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Mittwoch, 23. März 2011

Die gar nicht unpolitische Wissenschaft ...

... oder: Glaub nicht jedem, der Doktor (oder Professor) ist


Zu fragmentarisch ist Welt und Leben
ich will mich zum deutschen Professor begeben.
Der weiß das Leben zusammen zu setzen
und er macht ein verständlich System daraus....
Heinrich Heine


Die eugenische Episode könnte heute als eine ernüchternde Erinnerung daran dienen, … wie fehlbar der Wissenschaftler ist. Die eugenische Geschichte muss wieder erzählt und wieder untersucht werden, so dass die weitere Gemeinschaft die Risiken in diesem wissenschaftlichen Spiel abwägt und abstrusen Behauptungen den notwendigen Grad an Skepsis entgegen bringt.
Kurt Jacobsen *


"Bis vor einigen Jahren war die Ansicht verbreitet, dass die unpolitische und passive Wissenschaftsgilde unter dem Druck des totalitären Systems gestanden habe und machtlos hätte zusehen müssen, wie Politiker und Ideologen die Anthropologie für ihre rassenpolitischen Zwecke missbrauchten. Die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse deuten dagegen auf eine weit über die nationalsozialistische Epoche hinaus führende Kontinuität rassistischer Denkmuster in der deutschen Anthropologie hin."
Das schreibt Michael Vetsch in seiner Arbeit " Ideologisierte Wissenschaft - Rassentheorien deutscher Anthropologen zwischen 1918 und 1933" (2003)
http://www.grin.com/e-book/25570/ideologisierte-wissenschaft-rassentheorien-deutscher-anthropologen-zwischen

Ich füge hinzu: Die rassistischen Denkmuster in der deutschen Anthropologie (Lehre vom Menschen) waren nicht primär Ausdruck eines "deutschen Sonderwegs", sondern kamen zunächst aus dem Mittelstrom international propagierter - eugenischer - Theorien. Auch international brauchten noch nach der "Machtergreifung" der Nazis Anthropologen und andere Wissenschaftler sehr lange, sich vom Rassenwahn der Nazis, der auch Wissenschaftler ergriffen hatte und z.T. mit von ihnen ausging, zu distanzieren.  Der deutsch-amerikanische Anthropologe Franz Boas versuchte schon früh, in Deutschland selbst, in den USA und international eine solche Distanzierung zu erreichen (und vieles hätte wohl verhindert werden können, wenn es ihm rechtzeitig gelungen wäre). 

Erfolglos appellierte Boas z.B. an den renommierten deutschen Anthropologen Theodor Mollison. Im Eintrag zu Mollison in der von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen "Deutschen Biographie" steht über Mollison und seine Antwort an Boas:
"...Auch zum Thema Rassenkunde hat M. Beiträge geliefert. Mit seinen Äußerungen zu der damals – nicht nur in Deutschland – viel diskutierten „Rassenhygiene“ (1934) war er, der seit 1937 der NSDAP und seit 1941 dem NS-Dozentenbund angehörte, einer jener Anthropologen, die den Nationalsozialisten eine „wissenschaftliche Begründung“ für ihr verbrecherisches Handeln boten. Seine Einstellung wird in einem Brief an den Ethnologen und Anthropologen Franz Boas von der Columbia University aus dem Jahr 1938 erkennbar. Er wisse sehr wohl, schrieb M., was die deutschen Wissenschaftler Hitler zu verdanken hätten, „nicht zuletzt auch die Reinigung unseres Volkes von fremdrassigen Elementen“...."
http://www.deutsche-biographie.de/sfz64945.html

Über Franz Boas schrieb Marshall Hyatt, Direktor des Center for Afro-American Studies an der Wesleyan University in Connecticut: "Mehr als jeder andere Anthropologe war Boas dafür verantwortlich, daß sich die Wissenschaften vom Sozial-Darwinismus ab und den Menschenrechten zuwandten".
http://www.personenlexikon.net/d/franz-boas/franz-boas.htm

Pseudowissenschaftlich "begründete" Vorurteile gegen Juden und andere Bevölkerungsgruppen, die von den Nazis verfolgt wurden, trugen während der Zeit des Nazi-Terrors in den USA und anderen Ländern zu massiven Einreisebeschränkungen und einer restriktiven Asylpolitik bei.



* Das Zitat von Kurt Jacobsen stammt aus einem Artikel über die mystische Idee von "genetischer Korrektheit" (The Mystique of Genetic Correctness, 2007) 
Auszug:
"Possibly the eugenics episode may work today as a sobering reminder of how mortal our rulers are and how fallible the scientist is. The eugenics story need to be retold and reviewed so that the wider community weighs the risks in this scientific game and brings to bear the necessary degree of skepticism to ballyhooed claims. As for modern genetical fancies, it is hardly possible to improve on the advice of Herbert Muller who himself flirted with eugenics half a century ago before coming to the conclusion that in order to call the bluff of genetic correctness we first need to organize a "cooperative society [where] inequalities due to artificial class distinction, race prejudice, inherited fortunes and privileges are done away with, which will bring us much closer to the ideal eugenic conditions in which practically every individual will have as favorable opportunities for development as every other, and thus have his potentialities recognizable for what they are...then for the first time we shall have an estimation of a man's intelligence from a genetic standpoint."
http://www.logosjournal.com/issue_6.1-2/jacobsen.htm

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Auszüge aus
http://wikipedia.msn.de/wiki/Eugenik

"1921 fand in New York der zweite internationale Eugenik-Kongress ... statt. Die Organisatoren ..  strebten Gesetze an, die die Ausweitung von „defekten Rassen“ verhindern sollten. Der Eugenikerbund Eugenics Record Office (ERO) hatte zahlreiche Mitglieder, von denen einige auch in Deutschland bekannt und hochgeachtet waren: darunter der Leiter Harry Laughlin, Charles Davenport und Lothrop Stoddard. Letzterer lernte Adolf Hitler persönlich kennen und unterstützte dessen Rassenwahn.
In Kanada waren Zwangssterilisierungen im Rahmen der Eugenik Anfang des 20.
Jahrhunderts populär...  Zur Bestimmung der zu sterilisierenden Individuen wurden Intelligenztests verwendet. Die Durchführung der Tests in der Englischen Sprache bedeutete, dass Immigranten häufig niedrigere Punktzahlen erreichten, weswegen unter den Sterilisierten viele Einwanderer waren."




