Werbeträger ist?

    Made in Israel – 64 der besten Innovationen aus Israel
    4. Mai 2012 heplev Israel

    ISRAEL21c, 22. April 2012 (Übersetzung: Daniela Marcus*)

    Als der Staat Israel vor 64 Jahren gegründet wurde, war er ein karges Land ohne natürliche Ressourcen. Es gab nur wenig Wasser, und mehr als die Hälfte des Landes bestand aus Wüste. Die einzige Quelle, aus der der neue Staat Nutzen ziehen konnte, war der naturgegebene Einfallsreichtum seiner Bürger. ...

    * Die Übersetzerin hat zum Teil recht frei übertragen und 3 eher für das US-amerikanische Publikum interessante Punkte gestrichen (Hunde-TV-Kanal, Horrorfilm, Hollywood) und durch andere (bei ISRAEL21c vorgestellte) Innovationen ersetzt (Basilikum-Baum, Smartphone-Tastatur, Roboterfliege), für Deutschland interessanter sind.

    https://heplev.wordpress.com/2012/05/04/made-in-israel-64-der-besten-innovationen-aus-israel/

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    1. Von HEPLEV aus verlinkte Seiten:

      in deutsch:
      abseits vom mainstream (bis November 2007)
      Nahost-Infos
      Das politisch inkorrekte Wörterbuch
      Daniel Pipes (dt.)
      Medien BackSpin (bis November 2007: Medien-BackSpin)
      Word Media Watch
      EuropeNews - deutsch
      haOlam
      Audiatur online
      Nahost-Focus
      Die Jüdische
      Die Achse des Guten
      honestly-concerned
      GermanMediaWatch
      Israelkompetenzkollektion
      rebellog-diary
      Journalistenwatch
      Transatlantic-Forum
      aro1
      Blick auf die Welt - von Beer Sheva aus
      Letters from Rungholt
      Die Siedlerin
      Lizas Welt
      Spirit of Entebbe
      Jihad Watch Deutschland
      tw_24:blog
      Nebeldeutsch
      Dhimmideutsch

      Moische Hundesohn (Satire)
      Medienmagazin PRO
      USA erklärt
      LeoDict.org - online-Wörterbuch
      dict.cc - online-Wörterbuch
      travelhep

      in englisch:
      MEMRI
      MEMRI Blog
      Palestinian Media Watch
      JCPA
      NGO-Monitor
      Jihad Watch
      NewsRealBlog
      Sultan Knish
      Islam in Europe
      The Religion of Peace
      Coordination Forum for Countering Antisemitism
      Brussels Journal
      Counterterrorism-Blog (ruht seit 2011)
      Augean Stables
      Gates of Vienna
      ElderofZiyon
      Daniel Gordis
      This Ongoing War
      Melanie Phillips (articles)
      Palestine Post-ings
      The Palestine-Israel Conflict

      DryBones-Blog
      Latma TV
      First Photos of the Holy Land
      The List of Things that Offend Muslims

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    2. Von der gleichen Seite:

      Dear Germany...
      Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Böse bekämpft werden muss, habt ihr gelernt, dass es böse ist zu kämpfen.
      Dennis Prager

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    3. Dennis Prager (* ... 1948 in New York City) ist ein US-amerikanischer Radiotalkmaster, Journalist, Autor und Redner. Er ist bekannt für seine ur-konservativen politischen Ansichten, die mitunter fundamental-religiös begründet sind ...

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_Prager

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    4. Henryk M. Broder
      31.07.2007

      verweist auf
      Dennis Prager: Islamophobie - ja, gerne

      http://henryk-broder.com/hmb.php/blog/article/2582

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    5. ... auf der gleichen Seite mit Prager in der Verachtung gewaltfreier Ansätze:

      Pazifismus ist Lifestyle, für den andere bezahlen - Die Welt
      www.welt.de › Meinung › Henryk M. Broder
      Jun 16, 2014 - Henryk M. Broder ... Pazifismus ist Lifestyle, für den andere bezahlen

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  9. Für Lizas Welt sprach Stefan Frank mit Tenenbom ...

