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Donnerstag, 17. März 2011

Sozialdarwinismus in Textbeispielen (hier: Sarrazin und Meyer-Zimmermann)

Wenn Sarrazins „Thesen“ als sozialdarwinistisch bezeichnet werden, so ist das keine „Nazikeule“ oder sonstige Hetze, Medienhatz, Hexenjagd, Menschenjagd, Anti-Sarrazin-Kampagne oder Ähnliches, sondern eine sachlich begründete ideengeschichtliche Zuordnung. Weiter unten werden Textbeispiele angeführt, die dies zeigen.

Zur Erinnerung: Sozialdarwinisten vertraten die Auffassung, das Leben in der menschlichen Gesellschaft sei ein Kampf ums Dasein (struggle for existence), beherrscht von dem Motto „Überleben der Tauglichsten“ ("survival of the fittest"), das Herbert Spencer formuliert hatte.

Spencer (1820 – 1903), der maßgebliche Begründer des Sozialdarwinismus, war ein Freund und Geistesverwandter von Darwins Vetter Francis Galton (1822 – 1911), dem Begründer der Eugenik-Lehre. - Zu Eugenik und Sozialdarwinismus, zwei eng verknüpften und teilweise identischen Ideologien, s. auf diesem Blog auch http://guttmensch.blogspot.com/2011/03/eugenik-sozialdarwinismus-biopolitik.html


Herbert Spencer, gezeichnet von Henrik Drescher;
http://www.nytimes.com/2009/02/01/books/review/Applegate-t.html?pagewanted=all&_r=0
 

Weiterführende Links mit Google-Suche nach der Stichwortkomination Eugenik und Sozialdarwinismus; lesenswert z.B.: Kothe, Steve: Die historische Entwicklung vom Sozialdarwinismus zur Eugenik und zur "Euthanasie im 3. Reich". Hausarbeit, 1999http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/96393.html


Auszug aus Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" (1. Aufl., 2010) 

„Das Muster des generativen Verhaltens in Deutschland seit Mitte der sechziger Jahre ist keine Darwinsche natürliche Zuchtwahl im Sinne von „survival of the fittest“, sondern eine kulturell bedingte, vom Menschen selbst gesteuerte Auswahl, die den einzigen nachwachsenden Rohstoff, den Deutschland hat, nämlich Intelligenz, relativ und absolut in hohem Tempo vermindert.“
S. 353

Zum Vergleich Auszüge aus einem Schulbuch der Nazi-Zeit
Meyer-Zimmermann (Erich Meyer und Karl Zimmermann): Lebenskunde, Band 4, Verlag Kurt Stenger, Erfurt (ohne Angabe des Erscheinungsjahrs; schätzungsweise ca. 1939, erläutert werden u.a. die Nürnberger Rassengesetze)

„Der einzelne Mensch muß sterben; Völker aber können ewig leben, wenn sie die Gesetze des Lebens befolgen. … Unserem deutschen Volke sind die Augen über seine biologische Lage geöffnet worden; es ist gewarnt …“
S. 378

„Die Summe der Erbanlagen der einzelnen Angehörigen eines Volkes stellt in ihrer Gesamtheit das völkische Erbgut, den Erbschatz, dar. … Bei zahlreichen Naturvölkern und auch noch bei … den Germanen, wurde durch einfache Ausmerze kranker Erbträger der Volkskörper vor dem Absinken des Erbwerts bewahrt. … Ein modernes Kulturvolk wie das deutsche mußte … andere Wege suchen, um die natürliche Auslese, die allein ein Volk kulturfähig erhält, wieder in ihre Rechte einzusetzen …“
S. 364-365

„Das Naturgesetz der Auslese, das so wieder verwirklicht wird, ist aber auf das engste verknüpft mit dem Naturgesetz der Fruchtbarkeit, gegen das sich sozial führende Schichten unseres Volkes in der vergangenen Generation versündigt haben. In unserem Staate hat erst derjenige junge Nationalsozialist das Recht, sich als ausgelesen zu bezeichnen, der mit einer gleich erbtüchtigen Gattin seinem Volke mehr Kinder geschenkt hat als die nicht ausgelesenen Erbstämme unseres Volkes.“
S. 401

Sarrazin schreibt Menschen aus verschiedenen Ländern unterschiedliche Erbanlagen bezüglich Intelligenz und Leistung zu. Interessanterweise finden wir auch in besagtem Schulbuch von Meyer-Zimmermann eine Abstufung, bei welchen Völkern mehr oder weniger Erbgut von „Leistungsmenschen“ vermutet wird:

„Neben dem deutschen Volk haben auch die übrigen europäischen Völker mehr oder minder große Anteile nordischen Blutes. Dies trifft vor allem auf die skandinavischen Völker, Engländer, Norditaliener usw. zu. Der heldische Kampf der Spanier hat bewiesen, dass auch in diesem Volk noch Anteile am Erbgut des nordischen „Leistungsmenschen“ vorhanden sein müssen….“
S. 349

Siehe dazu auch Stichwort "nordische" zur Suche auf diesem Blog (Suchzeile oben), findet z.B.
"Nazi-Wissenschaftler: Intelligenzforschung bestätigt die Überlegenheit der nordischen Rasse (1937)"  http://guttmensch.blogspot.com/2011/04/nazi-wissenschaftler.html



Weitere Quellen:

Eine Reihe von Zitaten, die die sozialdarwinistischen Wurzeln des Nazi-Rassenwahns deutlich erkennen lassen, hat z.B. Jürgen Tichy im Kapitel „Rassenideologie/ Das Recht des Stärkeren“ seines 2009 erschienenen Buches „Die verantwortungslose Gesellschaft“ zusammengestellt:

S. 86 ff.




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Fragmente zum Thema
"Klartext wird leicht missverstanden"




.. Da hatte ich mich nun abgemüht
http://guttmensch.blogspot.com/2011/03/eugenik-sozialdarwinismus-biopolitik.html

und lange überlegt, welche unter den existierenden Übersetzungen denn die passendste sei für "survival of the fittest". Wie schon erwähnt, nicht Charles Darwin, sondern Herbert Spencer prägte diesen Kernbegriff des Sozialdarwinismus. Sarrazin zitierte ihn gleich unübersetzt im Original - vorsichtshalber, nehme ich an, denn als "Klartext"-Redner und -Schreiber wird man besonders leicht missverstanden. Immerhin ergibt eine Google-Suche von heute mit der Wortkombination "Sarrazin & Klartext" ungefähr 106.000 Treffer, mit der Wortkombination "Sarrazin & missverstanden" gar 191.000.
http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=sarrazin+klartext&aq=f&aqi=&aql=&oq= ;
http://www.google.de/search?hl=de&q=sarrazin+missverstanden&aq=f&aqi=&aql=&oq=

Wie auch immer, bei der Übersetzung hatte ich mich für "Überleben der Tauglichsten" entschieden. Gegangen wäre auch "Überleben der Tüchtigsten", oder jeweils Einzahl "des" Tüchtigsten oder Tauglichsten. "Überleben des Stärkeren" ist nicht die korrekteste Übersetzung und wird sogar oft als ein typisch deutsches, folgenschweres Missverständnis dargestellt. Sie ist allerdings, wenn man "stark" nicht nur auf Muskelkraft, sondern auch auf andere in Kampf und Verdrängungswettbewerb wichtige Stärken bezieht, gar nicht so weit weg vom ursprünglichen Begriff der "Fitness".

"Tauglich" war meine erste Wahl für die Übersetzung, weil bei der militärischen Musterung der Begriff "fit" im Englischen genau dem Begriff "tauglich" im Deutschen entspricht. Ich vermute bei dem militärärztichen Begriff "tauglich" einen Bezug zum Sozialdarwinismus, seitdem ich das 1941 erschienene Heft "Die Verantwortung des deutschen Offiziers" durchgeblättert habe. Darin wird u.a. erläutert, das zum Überleben bestimmte Volk erkenne man daran, dass es die zum Militärdienst "tauglichsten" jungen Männer habe, was sich zum einen bei der Musterung und zum anderen im Kampf herausstellen würde. Kriegführung als Beweis, dass man als Volk "tauglich" sei!