DER SPIEGEL 11/1980 - Tief verankert
www.spiegel.de/spiegel/print/d-14318313.html

"... Die rassistische Erblehre hat in den Vereinigten Staaten Tradition."
"Auf jedem der drei internationalen Eugenik-Kongresse -- 1912 in London
(Vizepräsident: Winston Churchill), 1921 in New York (Komitee-Mitglied: der
spätere US-Präsident Herbert Hoover) S.246 und 1932 wiederum in New York --
forderten Briten und Amerikaner immer wieder die Zwangssterilisation von Armen,
Kranken und Kriminellen."
Diese Zielgruppen wurden 1932, im Jahre vier der Weltwirtschaftskrise, um eine
neue Klasse gesellschaftlicher Außenseiter erweitert. Auch die Millionen
amerikanischer Arbeitsloser sollten nun unter das Sterilisationsmesser, weil sie
den Wirtschaftsbankrott durch die in ihren Chromosomen verankerte
"Hilflosigkeit" und "Dummheit" verursacht hätten."


AKW Geschichte, Holocaust (28.04.2009)
www.hist.akgw.ch/20/mat/docs/04_A_hd2.pdf

"...Rassistische Theorien unter dem Deckmantel der Wissenschaft hatten seit dem frühen 19. Jahrhundert in Deutschland, aber auch in anderen Staaten Europas Fuss fassen können und
sich in der Biologie, Völkerkunde und Linguistik verbreitet.
Scheinbare „wissenschaftliche“ Grundlagen für die Identifizierung „unwerten Lebens“ lieferte die damals relativ neue Eugenik.
Die Einbeziehung der Hochschulen in die Ausgrenzung jüdischer Wissenschaftler, die Etablierung einer „Rassenkunde“, die Beteiligung zahlreicher Fachrichtungen an Unrechtsjustiz, Unrechtsmedizin, Geschichtsfälschung usw. hat eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung des Holocausts gespielt...."


Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg: Roma, Sinti und Jenische Schweizerische Zigeunerpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus. Beiheft zum Bericht
Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus (2000)
„….Die medizinischen Humanwissenschaften – insbesondere die Psychiatrie – wurden für die Fürsorge und Kriminalpolitik im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu Leitwissenschaften, die Wahrnehmungskategorien und Deutungsmuster für soziale Probleme der Zeit bereitstellten und Expertenwissen als Entscheidungsgrundlage für Justiz und Verwaltung anboten. …
Die Entwicklung der Psychiatrie und ihres Wissensgegenstandes war seit den 1880er Jahren geprägt von Theorien, die sich auf biologische Paradigmen des Evolutionsprinzips und der Vererbungslehre stützten. …
Gemäss sozialdarwinistischer Lehren geriet die biologische Entwicklung … in Konflikt mit sozialen Einrichtungen, welche die evolutionären Prinzipien der Auslese ausser Kraft setzten, was zu einer als unnatürlich verstandenen Vermehrung «minderwertig» veranlagter Individuen führe und damit den Fortschritt hemme. …
Die Übernahme dieser biologischen Paradigmen in der Anthropologie führte zur Klassifikation von Menschentypen entlang von Kategorien der sozialen Ordnung und Stratifikation: entlang von Geschlecht, Rasse, Klasse, entlang der Dichotomie Normal/Abnorm (kriminell, pathologisch). …  Diese Klassifikationen schufen Werthierarchien zwischen «biologisch höherwertigen» und «biologisch minderwertigen» Menschen. …“

Weitere Quellen u.a.:

"Nicht zufällig sprach 1965 etwa der Biologe Georg Melchers vom „nationalsozialistischen Mißbrauch scheinbarer Wissenschaftlichkeit …“
Wolfgang Hardtwig: Utopie und politische Herrschaft im Europa, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2003 (S. 313); URL: http://books.google.de/books?id=l5NZDhv4VFMC&dq=%22eugenische+utopie+und%22&source=gbs_navlinks_s

Hitlers amerikanische Lehrer: die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung
Hermann Ploppa - 2008 - History
http://books.google.de/books?id=IG55kbmOq68C&dq=ploppa+%22hitlers+amerikanische+lehrer%22&source=gbs_navlinks_s


Rassismus und Eugenik im Deutschen Reich - Felix Hessmann - Nov. 2007
Hauptseminararbeit - Psychologie - Sozialpsychologie.
ww.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/20418.html

 „Die rassistische Internationale“ – Die globale Eugenik-Bewegung ...12. Dez.
2010 ... Eugenik und die Hilfe für die Schwachen und Armen →. „Die
rassistische Internationale“ – Die globale Eugenik-Bewegung ...
 
www.conquer-the-dragon.de/?p=1203

Rasse, Blut und Gene: Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in ...Rasse,
Blut und Gene: Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in Deutschland
suhrkamp taschenbuch wissenschaft: Amazon.de: Kurt Bayertz, Jürgen Kroll, (1992)

www.amazon.de/...Rassenhygiene.../3518286226

Conserving the Race: Natural Aristocracies, Eugenics, and the U.S. Conservation Movement - Gray Brechin - Antipode, July 1996
http://graybrechin.net/articles/1990s/conserving.html

Rassenwahn oder Wissenschaft - L. Segal, E. Walraph (ca. 1990)
http://www.ns-eugenik.de/eugenik/sa9.htm

Stichwort Eugenik und Sozialdemokratie/ Sozialdarwinismus und Sozialdemokratie:
Science-Texts | Sarrazin: Das fehlende Kapitel8. März 2011 ... Der Sozialstaat
hat die natürliche Auslese außer Kraft gesetzt. „Der moderne Sozialstaat hat“,
so Sarrazin, „die seit Beginn der ..

