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Sonntag, 22. Mai 2011

Feindbild "Gutmensch & Co.": Ein Klassiker der Eugenik (2)

Die von Charles Darwin's Vetter Francis Galton begründete Lehre von der Eugenik fordert, der Mensch solle zum Ausgleich dafür, dass die zivilisierte Welt den "Kampf ums Dasein" mildert und somit auch "Untaugliche" überleben lässt, die "natürliche Auslese" nachahmen oder ersetzen - durch gezielte Einschränkung der Vermehrung "Minderwertiger" und Förderung der Vermehrung "Höherwertiger". Von Anfang an mit der Verbreitung dieser Lehre eng verbunden war Propaganda gegen "falsch verstandene Gutmütigkeit".


Im vorigen Post
http://guttmensch.blogspot.com/2011/05/feindbild-gutmensch-ein-klassiker-der.html
wurde am Beispiel eines amerikanischen Films zur Euthanasie-Propaganda aus dem Jahr 1917 deutlich, wie Menschen, die für eine lebensrettende Operation an einem behindert geborenen Kind eintraten, als rückständig denkende Störer der fortschrittlichen Eugenik abqualifiziert wurden. Ihnen wurden als Motive "persönlicher Stolz" und "falsch verstandene Gutmütigkeit" unterstellt. Dabei wurde gerade an diesem Beispiel auch deutlich, dass nicht die Behinderung selbst, sondern die als normal und natürlich dargestellte Ablehnung eines behinderten Kindes durch die Gesellschaft (als Gipfelpunkt die Vorstellung, das Kind werde, da "nicht perfekt", nicht zur Armee zugelassen) für die Entscheidung des Arzt-Eugenikers und seinen Einfluss auf die Mutter ausschlaggebend war. (Siehe auch weitere Eintragungen auf diesem Blog mit den Suchworten "fit", "tauglich", "tüchtig").Fortsetzen möchte ich diesen Einblick in die Geschichte der eugenisch motivierten "Gutmenschen"-Schelte mit einigen exemplarischen Textauszügen, die Wörter mit dem Bestandteil "...duselei" enthalten. Wortkombinationen wie "Humanitätsduselei", "Gefühlsduselei" u.ä. finden sich besonders häufig in Texten der Nazi-Zeit; aber auch in älteren und jüngeren Texten kommen sie vor. 

Die älteste Quelle mit dem Wortbestandteil "...duselei", die ich mit Internet-Suche gefunden habe, ist das deutsche Standardwerk zur "Rassenhygiene":
Die Tüchtigkeit unsrer Rasse und der Schutz der Schwachen: Ein Versuch über Rassenhygiene und ihr Verhältnis zu den humanen Idealen, besonders zum Socialismus. Von Dr. Alfred Ploetz, Berlin, S. Fischer, 1885 (Erstausgabe 1869);
Hier ein Auszug aus der Ausgabe von 1885 (Hervorhebung mit Fettdruck von mir).
 „….. Wer sich dann in dem ökonomischen Kampf als schwach erweist und sich nicht erhalten kann, verfällt der Armuth mit ihren ausjätenden Schrecken. Armen-Unterstützung darf nur minimal sein und nur an Leute verabfolgt werden, die keinen Einfluss mehr auf die Brutpflege haben. Solche und andere „humane Gefühlsduseleien" wie Pflege der Kranken, der Blinden, Taubstummen, überhaupt aller Schwachen, hindern oder verzögern nur die Wirksamkeit der natürlichen Zuchtwahl. Besonders für Dinge wie Krankheits- und Arbeitslosen-Versicherung, wie die Hülfe des Arztes, hauptsächlich des Geburtshelfers, wird der strenge Rassenhygieniker nur ein missbilligendes Achselzucken haben. Der Kampf um's Dasein muss in seiner vollen Schärfe erhalten bleiben, wenn wir uns rasch vervollkommnen sollen, das bleibt sein Dictum.
Gegen die Kriege wird er weniger etwas haben, da sie eines der Mittel im Kampf um's Dasein der Völker bilden. Nur wird er darauf dringen, dass entweder mit Söldnerheeren gekämpft wird, oder dass die Aushebung beim System der allgemeinen Wehrpflicht so umfassend wie nur möglich ist, um recht viele auch der schlechteren Individuen in's Heer zu bekommen, so dass der Nachtheil für die guten Convarianten nicht zu stark wird. Während des Feldzugs wäre es dann gut, die besonders zusammengereihten schlechten Varianten an die Stellen zu bringen, wo man hauptsächlich Kanonenfutter braucht, und wo es auf die individuelle Tüchtigkeit nicht so ankommt.“   
Anmerkung: Ploetz beruft sich in seinem Buch besonders auf Francis Galton, Charles Darwin, Alfred Russel Wallace und die Deutschen August Weismann, Wilhelm Schallmayer, Otto Ammon.

