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Mittwoch, 11. Mai 2011

Terror, Gewalt und Generalverdacht

Aus aktuellem Anlass (mittlerweile auch schon nicht mehr ganz so aktuell - Nachrichten und Analysen zum Ende Osama Bin Ladens finden nur noch mäßige Aufmerksamkeit) habe ich noch einmal nachgelesen, was Sarrazin zum Thema islamistischer Terror schreibt.

Keine Überraschung: Für Sarrazin bildet die "Gruppe der muslimischen Migranten" eine Einheit, die kollektiv eine Reihe negativer Eigenschaften aufweist, darunter "überdurchschnittliche Kriminalität, von der »einfachen« Gewaltkriminalität auf der Straße bis hin zur Teilnahme an terroristischen Aktivitäten".

Dazu gibt es einen Verweis auf eine Quelle bzw. Erläuterung im Anhang; ich sehe nach, finde aber nur diesen Hinweis: "An dem Anschlag auf das World Trade Center am II. September 2001 waren 19 Attentäter beteiligt. Drei der arabischen Studenten lebten in Hamburg und waren Mitglieder der sogenannten »Hamburger Zelle«." Damit wird also die ganze Aussage von der "überdurchschnittliche Kriminalität, von der »einfachen« Gewaltkriminalität auf der Straße bis hin zur Teilnahme an terroristischen Aktivitäten" der "Gruppe der muslimischen Migranten" begründet.

Was ist mit der "einfachen Gewaltkriminalität"? Leider, stellt Sarrazin vorwurfsvoll fest, werde im "Integrationsbericht 2009" der Bundesregierung nicht nach Migrantengruppen (Herkunftsregion beziehungsweise Volksgruppen) unterschieden. Tut nichts; er ist sich ganz sicher: "Eine Zuwanderungs- und Integrationsproblematik, die der Rede wert ist und sich nicht mit der Zeit automatisch erledigt, gibt es heute in Deutschland ausschließlich mit Migranten aus der Türkei, Afrika, Nah- und Mittelost, die zu mehr als 95 Prozent muslimischen Glaubens sind."

Dass es auch anders gehe, Daten also nach Migrantengruppen getrennt erhoben werden, so Sarrazin, zeigen "die ... Zahlen des Berlin-Institut". Die genannte Quelle des Berlin-Institut ist "Berlin-Institut für Bevölkerungsentwicklung (Hrsg.): Ungenutzte Potenziale.Zur Lage der Integration in Deutschland. Berlin 1009. S. 78. (Die dazugehörige Webseite dieses privaten Instituts lässt sich auch im Internet aufrufen:http://www.berlin-institut.org/studien/ungenutzte-potenziale.html ). Einen Beleg für Sarrazins Eindruck von der überdurchschnittlichen Gewaltkriminalität finde ich dort allerdings nicht.

"Ein näherer Blick auf Neukölln lohnt sich, weil dieser Stadtteil exemplarisch ist...", schreibt Sarrazin weiter. "Die Intensivtäter verbreiten auf den Straßen Neuköllns Angst und Schrecken und sind schlechte Vorbilder. Sie stellen nur ein Promille der Bevölkerung, begehen aber 20 Prozent aller Straftaten in Berlin." Wieder fehlt eine Quellenangabe. Sarrazin hat an anderer Stelle beschrieben, dass er dort, wo Zahlen fehlen, welche "schöpfe" (s. auf diesem Blog http://guttmensch.blogspot.com/2011/04/wilhelm-william-stern-von-sarrazin.html; Zitat nach SZ Magazin).

Zweifellos stellen Probleme in sozialen Brennpunkten, mitgebrachte Probleme aus Herkunftsländern, die von patriarchalischer Gewaltherrschaft geprägt sind, und das Aufeinanderprallen verschiedener Lebenswelten gewaltige Herausforderungen dar. Gewalttätern und Gewaltpredigern - muslimischen und anderen - sind früh und entschieden Grenzen zu setzen.

Unhaltbar ist Sarrazins Unterstellung, dass es sich um fest verankerte, gar erblich bedingte negative Eigenschaften handeln würde, die bei muslimischen Migrantengruppen besonders stark verbreitet seien
- von der Frage nach der Herkunft der "geschöpften Zahlen" ganz abgesehen. Irreführend ist auch die Übertragung der Situation in einem Brennpunkt wie Berlin-Neukölln auf das ganze Land. Beispiele aus verschiedenen Gemeinden und Bundesländern zeigen, dass z.B. Infrastruktur und von engagierten Bürgern gefördertes, kundiges Integrationsbemühen maßgeblichen Einfluss auf die Gewaltbereitschaft Jugendlicher haben. (Darauf deutet auch, entgegen dem Eindruck, den Sarrazin erweckt, wesentliche Abschnitte der oben genannten Publikation des Berlin-Instituts hin.)


Aus dem schon zitierten Artikel von Christian Nürnberger (s. voriger Blog); http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35287/2/1 :
"Zwei schlichte Beispiele, auf die neulich der Kriminologe Christian Pfeiffer hingewiesen hat, lassen die heiße Luft aus dem riesigen Ballon, den die Islamophoben derzeit immer noch weiter aufblasen: In einem Vergleich von norddeutschen Städten und Landkreisen fiel auf, dass in Oldenburg türkischstämmige Viert- und Neuntklässler die zweitniedrigste Gewaltrate aufwiesen, in Dortmund dagegen die höchste. Schülerbefragungen zeigten, dass in Oldenburg 90 Prozent der türkischstämmigen Grundschulkinder von deutschen Kindern zu ihrem Geburtstag eingeladen wurden. In Dortmund waren es nur 29 Prozent.
Zweites Beispiel: In Hannover ging zwischen 1998 und 2006 die Mehrfachtäterquote türkischstämmiger Jugendlicher parallel zu ihrer deutlich verbesserten schulischen Integration um die Hälfte zurück. Die Quote der Neuntklässler, die den Realschulabschluss oder das Abitur anstreben, hat sich in dieser Zeit von 53 auf fast 70 Prozent erhöht, und das vor allem aus zwei Gründen: Zum einen haben sich über den Verein »Mentor e. V.« mehr als tausend Bürgerinnen und Bürger als kostenlose Nachhilfelehrer engagiert. Zum anderen hat die Bürgerstiftung Hannover gemeinsam mit stadtteilbezogenen Initiativen ein breites Spektrum von Integrationsmaßnahmen entwickelt. "

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Wie schnell sich der Blick verengen kann und ganze Gruppen kollektiv kriminalisiert werden, lehrt die Geschichte der eugenischen Weltsicht, die zeitweise mit dem Antisemitismus eng verknüpft war.  