www.science-texts.de/.../sarrazin-das-fehlende-kapitel.html - Im Cache

Über die Rolle der Anthropologie und verwandter Wissenschaften s. auch Quellen zu Eugen Fischer; z.B. über
http://www.google.com/search?hl=de&source=hp&q=%22eugen+fischer%22+anthropologe&aq=f&aqi=&aql=&oq= ;
http://www.google.com/search?hl=de&q=%22eugen+fischer%22+eugenik&aq=f&aqi=&aql=&oq=:http://www.google.com/search?hl=de&q=%22eugen+fischer%22+namibia&aq=f&aqi=&aql=&oq=

Human Heredity and Politics - Adams, Allen, Weiss - Osiris © 2005, The University of Chicago Press; http://www.jstor.org/pss/3655258
"....What, if anything, was peculiarly "Nazi" about human genetics under National Socialism? How ... did at least some of Germany's most well-known and leading biomedical practioners become engaged in entgrenzte Wissenschaft (science without moral boundaries)? This paper attempts to provide some answers to these two questions comparing three institutes that studied eugenics and human heredity in the 1920s and 1930s: the Eugenics Record Office at Cold Spring Harbor, New York, directed by Charles B. Davenport; the Kaiser Wilhelm Institute for Anthropology, Human Heredity and Eugenics, in Berlin, directed by Eugen Fischer; and the Maxim Gorky Medical Genetics Institute in Moscow, directed by Solomon G. Levit. ..."

Hans-Walter Schmuhl: Rassenforschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten vor und nach 1933, Wallstein Verlag, 2003
http://books.google.de/books?id=j7BmI5um7scC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Wissenschaftler und Eugeniker: Sarrazins Vordenker Von Cord Riechelmann, TAZ, 09.02.2010 
http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/sarrazins-vordenker/

und auf diesem Blog 
http://guttmensch.blogspot.com/2011/03/francis-galton-seine-forschung-in.html

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„Jeder Mann begeht biologischen Verrat, wenn er eine Partnerin fremder Rasse
heiratet und Kinder anderer Rassen adoptiert und in unseren Lebensbereich bringt, so dass dadurch die Bastardisierung hier gefördert wird.“
Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V
Neue Anthropologie Nr. 1/2, Juni 1991, Lesematerial im Humanbiologischen Institut der Hamburger Universität (nach Süddeutsche Zeitung, 7./8.12.1996)

Auszug aus Wikipedia über die "Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V."  http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_biologische_Anthropologie,_Eugenik_und_Verhaltensforschung (Stand 5.4.2011):
"Gegründet wurde der Verein 1962 von Wilhelm Weis (1892-1980) als Deutsche Gesellschaft für Erbgesundheitspflege e.V. in Hamburg. Weis war seit 1918 Anhänger der Deutschgläubigen Gemeinschaft und bis zu seinem Tod dieser Überzeugung treu geblieben.[1] Von 1962 bis 1972 war Weis Vorsitzender der Gesellschaft, welche ab 1964 als Organ die Zeitschrift Erbe und Verantwortung – Eugenische Rundschau herausgab. Weis war Schriftleiter der Zeitschrift.[2] Als Weis 1972 sein 80. Geburtsjahr erreichte, gab er den Vorsitz an seinen Schwiegersohn Jürgen Rieger weiter. Der Wechsel zu Rieger hatte auch eine Umbenennung der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift zur Folge. Ab 1972 hieß der Verein Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung. Die Zeitschrift wurde in Neue Anthropologie – Erbe und Verantwortung umbenannt. ...
Die Forderungen der GfbAEV orientieren sich an der nationalsozialistischen Rassenideologie beziehungsweise der Nationalsozialistische Rassenhygiene. Folgende Ziele wurden 1965 formuliert[4]:
1. Allseitige Förderung der Fortpflanzung erbgesunder, begabter und schöpferischer Menschen. 2. Weitgehende Einschränkung der Vermehrung Schwachsinniger und Asozialer. 3. Gänzliche Verhinderung der Fortpflanzung minderwertig Erbkranker und rückfälliger Schwerverbrecher
Ideologisch bezieht sie sich auf die Werke von Hans F. K. Günther wie auf Jürgen Riegers Buch Rasse: Ein Problem auch für uns! Bekämpft wird die „Rassenmischung“, die die „nordische Rasse“ schwäche und dem Untergang weihe. Sie fordert eugenische Praktiken wie die Sterilisation Schwerkrimineller oder Erbkranker. In der ersten Ausgabe der Zeitschrift Neue Anthropologie 1972 erfolgte eine Würdigung von Fritz Lenz zum 85. Geburtstag. 1975 folgte eine Würdigung von Erwin Baur.[5]
Die Gesellschaft hat einen Wissenschaftlichen Beirat, in der Vertreter des Rechtsextremismus wie Rolf Kosiek, Hans Georg Amsel, Hans-W. Hammerbacher, Alain de Benoist und Günther Schwab sitzen. Andere Mitglieder des Beirates im Zeitraum 1972 bis 1981 waren oder sind unter anderem Karl Thums, Wolfgang Gröbner, Max Otto Bruker und Friedrich Ritter."
Weitere Internet-Quellen (u.a.)
Neonazi-Großfamilie: Bundespräsident soll Ehrenurkunde ...dokmz.wordpress.com/2010/11/30/neonazi-grofam... 30. Nov. 2010  Marc Müller ist Vorsitzender der rassistischen „Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V. ...
Tagung an den Externsteinen - Salzekurier.de www.salzekurier.de/Berichte_11/110602_Tagung_...
1. Juni 2011... der zum Neonazismus gehörenden extrem rassistischen " Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V. ...
Diskriminierung von Menschen mit Behinderung: Eugenik ...www.amazon.de/Diskriminierung-Menschen-Behind...Kapitel: Eugenik, Nationalsozialistische Rassenhygiene, Kinder-Euthanasie, ... Cighid, Madison Grant, Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V. ...
Wilhelm-Tietjen-Stiftung für Fertilisation – Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm-Tietjen-Stiftun...
Januar 2002. Er vermachte sein Vermögen der Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung, als dessen Verwalter...
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann — Der Freitagwww.freitag.de/buch-der-woche/wer-hat-angst-v...... wie Rassismus und Ausgrenzung die Gesellschaftssysteme überdauern und was ... Vorsitzender der Gesellschaft für biologische Anthropologie, ...
Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen ... www.politische-bildung.nrw.de/multimedia/0189... ... rechtsextremer Personen und Organisationen und mit der " Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung ...