Es folgt, das ist für die deutliche Darstellung der ideengeschichtlichen Zusammenhänge leider unvermeidlich, ein Zitat aus Hitlers „Mein Kampf“ (erstmals erschienen 1925); gefunden in Auszügen, die auf der Webseite „Kirche zum Mitreden“ für Lehrzwecke zugänglich gemacht wurden (2001). Hervorhebungen in Fettdruck wurden von mir vorgenommen.
„Alle diese Verfallserscheinungen sind im letzten Grunde nur Folgen des Mangels
einer bestimmten, gleichmäßig anerkannten Weltanschauung sowie der daraus sich
ergebenden allgemeinen Unsicherheit in der Beurteilung und der Stellungnahme zu
den einzelnen großen Fragen der Zeit. Daher ist auch, angefangen bei der
Erziehung, alles halb und schwankend, scheut die Verantwortung und endet so in
feiger Duldung selbst erkannter Schäden. Der Humanitätsdusel wird Mode, und
indem man den Auswüchsen schwächlich nachgibt und einzelne schont, opfert man
die Zukunft von Millionen.
So wie die Natur ihre größte Aufmerksamkeit nicht auf die Erhaltung des
Bestehenden, sondern auf die Züchtung des Nachwuchses, als des Trägers der Art, konzentriert, so kann es sich auch im menschlichen Leben weniger darum handeln,
bestehendes Schlechtes künstlich zu veredeln, was bei der Veranlagung des
Menschen zu neunundneunzig Prozent unmöglich ist, als darum, einer kommenden
Entwicklung gesündere Bahnen von Anfang an zu sichern. Schon während meines
Wiener Existenzkampfes war mir klar geworden, daß die soziale Tätigkeit nie und
nimmer in ebenso lächerlichen wie zwecklosen Wohlfahrtsduseleien ihre Aufgabe zu
erblicken hat, als vielmehr in der Beseitigung solcher grundsätzlicher Mängel in
der Organisation unseres Wirtschafts- und Kulturlebens, die zu Entartungen
einzelner führen müssen oder wenigstens verleiten können.
Die Schwierigkeiten des Vorgehens mit letzten und brutalsten Mitteln gegen das
staatsfeindliche Verbrechertum liegt ja nicht zum wenigsten gerade in der
Unsicherheit des Urteils über die inneren Beweggründe oder Ursachen solcher
Zeiterscheinungen.
Diese Unsicherheit ist nur zu begründet im Gefühl einer eigenen Schuld an
solchen Tragödien der Verkommenheit; sie lähmt aber nun jeden ernsten und festen
Entschluß und hilft so mit an der, weil schwankend, auch schwachen und halben
Durchführung selbst der notwendigsten Maßnahmen der Selbsterhaltung.
Erst wenn einmal eine Zeit nicht mehr von den Schatten des eigenen
Schuldbewußtseins umgeistert ist, erhält sie mit der innere Ruhe auch die äußere
Kraft, brutal und rücksichtslos die wilden Schößlinge herauszuschneiden, das
Unkraut auszujäten.“