Die Verbindung der Idee von Tauglichkeit/ Kampfesstärke mit sozialdarwinistischen Vorstellungen ist keineswegs ausgestorben; z.B. wird das Videospiel "Maestia" mit dem Slogan "Überleben des Stärkeren" beworben, gefolgt von dem Versprechen: "Verringert mit jeder Skillstufe bei Anwendung von Blitzangriff oder Todesschuss die Feindanzahl um 10%."
http://pagamo-maestia.de/wikiDE/index.php/%C3%9Cberleben_des_St%C3%A4rkeren

Es verwundert denn auch nicht, wenn sich Vorliebe für Spiele wie "Maestia" mit Vorliebe für sozialdarwinistische Theorien verbindet, siehe z.B. das Profil eines Videospielers mit dem Nutzernamen "Hell":
http://lrt-clan.de/user/?action=user&id=9


"Buch:Deutschland schafft sich ab
Autor:Thilo Sarrazin & Geert Wilders
Spiel:GTA, DIRT, GRID, Maestia, Shot-Online"

Nun wird es aber höchste Zeit für den satirischen Teil: "Survival of the Fiesest"!
Mal eine Übersetzung der anderen Art, gefunden auf einer Webseite des Wissenschaftsjournalisten Martin Buchholz als Überschrift eines lesenswerten Artikels. Viel Stoff zum Nachdenken satirisch auf den Punkt gebracht - alles andere als lustig, aber zum Lachen.
http://martinbuchholz.de/kom4_476.html

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"Sarrazins nächstes Buch soll noch intelligenter werden als das jetzige!"
Eine Satire von Wolfgang Michal | 28.08.2010
http://carta.info/32966/sarrazins-naechstes-buch-soll-noch-intelligenter-werden-als-das-jetzige-eine-satire/

 

Kommentare:

  1. Sollte der rechtsradikale Hasspöbel aus dem Internet jemals zu einer politisch relevanten Kraft werden, dann könnte die Zukunft durchaus so aussehen:

    Die Anfänge der Standortsicherungsstaffel (SSS) liegen in jenen spontanen Zusammenschlüssen junger Männer der Mittel- und Oberschicht, die sich ab 2012 an Wochenenden zum »Hartzer klatschen« in sozialen Brennpunktvierteln wie München-Hasenbergl, Köln-Chorweiler oder Berlin-Marzahn verabredeten.

    Dabei kamen auch in jener frühen Phase bereits regelmäßig Schusswaffen zum Einsatz; bald verlegte man sich auf das Eindringen in Wohnungen von Sozialleistungsempfängern insbesondere in Hochhäusern, um dort Einrichtungen zu verwüsten, Säuglinge und Kleinkinder aus den Fenstern zu werfen sowie mittels Brandbeschleunigern Feuer zu legen.

    Ein beliebter Zeitvertreib war auch »Mongos matschen« - dazu traf man sich auf den Grundstücken von Heimen für körperlich und geistig Behinderte, zumeist angesichts der angespannten finanziellen Lage dieser Einrichtungen mit stillschweigender Duldung der Betreiber. Beim »Mongos matschen« kam es zu regelrechten motorisierten Treibjagden auf die zumeist völlig hilflosen Behinderten, die gewöhnlich mit deren Tod unter den Reifen der dazu verwendeten Oberklasselimousinen (beliebt waren insbesondere BMWs der 7er-Reihe) endeten. Gelegentlich wurden auch Behinderte mit Armen und Beinen an die hinteren Stoßstangen zweier Autos gefesselt und dann durch zeitgleiches Anfahren bei lebendigem Leib in Stücke gerissen.

    Da es sich bei den Mitgliedern dieser Todesschwadronen häufig um Studenten der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre handelte, waren es vor allem Theoretiker der sogenannten Österreichischen Schule des Liberalismus (Hayek, von Mises, Friedman) und neosozialdarwinistische Denker (Sloterdijk, Sarrazin), die den ideologischen Unterbau dieser Exzesse lieferten.

    Nach dem Arbeitslosenpogrom in Frankfurt-Ginnheim vom 13. Juni 2013 (31 Tote, 105 Verletzte) und dem darauf folgenden Wahlsieg der Koalition aus Sarrazinisten und NPD wurden die bis dahin formell illegal operierenden Todesschwadronen als »Standortsicherungsstaffel« (SSS) unter ein bundesweit einheitliches Kommando gestellt.

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  2. "Das unsterbliche Volk"

    (1963 beschwerten sich eine Reihe von Dichtern und Schriftstellern darueber, was in einem neu erschienen literarischen Lexikon ueber ihre frueheren Werke zu lesen war ...)