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Die Neuentdeckung einer alten Socke:
Das "Heidelberger Manifest" von 1981 von Ramona Ambs (Hagalil, 2006)
http://www.hagalil.com/archiv/2006/06/thierry.htm
"Das Heidelberger Manifest existiert in zwei Fassungen. Die erste (das ist die, welche man bei Thierry findet) entstand am 17. Juni 1981 und ist ein völkisch-rassistisches Pamphlet, das vor Überfremdung, ja vor dem Untergang des deutschen Volkes warnt. Peinlich für die altehrwürdige Universitätsstadt am Neckar, die jetzt so sehr nach universitärer Exzellenz (also Internationalität!) strebt. Das Manifest wurde seinerzeit von fünfzehn Hochschulprofessoren unterzeichnet. Zehn der Professoren distanzierten sich jedoch nach großem öffentlichem Druck am 31. Januar 1982 mit einer abgeschwächten Version des Heidelberger Manifestes von der ursprünglichen Fassung. Nicht dass die zweite Fassung in irgendeiner Weise akzeptabler wäre, aber sie stellt doch immerhin klar, dass es keine Wertehierarchie unter den verschiedenen Völkern gibt."

Die “Deutsche Stimme” - mit Links zu Junge Nationaldemokraten (JN), NPD-Bundesverband, NPD-Fraktion MV, NPD-Fraktion Sachsen, Ring Nationaler Frauen (RNF) - blickte 2011, 30 Jahre danach, mit Stolz zurück auf das Heidelberger Professoren-Manifest und auf die Rolle, die der „Schutzbund für das Deutsche Volk“ dabei gespielt hatte.
Gleich daneben auf der Webseite der Link zu einem anderen Artikel: »Widerstand« – wann ist es so weit? Läßt sich das GG zur Auflösung der Bundesrepublik instrumentalisieren? 

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Franz Boas über "Rasse und Kultur"
"1932 erschien die Rede, die Franz Boas zur Verleihung seines 50-jährigen Dokturjubiläums am 30. Juli 1931 in der Aula der Christian-Albrechts-Universität in Kiel gehalten hatte, in gedruckter Form. Daraus ein Auszug:
'Für jedes Gemeinwesen lauert eine Gefahr in der Bildung scharf geschlossener Gemeinschaften, weil diese unweigerlich heftige Antagonismen hervorrufen. Die Identifikation von Rasse und Kultur beruht auf zwei grundlegenden Denkfehlern. ...
Das Verhalten eines Volkes wird nicht wesentlich durch seine biologische Abstammung bestimmt, sondern durch seine kulturelle Tradition. Die Erkenntnis dieser Grundsätze wird der Welt und besonders Deutschland viele Schwierigkeiten ersparen.' "
Aus: Mindener Tageblatt, Nummer 87 · Montag, 14. April 2008
Vor gefährlichen Irrwegen der Rassenkunde gewarnt
www.franz-boas.de/download/2008_04_14_boas.pdf

Gleichzeitig
Nazismus als „angewandte Biologie“
Mitstreiter: Karl Pearson. • KEINE Ärzte oder Biologen, ... Eugen Fischer - Die
Rehobother Bastarde ... 1933) (Vorlage bereits im Preußischen Landtag 1932) ...

www.univie.ac.at/igl.geschichte/ash/ws_09/.../WS09-VO6-1.pdf


Im Dezember 1932 erhielt Galtons Mitstreiter und Biograph Karl Pearson die "Rudolf Virchow Medaille" der Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Zuvor hatte der "Rassenhygieniker" Erwin Baur sie erhalten. Eugen Fischer, Präsident der Gesellschaft, hielt die Laudatio.
http://www.nature.com/nature/journal/v130/n3292/abs/130838b0.html


Ja! Ja!
Nachtrag zu Eugen Fischer (23.10.2011)
Siehe auch http://guttmensch.blogspot.com/2011/03/francis-galton-seine-forschung-in.html

Eine Kontroverse um Eugen Fischer (diskreditierter Nazi-“Wissenschaftler” oder ehrenwerter Begründer ernsthafter Wissenschaft) tobt im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag zu seinem Namen (nach der derzeit letzten Akualisierung vom 7. Oktober 2011). Dass Fischer persönlichen Kontakt mit Karl Pearson hatte, erscheint in dem Eintrag bisher allerdings nicht. http://en.wikipedia.org/wiki/Eugen_Fischer