Dazu noch zwei weitere Fundstellen (Nachtrag):
  •  Adolf Hitler nannte den Pazifismus ... eine „Humanitätsduselei“, die eigentlich widernatürlich und kriminell sei, da sie gemeinsame Humanität über die natürliche Gliederung der Menschheit in höhere und niedere Rassen stelle. Er begriff „Humanität“ als „Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen“. Quellenangabe: „Adolf Hitler: Mein Kampf, München 1939, S. 148f; zitiert nach Karl Holl, Wolfram Wette (Hrsg.): Pazifismus in der Weimarer Republik. Paderborn 1981, S. 13“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Friedensbewegung)
  • (1939) 4.-24. Januar - Das Nationalblatt veröffentlicht einen achtzehnteilige Serie unter dem Titel Jüdische Mörder. In der Vorschau am 3. Januar lautet der letzte Absatz: Gleichzeitig hoffen wir, auch dem letzten, der aus Humanitätsdusel dem Juden die sog. allgemeinen Menschenrechte zubilligen möchte, die Augen darüber zu öffnen, an welchen Abschaum der Menschheit er damit seine Gefühle verschwendet. (Nationalblatt 3.1.1939) vgl. Judendeportation (eb) (http://wiki.westerwald-gymnasium.de/index.php/1939)
Vor Gerichten galt im NS-Staat als "Humanitätsduselei", wenn ein Richter versuchte, Menschen unabhängig von ihrer "Rasse" vor Gericht gleich zu behandeln:
"Der zum 1. Mai 1933 im Alter von 25 Jahren zum „Parteigenossen“ avancierte Heinz Wolf (Landtagsabgeordneter von 1962 bis 1966) beklagte nach den Recherchen von Klausch 1935, dass sich viele Richter in der „Judenfrage“ noch „von einer gewissen Humanitätsduselei leiten lassen und es noch nicht recht verstehen, der nationalsozialistischen Einstellung zur Rassenfrage bei der Urteilsfindung vollauf gerecht zu werden“. "
http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~ED91B527876964F97AFE4FD756D251227~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Heilige Nüchternheit“ und „Überwindung des Menschlichen“ waren Ideale der SS, der „Schutzstaffel“ Adolf Hitlers, die zum Inbegriff des Terrors wurde. Diese auf eugenischen Denkmustern beruhenden Suggestionen machten es jungen Menschen möglich, sich inmitten des Massenmordens, an dem sie sich beteiligten, für anständige Menschen zu halten. Auf gar keinen Fall wollte man sich der Schande aussetzen, der „Humanitätoder „Gefühlsduselei“ verdächtigt werden.
Auf der Familienseite d'Alquen fand ich einen Artikel aus Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 07. Mai 2005 (Jan Brandt: Unter strengster Wahrung der Form), aus dem dies deutlich wird.
Auszug (Hervorhebungen mit Fettdruck von mir):
„Wie angesichts der Greueltaten des Zweiten Weltkriegs Sachlichkeit und Nüchternheit auf perfide Weise als menschliche Tugenden angesehen wurden, zeigt die Reaktion Rudolf aus den Ruthens auf die Deportation der letzten Berliner Juden im Frühjahr 1943. In einem Brief vom 4. März 1943 an den persönlichen Referenten Himmlers, Rudolf Brandt, beschwerte sich der stellvertretende Chefredakteur des „Schwarzen Korps“ über den Ablauf der sogenannten Fabrikaktion.
Rudolf aus den Ruthen konnte den Abtransport von seinem Büro aus beobachten …:
„Während die Heranbringung durch Lastwagen ordnungsgemäß vor sich ging, wurden die Juden ohne ersichtlichen Grund von einem Mann mit Hundepeitsche verprügelt. Ein Mann der Waffen-SS hatte anscheinend einem Juden einen dicken Handstock weggenommen und schlug nun seinerseits genau so blödsinnig auf Juden ein. Wenn ich Ihnen diesen Vorgang schildere, so deshalb, weil ich glaube, daß es vielleicht einmal gut wäre, intern alle zuständigen Stellen darauf aufmerksam zu machen, daß das mit Humanität oder Gefühlsduselei aber auch nicht das Geringste zu tun hat, wenn verlangt wird, daß jede Amtshandlung, ganz gleich, was geschieht, unter strengster Wahrung der Form zu geschehen hat, gerade in solchen Fällen.“ …
Aus den Ruthens Wortwahl verweist auf die in den zwanziger Jahren von Intellektuellen idealisierte Disziplinierung der Affekte, die den Massenmord der Nationalsozialisten überhaupt erst möglich gemacht hatte. …
Jungkonservative und nationalrevolutionäre Autoren wie Ernst Jünger, Edgar Julius Jung oder Carl Schmitt hatten an der Aufweichung des Gegensatzes von Soldat und Zivilist gearbeitet und der Aufrüstung das Wort geredet. Ihre Ideen hatten Eingang  gefunden in die Köpfe der jungen Männer, die aus den „Verhaltenslehren der Kälte“, von denen Helmut Lethen gesprochen hat, die Konsequenz eines Eintritts in die SS zogen - eine verschworene Gemeinschaft, in der die unnachgiebige Grundhaltung, das Männlichkeitsideal des archaischen, gepanzerten Kriegers und der Führergedanke Wirklichkeit zu werden versprachen. Was in den zwanziger Jahren essayistisch und literarisch ausgeführt wurde, sollte vom „Schwarzen Korps“ untermauert werden und in den SS-Junkerschulen Gestalt annehmen. …
Rudolf aus den Ruthens Forderung nach „Wahrung der Form“ im Umgang mit Juden war angesichts der längst praktizierten Folterungen innerhalb und außerhalb der Konzentrationslager Makulatur. …Das Bestehen auf Sachlichkeit erscheint in diesem Zusammenhang als ein Versuch, die Verbrechen unsichtbar zu machen und durch vordergründige Ordnung zu legitimieren.“
Ueber die vom "Schwarzen Korps" propagierten Ideale der SS siehe auch:
Paula Diehl, Macht, Mythos, Utopie: die Körperbilder der SS-Männer, Akademie-Verlag, 2005
http://books.google.com/books?id=bP-JRhrpy3oC&printsec=frontcover&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
Der "Gefühlsduselei" machte sich verdächtig, wer Sympathien gegenüber Juden zeigte. In seinen Memoiren schrieb Albert Speer:
"Schon Ende 1941 hatte sich Goebbels in meiner Gegenwart bei Hitler vor allem über die Berliner beklagt: 'Die Einführung des Judensterns hat genau das Gegenteil von dem bewirkt, was erreicht werden sollte, mein Führer! Wir wollten die Juden aus der Volksgemeinschaft ausschließen. Aber die einfachen Menschen meiden sie nicht, im Gegenteil! Sie zeigen überall Sympathie für sie. Dieses Volk ist einfach noch nicht reif und steckt voller Gefühlsduseleien!' "
Zitiert nach SPIEGEL, 30.03.1981; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14323242.html