    Tuvia Tenenbom auf Lizas Welt - einem der Blogs aus der Hassblogger-Szene im Stil von "Fjordman"

    Tuvia Tenenboms Buch »Allein unter Deutschen. Eine Entdeckungsreise« gehört hierzulande zu den meistgekauften Sachbüchern. Gleichzeitig ist der Verfasser – über den die Süddeutsche Zeitung als »der Jude Tenenbom« und ein Gutachter des Rowohlt-Verlags als »jüdischer Hysteriker« spricht – das Ziel wütender Angriffe, die oft von Leuten kommen, die das Buch gar nicht gelesen haben. Für Lizas Welt sprach Stefan Frank mit Tenenbom über die Ayatollahs des Rowohlt-Verlags, Unterschiede zwischen der amerikanischen und der deutschen Fassung des Buchs, die Dummheit und Bösartigkeit deutscher Intellektueller, die Angst der jüdischen Gemeinden, das Reisen, Radfahrer und die Vorzüge des Apple-iPad. ...

    http://www.stefan-frank-texte.de/tag/lizas-welt/

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  10. Kulturbolschewismus? Die antisemitische Hetze gegen die moderne Kunst.
    RENNER, Paul.

    From: Gerhard Zähringer, Antiquariat & Galerie (Zürich, ZH, Switzerland)

    Item Description: Erlenbach-Zürich, Eugen Rentsch 1932. 22 : 14,5 cm. 61 S. Illustr. Orig.-Kart. Messerscharfe Kritik an der nationalsozialistischen Kulturpolitik und hervorragendes Beispiel der Neuen Typographie, ganz in Renners Futura gesetzt. - Sehr selten, da von den Nazis beschlagnahmt und vernichtet.

    http://www.abebooks.com/servlet/SearchResults?kn=paul+renner+kulturbolschewismus&sts=t

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    1. 'Renner wurde 1910 Mitglied des >Deutschen Werkbunds<(Stichworte Futura, Kulturpolitik, Kulturbolschewismus). Der >Völkische Beobachter< machte denn auch gleich nach Erscheinen des Buches Renner zum Gegenstand öffentlichen Hasses. Im April 1933 wurde Renner, zuvor bereits ein persönlicher Feind des neuen Innenministers Wilhelm Frick, inhaftiert.' Roland Reuß, in TEXT 8 (2003)

      Antiquariat Rhein-Team Lörrach Ivano Narducci e.K.: Link wie oben

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    2. Renners Nachfolger als Leiter der Muenchner Schule fuer Buchdruckkunst wurde Georg Trump, der dann auch noch eine eindrucksvolle Nachkriegskarriere machte. Ueber dessen politische Haltung ist wenig bekannt.

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    3. Trump hatte jedenfalls kein Problem mit dem Hitlergruß.

      From the Archives no. 18—Satz- und Druck-Musterheft 1938

      'The contribution from the Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München is from February 1937. It focuses on “Deutsche Druckschrift”—the introductory text (set in Walbaum-Antiqua with Trump-Deutsch for the title) ends with “Heil Hitler!” The work uses Walbaum-Fraktur, Manuskript-Gotisch, Trump-Deutsch, Ganz Grobe Gotisch (a chunky textura by F.H.E. Schneidler), Janson, an unidentified fat face and Futura. Georg Trump, designer of Trump-Deutsch, was a student of Schneidler’s. He was the director of the Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker after Renner was dismissed by the Nazis. His tenure lasted from 1934 to 1953.'

      http://www.paulshawletterdesign.com/2011/04/from-the-archives-no-18%E2%80%94satz-und-druck-musterheft-1938/

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    4. 'Trump war Kriegsteilnehmer gewesen, und zu dem autoritären Eindruck passte, dass er bereits Nazi war. Gelegentlich soll der stets adrett bekleidete junge Herr zu seinen Vorlesungen in Parteiuniform erschienen sein.'