Der deutsche Wikipedia-Eintrag zu Eugen Fischer (nach der derzeit letzten Aktualisierung vom 22.11.2011) ist in einigen Teilen knapper, in anderen ausführlicher als die englischsprachige Version. Hier findet sich eine Aufstellung von politischen Forderungen Fischers , z.B. nach einer “eugenischen Steuerreform”, die stark an  die Thesen Thilo Sarrazins erinnern. Auch in diesem Beitrag bisher kein Hinweis auf Fischers Kontakt mit Francis Galtons Apostel Karl Pearson.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Fischer_(Mediziner)
Auszug:
“… Gemeinsam mit Carl Correns, Richard Goldschmidt und Erwin Baur betrieb er dieGründung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin, dessen erster Direktor er zwischen 1927 und 1942 war. In dieser Funktion war er ein führender Befürworter der Rassengesetze und damit in die Verbrechen der Nationalsozialisten verstrickt. …
Fischer war unmittelbarer Wegbereiter der nationalsozialistischen Rassentheorien. Sein Nachfolger in der Führung des Kaiser-Wilhelm-Instituts, Otmar von Verschuer, war Mentor und Chef des berüchtigten Josef Mengele und hatte damit unmittelbaren Anteil an der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.
Fischer legte Wert darauf, dass die Rassentheorie dem Nationalsozialismus vorausgegangen war. Als ein nationalsozialistischer Redner die Eugenik als Erfindung der NSDAP darstellte, unterbrach ihn der  aufgebrachte Fischer mit den Worten: „Sie (die NSDAP) besteht lange nicht so lang wie unsere eugenische Bewegung.“ …
Auf der ersten Tagung der Anthropologie nach dem Kriege in Weingarten 1949 – noch immer wurde er als Kopf des Faches hofiert – gab er die Parole aus: „Über Politik reden wir hier nicht, das haben wir hinter uns“. …
Dokumentation [Bearbeiten]„...Einen nationalen Staat haben wir aufgerichtet, und wir sind dabei, ihn auszubauen, einen Staat aus Blut und Boden, einen Staat aus der deutschen Volksverbundenheit heraus aufgebaut auf Volkstum, Rasse und deutscher Seele... Der Führer hat die Größe gehabt zu sagen: Ich frage das ganze deutsche Volk, ob es mit seinem Willen hinter mir steht; und morgen wird das ganze deutsche Volk sagen: Ja! Ja!“ (in: Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat, Dresden …  1934 ...) …
Eröffnungsrede Fischers anlässlich eines Kongresses der International Federation of Eugenic Organisations 1929 in Rom; gehalten als Tagsordnungspunkt 9 in der Anwesenheit von Mussolini:
"Leitsätze für die eugenische Bevölkerungspolitik.
1. Die wichtigste Grundlage für das Gedeihen eines Volkes ist gute Qualität seiner Erbmasse.
2. Die erbliche Veranlagung eines Volkes ist nicht unveränderlich. Wenn die tüchtigeren Volksgenossen weniger Kinder haben als die minder tüchtigen, so ändert sich die durchschnittliche Beschaffenheit der Erbmasse in ungünstige Richtung: es tritt Entartung ein.
3. Wenn die tüchtigen Volksgenossen dagegen mehr Kinder haben als die minder tüchtigen, so hebt sich die Tüchtigkeit der Rasse.
4. Gegenwärtig hat die Gesamtheit der tüchtigen Familien in allen Völkern europäischer Kulturen eine ungenügende Kinderzahl.
5. Wirtschaftliche und kulturelle Tüchtigkeit führt gegenwärtig in der Regel zum sozialen Aufstieg. Mit dem sozialen Aufstieg aber nehmen die Motive der Geburtenverhütung zu.
6. Um den tüchtigen Volksgenossen die Hemmnisse, die der Gründung einer ausreichend großen Familie entgegentreten, aus dem Weg zu räumen, ist ein Ausgleich der Familienlasten nötig.
7. Ein eugenisch richtiger Ausgleich der Familienlasten kann auf dem Wege der  Steuer herbeigeführt werden.
8. Für die Frau und jedes Kind sollte ein bestimmter Prozentsatz der Einkommenssteuer nachgelassen werden. Die Steuersätze für Unverheiratete und Kinderlose müssten natürlich entsprechend erhöht werden.
9. Die eugenische Reform des Steuerwesens kann allmählich eingeführt werden. Mit geringen Prozentsätzen beginnend sollte im Lauf der Jahre die Differenzierung der Steuer nach der Familiengröße so weit verstärkt werden, bis für die Frau und jedes Kind 20 bis 25% der Steuer nachgelassen würde. Familien mit 4 bzw. 3 Kindern würden dann steuerfrei sein.
10. Von Erbschaftssteuer sollten Familien mit 3 und mehr Kindern völlig befreit, kinderarme Familien entsprechend stärker damit belastet werden.
11. Die Steuerpolitik des Faschismus ist eugenisch zu begrüßen. Sie sollte soweit ausgebaut werden, dass ein wirklicher Ausgleich der Familienlasten erreicht wird.
12. Geburtenprämien und Kinderhilfen, wie sie in gewissen Staaten gewährt werden, fördern hauptsächlich nur die Fortpflanzung der wirtschaftliche Untüchtigen. Sie können daher von der Eugenik nicht gebilligt werden.
13. Die eugenische Steuerreform dagegen wirkt um so stärker im Sinne der Vermehrung, je größer die wirtschaftliche Tätigkeit der Familien ist. Wirtschaftlich untüchtige Elemente werden durch sie nicht zur Vermehrung angesprochen, da diese keine Steuer zahlen.
14. Die Steuernachlässe für Frau und Kinder müssen auch bei großem Einkommen und Vermögen gewährt werden, weil anderenfalls die Unverheirateten und Kinderlosen mit großem Einkommen oder Vermögen zu wenig belastet sein würden.
15. Der eugenische Ausgleich der Familienlasten wirkt auch mittelbar günstig; er vermindert den Luxus, der meist von Kinderlosen und Kinderarmen getrieben wird; er wirkt im Sinne vermehrter Eheschließungen und einer Herabsetzung des Heiratsalters; er trägt damit auch wirksam zur Lösung der Frauenfrage bei; auch die geschlechtliche Sittlichkeit würde auf diese Weise gehoben werden.
16. Schließlich wirkt der eugenische Ausgleich der Familienlasten auch im Sinne einer Erneuerung der Lebensauffassung. Wenn die soziale Moral, die in den Einrichtungen des Staates ihren Ausdruck findet, familienfeindlich eingestellt ist, so nützt kein Appell an das Gewissen des Einzelnen.Wenn aber der Staat den Wert der Familie nicht nur in Worten, sondern durch die Tat anerkennt, so tritt die Familie wieder in den Mittelpunkt der persönlichen Wertung.
17. Die Wiedergeburt des Abendlandes kann nur aus der Erneuerung der Familie erwachsen."
Quelle: Korrespondenz mit der International Federation of Eugenic  Organisiations. in: Korrespondenzordner von Prof. Dr. Eugen Fischer; Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik; Ihnestr.22/24; Berlin-Dahlem; Sept.1929”

Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnis_der_Professoren_an_den_deutschen_Universit%C3%A4ten_und_Hochschulen_zu_Adolf_Hitler

Zur Geschichte der Anthropologie:A History of Anthropological Theory von Paul A. Erickson,Liam D. Murphy, University of Toronto Press, 2008http://books.google.de/books?id=CzbyAW-607MC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false




http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Freie_Universitaet_Berlin_-_Otto-Suhr-Institut_-_Gedenktafel_-_Kaiser-Wilhelm-Institut_fuer_Anthropologie-menschliche_Erblehre_und_Eugenik.jpg


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Vorsicht mit dem Etikett "Intelligenzforscher":

Die daenische Zeitung Jyllands-Posten (die mit den Mohammed-Karikaturen) zitiert gern den "Intelligenzforscher" Helmuth Nyborg als Kronzeugen fuer die qualitativ-demografische Gefahr, die von Einwanderern aus "Niedrigintelligenzlaendern" ("low IQ countries") ausginge. Aber Kollegen werfen Nyborg, der von der Universitaet Aarhus 2007 im Rahmen einer Kontroverse um pseudo-wissenschaftliche Behauptungen in den vorzeitigen Ruhestand geschickt wurde, wissenschaftliche Unredlichkeit vor.