Die Eugenik war durch den deutschen „Rassenstaat“, der sich auf ihre Lehren berief, seit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs und erst recht nach seinem Ende, als das ganze Ausmaß der Verbrechen offenbar wurde, in der Wahrnehmung vieler Menschen international diskreditiert. Allerdings wurde die Ideologie der Eugenik nie so weitgehend mit der Terrorherrschaft unter Hitler assoziiert wie die Ideologie des Kommunismus mit der Terrorherrschaft unter Stalin.

Trotz der gewachsenen Vorbehalte gegen die Eugenik gab es am Ende des Krieges, was kaum erstaunen dürfte, eugenisch geprägte Sichtweisen auf die Deutschen - mit anderen Vorzeichen, als die von Hitler verehrten amerikanischen Eugeniker sie einst gesetzt hatten. So schlug der Harvard Anthropologe Earnest A. Hooton als Lösung für das „deutsche Problem“ vor, durch Aussiedeln und Heiratsregeln die vermuteten aggressiven genetischen Anlagen aus den Deutschen herauszuzüchten. (Nachzulesen in „What to do with Germany“, von Louis Nizer (Ziff Davis Publishing Company, 1944; online
Anders als in manchen Publikationen dargestellt teilte Nizer selbst Hooters Auffassung zur Lösung des „deutschen Problems“ nicht, obwohl er vor zimperlicher Sentimentalität („sqeamish sentimentality“) warnte und Ideen wie eugenische Zwangssterilisationen und Massenhinrichtungen vor allem mit dem Argument verwarf, dass man so Widerstand in religiösen und anderen Kreisen hervorrufen und Märtyrer schaffen würde.

Hooton äußerte seine Vorschläge zur Behandlung der Deutschen vor dem Hintergrund der von ihm vertretenen klassisch-eugenischen Auffassung, dass „eine Politik unaufgeklärter Humanität die ... Untauglichen vervielfacht und Bevölkerungsverhältnisse etabliert, bei denen der Nenner der Minderwertigen sehr viel schneller ansteigt als der kleine Zähler der Tauglichen“ - die klassisch-eugenische Kernthese, wie sie uns in etwas angepassten Worten heute von Thilo Sarrazin nahegebracht wird.
(Zitiert nach Kevorkian, 2010: “… Hooton stated that “a policy of unenlightened humanitarianism multiplies the ... unfit and establishes population ratios in which the denominator of inferiors increases much more rapidly than the small numerator of the fit.”). Auf Hooton berufen sich heute noch Autoren wie der Euthanasie–Propagandist Dr. Jack Kevorkian.
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Wird fortgesetzt:

Kommentare:

  1. "zu humane Auffassung"

    Hans-Ulrich Rottka (* 21. September 1895 in Bautzen; † 14. Oktober 1979 in Berlin) war Reichskriegsgerichtsrat zur Zeit des Nationalsozialismus. [..]

    Im Jahr 1936 wurde er als Oberkriegsgerichtsrat der Luftwaffe zur Reichskriegsanwaltschaft, der Anklagebehörde des Reichskriegsgerichts kommandiert. Am 1. Februar 1937 wurde er durch die Vermittlung Rüdiger Schleichers von der Rechtsabteilung des Reichsluftfahrtministeriums, bei der er kurzzeitig tätig war, als Kriegsgerichtsrat zum Reichskriegsgericht delegiert. Am 26. September 1942 wurde er jedoch auf Veranlassung Hitlers, weil er eine zu „humane Auffassung“ bezüglich der Angeklagten bei Prozessen gegen Zeugen Jehovas und in anderen Fällen hatte, in den Ruhestand versetzt. Rottka gehörte damit zu der sehr kleinen Minderheit von Richtern, die im Dritten Reich aus Gewissensgründen ihre Mitwirkung an einer zunehmend verbrecherischen Justiz aufkündigten. Nach der Entlassung aus dem aktiven Justizdienst beschäftigte er sich mit wissenschaftlichen Arbeiten zur Rechtsprechung des Reichskriegsgerichts.

    Ende Juli 1945 wurde Rottka vom sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet und bis 1950 in den sowjetischen Speziallagern Bautzen, Mühlberg und Buchenwald festgehalten. Nach Überstellung an die DDR-Justiz wurde er in den sogenannten Waldheimer Prozessen vom Landgericht Chemnitz zu lebenslanger Haft verurteilt. [..]
    1956 kam Rottka wieder in Freiheit.

    Orden und Auszeichnungen [..]
    Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern (20. April 1944)

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  2. Race Hygiene and National Efficiency: The Eugenics of Wilhelm Schallmayer
    By Sheila Faith Weiss

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  3. BloggerMagga
    #4.63 — 13.10.2015

    "Außerhalb von Deutschland kapiert niemand was hier los ist: Selbstmörderische "Humanität" aus neurotischem Schuldkomplex..."

