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Dienstag, 8. März 2011

Bayreuther Kreis und Wiener Guido-von-List-Gesellschaft: Die Ideologie vom arischen Herrenmenschen

 
Ergänzung 10.01.2014:
Zwei weitere Labels für diesen Post
Wegen der Kommentare über mögliche Verbindungslinien von Houston Stewart Chamberlain zu Gregor Sarrazin (über Karl Ludwig Schemann - Karl Friedrich Schemann) und zu Hans Christian Sarrazin (über Arthur Moeller van den Bruck - Paul Fechter) ergänze ich die Labels zu diesem Post mit "Sarrazin Biographie Familiengeschichte" (s. unten; Labels). Der Post "Drei Generationen Sarrazin - Zeitzeugen der Eugenik" erleichtert hierzu die Einordnung (http://guttmensch.blogspot.com/2013/06/drei-generationen-sarrazin-zeitzeugen.html).
Außerdem füge ich das Label "Negreszenz-Theorie" hinzu; siehe hierzu insbesondere den Post "Die Iren und die Juden kommen" mit dem Absatz über John Beddoes "Index of Nigrescence" ("Index der Negerhaftigkeit"); http://guttmensch.blogspot.com/2011/05/die-iren-und-die-juden-kommen-weitere.html. Dies deshalb, weil HS Chamberlain, wie John Beddoe, Sydney Webb und andere die Auffassung vertrat, dass a) "Neger" genetisch auf einer niedrigeren Stufe stünden als "Anglo-Teutonen", und b) Juden genetisch den "Negern" näher stünden, was ihre Minderwertigkeit begründen würde.  


Im "Bayreuther Kreis" und seinem Umfeld vermischten sich eugenisches und esoterisches Denken.

Informationen dazu u.a. in:
Der Gral unter dem Hakenkreuz – Zur Bedeutung und
Funktion des Grals-Symbols für die NS-Ideologie
Dr. Sven Friedrich, Direktor des Richard-Wagner-Museums in Bayreuth

Auszüge (Hervorhebungen von mir):

„Hitler sagte einmal: „Aus Parsifal baue ich mir meine Religion ... Im Heldengewand allein kann man Gott dienen“."

"Kennzeichnend für das Denken Hitlers wie seiner Vorläufer und Mitstreiter ist auch ein gegen den etablierten, institutionalisierten Bildungs- und Wissenschaftsbetrieb gerichteter Anti-Intellektualismus, welcher auch in hohem Maße den Wagnerismus prägte. Irrationalität wird zum Modus höherer Erkenntnis erhoben, das wahrhaft genial-schöpferische habe im intellektualistisch-jüdischen Wissenschaftsbetrieb keine Chance."

"Begründer und erstes Haupt einer Art arischvölkischen Gralsritterschaft war Guido v. List. Geboren ...1848 in Wien, legte er sich das Adelsprädikat als Ausdruck seiner vermeintlichen Zugehörigkeit zur „arischen Herrenrasse“ zu.“

„(Die Anhänger Lists um Lanz v. Liebenfels gründeten) 1907 in Wien eine »Guido-von-List-Gesellschaft« .., die in Sektierertum und Zweck gewisse Ähnlichkeiten mit dem Bayreuther Kreis besaß. Zu ihren Mitgliedern gehörte – neben dem Wiener Bürgermeister Karl Lueger – dann auch wenig überraschend Hans v. Wolzogen in Bayreuth.“

„List propagierte den arischen Herrenmenschen und bediente sich hierbei auch des Grals-Symbols: „Ein völliges Erwachen des ariogermanischen Geistes steht bevor, wenn auch vorerst nur bei einer Minderheit“. Die Aufgabe dieser Minderheit sei der Kampf für „das Bewußtsein der Rasse, das Gebot, das Blut rein zu erhalten, … die Züchtung des arischen Edelmenschen.“ Der Weg führe – kurz vor dem drohenden Absturz in den Abgrund – „hinauf zu den uralten Höhen reinblütigen deutschen Heldentums, hinauf zum heiligen Gral, zum Ariogermantentum.“ Dieses Ziel freilich sei nur durch einen künftigen „ario-germanischen Weltkrieg“ der Herrenmenschen gegen die Untermenschen zum Zwecke der „Weltherrschaft“ eines „pangermanischen Deutschland“ (Deutschland, Niederlande, England, Skandinavien) zu erreichen. - Hitler kannte die Schriften von List und bediente sich reichlich aus diesen Quellen.