Siehe dazu z.B. Zitate aus Henry Fords antisemitischen Pamphlet "Der Ewige Jude" - enthält Forderungen nach einer separaten Kriminalitätsstatistik für Juden; Behauptung, dass 50% der in New York verübten Straftaten von Juden begangen würden; Assoziation von bolschewistischem Terror und Judentum; etc.
http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/henry-ford-uber-die-juden-ein.html

Geradezu ein Paradebeispiel für "Generalverdacht" ist das Pamphlet "The Secret World Government or the Hidden Hand", herausgegeben 1926 von der "Anti-Bolshevist Publishing Association" mit Sitz in New York, verfasst von "Maj. Gen. Count Cherep-Spiridovitch" (wohl auch selbst Verlagsgründer):
http://www.scribd.com/doc/31250685/13065735-the-Secret-World-Government-or-the-Hidden-Hand-the-Unrevealed-in-History-Paperback
Es sei "über die Juden, nicht gegen die Juden" heißt es darin - aber die Botschaft ist klar: Juden würden generell riskieren, mit bolschewistischem Terror in Russland und seinem Import in andere Länder in Verbindung gebracht zu werden, und diejenigen Juden, die damit nichts zu tun hätten, müssten dies besonders unter Beweis stellen.
(Bemerkenswert ist, dass derselbe Verlag um die gleiche Zeit auch ein Pamphlet des Duos Alfred Rosenberg/ Otto Kursell mit gleicher Stossrichtung herausbrachte; Weiteres dazu - mit Illustrationen - folgt an anderer Stelle.) 

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Ergänzung 03.08.2011 (neu gefunden mit dem ergänzenden Suchwort "Fjordman"):

Aus "As der Schwerter" 17. November 2010

"Eine Betrachtung moslemischer Kriminalität im Vereinigten Königreich und die Reaktion britischer Behörden – Teil I ....  von Pike Bishop ...
Das Original ist im September 2010 unter dem Titel „A Consideration of Muslim Crime in the UK and the Response of the British Authorities“ auf der Webseite der English Defence League erschienen. ...
Wie definieren wir ´moslemische Kriminalität´? Unter ´moslemischer Kriminalität´ verstehen wir Straftaten, die von Moslems begangen werden. Wir haben dabei vor allem von Moslems begangene Gewaltverbrechen (bis zum Terrorismus einschließlich), sexuelle Straftaten, Eigentumsdelikte und Bandenkriminalität im Auge. Mit dem Wort ´Moslem´ meinen wir alle Personen mit moslemischem Hintergrund und moslemischer Erziehung, die sich nicht ausdrücklich vom Islam distanziert haben, unabhängig vom Grad ihrer religiösen Identifikation oder ihrer Beachtung der religiösen Vorschriften. ..."

"Und? Haben die einen Sarrazin? Kommt die BNP ins Parlament? Nein – die haben verdient was sie kriegen, und was sie kriegen ist, daß sie in ihren früheren Ländern zur Minderheit werden werden. Aber dennoch ist mir die offensichtlich völlig ausbleibende Wählerreaktion ein nicht begreifliches Rätsel …"
Kommentar von Sir Toby — 19. November 2010
http://fjordman.wordpress.com/2010/11/17/eine-betrachtung-moslemischer-kriminalitat-im-vereinigten-konigreich-und-die-reaktion-britischer-behorden-teil-i/

Anm.: Gehört die Beschwörung des Bildes von den schlafenden Wählern und von der Gefährlichkeit von Parteien, die nicht dafür sorgen, dass von Muslimen begangene Straftaten gesondert erfasst werden, zum Kern-Repertoire der Counterjihad-Propaganda?

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Gang-Kriminalität begleitete Wellen von Einwanderungen in den USA (etwa in den 1920er Jahren), und Entsprechendes könnte auch in Norwegen geschehen, warnte die norwegische Sozialanthropologin Inger Lise Lien in einem Bericht an eine Regierungsstelle. "Fjordman" (2005) präsentierte dies seinen Lesern als eine Gefahr, die speziell in der Natur islamischer Einwanderer liege. 
Darunter das Credo "ceterum censeo islam esse delendam" ("Im Übrigen glaube ich, dass der Islam zerstört werden muss").
https://islamquotes.org/forum/viewtopic.php?f=49&t=1384

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gefunden 09.08.2011

Bryja Lya und Katja H.-W.: Skølberg: Warum es zu Terrorismus kommt. Ein Überblick über Theorien und Hypothesen zu den Ursachen des Terrorismus. In: Journal für Konflikt- und Gewaltforschung, Vol. 6, 1/ 2004. URL: www.uni-bielefeld.de/ikg/zick/lia_skjolberg.pdf
Diese Arbeit wurde im Auftrag des norwegischen Forschungsinstituts für Verteidigung (FFI) erstellt. Stichworte u.a. "norwegische nationale Sicherheit", "Erklärungsansätze zum Terrorismus".

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Ergaenzung 08.02.2012

Zitate strategisch gewaehlter Stellen aus heiligen Buechern der Weltreligionen, die alle den Geist der Zeit enthalten, in der sie geschrieben wurden, eignen sich zum Aufhetzen. Wie "billig" dieses Mittel ist, zeigt z.B. die folgende Zusammenstellung aus "IGENRAD":

"Was ist von einer Religion zu halten mit Glaubenssätzen wie diesen? „Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit“ 1), es solle „sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan“ 2). Oder: „Der Mann ist des Weibes Haupt“ 3). Wie prägt eine Religion mit einem Gott eine Gesellschaft, der solche Mordaufträge vergibt? „Gehet durch die Stadt und schlaget drein; eure Augen sollen nicht schonen noch übersehen. Erwürget Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles tot“ 4).

Wehe, so etwas kommt über uns! Da muss man sich sorgen wie Thilo Sarrazin. Die zitierten Sätze stammen allerdings nicht aus dem Koran. Sie sind christlich, stammen – wie viele ähnlicher Natur – aus dem Alten und Neuen Testament (1) Titus 2,5, 2) 1. Mose 3,16, 3) Brief des Paulus an die Epheser 5,23, 4) Hesekiel 9,5)."
http://www.leipziger-montagsdemo.de/informationen/informationen_05.htm


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Ergaenzung 14.04.2012

Sogenannte Experten standen Schlange (in den ersten Stunden nach den Anschlaegen in Norwegen), um in den Medien zu erklaeren, die Anschlaege truegen alle Merkmale einer Al-Quaida Attacke.
“Warum hassen die Muslime Norwegen?” war eine zentrale Frage, ueber die “Experten” ihre Meinungen abgaben: Wegen Norwegens Rolle in Afghanistan. Weil Norwegen kuerzlich Anklage gegen einen extremistischen muslimischen Prediger erhoben hatte. Wegen eines norwegischen Nachdrucks der daenischen Mohammed-Karikaturen. – Auch wenn einige Journalisten an den schnellen Erklaerungen Zweifel hatten, noch bevor bekannt wurde, dass der Taeter ein blonder “Bio-Norweger” sein koennte: Wer wollte den Sicherheitsexperten widersprechen?
Nachdem die Tatsachen bekannt wurden, gab es zwischen all den Ausdruecken von Abscheu und Horror auch diese Linie: “Was dieser Verrueckte getan hat, war furchtbar, aber …” (“What this lunatic did was awful, but … ).  Obwohl es um einen anti-muslimischen Extremisten ging, der nicht-muslimische Norweger toetete, fanden die “Aber-”Kommentatoren einen Weg, den Finger der Beschuldigung auf die Muslime zu richten. Damit folgten sie einem Narrativ, dass seit Jahren gefuettert worden war: Von der generellen Darstellung des Terrorismus als einem so gut wie ausschliesslich islamischen Phaenomen bis hin zu fabrizierten Geschichten im Bildzeitungs-Stil ueber “Klos nur fuer Muslime” und “Gemeindeverwaltungen, die Weihnachten verbieten”.