"September 27, 2011 · Danish Race Intelligence Professor Accused Of Dishonesty ....
For example, Nyborg’s conclusions were recently cited in articles in the newspapers Jyllands-Posten and Weekendavisen in articles about immigration. In the Weekendavisen article, Nyborg was identified as an “intelligence researcher and former psychology professor”.
“It’s dishonest that the research or the researcher’s title and authority are being misused to promote political views. People are allowed to have political views, but it is dishonest if they are presented as though they are scientifically substantiated,” Mammen told Information."
http://racismdaily.com/2011/09/27/danish-race-intelligence-professor-accused-of-dishonesty/

Nyborgh, natuerlich Opfer einer "Hexenjagd" (witch hunt), was sonst, und seine Beschwoerung des genetischen Niedergangs der westlichen Zivilisation, werden gefeiert auf einschlaegigen Webseiten wie dieser:
http://www.theoccidentalobserver.net/2011/05/helmuth-nyborg-on-the-genetic-decline-of-western-civilization-denmark-as-a-cast-study/
Siehe auch Stichwort "Intelligenzatlas" auf diesem Blog


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Mikhael Lyubansky, University of Illinois at Urbana-Champaign, ueber wissenschaftlichen Rassismus und dessen Rezepte, mit unerwuenschten Bevoelkerungruppen umzugehen:
“Move them out”, “breed them out”, “kill them off”

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Merkzettel (zur weiteren Bearbeitung)
Die Versuchung der „Selbstvergöttlichung“
In England starb im Mai 2009 ein junger Mann, Kane Gorny, in einem Krankenhaus des National Health Service (NHS) an Dehydrierung (Austrocknung). Das Personal verweigerte ihm aus angeblich medizischen Gründen die Möglichkeit, zu trinken, gab ihm aber auch keine andere Flüssigkeitszufuhr (z.B. Infusion). Gorny war so durstig und verzweifelt gewesen, dass er die Polizei-Notrufnummer 999 angerufen hatte. Die Polizei kam auch, wurde aber vom Personal wieder weggeschickt, ohne Gorny überhaupt zu sehen. Als seine Angehörigen nach seinem Tod nach Ansicht des Personals zu lange brauchten, um Abschied zu nehmen, fragte eine schnippische Pflegekraft, ob sie die Leiche jetzt endlich einsacken könnte. Die Obduktion zeigte, dass Gorny an Dehydrierung gestorben war; er war verdurstet.
http://www.mirror.co.uk/news/uk-news/kane-gorny-inquest-nhs-patient-1125329

Versuchung zur „Selbstvergöttlichung“ bei Menschen in tatsächlichen oder ersehnten Machtpositionen (hier bei Ärzten und Pflegepersonal);
vgl. auf diesem Blog Stichwort „Selbstvergöttlichung“ auf dem Post „Entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss“ über Allmachtsphantasien bei jugendlichen Mördern und Amokläufern
http://guttmensch.blogspot.com/2011/12/entscheiden-wer-leben-darf-und-wer.html

Kommentare:

  1. Noch zu Carl Correns, Mitstreiter von Eugen Fischer:
    Ulli Kulke auf "Achse des Guten" lobt die Rolle, die dessen Sohn Erich Correns zu DDR-Zeiten dabei gespielt hat, die eugenische Ideologie durch Volkmar Weiss (der spaeter zu Thilo Sarrazins Ideengeber wurde) wieder zu beleben. Da traf es sich gut, schreibt er sinngemaess, dass der DDR-Funktionaer Correns durch seinen Vater mit diesem Gedankengut ja schon vertraut war.
    Nachzulesen auf http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/erbliche_intelligenz_in_der_ddr_teil_2/

    Na denn. - Magga

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  2. Zweite Jahreskonferenz der “Property and Freedom Society” (2007): Einladungen fuer Forscher, die mit dem "Pioneer Fund" verbunden sind

    (Dabei auch Sarrazins Quellen Volkmar Weiss, Richard Lynn, Tatu Vahanen)

    Mar. 11, 2007
    Copyright © Las Vegas Review-Journal
    Researchers tied to hate groups get invitations
    By LAWRENCE MOWER, REVIEW-JOURNAL
    http://www.reviewjournal.com/lvrj_home/2007/Mar-11-Sun-2007/news/13063858.html

    “An organization headed by a prominent University of Nevada, Las Vegas professor has invited four researchers with ties to hate groups to speak at a May conference in Turkey. Hans-Hermann Hoppe ... has invited the researchers to express viewpoints that some civil rights organizations call "academic racism." They're scheduled to speak at the second annual conference of the Property and Freedom Society, an organization that Hoppe founded in May 2006 to promote "Austro-Libertarianism," ...
    "This looks like a very serious academic racist event," said Heidi Beirich, deputy director of the Southern Poverty Law Center's Intelligence Project ...
    One of the invited speakers is Richard Lynn … who is considered at the forefront of the eugenics movement. Lynn is listed on the board of directors for the New York-based Pioneer Fund ... According to the Property and Freedom Society's Web site, others who will be speaking include: Volkmar Weiss, a German scientist, who is scheduled to speak on "History as Cycles of Population Quality." He is listed as a member of the advisory board for "The Mankind Quarterly," a journal that receives funding from the Pioneer Fund ...
    Paul Gottfried, whose topic is "Can We Defeat the Disease of Egalitarianism?" ... Egalitarianism is the notion that all people should have equal economic, social and political rights.
    Tatu Vanhanen ... (who) co-authored the 2002 book "IQ and the Wealth of Nations" with Lynn ...
    "It sounds like a pretty high-level gathering of high-level academic racists," Beirich said of the event. She said Lynn, Vanhanen and Jared Taylor, editor of American Renaissance, and Jean Phillippe Rushton, president of the Pioneer Fund, "are the movers and shakers ... in this world" of academic racism. ...
    Cynthia Luria, Nevada regional director of the Anti-Defamation League, said … "It is troubling to ADL that a UNLV professor would host a conference with featured speakers who have confirmed racist viewpoints," … "While ADL believes in freedom of speech, one only has to research Richard Lynn or Tatu Vanhanen to discover their philosophy is rooted in racism."
    "These are folks who are on the extreme end of the scientific community," said William Turner, … author of the 2002 book "The Funding of Scientific Racism: Wickliffe Draper and the Pioneer Fund." ...
    Hoppe is a distinguished fellow at the Ludwig Von Mises Institute, a far-right libertarian think tank based in Auburn, Ala. ... Hoppe wrote on the institute's Web site that "affirmative action and forced integration ... is responsible for the almost complete destruction of private property rights, and the erosion of freedom of contract, association, and disassociation."