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Anmerkung Blogger: Trotz der Abgrenzung des "Genial-Schöpferischen" vom "Intellektualistisch-Jüdischen": Man beachte auch den Anspruch der Wissenschaftlichkeit für die wirren Rassentheorien des Lanz von Liebenfels (s. unten, "Äfflinge und Heldlinge"): "Die 'Ostara' ist die einzige und erste Zeitschrift für asische Artung und Herrenrecht, die die Ergebnisse der Rassenkunde tatsächlich in Anwendung bringen will, um die sozialistischen und feministischen Umstürzler wissenschaftlich zu bekämpfen und die asische Edelrasse durch Reinzucht vor dem Untergang zu bewahren."

Zum Thema Bayreuther Kreis/ Klüngel siehe auch auf diesem Blog

Über Lanz von Liebenfels siehe z.B.:
 "Äfflinge und Heldlinge", DER SPIEGEL 3/ 1969
"… Als "der Mann, der Hitler die Ideen gab" wird Lanz … in der kritischen Biographie eines … österreichischen Psychologen porträtiert, … (des)  Leiter(s) des Wiener Instituts für Politische Psychologie, Dr. Wilfried Daim… Im Kreuzgang des .. (Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz) fand der Novize Lanz eine Grabplatte, die er zum Grundsymbol seiner später ausgebauten Ideologie und Lehre gemacht haben soll. Der Stein zeigt die Reliefplastik eines mittelalterlichen Fürsten mit wenig ansprechenden Zügen, der mit der rechten Hand auf eine Art Höllentier unter seinen Füßen weist. … Die Plastik stellt einen von abwegigen Trieben beherrschten Sohn Leopolds VI. von Österreich dar, Heinrich den Grausamen…. Lanz sah in dem Steinbild den Übermenschen und in dem Höllentier die zur Unterwerfung, Versklavung, nötigenfalls Ausmerzung bestimmte Unterkreatur. … Schon im Kloster hat Lanz das Prinzip seiner Neutempler-Lehre aufgestellt: Das Dogma von den Blonden oder "Asingen" (vom germanischen Göttergeschlecht der Asen abstammend), den "Heldlingen" oder "Arioheroikern", den Edelrassigen, die über die "Tschandalen", "Äfflinge", "Schädlinge" oder "Schrättlinge" zu herrschen hätten. Wie das Wort "Arier" kommt das Wort "Tschandale" aus falsch angewandten Begriffen der indischen Kastenlehre. … Die Vorfahren hätten noch im Mittelalter die christliche Kirche als ein ariosophisches Institut für sakrale, heroische Rassenzucht angesehen …
In seiner Psalmen-Übersetzung "Die Psalmen teutsch" finden sich übergenug Beispiele krauser Gedankengänge und pseudo-religiöser Verkündigungen … (wie): Bringt dar der artungsreinen Liebe Opfer. .. Seht Fraujas Engel donnern über Echsen. Seht ihn mit ihrer Flut im Artenkriege… Der Zufluß an Geld war bedeutend: Die Neutempler konnten sich Burgen und Felsenkapellen kaufen, wo sie in weißer Gewandung ihre "Gralsfeiern" abhielten. Auf den Zinnen der von Lanz erworbenen und restaurierten Ruine Werfenstein (Donau) hißte der Ordensprior bereits zu Weihnachten 1907 eine Hakenkreuzfahne. Dort auf Werfenstein vor allem leisteten die "Templeisen" ihre Schwüre, die sie zur "rassischen Entsühnung" und zur "Aufblondung" der Menschheit verpflichteten. … Die Interessenten kauften "Arier-Postkarten" …. (In der)… Zeitschrift "Ostara" …vertraten Lanz und einige seiner Gesinnungsgenossen Thesen, die sich später in der sogenannten nationalsozialistischen Ideologie wiederfanden. Als Zweck des Blattes wurde formuliert: "Die 'Ostara' ist die einzige und erste Zeitschrift für asische Artung und Herrenrecht, die die Ergebnisse der Rassenkunde tatsächlich in Anwendung bringen will, um die sozialistischen und feministischen Umstürzler wissenschaftlich zu bekämpfen und die asische Edelrasse durch Reinzucht vor dem Untergang zu bewahren."…
In den "Ostara"-Heften - Werbeslogan: "Sind Sie blond? Dann lesen Sie die 'Ostara'" - wurde nahezu alles Gute und Brave als ein Werk der "Blonden" geschildert, alles Böse als ein Werk der rassisch Unreinen oder solcher Leute, deren Rasse als der blonden unterlegen angesehen wurde. Krankheit und Mißbildung galten zum Beispiel - wie später auch den Nationalsozialisten - als üble, notwendige Folge von Blutvermischung; Gesundheit und künstlerisches Ingenium waren allein das Werk reinrassiger Blonder, wobei Lanz, auch darin den Schullehrbüchern des späteren Dritten Reiches immerhin ähnlich, die Reinrassigkeit an der Form der Fußsohlen, ja sogar an den Gesäßkonturen entdecken wollte. …
Die Verbindungsfäden des Lanz liefen bis zum nordamerikanischen Ku-Klux-Klan, dessen Vermummungs-Ritual Parallelen zum Ritual der Neutempler zeigt. Aber auch namhafte europäische Zeitgenossen suchten mit Lanz Kontakt, Männer aus dem Kreis um Stefan George oder, brieflich, der schwedische Dichter August Strindberg (1849 bis 1912). Mit dem britischen Lord Kitchener (1850 bis 1916) hat Lanz korrespondiert: Er lobte ihn für die Tötung vieler schwarzer Schrättlinge im Mahdi-Krieg*. …
Wilfried Daim weiß zu berichten, daß Hitler in seiner Wiener Zeit fast regelmäßig in einem Tabak-Trafik die Nummern der Zeitschrift "Ostara" gekauft habe und daß er auch einmal auf die Burg Werfenstein gepilgert sei. …"Lanz' Religion nimmt im Bereich der großen Religionen ... eine ähnliche Stellung ein wie ein Schundroman unter den Romanen bedeutender Dichter", resümiert Biograph Daim, "man könnte sie mit gutem Recht eine Schundreligion nennen ...". Im Gegensatz zu Lanz der stolz auf seinen Gefolgsmann im Geiste Hitler war, hat sich Hitler allerdings nie zu den Neutemplern bekannt. Im Gegenteil: Adolf Lanz erhielt 1938 Schreibverbot, möglicherweise, weil sich sogar die Nationalsozialisten durch Lanzens abstruse Ideen kompromittiert fühlten."