    In Deutschland gab es ja auch einen Bestseller, in dem mit "Humanität" und "Schuldkomplex" gründlich aufgeräumt wurde:

    "Der Humanitätsdusel wird Mode, und indem man den Auswüchsen schwächlich nachgibt und einzelne schont, opfert man die Zukunft von Millionen. ... Erst wenn einmal eine Zeit nicht mehr von den Schatten des eigenen Schuldbewußtseins umgeistert ist, erhält sie mit der inneren Ruhe auch die äußere Kraft, brutal und rücksichtslos die wilden Schößlinge herauszuschneiden, das Unkraut auszujäten.“

    Aus: Adolf Hitler, Mein Kampf. - Nach Auszügen, die auf der Webseite „Kirche zum Mitreden“ für Lehrzwecke zugänglich gemacht wurden ...

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/fluechtlinge-politik-donald-trump-ueber-angela-merkel?cid=5379963#cid-5379963

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  4. "Friedensduselei"

    "Über die alljährliche Weihnachts-Friedensduselei nicht nur gegen Israel hat sich schon vor Jahren Thomas Sowell hervorragend Gedanken gemacht. Sie sind so aktuell wie eh und je. Castollux hat den Aufsatz übersetzt. Fazit: Friedensbewegungen verursachen Krieg!"

    https://heplev.wordpress.com/category/lesen/page/60/
    (23. Dez. 2007)

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  5. BloggerMagga
    #8.3 — (20.01.2016)

    "... die mich an eine andere Katastrophe in der Geschichte Europas erinnern...."

    Hetze und Meinungsmache, wie sie in den letzten Wochen um sich greifen, erinnern auch mich "an eine andere Katastrophe in der Geschichte Europas".

    Sie erinnern an eine Zeit, als Begriffe wie "Humanitätsduselei" Mode wurden; als die Propaganda an Boden gewann, "Humanität" sei „Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen", und die "sog. allgemeinen Menschenrechte" könnten bestimmten Menschengruppen nicht zugebilligt werden. ...

    http://www.zeit.de/2016/04/angela-merkel-fluechtlinge-krise-kritik?cid=5935845#cid-5935845

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    1. BloggerMagga
      #12.3 — (20.01.2016)

      "Wie werden auf einmal 1 Millionen von Menschen, die bisher in autoritären System aufgewachsen sind, innerhalb von wenigen Wochen und Schulungen zu Demokraten und liberalen Bürgern?"

      Natürlich nicht innerhalb weniger Wochen. Aber wir werden und damit abfinden müssen, dass Demokratie- und Menschenrechts-Defizite weltweit uns etwas angehen, dass wir mit der klassischen Geopolitik (primär militärische und machtpolitische Verteidigung der Festung "Westen", u.a. um den Preis der Förderung übler Regime) nicht mehr weiter kommen. Sowohl Innen- als auch Außenpolitik werden die Eine-Welt-Perspektive nicht mehr auf Hilfsprojekte reduzieren können, sondern sie durchgehend mit berücksichtigen müssen.

      http://www.zeit.de/2016/04/angela-merkel-fluechtlinge-krise-kritik?page=3

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  6. Als „Herrenmenschen“ legten Nationalsozialisten keinen Wert darauf, als „Humanisten“ zu gelten, und verspotteten Pazifismus und christliche Nächstenliebe als Ausdruck von „Humanitätsduselei“. So „versprach“ Fritz Sauckel, während der Zeit des Nationalsozialismus Gauleiter von Thüringen und als „Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz“ Koordinator des Einsatzes von Zwangsarbeitern: „Wir werden die letzten Schlacken unserer Humanitätsduselei ablegen.“[6] Sauckel gehörte zu den Führungskräften des Nationalsozialismus, die während der Nürnberger Prozesse u.a. wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ angeklagt und verurteilt sowie anschließend hingerichtet wurden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Menschlichkeit

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