    (Hoppes Weltbild erinnert an Auffassungen von Hans-Olaf Henkel; s. Stichwort Henkel auf diesem Blog, insbesondere auf dem Post “Asoziale Zuchtgemeinschaften: Neue Unterschicht, alte Erklaerungsmuster”.)

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  3. Aus
    der Freitag | Lothar Baier | 26.10.2001
    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/fatal-histories?p=2

    Alexis Carrel empfahl die kostengünstige Vergasung von Kriminellen und Geisteskranken.

    Der gebürtige Franzose Carrel (1873-1944) hatte den größeren Teil seines Lebens als Chirurg und Wissenschaftler in den USA verbracht … Nach seiner Promotion in Lyon im Jahr 1900 ging an er an die Universität von Chicago und dann an das Rockefeller Institute for Medical Research in New York. Mit dem Nobelpreis für Medizin wurde Carrel 1912 für eine von ihm entwickelte Technik des Vernähens durchtrennter Blutgefäße ausgezeichnet. … 1941 wurde er zum Direktor der Fondation Française pour l´étude des problèmes humains ernannt. Hochgeehrt starb Carrel 1944 in Paris. In einer Reihe französischer Städte wurden Straßen nach ihm benannt.
    Weit über die Fachwelt der Chirurgen hinaus war Alexis Carrel durch sein 1935 gleichzeitig in Frankreich und in den USA erschienenes Buch L´homme, cet inconnu (Man - the Unknown) bekannt geworden … 1936 kam in der Deutschen Verlagsanstalt Berlin eine auf der Grundlage der amerikanischen Buchausgabe hergestellte, Der Mensch, das unbekannte Wesen überschriebene deutsche Übersetzung heraus.
    Geschrieben worden sei das Buch, betont der Autor in seinem Vorspruch, für jedermann, insbesondere für alle die Zeitgenossen, die die "Schwäche unserer Zivilisation spüren" und die "der Sklaverei der Dogmen der modernen Gesellschaft zu entkommen wünschen". Was er unter diesen Dogmen versteht, gibt der Autor erst später preis, zunächst stellt er sich als "Mann der Wissenschaft" vor, der "den größten Teil seines Lebens in Laboratorien verbringt, um das Lebende zu studieren"… Diese Selbstbescheidung hindert den Nobelpreisträger für Chirurgie jedoch keineswegs daran, sich über alles Mögliche zu verbreiten, nicht nur über mikrobenbedingte Krankheiten und das "unbewusste Leben der Organe", sondern auch über Elitenbildung und "freiwillige Eugenik". Das Schlusskapitel des 400 Seiten starken Buchs ist dem Thema "Wiederherstellung des Menschen" gewidmet. Der Mensch, dem Carrel zur Entfaltung verhelfen will, ist der gesunde, normale Mensch. Unglücklicherweise sieht er diesen von einer gewaltigen Bürde an der Entfaltung gehindert.
    Diese besteht für Carrel in der "ungeheuren Masse an Schwachsinnigen und Kriminellen", die auf der gesunden Bevölkerung lastet. Für immer mehr Geld immer größere Kliniken und Gefängnisse bauen? Warum, fragt der Mediziner, "verfährt die Gesellschaft mit den Kriminellen und Geisteskranken nicht auf ökonomischere Weise?" Die weniger gefährlichen Kriminellen, meint Carrel, könnten wahrscheinlich "mit der Peitsche" zur Raison gebracht werden. "Was jedoch die anderen angeht, jene, die getötet, die mit der Waffe in der Hand geraubt, die Kinder entführt, Arme ausgenommen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit schwer missbraucht haben, so könnte sich eine mit geeignetem Gas ausgestattete Einrichtung der Euthanasie ihrer auf humane und ökonomische Weise annehmen."
    Warum so nicht auch die kriminell gewordenen Verrückten auf diese Weise loswerden?, fragt Nobelpreisträger Carrel rhetorisch und fährt fort: "Man darf nicht zögern, die moderne Gesellschaft im Hinblick auf das gesunde Individuum zu ordnen. Gegenüber dieser Notwendigkeit müssen die philosophischen Systeme und die sentimentalen Vorurteile verschwinden." ...
    Dass Carrel 1935 für Euthanasie mittels Gaskammer plädierte, macht ihn noch nicht zum Nazi-Schreibtischmörder (bemerkenswerterweise fehlt die entsprechende Passage in der 1955 wieder von der DVA, diesmal Stuttgart, herausgebrachten deutschen Neuausgabe). Inspirieren lassen hat sich der zu jener Zeit in den USA lebende Forscher wahrscheinlich durch das Beispiel des Staats Nevada, der 1924 die erste Hinrichtung durch Gas durchführte …
    Eugenik und Euthanasie … dürften auch unter den Forschern des Rockefeller Institute for Medical Research in New York erörtert worden sein.

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  4. Heidelberger Manifest

    "Prof. Schade .... war zur NS-Zeit Handlanger von Verschür und als Unterzeichner des Heidelberger Manifestes, eines rechtsextremen Pamphlets gegen die Überfremdung des deutschen Volkes, und Autor einiger Beiträge in der rechtsextremen Zeitschrift "Neue Anthropologie" auch nach dem Krieg nicht vom `rechten' Weg abgekommen."