Regina Zoller, Mai 1994
"Lanz von Liebenfels (1874 - 1954)
Der Schüler und Freund von List, ein ehemaliger Zisterzienser-Mönch, entfaltete eine rege alldeutsche und rassenpolitische Aktivität. Sein 1905 veröffentlichtes Buch "Die Theozoologie oder die Kunde von den Sodoms-Äfflingen und dem Götter-Elektron" propagierte die Verwirklichung der Rasse-Reinheit. Zitat aus Orzechowski (1988:83):"Die niederen Rassen sollen sterilisiert werden, die arische Rasse der Gottmenschen solle sich durch strenge Unterordnung der Frau unter den arischen Mann vermehren. Unverheiratete Brutmütter sollen in Zuchtklöstern von blonden blauäugigen arischen Ehehelfern begattet werden, um Neuarier zu gebären." Unschwer ist hier der später von den Nationalsozialisten verwirklichte "Lebensborn" bereits zu erkennen. Im selben Jahr begann Lanz mit der Herausgabe seiner Broschüre "Ostara, Briefbücherei der Blonden und Mannesrechtler"..."


Über Karl Lueger siehe z.B.: Hitler's Gurus and Models, (c) MCAHIER, 2011, http://schikelgruber.net/gurusB.html
Aus Zeitgründen zunächst ohne Übersetzung. Interessant (außer der oben erwähnten Mitgliedschaft im rassistisch-esoterischen Kreis um Lanz von Liebenfels und seine Vorbild-Wirkung auf Hitler): Luegers Abgrenzung von "big business" einerseits und den "proletarischen" Sozialdemokraten andererseits, sein christlich-sozialer Hintergrund und sein Erfolg als "Volkstribun"; Anti-Immigrations-Populismus und Anti-Semitismus als politisches Werkzeug.