      Aus
      Robert Havemann - eine persönlich-politische Biographie - Teil 1 Die Anfänge
      von Harold Hurwitz

      https://books.google.com/books?id=MEY_BAAAQBAJ&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

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    5. 'Die ersten Auflagen von „Mein Kampf“ wurden in der seit dem Ende des 18. Jahrhunderts verbreiteten Unger-Fraktur gedruckt, erst nach 1933 erfolgte die Umstellung auf die Antiqua. Bei der Schriftauswahl für die Edition erschien den IfZ-Historikern ein Neusatz in der Unger-Fraktur als „zu respektvoll gegenüber dem Originaltext“. Dafür bot sich zunächst die Trump-Antiqua an: „Bei den weiteren Recherchen stellte sich allerdings heraus, dass Georg Trump die Münchner Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker übernommen hatte - ein Amt, in das er damals mit ,freudig aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer‘ eingeführt wurde.“ Weil eine solche „Nähe“ zum Nationalsozialismus auf keinen Fall hergestellt werden sollte, kam die Schrift Scala des Niederländers Martin Majoor von 1993 zum Zuge.'

      http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/neuausgabe-mein-kampf-editoren-gegen-hitler-14019448.html

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  11. Kulturbolschewismus (Wikipedia)

    Kulturbolschewismus ist ein politisches Schlagwort, das in einem abwertenden Sinn für Künstler, Kunst, Architektur und Wissenschaft verwendet wurde, die entsprechend den Vorstellungen des Nationalsozialismus als zu progressiv und linksgerichtet abgelehnt wurden. Er leitet sich von der Bezeichnung Bolschewismus für die kommunistische Lehre russischer Prägung ab.

    Der von der NS-Propaganda oft verwendete Terminus (oft auch „Baubolschewismus“ oder „Kunstbolschewismus“) wurde vom Berner Architekten Alexander von Senger geprägt, der damit ursprünglich moderne architektonische Ideen brandmarken wollte, die ihre Wurzeln in Moskau hätten.[1] Bis 1933 gehörte das Schlagwort zum Vokabular aller bürgerlichen Parteien und bezeichnete Kulturverfall im weitesten Sinne (siehe auch: Kulturpessimismus). Danach erhielt es die Bedeutung des „Kampfes gegen zersetzende artfremde ... Kultur“.[2]

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
    Cultural Marxism

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    1. Cultural Marxism (Schlagwort)
      Wikipedia, zuletzt aktualisiert 17. August 2016

      Cultural Marxism (Kulturmarxismus) ist ein politisches Schlagwort der US-amerikanischen neuen Rechten, das eine angebliche Verschwörung der „Linken“ beschreibt.

      Laut dem Politikwissenschaftler Thomas Grumke habe die US-amerikanische neue extreme Rechte eine Umdeutung des Feindbildes vorgenommen, da die klassische Red Scare nicht mehr funktioniere. Teil dieser Strategie ist es, Kampfbegriffe wie „Cultural Marxism“ in die Debatte einzuführen. Als Kampfbegriff der amerikanischen neuen Rechten beschreibt „Cultural Marxism“ einen angeblichen konspirativen Versuch der „Linken“, durch Angriffe auf den American Way of Life die Kultur und Moral der USA zu zerstören. Nach der Legende sei der Ausgangspunkt des Kulturkrieges auf die 1930er Jahre zurückzuführen, als eine kleine Gruppe jüdischer Philosophen aus dem Deutschen Reich in die Vereinigten Staaten flüchteten. Diese Vertreter der Frankfurter Schule wurden an der Columbia University tätig, wo sie eine Form des Marxismus entwickelt hätten, der sich nicht mit dem Wirtschaftssystem, sondern mit der Kultur auseinandersetze. Diese Gruppe habe sich seitdem zum Ziel gesetzt, den weißen Amerikanern den Stolz auf ihre europäische Abstammung und Ethnie auszureden sowie christliche Familienwerte als reaktionär und rückständig darzustellen. Auch werde aus diesem Grund sexuelle Befreiung gelobt. William Sturgiss Lind definiert neben den Philosophen der Frankfurter Schule auch Feministinnen, Homosexuelle, Multikulturalisten, Migranten und Umweltschützer als feindliche „Kulturkrieger“.[1]