Charlie Brooker in der englischen Zeitung The Guardian, 25.07.2011
(hier eine zusammenfassende Wiedergabe, keine woertliche Uebersetzung; “fabricated tabloid fairytales” ist mangels eines deutschen Wortes fuer “Tabloid” mit “fabrizierten Geschichten im Bildzeitungs-Stil” wiedergegeben)
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/jul/24/charlie-brooker-norway-mass-killings?intcmp=239

Zum Phaenomen der “Furchtbar, aber …” Kommentare ueber den Norwegen-Attentaeter Anders Behring Breivik (im Tenor, “ein voellig isoliert agierender Verrueckter, aber irgendwie auch verstaendlich”) siehe auch den Post ueber einen FAZ-Leitartikel von Georg Paul Hefty: http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/zum-recht-auf-information-am-beispiel.html

"Ich glaube, wir haben den Rechtsextremismus nicht genuegend ernst genommen" ("I think we haven't taken far-right extremism seriously enough") -
John Brew, Direktor des International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence at King's College London, zitiert im Guardian vom 24.07.2011
http://www.guardian.co.uk/world/2011/jul/24/norway-gunman-not-guilty-plea?intcmp=239


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07. August 2012


“Respekt” für Opfer als Vorwand für Hass

Der Attentäter von Wisconsin, Wade Michael Page, hatte, einem TAZ-Artikel zufolge, “auf eine in der Neonazi-Szene übliche Art auf den 11. September 2001 reagiert: Er ließ sich den „Respekt“ für die Opfer der Attentate auf einen Arm tätowieren. Diesen „Respekt“ verstehen Insider als Hass auf Muslime.” http://zettelmaus.blogspot.com/2012/08/die-waffe-aus-dem-shooter-shop.html

Es sieht danach aus, als habe Wade Muslime, die nach dem 11. September 2001 inzahlreichen Foren als Turbanträger, “Windelköpfe (“Diaper Heads”) usw. pauschal geschmäht wurden (vgl. auch Mohammed-Karikaturen mit “Turbanbombe”),schlicht mit Turbanen identifiziert. Wahrscheinlich deshalb, weil auch Sikhs Turban tragen (und das viel regelmässiger als Muslime), gerieten sie in das Fadenkreuz seines Hasses.

Siehe auch Stichworte “Karikatur” und “Hass” auf diesem Blog.


09.08.2012



Ein neuer Blick auf die Karikatur mit der "Turbanbombe" von Kurt Westergaard nach dem Attentat auf Besucher eines Sikh-Tempels in Wisconsin
http://zettelmaus.blogspot.com/2012/08/stereotypisierung-und-hass.html


Kommentar im “New Yorker” vom 9. August 2011:
Was ist die wirkliche terroristische Bedrohung in Amerika?

Eine Analyse von 302 Faellen von Inlands-Terrorismus seit dem 11. September 2011 ergab, dass nicht-ideologisch motivierte Faelle von Massenschiessereien etwa 20mal so viele Opfer kosteten wie ideologisch motivitierte. Faelle, bei denen chemische, biologische und radiologische Materialien eine Rolle spielten, gingen alle von Rechtsextremisten oder Anarchisten aus.
http://www.newyorker.com/online/blogs/comment/2012/08/the-real-terrorist-threat-in-america.html

What Is the Real Terrorist Threat in America?
Posted by Steve Coll
"... The Oak Creek murders reflect upon another neglected subject: the surprising pattern of terrorism in America since September 11th. In partnership with a team of researchers at Syracuse University’s Maxwell School of Public Policy, some of my colleagues at the New America Foundation collated and analyzed three hundred and two cases of domestic terrorism during the decade after the September 11th attacks. The numbers do not correspond with the public’s fear or understanding.
The entire decade-long domestic death toll from terrorism (that is, where a political or ideological motive was apparent) was thirty. By comparison, the rate of annual deaths from mass shootings by non-ideological deranged killers—such as the gunman who attacked moviegoers in Aurora, Colorado, last month—runs more than thirty times higher (on average, about a hundred deaths each year). In all, there are about fifteen thousand murders in America each year.
Of the three hundred domestic-terrorism cases studied, about a quarter arose from anti-government extremists, white supremacists, or terrorists animated by bias against another religion. And all of the most frightening cases—involving chemical, biological, and radiological materials—arose from right-wing extremists or anarchists. None arose from Islamist militancy. ..."


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Aus "Netz gegen Nazis", September 2010

"In den Foren der Saarbrücker Zeitung ... wird von einem Rechtsradikalen gerne folgendes Zitat gebracht:  '1999 wurden 1016 Deutsche durch ausländische und 1 Ausländer durch deutsche Straftäter getötet.' Nach Angaben der offiziellen örtlichen Tageszeitung Westfälische Rundschau 19.8.2000.
Dieses Zitat hat er nicht von irgendeiner NPD-Website, sondern von der Website des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Riegert. http://www.klaus-riegert.de/presse.php?id=177&SESSION_ID=2a63bddef56ac940 .

Ich habe diesen in seinem Gästebuch darauf hingewiesen, dass diese Zahl nicht stimmen kann und seine Seite zur rechten Hetze verwendet wird ...
Jetzt bin ich allerdings etwas verunsichert, wenn ich den Werdegang von Herrn Riegert lese: "Diplom-Verwaltungswirt- Polizei (FH), Kriminaloberkommissar, Stellvertretender Dezernatsleiter der Kriminaltechnik. Mitglied im Bund Deutscher Kriminalbeamter". Der Mann müsste sich also mit so etwas auskennen. Aber meiner Meinung nach sagt die Kriminalstatistik, dass insgesamt in Deutschland 1999 weniger als 1000 Menschen durch einen Mord oder einen Totschlag zu Tode kamen - wie können da allein 1016 Deutsche durch ausländische Straftäter getötet worden sein?
http://www.bka.de/pks/  ..."

"Erfreulicherweise hat das Team von Herrn Riegert auf meinen Hinweis dann doch schnell reagiert und das Zitat gelöscht.  ... Allerdings wird es natürlich weiter durchs Netz geistern, da es ja von der 'offiziellen örtlichen Tageszeitung Westfälische Rundschau' stammt - was auch immer eine 'offizielle Tageszeitung' sein mag."http://www.netz-gegen-nazis.de/frage/statistik-zur-auslaenderkriminalitaet-0

Siehe auch
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/223/umfrage/verurteilte-straftaeter-nach-nationalitaet/


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Kreuzberg und Neukölln sind nicht Deutschland

Eine Perspektive aus der Provinz:


"Einzige Probleme mit "Kriminalität" von Nichtdeutschen hatten wir in den 90ern, als Flüchtlinge aus dem Kosovo in der alten Russenkaserne vor dem Ort einquartiert wurden. Aber sobald man sich mal angesehen hat, wie die dort leben mussten ... , dann hat man auch verstanden, warum die Nahrungsmittel geklaut haben.
Viel größere Probleme bereiten eher die Dorfnazis die ständig betrunken sind, Ärger anfangen, Dinge beschmieren und sogar 12Jährige Zusammenschlagen weil die ihnen zu links aussehen. Das sind übrigens auch garnich sooo viele, aber sie machen überproportional viel Ärger und sorgen, wie so oft in Ostdeutschland, dafür, dass man einfach ein schlechtes Image hat."