    Aus
    Seite 4 von 4 | Literarische Berufsschädigung | DIE ZEIT Archiv | Ausgabe
    44/1963

    "Worauf Max Barthel seine Klage gründet, bleibt unverständlich, denn sein Fall ist dokumentarisch eindeutig zu belegen. Niemand hat die Absicht, ihm seine politische Tätigkeit vor vierzig Jahren vorzuhalten, aber es steht zweifelsfrei fest, daß der Autor, der aus der Sozialistischen Arbeiterjugend kommt, nach dem Ersten Weltkrieg mehrere Jahre als kommunistischer Funktionär gearbeitet und in dieser Eigenschaft auch die beiden "Rußlandreisen" unternommen hat, die das Lexikon dezent erwähnt Seine politische Überzeugung während dieser Zeit ist auch
    aus seinen damaligen Büchern ablesbar. Nach einem mehrjährigen Intermezzo bei der SPD, in deren "Bücherkreis" seine Arbeiten erschienen, schwenkte er 1933 zu den Nazis um. Im März 1933 schrieb er noch einen Sprechchor für die SPD, der freilich nicht mehr aufgeführt werden konnte. Als neu eingesetzter Lektor der von der DAF übernommenen "Büchergilde Gutenberg" und als Redakteur ihrer
    Hauszeitschrift pries er vier Monate später bereits wortgewandt den neuen "soldatischen Menschen", die "deutsche Revolution" und die Aufhebung der Klassengrenzen in der "heiligen Gemeinschaft des Volkes": Im Herbst desselben Jahres legte er schon das erste literarische Dokument seines Gesinnungswandels vor, dem zahlreiche weitere folgen sollten. Es handelt sich um den Roman "Das unsterbliche Volk", ein sprachlich armseliges und politisch peinliches Machwerk, das nach Agitprop Manier in primitiver SchWarzweißZeichnung die "Läuterung"
    dreier alter Kommunisten zu gläubigen Hitleranhängern schildert. Nach seiner Entlassung aus der Büchergilde begann Barthel, seine früheren Bücher politisch zu säubern und umzuschreiben. Er reiste mit 1 KdF, wurde Mitglied der Frontdichter Kameradschaft in der NSKOV, schrieb Lieder für die Wehrmacht und publizierte Jahr um Jahr als ein vom Völkischen Beobachter anerkannter "Dichter der deutschen Volksgemeinschaft". V. "

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    1. Max Barthel:
      "vom proletarischen Klassenkämpfer zum Bekenner der neuen Volksgemeinschaft"

      Authentisch aus dem Antiquariat:

      Der Putsch Berlin, Der Bücherkreis, 1927 Mit Illustrationen u Buchschmuck von Karl Holtz 198 S, 1 Bl Illustr Or-Lwd; Rücken verblasst u etw berieben

      Barthel, Max.
      Used ⁄ First Edition
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      From: Patzer & Trenkle (Konstanz, ., Germany)
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      Item Description: WG 28. - Erste Ausgabe. Max Barthel "legte als Dichter wie als Arbeiter den Weg vom proletarischen Klassenkämpfer zum Bekenner der neuen Volksgemeinschaft zurück; deshalb sind viele seiner revolutionären Dichtungen als Entwicklungsstufen heute nicht mehr im einzelnen nennenswert". Dies vermerkt der Eintrag über Barthel bei Lennartz (Dt. Schriftsteller des 20. Jhdts., I, 72), der 1940 erschien. Aus eben dieser "proletarischen Frühzeit" stammt dann auch noch der Roman "Der Putsch", der den Kapp-Putsch thematisiert.

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    2. 30.10.1963

      LEXIKON
      Wer Nazi war
      SCHRIFTSTELLER

      Dem Feuilletonisten Wolfgang Schwerbrock war es "des Guten zuviel". Allzu "beflissen und ausführlich", so rügte er vor Wochen in einer "FAZ" -Rezension, sei in dem- "Lexikon der Weltliteratur", das dieses Jahr im Stuttgarter Alfred Kröner Verlag erschienen ist, "in der Beurteilung der deutschen Schriftsteller der Gegenwart, vor allem in der Wertung biographischer Einzelheiten zwischen 1933 und 1945" verfahren worden*.

      Und Schwerbrock blieb nicht der einzige, der an dem lehrreichen Werk des Baltendeutschen Gero von Wilpert Anstoß nahm. Noch herberen Verdruß empfanden die deutschen Autoren Max Barthel, 69, und Sigmund Graff, 65, über Wilperts Bemühung, ein "legitmies Bedürfnis nach Information ... zu befriedigen": Sie machten dem erfolgreichen Buch - bereits ein halbes Jahr nach Erscheinen hat Kröner 10 000 Exemplare abgesetzt - und seinem 30jährigen Herausgeber den Prozeß.