    Thomas Mielke: DIE BRESLAUER SCHULE DER ANTHROPOLOGIE

    www.verwaltung.uni-mainz.de/archiv/html/breslau.htm

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  5. "Breslauer Schule" und "Rassenuntersuchung Schlesiens"

    (Quelle: Mielke, Breslauer Schule, s.o.)

    "Noch auf Eickstedts Indien-Expedition 1929 erreichte ihn der Ruf nach Breslau, wo er bis 1945 a. o. Professor bleiben sollte. Ilse Schwidetzky (+1997), die genau wie Eickstedt aus der ehemaligen Provinz Posen (im heutigen Polen) stammt, wurde seine Assistentin, 1940 Dozentin und habilitierte später auch bei ihm. Zum alten Breslauer Kreis gehört ebenfalls Werner Klenke (damals noch Doktorand), der u.a. auch an der >>Rassenuntersuchung Schlesiens<< beteiligt war, deren Ergebnisse sogar in das >>kriegswichtige Forschungprogramm Deutscher Osten<< der >>Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung<< aufgenommen
    wurde.
    Zur ideologischen Entwicklung der Breslauer Schule im Nationalsozialismus kann man grob zusammenfassen, daß Differenzen mit NS-Stellen entweder auf persönliche Abneigungen oder auf oberflächliche Streitigkeiten bezüglich des `nordischen' Anteils der schlesischen Bevölkerung zurückgeführt werden können. Bemerkenswert ist, daß lokale Parteigrößen (Fritz Arlt, Martin Staemmler, Hermann Aubin, ...) Eickstedt erfolgreich den Rücken gegen seine Kritiker auf Reichs-Ebene (Otto Reche, Bruno. K. Schultz, Fritz Lenz u.A.) freihielten. Verständlich, daß der Heimatgau den höchsten Anteil an `nordischer' Bevölkerung haben sollte."

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  6. Wissenschaftlicher Direktor der Heeresoffiziersschule

    Von der Webseite
    http://braunzonebw.blogsport.de/category/ex-militaers/
    Brauner Militärhistoriker feiert 75. Geburtstag
    12. Dezember 2008

    Auf dem Haus der extrem rechten Burschenschaft Danubia in München feierten am 15.November 2008 über 100 geladene Gäste den 75. Geburtstag des Militärhistorikers Franz W. Seidler (* 1933). Seidler ist emeritierter Ordinarius für Neuere Geschichte an der Bundeswehr-Universität München.
    Seit 1973 war Seidler an der Bundeswehrhochschule tätig, zuvor war er
    wissenschaftlicher Direktor der Münchner Heeresoffiziersschule (1969-1972) und Referent im Bundesverteidigungsministerium (1963-1968) gewesen. Als Referent trat Seidler bei allerhand rechten bis extrem rechten Gruppen auf: Bei der „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP), der „Hamburger Burschenschaft Germania“, bei den „Bogenhauser Gesprächen“ der „Burschenschaft Danubia“, dem „Verein Unser Land“ von Alfred Mechtersheimer, dem FPÖ-nahen „Neuen Klub Salzburg“, beim Verein „Die Deutschen Konservativen“ oder der „Burschenschaft
    AFV! Rugia Karlsbad“ in Dresden. Autor ist Seidler u.a. in den „Burschenschaftlichen Blättern“, dem Verbandsorgan der „Deutschen Burschenschaft“. Als Buchautor erschienen seine Bücher im „Pour le Merite“-Verlag, einem Unter-Verlag des rechtsextremen Arndt-Verlag.
    Inhaltlich versucht Seidler sich vor allem in einer Apologie der Wehrmacht und ihrer Verbrechen. In einer Dokumentation des „Deutschlandfunks“ wurde ihm 1997 vorgehalten:
    „die Hitlersche Ausrottungs- und Eroberungspolitik im Zweiten Weltkrieg nicht nur zu rechtfertigen, sondern sie mit vorwiegend edlen Zügen zu versehen, den Zügen eines fundamentalistischen Antikommunismus“
    Ein Interview mit Professor Dr. Franz W. Seidler erscheint diese Woche auch in der neuen Ausgabe der DVU-nahen Nationalzeitung.

    Bei der 75. Geburtstagsfeier Seidlers waren laut DMZ-Bericht folgende Personen aus der (extremen) Rechten anwesend: Konrad Löw (Unterstützer der Moon-Sekte, Autor in den rechten Blättern „Sezession“ und „Criticon“ München), Dietmar Munier (Geschäftsführer des rechtsextremen Arndt-Verlages), Herbert Fleissner (rechter Groß-Verleger), Bernd Kallina (Danubia-Mitglied), Dr. Hans Merkel (CSU-Mitglied, Danubia-Unterstützer, DMZ-Interviewpartner), Fred Duswald
    (Danubia-Mitglied, in den 70er Jahren Führungskader der neonazistischen NDP, Vorstandsmitglied des 1998 aufgelösten „Vereins Dichterstein Offenhausen“), Dietrich Witzel (Ritterkreuzträger, vermutlich als Oberleutnant und Chef des „Fronteinsatzkommandos 200 der Abwehr“ aktiv im Afghanistan beim Aufstacheln der einheim. Bevölkerung), Dr. Klaus Goebel (siehe Artikel weiter unten), Günter Deschner (DMZ- und „Junge Freiheit“-Autor), Oberst a.D. Klaus-Ulrich Hammel (ehemaliger Stabschef der 1. Gebirgsdivision der Bundeswehr, Aktivist für den
    rechtspopulist. „Bund Freier Bürger“), Hans-Ulrich Kopp (Danubia-Mitglied, Witikobund-Bundesvorstandsmitglied) und Alfred Mechtersheimer (Vorsitzender der extrem rechten „Deutschland-Bewegung“).
    Einiger dieser Gestalten tauchen auch als Mitautoren der Festschrift zum
    Geburtstag Seidlers, Alfred Schickel (Hg.): „Kein Dogma! Kein Verbot! Kein Tabu!“, auf. Erschien en ist die Festschrift natürlich im Munier-Verlag „Pour le Merite“.

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