"Pitlord", 20.12.2011; http://board.gulli.com/thread/1685825-bka-fahndet-jetzt-auch-auf-facebook-nach-nazis/4/


Zu den Besonderheiten von Orten wie Kreuzberg siehe auch den Post "Arrival City": Zum Beispiel Berlin-Kreuzberg;
http://guttmensch.blogspot.com/2012/08/arrival-city-zum-beispiel-berlin.html


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Schwere Vorwürfe gegen Polizei: Tochter von NSU-Opfer prangert deutsche Behördenwillkür an - Deutschland - FOCUS Online – Nachrichten
Mittwoch, 30.01.2013, 12:30
dpa
Auszug

“Die Tochter eines der Opfer der rechtsextremen Mordserie in Deutschland hat schwere Vorwürfe gegen die deutsche Polizei erhoben. Die Behörden hätten über Jahre nur im türkischen Milieu nach Tätern gesucht und ihre Familie unter Druck gesetzt, um Geständnisse zu erzwingen, sagte Semiya Simsek Demirtas der türkischen Zeitung „Milliyet“ vom Mittwoch. …
Die 26-jährige Simsek sagte, die deutsche Polizei habe zunächst ihre Mutter im Verdacht gehabt, ihren Vater mit ihrem Onkel zusammen getötet zu haben. Am Tag des Mordes hätten 15 Polizisten das elterliche Heim gestürmt und ihre noch unwissende Mutter gefragt, wie sie denn seelenruhig Kaffee trinken könne, nachdem sie ihren Mann getötet habe.
Allen Familienmitgliedern seien DNA-Proben abgenommen worden, die Polizei habe die Telefone abgehört und sogar Peilsender an den Autos angebracht. Auch habe die Polizei ihre Mutter mit dem Bild einer Frau konfrontiert und gesagt, ihr Vater habe mit der Frau zwei außereheliche Kinder – was aber nicht stimmte. Anschließend habe die Polizei erklärt, ihr Vater, ein Blumenhändler, sei häufig in die Niederlande gefahren, weil er Drogen geschmuggelt habe. Schließlich habe die Polizei wissen wollen, ob die Familie die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unterstütze. Hinweise der Familie auf einen möglichen rechtsextremen Hintergrund seien ignoriert worden. …
Der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) werden die Morde an neun Migranten und einer Polizistin zur Last gelegt. Der rechtsextremistische Hintergrund des NSU war lange nicht aufgedeckt worden und erst vor gut einem Jahr aufgeflogen.”
http://www.focus.de/politik/deutschland/rassistische-behoerdenwillkuer-tochter-von-nsu-opfer-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-deutsche-polizei-_aid_908826.html


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Nachtrag 18.2.2014


"Strafe muss sein bei dem, der seinem Wesen, Charakter nach ein Straftäter ist".
 "Rechtsprinzip" im seinerzeit real existierenden Eugenik-Staat, dem NS Staat.

Zitiert in einem Kommentar zum Fall Edathy auf ZEIT online:

advocatus1
  • 18.2.2014

  • pädophilen Mann nicht doch irgendwann der Damm bricht, und er einem Kind "etwas antut".<<
    Weiß er nicht, kann er nicht wissen. Genau so wenig wie Sie, dass der Mann einem Kind schließlich doch was tut oder nicht.
    Sie sollten aber wissen, Rechtsstaaten haben ein "Tatstrafrecht". Entscheidend ist nicht die Gesinnung oder Neigung eines Menschen, sondern ob er dem nachgibt, etwas Bestimmtes, als strafbar zuvor Festgelegtes tut.
    Nicht ein Täterstrafrecht, wie die Nazis es vorhatten: "Strafe muss sein bei dem, der seinem Wesen, Charakter nach ein Straftäter ist".
    Welches Modell Sie besser finden, ist natürlich Ihre Sache.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-02/strafgesetz-zu-kinderpornografie?commentstart=401#comments


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    Palin: If I were president, 'Waterboarding is how we'd baptize terrorists'

    The former Alaskan governor told the crowd at the National Rifle Association's annual convention that if she were in charge, waterboarding is how the United States would "baptize terrorists."
     
    Yahoo News
    27 April 2014
     

     

    Kommentare:

    1. "Tabloids" (s. Post) kann man mit "Boulevardpresse" übersetzen

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    2. Zum Thema "Generalverdacht"

      Aus

      Gefahrengebiet Hamburg: Der Generalverdacht ist salonfähig
      Andreas Weck 09.01.2014 |

      Ich beschäftige mich aktuell viel mit dem Thema Grundrechte. Nicht etwa, wie ein Jurist es tut, sondern wie es ein mündiger Bürger versucht zu tun. Seit einiger Zeit habe ich nämlich das vage Gefühl, dass sie verschwinden werden – nicht auf dem Papier, aber in der Praxis.

      Als ich erfahren habe, dass in meiner Wahlheimat Hamburg aufgrund eines Angriffs von vermutlich linken Autonomen auf die Davidwache und diensthabende Polizisten eine Gefahrenzone eingerichtet wurde, dachte ich zunächst nichts Böses:
      Vermutlich so etwas wie eine erweiterte waffenfreie Zone, wie sie bereits 2007 – erstmalig in der Bundesrepublik – auf St. Pauli ausgerufen wurde.
      Bei genauerem Lesen war ich jedoch schockiert: Die Gefahrenzone Hamburgs ist – wie inzwischen viele wissen – ein Gebiet, das sich von Altona über St. Pauli bis zur Sternschanze zieht, und in dem die sogenannte Unschuldsvermutung gegenüber Staatsbürgern nicht mehr zählt. [...]

      Der pauschale Generalverdacht greift weiter um sich: In den vergangenen Jahren hat sich in der Politik und weiten Teilen der Gesellschaft mehr und mehr die Auffassung durchgesetzt, dass Bürgerrechte der Terror- und Verbrechensbekämpfung untergeordnet werden müssen.

      Etwas übertrieben könnte man auch sagen: Die Angst von 9/11 hat es inzwischen bis vor unsere Haustür geschafft – aktuell mehr denn je manifestiert durch die Späh-Affäre, der angestrebten Vorratsdatenspeicherung und auch der beschriebenen Causa „Gefahrenzone“. All die genannten Vorgänge beruhen nämlich auf einem nicht greifbaren Sicherheitsversprechen der Politik gegenüber dem Bürger.
      Währenddessen untergraben sie ganz nebenbei den Rechtsstaat und die Demokratie in der Bundesrepublik.

      Zyniker würden sagen: Der Sicherheitsstaat wird kommen.