      Die Anschläge in Norwegen 2011 wurden von dem Norweger Anders Behring Breivik unter anderem damit begründet, Norwegen gegen den Islam und den „Kulturmarxismus“ verteidigen zu wollen.[2]

      Einzelnachweise ...
      1. ...Thomas Grumke: “Take this country back!” Die neue Rechte in den USA. In: Die Neue Rechte - eine Gefahr für die Demokratie? Vs Verlag, 2004. ISBN 3810041629. S. 175-181 (Auszug in der Google-Buchsuche)
      2. ... ↑ Thomas Assheuer, Evelyn Finger, Özlem Topcu: Bomben für das Abendland. Eine Analyse von Anders Breiviks terroristischen Programm, Die Zeit, 28. Juli 2011, S. 3f.

      Kategorien: Politisches Schlagwort
      Neue Rechte
      Verschwörungstheorie
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  12. Ein Meilenstein in der Bildung einer starken antibolschewistischen Bewegung war die Gründung des Antibolschewistenfonds der deutschen Wirtschaft. Dazu liefert der frühe Nationalsozialist Eduard Stadtler in seinem 1935 (!) erschienenem Buch “Als Antifaschist 1918-1919” eine hervorragende Beschreibung der Gründung. ...

    Eduard Stadtler und seine “Antibolschewistische Liga” bekamen ihr Startkapital vom Direktor der Deutschen Bank, Mankiewitz und dem “liberalen” Friedrich Naumann, nach dem die FDP ihre Stiftung benennt. Er berichtet z.B. über die Gründung des mit nominal 500 Mio. Reichsmark ausgestatteten sogenannten “Antibolschewistenfonds der deutschen Wirtschaft”, der am 10.Januar 1919 (noch während des Einsatzes der NOSKE-Truppen) im Haus der deutschen Luftfahrzeugindustrie in Berlin abgehalten wurde. Der Direktor der deutschen Bank, Mankiewitz, hatte die Spitzen der deutschen Wirtschaft eingeladen. Stadtler hielt dort einen Vortrag mit dem Thema “Bolschewismus als Weltgefahr”, wie auch der Titel seines gleichnamigen Buches das veröffentlicht wurde.

    Unter den ca. fünfzig ausdrücklich zu persönlichem Erscheinen aufgeforderten Teilnehmern waren die wichtigsten Großindustriellen wie Hugo Stinnes, Albert Vögler, Ernst Borsig, Carl Fr. von Siemens, Geheimrat Deutsch, Salomonson, Gen.Direktor Otto Henrich usw., letztlich die ganze “haute volée” der Industrie-, Handels- und Bankenwelt; laut Stadtler

    Nach Stadtlers stürmischer Rede zum Bolschewismus als Weltgefahr soll eine betroffene Ruhe eingetreten sein und da soll Hugo Stinnes aufgestanden sein und gesagt haben:

    “‘Ich bin der Meinung, daß nach diesem Vortrag jede Diskussion überflüssig ist. Ich teile in jedem Punkte die Ansicht des Referenten. Wenn deutsche Industrie-, Handels- und Bankwelt nicht willens und in der Lage sind, gegen die hier aufgezeigte Gefahr eine Versicherungsprämie von 500 Millionen Mark aufzubringen, dann sind sie nicht wert, deutsche Wirtschaft genannt zu werden. Ich beantrage Schluß der Sitzung und bitte die Herren Mankiewitz, Borsig, Siemens, Deutsch usw. (ernannte etwa 8 Namen), sich mit mir in ein Nebenzimmer zu begeben, damit wir uns sofort über den Modus der Umlage klar werden können.” . . .