      Der junge Editor und Cheflektor im Kröner Verlag nämlich hatte sich vorgenommen, "in ein solches Lexikon klipp und klar reinzuschreiben, wer Nazi war und wer nicht". So notiert er über

      - Hans Friedrich Blunck: "1933-35 Präsident der Reichsschrifttumskammer... zeitbedingt überschätzt";

      - Hermann Burte: "Bewußt völkischer Dichter eines germanischen Sendungsbewußtseins";

      - Paul Fechter: "Nähe zum Nationalsozialismus";

      - Ludwig Finckh: "Als Vorkämpfer der Ahnen- und Sippenforschung und durch sein Eintreten für Erneuerung des deutschen Volkstums im Dritten Reich genehm".

      Ähnlich lautet auch die Auskunft, die der junge Lexikograph über seine späteren Kritiker Barthel und Graff erteilt: Sigmund Graff wird als "Regierungsrat und Mitarbeiter des Reichsdramaturgen in Berlin" und als "Referent im Propagandaministerium" ausgewiesen; Max Barthel begann, laut Wilpert, "als stark revolutionär-sozialer Arbeiterdichter und Klassenkämpfer mit pazifistisch-kommunistischer Tendenz... schloß sich später dem Nationalsozialismus an, blieb jedoch Dichter".

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46172572.html

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  3. Max Barthel ist auch als Uebersetzer von Jack London (u.a. "Der Seewolf") aufgetreten.

    Es ist nachforschenswert, ob US Verlage und Meinungsbildner in den USA daran beteiligt waren, Anreize zu schaffent, um in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, unter dem Eindruck der "Roten Gefahr", sozialistische Funktionaere fuer die NS Ideologie zu gewinnen.

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    1. Jack London
      und Neonazis von WAR (White Aryan Resistance)


      Geographies / United States

      Nazi Skinhead Economics
      by Spencer Sunshine on Aug 7, 2014 • 1: 35 UTC No Comments

      Swastika alley. Ivrea, January 2013.

      Tom Metzger’s WAR (White Aryan Resistance) was always the archetypal Nazi skinhead group. Their newspaper was filled with crass cartoons of Jews and African-Americans (picture big noses and big lips,) but it was his cable-access TV show, Race and Reason, that was most popular with the neo-Nazi skinheads in the Deep South community I grew up in.

      As I understood WAR at the tail end of the 1980s, they sought to instigate a violent revolution, and their vanguard was going to be the Nazi skinhead movement—resurrected brownshirts. Sporting Adolf Hitler tattoos, these skinheads were rather unreflective about the fate of the actual brownshirt leaders.

      Much later, I learned that Metzger was one of the few racist leaders who had seriously courted the rising Nazi skinhead movement in the mid-1980s. Most organized racists, including his fellow National Socialists, were cultural conservatives—for some reason, many neo-Nazi professionals are dentists—and looked down on the skinheads. But Metzger only saw potential, and successfully recruited them while simultaneously promoting himself as a leader.

      Some of this came through WAR’s alliance with the American Front, the first important national racist skinhead group; led by Bob Heick, they had held a White Workers Day march on May 1, 1988 in San Francisco, and were closely associated with industrial musician Boyd Rice. In 1989, WAR and American Front worked together to put on an “Aryan Woodstock” gathering. The two groups were different than many American racists because of their Third Position politics—that is, a kind of fascism that is anti-capitalist (but opposed to the Left), racial separatist (sometimes allying with non-white racial separatists), and, more recently, environmentalist. In Gods of the Blood: The Pagan Revival and White Separatism, Matthias Gardell, describes Metzger’s economic views as such:

      Inspired by Jack London and populist icons Huey Long and Father Coughlin, Metzger construed an Americanized version of the “third position,” which advanced national socialism as an alternative to communism and capitalism, “neither left, nor right, but forward,” as with the left-leaning, national socialist continuation of Strasserite national socialism and the leftist tendency of early Italian fascism. While admiring Hitler, Metzger recognized as glaring errors the Night of the Long Knifes—the 1934 purge in the NSDAP the of leftist and National-Bolshevik elements—and the overturn of the Molotov-Ribbentrop Pact—a non-aggression pact signed in 1939 between Germany and the Soviet Union and broken by Germany in 1941. Metzger believed that in suppressing the socialist wing of the NSDAP, Hitler had “stuck the wrong pig” and moved toward an alliance with capitalism. Had Hitler not attacked Soviet Russia, Metzger believed, the war might have ended differently and Soviet Russia would have developed a National Bolshevik ideology. ...

      http://souciant.com/2014/08/nazi-skinhead-economics/

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