      Passieren nämlich keine weiteren Terroranschläge und Verbrechen mehr, heißt es, dass die Methoden Erfolg haben – halten wir also weiter an ihnen fest. Passiert trotzdem wieder etwas, wird es heißen: Seht ihr, das kommt davon, dass ihr nicht noch mehr von euren Bürgerrechten aufgebt.
      [...]

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    3. "Seit die Armenviertel aus der Isolation geholt werden, nimmt die Gewalt rapide ab"

      Video auf ZEIT online

      Kolumbien
      Mordrate in Medellin geht durch Seilbahn drastisch zurück
      Aktualisiert 31. Januar 2014

      Medellin in Kolumbien galt lange als Todeszone: Mord und Drogenhandel waren Alltag. Doch seit die Armenviertel aus der Isolation geholt werden, nimmt die Gewalt rapide ab.

      http://www.zeit.de/video/2014-01/3127668578001/kolumbien-mordrate-in-medellin-geht-durch-seilbahn-drastisch-zurueck#autoplay

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    4. Egypt tightens security laws to counter 'terrorism'

      Egypt said Thursday it has boosted punishment for "terrorist" offences and expanded the scope of crimes that fall under that category, a day after bombings killed a top police officer. The legal amendments will come in force when interim president Adly Mansour approves the government-penned draft.…
      AFP

      http://news.yahoo.com/egypt-tightens-security-laws-counter-terrorism-183649048.html

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    5. Distanzieren Sie sich!

      Satirisch in
      Die Anstalt 3. Februar 2015
      mit Uthoff, von Wagner, Solga, Sydow, Abdelkarim

      https://www.youtube.com/watch?v=dtCwfwEW9N8

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    6. Death Sentence for Boston Bomber, Dzhokhar Tsarnaev, Unsettles City He Tore Apart

      The New York Times
      By KATHARINE Q. SEELYE, ABBY GOODNOUGH and JESS BIDGOOD
      May 17, 2015

      BOSTON — The finish line of the Boston Marathon is a landmark here ...
      Since bombs went off here two years ago, all of Boston has claimed the line as a symbol of how this city came together in the smoky, sulfurous aftermath to tend to the dead and the maimed ...

      But now, since a jury on Friday sentenced the convicted bomber to death, the finish line suddenly seems to be a place of ambivalence. ...

      “I was shocked,” said Scott Larson, 47, a records manager who works near the finish line. “The death penalty — for Boston.” ...

      To the amazement of people elsewhere, Bostonians overwhelmingly opposed condemning the bomber, Dzhokhar Tsarnaev, to death. The most recent poll, conducted last month for The Boston Globe, found that just 15 percent of city residents wanted him executed. Statewide, 19 percent did. By contrast, 60 percent of Americans wanted Mr. Tsarnaev to get the death penalty, according to a CBS News poll last month.

      No one here felt sympathy for him. Rather, many thought life in prison would be a fate worse than death, especially for someone as young as Mr. Tsarnaev, who is 21. Others feared that putting him to death would make him a martyr. Still others, interviewed around the city Friday night and Saturday, reflected the region’s historical aversion to the death penalty. ...

      “They ought to demonstrate a little humanity,” said Mr. Maher, 66, who now lives in Frederick, Md. “Killing a teenager’s not going to do anything. I think it’s just a kind of visceral revenge. I think that in three years, the people of Boston and the people on the jury will feel bad about this decision.”

      Like many others, he could not square the death sentence with the sense of Massachusetts exceptionalism that has pervaded the zeitgeist since 1630 ...

      “The Chinese put a lot of people to death, and we put a lot of people to death, and almost nobody else in the world does,” he said. “It’s kind of a brutal thing. And for this to happen in Massachusetts....”

      http://www.msn.com/en-us/news/crime/death-sentence-for-boston-bomber-dzhokhar-tsarnaev-unsettles-city-he-tore-apart/ar-BBjRL94?ocid=iehp

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    7. The Growing Right-Wing Terror Threat

      The New York Times
      Op-Ed Contributor
      By CHARLES KURZMAN and DAVID SCHANZER
      June 16, 2015

      THIS month, the headlines were about a Muslim man in Boston who was accused of threatening police officers with a knife. Last month, two Muslims attacked an anti-Islamic conference in Garland, Tex. The month before, a Muslim man was charged with plotting to drive a truck bomb onto a military installation in Kansas. If you keep up with the news, you know that a small but steady stream of American Muslims, radicalized by overseas extremists, are engaging in violence here in the United States.

      But headlines can mislead. The main terrorist threat in the United States is not from violent Muslim extremists, but from right-wing extremists. Just ask the police.

      In a survey we conducted with the Police Executive Research Forum last year of 382 law enforcement agencies, 74 percent reported anti-government extremism as one of the top three terrorist threats in their jurisdiction; 39 percent listed extremism connected with Al Qaeda or like-minded terrorist organizations. And only 3 percent identified the threat from Muslim extremists as severe, compared with 7 percent for anti-government and other forms of extremism.

      The self-proclaimed Islamic State’s efforts to radicalize American Muslims, which began just after the survey ended, may have increased threat perceptions somewhat, but not by much, as we found in follow-up interviews over the past year with counterterrorism specialists at 19 law enforcement agencies. These officers, selected from urban and rural areas around the country, said that radicalization from the Middle East was a concern, but not as dangerous as radicalization among right-wing extremists. ...

      http://mobile.nytimes.com/2015/06/16/opinion/the-other-terror-threat.html?referrer=&_r=1

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    8. Why isn't suspected Charleston shooter Dylann Roof called a terrorist?

      Critics charge that cases involving suspects tied to Islam are labeled terror, but white suspects are often seen as mentally ill

      By Michael Walsh
      Today
      Yahoo News

      Roof a terrorist?

      The white man who was charged with nine counts of murder Friday after opening fire on a Bible study group held in a historically African-American church has been tied to racist ideologies and has reportedly confessed to the shooting, telling investigators that he "wanted to start a race war."

      U.S. authorities are investigating the Wednesday night massacre in Charleston, South Carolina's Emanuel African Methodist Episcopal Church that left nine people dead as a hate crime. The church's pastor, South Carolina State Sen. Clementa Pinckney, was among the victims.

      After news of the tragedy broke, a Facebook image circulated showing the high-school dropout Roof wearing a jacket adorned with the flags associated with apartheid-era South Africa and Rhodesia. Both have been adopted by white supremacist groups in the United States.

      Since the attack, civil liberties groups across the country have questioned why Roof, 21, is not being described as a suspected terrorist.

      Critics have charged that in cases where the suspects are Islamic extremists — like the Boston Marathon bombing or the recent attack on a Texas cartoon contest — they are labeled acts of terror. But when the suspects are white, the acts are instead treated as the result of mental illness.

      The targeted church in South Carolina holds a cherished place in African-American history as a beacon for civil rights — so was likely chosen for its symbolic significance. ...

      South Carolina Rep. Mark Sanford struggled with the question when asked in an interview with Yahoo News’ Bianna Golodryga if he would label Roof a terrorist.

      “No, I think terror goes to the larger notion of a political agen[da]," he said. "I don’t know what the difference is. I know what he was. He’s a bad guy and he needs to be brought to justice. That’s all I know.” ...