    Die ‘historische” Summe ward auch am gleichen Tage bewilligt, wie auch ein 50 Mio. Bank-Sofortkredit. Das Umlageverfahren festgelegt. Die Gelder wurden auf dem Wege einer freiwilligen Selbstbesteuerung durch die Industrie-, Handels-und Bankorganisationen auf die gesamten deutschen Unternehmungen umgelegt ….

    Die Gelder aus dem sogenannten ‘Antibolschewistenfonds” flossen nun durch alle möglichen Kanäle in die Anfang Januar 1919 einsetzende gewaltige antibolschewistische Bewegung: Das ‘Generalsekretariat zum Studium und zur Bekämpfung des Bolschewismus”, die ‘Antibolschewistische Liga”, die ‘Vereinigung zur Bekämpfung des Bolschewismus”, die ‘Bürgerratsbewegung”, ‘Werbebüros für die Freikorps”, ‘Selbstschutzorganisationen”, ‘Studentenarbeitsstellen”. Bis in die Kassen der aktiven Truppen, ja bis in die Kassen der sozialdemokratischen Partei hinein! ...

    Stadtler war mittendrin im Januar 1919 -später wurde er – für einen verdienten politischen Propagandist und Schlüssel-Akteur sehr passend, der Leiter des von den NAZIs enteigneten vormals jüdischen Ullstein-Verlags. ...

    Das Mitglied der THULE-Gesellschaft und Vorstandsmitglied des Bayerischen Industriellenverbands Dr. Paul Tafel hält sich die Leute zur Gründung seiner “Arbeiter”Partei DAP, Deutsche Arbeiter Partei im Kreise der esoterischen THULE-Gesellschaft die im Münchner Luxushotel Vier-Jahreszeiten tagt. Dort ist sein “Eisenbahn-Vorarbeiter Drxler und der Journalist Harrer, die die DAP gründen. Dr. Tafel schreibt nach Angaben von Historikern auch maßgeblich das Parteiprogramm der DAP, die bereits im Februar 1920 in NS-DAP umbenannt wird und das Hakenkreuz als Symbolbekommt, das die Privatarmee des Kapitals bereits Januar 1919 benutzt und auch nicht sehr entfernt vom Symbol der THULE-Gesellschaft liegt ...

    https://novemberrevolution1918.wordpress.com/tag/eduard-stadtler/

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    1. Eduard Stadtler und Arthur Moeller van den Bruck

      ... In 1919, Moeller founded, along with Heinrich von Gleichen-Russwurm and Eduard Stadtler, the "neoconservative" (an alternative term for "revolutionary conservative") group known as the Juniklub ("June Club"), an organization of which Moeller would soon become the key ideological leader.[14] In early 1920, the June Club invited Oswald Spengler to discuss his book The Decline of the West with Moeller van den Bruck. Moeller and Spengler agreed on some basic issues, including the basic division between Kultur ("Culture") and Zivilisation "Civilization"), but had some significant disagreements as well. [15] ...

      ... the nations which Spengler claimed constituted the "West" had powerful differences between each other... Moeller wrote that due to these significant differences there was clearly no "homogeneous Occident" and "for that reason alone there can be no homogeneous decline." ...

      In 1922, Moeller, along with his two friends Heinrich von Gleichen and Max Hildebert Boehm, published a collection of their articles in the form of a book titled Die Neue Front ("The New Front"), which was intended to be a manifesto for young conservatives.[19] One year later,
      however, Moeller would publish his own manifesto, Das Dritte Reich ("The Third Empire," translated into English as Germany's Third Empire), which contained the most comprehensive exposition of his worldview. ...