      Ibrahim Hooper, national communications director for the Council on American-Islamic Relations, a Muslim advocacy group, argues that Roof would have been branded a terrorist immediately if he were Muslim or Arab.

      After every mass shooting, Hooper said, the public waits to see if the suspect has any association with Islam.

      “If there’s not any association, it is never called terrorism. That’s basically the dividing line,” he said to Yahoo News. “We see it time and time again.”

      According to Hooper, the moment it is clear that the suspected murderer is not a Muslim, the national conversation shifts to the suspect's mental state and personal biography.

      “Down in Charleston, that was a textbook definition of terrorism. He did it for the political goal of creating a race war in America,” Hooper said. ...

      http://news.yahoo.com/suspected-charleston-shooter-dylann-roof-wanted-to-start--race-war---reports-164102298.html#

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      1. "I think it' premature to have a big scale debate about the flag"
        Governor Mark Sanford

        in the interview with Yahoo News’ Bianna Golodryga on the question if it wasn't time to remove the Confederate flag from the South Carolina State House
        at ca. 15:05 in the video clip under the link above

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    9. By SCOTT SHANEJUNE 24, 2015

      WASHINGTON — In the 14 years since Al Qaeda carried out attacks on New York and the Pentagon, extremists have regularly executed smaller lethal assaults in the United States, explaining their motives in online manifestoes or social media rants.

      But the breakdown of extremist ideologies behind those attacks may come as a surprise. Since Sept. 11, 2001, nearly twice as many people have been killed by white supremacists, antigovernment fanatics and other non-Muslim extremists than by radical Muslims: 48 have been killed by extremists who are not Muslim, compared with 26 by self-proclaimed jihadists, according to a count by New America, a Washington research center. ...

      http://www.nytimes.com/2015/06/25/us/tally-of-attacks-in-us-challenges-perceptions-of-top-terror-threat.html

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      1. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-06/usa-terrorismus-rechtsextremismus-studie-new-america

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      2. Hartmut Schmidt
        gestern 23:12 Uhr

        11. Rechtsextreme Terroristen größere Bedrohung als Dschihadisten

        Gilt im übrigen auch für Deutschland.
        Trotzdem versetzte Kanzlerin Merkel erst kürzlich Kirchentagsbesucher in Angst und Schrecken:

        Frage: Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung nach dem Aufkommen des NSA/BND Skandals?
        Merkel: Ja, ähm, erst einmal heißt die Aufgabe alles aufklären, das heisst wir arbeiten sehr intensiv mit dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zusammen und, äh, da geht es natürlich um die Frage auch sehr sensibler Daten. Wir alle sind großen Bedrohungen ausgesetzt. Wir wissen dass durch den Terrorismus, ähm, IS ist eines der Stichworte, leider kommen auch sehr viele Kämpfer aus, ähm, Deutschland und aus Europa. Das heißt, wir können nicht sagen, das ist irgendwas, was weit von uns entfernt ist. Wir alle müssen uns vor terroristischen Anschlägen schützen und jetzt geht die Frage natürlich, wie passiert das und da ist die erste Botschaft man muss mit anderen Nachrichtendiensten auch zusammenarbeiten, daran gibt’s für mich überhaupt gar keinen Zweifel und auch gerade mit den amerikanischen Nachrichtendiensten.

        Kein Wort von ihr über Rechtsextreme,bzw. das NSU Netzwerk.

        http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-06/usa-terrorismus-rechtsextremismus-studie-new-america?commentstart=9#comments

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    10. Aus
      Deutschlandradio Kultur
      Thema / Archiv | Beitrag vom 11.03.2009

      "Ich war sechs Jahre alt, als meine Eltern hingerichtet wurden"
      Robert Meeropol im Gespräch mit Joachim Scholl

      Scholl: Im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur ist Robert Meeropol, der Sohn von Ethel und Julius Rosenberg, die in den 1950er-Jahren in den USA der Spionage bezichtigt, angeklagt und hingerichtet wurden. Ihr Buch, Mr. Meeropol, so schreiben Sie, verstehen Sie auch als Widerstand gegen die autoritären Tendenzen des Staates. Alles, was in der Ära der Bush-Regierung geschah, kann Ihnen nicht gefallen haben, hat vielen Menschen in der Welt nicht gefallen – mit dem Krieg, den Verschärfungen der Gesetze durch den Patriot Act. Jetzt haben die USA mit Barack Obama einen ganz anderen Präsidenten. Welche Hoffnungen setzen Sie denn in ihn?

      Meeropol: Nun, für mich als Kind meiner Eltern war die Zeit der Bush-Regierung natürlich eine Art Erinnerungsspiegel an das, was in den 50er-Jahren geschehen war. Damals hieß es, die Kommunisten bedrohen unser Land, sie wollen unser Land zerstören, also müssen wir die Bürgerrechte und die Menschenrechte einschränken.

      Jetzt wird dieses Schreckgespenst dann ersetzt durch die Terroristen. Es hieß unter der Bush-Regierung, die Terroristen wollen unser Land zerstören, also machen wir kurzen Prozess mit den Menschenrechten und wir schränken die Bürgerrechte ein. Für mich als Rechtsanwalt haben die Menschenrechte ein ganz hohes Gewicht, und ich hoffe natürlich, dass wir mit der Wahl von Barack Obama ein neues Kapitel aufschlagen können. Ich selbst habe ihn gewählt.

      Allerdings halte ich ihn nicht für den Erlöser, der unser Land alleine retten kann. Ich sehe erste Ansätze zu Verbesserungen, das Lager in Guantanamo soll geschlossen werden, aber ich frage, warum dauert das ein Jahr. Unser Luftwaffenstützpunkt in Bagram, wo wir auch ein Gefängnis betreiben, in dem schreckliche Dinge geschehen, ist völlig von der Bildfläche verschwunden. Niemand spricht davon. Warum? Ich habe also konkrete Hoffnungen auf Verbesserungen der Lage. Ich frage aber, ob das alles auch ausreichen wird, um die Überreste unseres Verfassungsstaates zu finden.

      http://www.deutschlandradiokultur.de/ich-war-sechs-jahre-alt-als-meine-eltern-hingerichtet-wurden.954.de.html?dram:article_id=144101

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    11. Bin Laden family on Blackbushe Airport crash plane
      1 August 2015
      Analysis: BBC Arabic reporter Reda El Mawy

      Family members of Osama Bin Laden were killed in a private jet crash in Hampshire on Friday, the Saudi Arabian embassy in the UK has said.

      It came down near Blackbushe Airport, close to the Surrey border, killing the pilot and all three passengers.

      In a statement, the Saudi ambassador to the UK, Prince Mohammed bin Nawaf Al Saud, offered condolences to the Bin Laden family.

      The embassy said it was in contact with the British crash investigators.

      The statement said: "His Royal Highness Prince Mohammed bin Nawaf Al Saud... has paid his condolences to the family and relatives of Mohammed bin Laden at Blackbushe airport in Britain for the great loss they have suffered as a result of the crash of the plane that was carrying the family."

      The embassy added that it was working with the British authorities to ensure the speedy handover of the bodies for funerals and burials in Saudi Arabia.

      The plane - an Embraer Phenom 300 - is reported to have belonged to an aviation firm owned by the Saudi-based family of the former al-Qaeda leader ...

      The Bin Laden family image is very different in Saudi Arabia compared to the West.

      In Saudi Arabia, they are known as philanthropists and as successful business people that have been in the country since 1910, when the father, Mohammed Bin Laden, from Yemen, first arrived.

      He started a large construction empire which still operates today.

      The connection between the wider clan and Osama Bin Laden is very distant, even non-existent, since the 9/11 attacks.

      A large part of the Bin Laden clan is living in the West, mainly in the United States, including in Boston.

      http://www.bbc.com/news/uk-england-33745057

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      1. UK news
        The Observer
        Bin Laden plane crash: aircraft went down in near perfect conditions
        Jamie Doward
        2 August 2015

        Questions raised over why state-of-the-art jet carrying three relatives of Osama Bin Laden came down at end of long runway at Blackbushe Airport ...

        The £7m state-of-the-art plane, equipped with fly-by-wire electronic system that is supposed to make it easy to control, was a regular visitor to the airport, according to pilots who use Blackbushe. It was attempting a landing in near perfect conditions on a runway that was fitted with precision approach pathway indicators (Papis).

        The Saudi-registered plane was coming in from Milan when the accident happened shortly after 3pm. According to NBC, it was carrying three relatives of Osama bin Laden. They were named as Rajaa Hashim, Osama’s stepmother; Sana bin Laden, his half-sister; and her husband Zuhair Hashim. ...

        Without confirming the identities of the victims, the Saudi ambassador to Britain, Prince Mohammed bin Nawaf al Saud, offered condolences on the embassy’s official Twitter account to the Bin Laden family, a prominent Saudi Arabia clan with vast business interests. ...

        It is the third time members of the Bin Laden family have been killed in a plane crash. Mohammed bin Laden, Osama’s father, was killed when his Beechcraft 18 crashed in Saudi Arabia in 1967 while on his way to marry his 23rd wife. Salem bin Laden, Osama’s half-brother, died in 1988 when his aircraft drifted into high-voltage power lines in San Antonio, Texas.

        http://www.theguardian.com/uk-news/2015/aug/01/aviation-experts-bin-laden-plane-crash-cause

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    12. Radio Bremen, 18.12. 2013

      Gefährlicher Rassismus
      Weblog spricht von Genozid an Deutschen

      Der türkischstämmige deutsche Bestsellerautor Akif Pirinçci wird gerade von der rechten Szene gefeiert. Grundlage ist ein Text im Internet: "Das Schlachten hat begonnen". Kernthese dieses Textes: Über kurz oder lang werden junge Moslems die Deutschen vernichtet haben. Jochen Grabler hat gelesen – und gestaunt. ...

      Akif Pirinçci ist nicht irgendwer. Sein Roman "Felidae" wurde verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt, weitere sehr populäre Bücher folgten, sein Roman "Die Damalstür" wurde ebenfalls sehr gelobt und kam ins Kino. ... Seit dem vergangenen Jahr textet er regelmäßig für den Internetblog "Achse des Guten", einst vom Publizisten Henryk M. Broder aus der Taufe gehoben.

      Genau da erschien nun Pirinçcis letztes Werk: "Das Schlachten hat begonnen", ein Text über einen "schleichenden Genozid", über einen Völkermord an den Deutschen, der sich als "beispielhaft evolutionärer Vorgang" gerade vollzieht. Denn Weyhe ist für ihn überall. Kostprobe:

      Akif Pirinçci:

      "Die Tat reiht sich ein in eine Serie von immer mehr und in immer kürzeren Abständen erfolgenden Bestialitäten, die zumeist von jungen Männern moslemischen Glaubens an deutschen Männern begangen werden. Es befinden sich unter den Opfern nie Frauen. Die werden in der Regel vergewaltigt, was auch banal evolutionär zu erklären ist."

      Muslimische Killerkommandos?

      Belege für seine Behauptungen nennt Akif Pirinçci nicht. Wie er auch sonst keine seiner Behauptungen belegt. Tatsächlich nämlich geht die Zahl der von Jugendlichen begangenen Gewalttaten in den vergangenen Jahren zurück. Und es gibt keinen einzigen kriminalstatistischen Beleg dafür, dass trotz dieses Trends nun "immer mehr und in immer kürzeren Abständen erfolgenden Bestialitäten" von migrantischen Jugendlichen zu verzeichnen wären, erst recht nicht von solchen Jugendbanden. Doch bei Pirinçcii marodieren täglich muslimische Killerkommandos durch die Republik:

      Akif Pirinçci:

      "Das Muster ist immer gleich. Eine Gruppe oder die herbeitelefonierte Kumpelschar umstellt das Opfer nach der Jagdstrategie von Wölfen, wobei die Delta- und Betatiere stets außen herum laufen und für das einschüchternde Jagdgeheul sorgen und das Alphatier nach und nach von der Beute Stücke abzubeißen beginnt, bis am Ende alle über sie herfallen und hinrichten." ...

      https://web.archive.org/web/20131218094245/http://www.radiobremen.de/politik/themen/pirincci100.html

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    13. Statistics Show White Supremacy is a Bigger Threat to the U.S. Than Radical Muslims
      By Keisha Hatchett
      Today

      ... The New York Times reported back in June that since Sept. 11, 2001, almost twice as many people have died at the hands of white supremacists and other non-Muslim extremists than by radical Muslims. Using data compiled by New America, a Washington Research center, a study found that 48 people have been killed by extremists who are not Muslim—including the mass killings in Charleston, S.C.—compared to the 26 by self-proclaimed jihadists. However, this does not factor in yesterday’s tragic shooting or less publicized incidents like the Las Vegas couple who murdered two police officers and left a Swastika on one of the bodies.

      These stats reveal a vast difference between public perception and the number of actual cases in which Muslim extremists have claimed American lives. ...

      http://news.yahoo.com/statistics-show-white-supremacy-bigger-004327404.html

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    14. The New York Times
      By JONATHAN MAHLER
      Oct 16, 2015

      ... Recall ‘‘Zero Dark Thirty,’’ which grossed $130 million at the box office and was in many ways the dominant narrative of the killing of bin Laden. The filmmakers, in numerous interviews, went out of their way to promote their access to government and military sources: The opening credits announced that the film was based on ‘‘firsthand accounts of actual events.’’ And, as a trove of documents made public via the Freedom of Information Act amply demonstrated, the C.I.A. eagerly cooperated with the filmmakers, arranging for the writer and director to meet with numerous analysts and officers who were identified as being involved in the hunt for bin Laden. The director, Kathryn Bigelow, has described the film as ‘‘the first rough cut of history.’’