      Arthur Moeller van den Bruck:
      The Man & His Thought
      By Lucian Tudor
      Originally published on Counter-Currents on August 17, 2012

      https://archive.org/stream/ArthurMoellerVanDenBruckTheManAndHisThought/ArthurMoellerVanDenBruck_djvu.txt

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  13. ... Veröffentlicht wurde die Streitschrift „Die identitäre Generation“ von Willinger in dem Bezahlverlag „Books on Demand GmbH“. Sie endet mit dem Satz:
    „Denkt nicht das Buch sei ein Manifest. Es ist eine Kriegerklärung. Unsere Kriegerklärung an euch.“,
    und erinnert an die „Déclaration de guerre“, die filmische Kriegserklärung der Jugendorganisation „Génération Identitaire“ an die französische und europäische Gesellschaftsordnung. ...

    Teile der Kampfschrift wurden bereits mit Musik unterlegt auf YouTube veröffentlicht. Nun hat der neurechte Verlag „Arktos“, der unter anderem Alain de Benoits, Guillaume Faye und Alexander Dugin verlegt, Markus Willinger angeblich einen Vertrag für den Vertrieb zugeschickt, das behauptet Willinger zumindest auf seiner Facebook-Seite. Der Verlag bietet neben Büchern auch Musik und Poster für völkisch und rassistisch angehauchte Menschen, wie die „Life Rune“ – die in der Neonaziszene beliebte – „Lebensrune“ an. ...

    „Weiß, Identitär, Revolutionär“

    Das Kürzel „W.I.R.“ steht offiziell für „Wiens Identitäre Richtung“, wird innerhalb von Österreichs „Identitären“ aber auch für „Weiß, Identitär, Revolutionär“ verwendet. Die wenigen real existierenden Ortsgruppen der „Identitären“ in Deutschland bestehen zumeist aus nicht mehr als einer handvoll männlicher Aktivisten aus dem Spektrum der antimuslimischen und „Neuen“ Rechten, bei denen vereinzelt auch Neonazis mitmischen.

    Die aus verschiedenen extrem rechten Strömungen zusammengefügte „Copy & Paste“-Ideologie der deutschsprachigen „Identitären“ wird zwar popkulturell und jugendgerecht über die neuen Medien weit verbreitet, die bisherigen realen Organisationsansätze wurden aber offenbar eher aus dem Umfeld von völkischen und kulturrassistischen Politsekten wie die „German Defence League“ (GDL) und des neurechten Internetmagazins „Blaue Narzisse“ initiiert. ...

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    Rassismus mit oder ohne „Heil Hitler“?

    ... Mit Parolen wie „Demokratie = Volkstod“, „NS Fetzt!“ und „Verboten Gut“, sollte in Rostock an die medienwirksamen Flashmobs der „Unsterblichen“ der im Juli verbotenen „Spreelichter“ angeknüpft werden. Mit derselben Musik und rassistischen Parolen umzingelten daraufhin im Oktober die „Identitären Wien“ den Caritas-Workshops „Tanz für Toleranz“, bevor vier Wochen später fünf Personen mit dieser Aktionsform die Eröffnungsveranstaltung der „interkulturellen Wochen“ in Frankfurt am Main störten. ...

    Bereits im September 2010 erstellte die selbsternannte „Sarrazin-Bewegung“ – eine kulturrassistische Splittergruppe, die sich auf Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ beruft – die Facebookseite „Identitäre Bewegung “100% Identitär – 0% xenophobisch”“ und knüpften damit an die neurechte Ideologie einer angeblichem kollektiven „Identität“ an. ...

    Da die Neonaziszene seit Jahren versucht ihre menschenverachtende Ideologie wieder gesellschaftsfähig zu machen, wundert es nicht, dass Nazis auf den Zug aufspringen. Die „Identitäre Gruppe Frankfurt” wurde 2010 von den „Nationalen Sozialisten Rhein-Main“ und aus dem „Freien Netz Hessen“ heraus initiiert. ...

    http://publikative.org/tag/ethnopluralismus/

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