      This was a story that was so good it didn’t need to be fictionalized, or so it seemed. It began with a series of C.I.A.-led torture sessions, which the movie suggested provided the crucial break in the hunt for bin Laden. Only they didn’t, at least according to a report conducted over the course of many years by the Senate Intelligence Committee (and others with access to classified information). Senator Dianne Feinstein, who oversaw the report as the committee’s chairwoman, said she walked out of a screening of the film. ‘‘I couldn’t handle it,’’ she said. ‘‘Because it’s so false.’’ The filmmakers’ intent had presumably been to tell a nuanced story — the ugly truth of how we found bin Laden — but in so doing, they seem to have perpetuated a lie. ...

      http://www.msn.com/en-us/news/world/what-do-we-really-know-about-osama-bin-laden%e2%80%99s-death/ar-AAftW0F?ocid=iehp

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    15. Las Vegas, 21. Dezember 2015

      Während in Las Vegas die Schönheitskonkurrenz "Miss Universe" stattfindet, fährt eine Autofahrerin, nach Meinung der Polizei absichtlich, in eine Menschenmenge; tötet eine Person und verletzt 30.

      Ein terroristischer Hintergrund wird derzeit nicht angenommen. Aber Töten durch Hereinfahren in eine Menschenmenge ist auch als eine Methode terroristischer Anschläge bekannt, besonders aus Israel.

      Es stellt sich die Frage, ob psychische Erkrankung oder Prädisposition eine Rolle spielt, und welche Einflüsse eine solche Tat dann auslösen können. Bei Terroraktionen wird im Allgemeinen allein der terroristische, z.B. islamistische Hintergrund betrachtet; es gibt aber auch Verbindungspunkte zum tödlichen "Ausrasten" von Menschen ohne einen solchen Hintergrund. Für die Prävention wäre wichtig, das ganze Spektrum der Fälle wahrzunehmen und für Strategien der Gewahrenerkennung und -abwehr zu berücksichtigen.

      Deadly Crash In Vegas
      LAS VEGAS (AP) — A woman intentionally swerved her car onto a busy sidewalk two or three times Sunday and mowed down people outside a Las Vegas casino, killing one person and injuring at least 30 others, police said. ...
      http://news.yahoo.com/1-killed-car-hits-pedestrians-las-vegas-strip-052113649.html#

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      1. "Traurige Umstände"

        Sad circumstances surround driver accused of driving into Las Vegas crowd

        Though she had a history of significant achievements, the woman who allegedly drove her car into pedestrians in Las Vegas was homeless, out of money, and sleeping in her car in parking garages at the time of the incident.

        Beatrice Gitau, Christian Science Monitor
        Dec. 22, 2015

        Lakeisha Holloway, the driver accused of deliberately and repeatedly plowing her car into pedestrians on a busy sidewalk on the famous Las Vegas Strip on Sunday, was going through significant challenges at the time of the incident.

        After her arrest, Ms. Holloway told detectives she had a stressful time on Sunday. She "described a stressful period today where she was trying to rest/sleep inside her vehicle with her daughter but kept getting run off by security of the properties she stopped at," a police report states.

        "She ended up on the Strip, 'a place she did not want to be,' " the report quoted her as saying. "She would not explain why she drove onto the sidewalk but remembered a body bouncing off her windshield, breaking it."

        Authorities said they were struggling to piece together Holloway's background.

        Though she had a difficult childhood, Holloway had overcome hardship to become an award-winning high school graduate and caring mother, according to reports.

        In 2012, she received an award from a Portland career-mentoring nonprofit for being a role model for high school students, according to The Skanner, a community website in the Pacific Northwest.

        In the story, Holloway described her mother as having "turned to alcohol, leaving Lakeisha to fend for herself." The Skanner reported that Holloway was homeless during her freshman year in high school, but had since graduated.

        Holloway had her 3-year-old daughter with her in her 1996 Oldsmobile at the time of the crash that left one person dead and injured dozens of others. The child was uninjured and is in protective custody, Las Vegas/Clark County Sheriff Joe Lombardo said. ...

        http://news.yahoo.com/sad-circumstances-surround-driver-accused-driving-las-vegas-163601654.html

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    16. Von Emran Feroz
      13.02.2015
      Meinung
      »Wo sind all die Charlies?«

      Emran Feroz über die ausbleibenden Reaktionen auf die ermordeten Muslime von Chapel Hill

      Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn man Facebook-Profile von Menschen sieht, die vor Kurzem ermordet wurden. Das Profil der 21-jährigen Yusor Mohammad Abu-Salha ist ein solches Profil. Am Dienstagabend wurden sie, ihr 23-jähriger Ehemann Deah Shaddy Barakat sowie ihre Schwester, die 19-jährige Razan, in der beschaulichen Universitätsstadt Chapel Hill im US-Bundesstaat North Carolina ermordet. Ein paar Stunden vor ihrer Ermordung hat Abu-Salha noch ein Hochzeitsfoto hochgeladen, auf dem sie mit ihrem Vater tanzt. Sie und Barakat hatten erst vor sechs Wochen geheiratet. ...

      Während Anschläge wie das Charlie-Hebdo-Massaker im vergangenen Monat von zahlreichen Live-Tickern begleitet wurden, sahen sich viele deutsche Medien nicht dazu genötigt, über drei ermordete Muslime zu berichten.

      Für die meisten Muslime sind Reaktionen wie diese nur eine weitere Bestätigung, dass muslimische Opfer nichts ins Schema des Mainstreams passen. Ein Muslim ist nur interessant, wenn er eine Waffe in der Hand hält, nicht wenn eine auf ihn gerichtet ist. Das ist nicht nur in Chapel Hill so, sondern auch im Jemen oder in Afghanistan. Dort werden ganze Hochzeitsgesellschaften anvisiert und in die Luft gejagt, während die Weltöffentlichkeit wegschaut und sich lieber dem IS oder Boko Haram widmet. Denn – so lautet wohl ein anderes ungeschriebenes Gesetz – wenn Muslime überhaupt getötet, gefoltert oder unterdrückt werden, dann doch nur von anderen Muslimen.

      In diesem Fall ist jedoch klar: Der Täter ist ein weißer Atheist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er als geisteskrank, psychisch angeschlagen oder asozial dargestellt wird. »Terrorist« ist er natürlich nicht. Wo käme man denn hin, wenn dieses Wort, was hauptsächlich für den bärtigen, Allahu Akbar schreienden Ahmad, Mohammad oder Mustafa, reserviert ist, jedem zuteil werden würde? Ob Yusors Bilder eher die Runde gemacht hätten, wenn sie von einem solchen Mann getötet worden wäre? Womöglich ließe sich das Ganze dann noch als »Ehrenmord« verkaufen. Der wilde muslimische Mann, der Barbar, der Frauenunterdrücker aus dem Mittelalter, der noch nicht aufgeklärt wurde – einen solchen Täter hätte man sich wohl eher gewünscht. Gleichzeitig fragt man sich jedoch, ob bei manchen Medien à la Fox News und Co. Kopftuch tragende Musliminnen überhaupt als Opfer gelten. Ja, sind die denn überhaupt Menschen?

      Wenn Charlie Hebdo ein Angriff auf die Meinungsfreiheit war, ist Chapel Hill dann keiner auf die Religionsfreiheit? Ist er denn nicht allgemein ein Angriff auf die Freiheit? Diese Phrase kennen die meisten nur allzu gut. Vor einem Monat druckte sie so gut wie jede Zeitung ab – weltweit. Doch heute schweigen sie alle, die ganzen Charlies.

      http://www.neues-deutschland.de/artikel/961731.wo-sind-all-die-charlies.html

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