 "The other Viennese politician who became a model hero for Hitler was Karl Lueger … His main enemies were then the "big business" and the "proletarian" Social-Democrats. Additionally he put on the list the "immigrants", generally from austro-hungarian provinces. …
In 1887, he joined the fights of the Christian Social Association who was for a "re-Catholization" of Austria which implied a split with his Jewish mentor and friend Dr.Mandl. He soon became leader of the Association known as "The Anti-Semites" and as of 1893 it turned it into a powerful party called the Christian-Socials. The fading star of Schönerer ... helped him to secure his goals and he banked on his downfall to promote anti-semite slogans like "Greater Vienna must not turn into Greater Jerusalem." A very efficient mayor and a powerful tribune: As mayor, he was extremely bold, audacious and energetic : he implemented a policy of municipalization that extended to trash collection, public transports and ever breweries. He won over the masses with a constant appeal to emotions and instincts that young Hitler did not fail to notice, admire and duplicate later on. He gave the people of Vienna "self confidence" showing them that it was not necessary to be wealthy and educated to have one's say in public life. In Mein Kampf, Hitler wrote that "Lueger had a rare knowledge of men... and excelled in "not trying tio achieve success in pleasing a few scholars or young aesthetes." Nicknamed the "People's tribune", Lueger became a model hero for young Hitler ...
Lueger's anti-semitism was ... probably more used as a political tool than really reflecting his leanings but it paid off : slogans like "anti-semitism would perish but not until the last Jew has perished" certainly left lasting impressions in the public's mind and in young Hitler's as well. The irony is that Hitler wrote in Mein Kampf that Lueger was not anti-semitic enough underlining that "lacking was the conviction that this was a vital question for all humanity, with the fate of all non-Jewish people depending on its solution." One could not better say
that Lueger was not really anti-semitic but rather a shrewd politician who knew how to appeal to masses. Even the Jewish merchant Sigmund Mayer said once to Lueger :"I am not blaming you for being anti-semitic, I am blaming you for not being anti-semitic" (i.e. for lying about your anti-semitism). However Hitler could not fail to notice that Lueger's exaggerations and outrances were paying off.
His inflammatory speeches had a devastating effect on the masses and, as writes Brigitte Hamman in her book (1), 'even if no Jew was killed, people's old prejudices were confirmed by their idol...' "

Karl Lueger (1844-1910), Buergermeister
von Wien und gluehender Antisemit
Bild gefunden auf
 http://www.encyclopedie.bseditions.fr/
article_complet.php?pArticleId=113&ar


Über Hans von Wolzogen (Mitglied sowohl des Bayreuther Kreises als auch der Guido-von-List-Gesellschaft um Lanz von Liebenfels) und die von ihm herausgegebenen "Bayreuther Blätter" siehe z.B. Annette Hein, "Es ist viel Hitler in Wagner, Tübingen, Niemeyer, 1996 (Diss. TH Aachen); Buchbesprechung von Frank-Simon Ritz:
http://www.bsz-bw.de/depot/media/3400000/3421000/3421308/97_0281.html


als Fastnachtspiel des Wagnerianers Hans von Wolzogen
von KA ZAENKER - 2002 - ("Eine Heidin ist's, ein Zauberweib," .... Am Ende ist es doch ein Unterschied der Rassen" ...
utpjournals.metapress.com/index/c6v665m1h2r72208.pdf


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"Alles über Wien"? Ich hoffe doch nicht.
Oder was soll man von einigen der Kommentare auf der so betitelten Webseite halten
http://www.vienna.at/kommentare/harryu

wie, ganz in der Tradition des Lanz von Liebenfels:

"harryu17.02.2011 15:21 Ich finde es nicht gut, dass diesen Moslem-Halbmenschen ihre Diktatoren abhanden kommen. Auf diese Sodoms-Schrättlinge muss einfach ein Deckel draufgehalten werden, sonst werden sie frech und übermütig. Die ersten tausend Tunesier sind ja schon in Italien und täglich werden es mehr... "


Von "Schrättlingen" und Wewelsburg ist auch auf einem "Thule-"Forum die Rede:
http://www.thule-gesellschaft.org/index.php?option=com_phocaguestbook&view=phocaguestbook&id=1&Itemid=108


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Aus einer Buchbeschreibung gefunden im Internet-Antiquariat Abebooks
http://www.abebooks.com/servlet/BookDetailsPL?bi=8253514205&searchurl=an%3DGobineau%252C%2BArthur%2BGraf%2Bvon%253A

Die Renaissance. Gobineau, Arthur Graf von.
Bookseller: BOUQUINIST (München)

"Historische Szenen. Aus dem Französischen von Georg C. Lehmann. Originaltitel: La Renaissance. ... Berlin : Deutsche Buch-Gemeinschaft DBG, [1925]. ... Joseph Arthur de Gobineau (* 14. Juli 1816 in Ville-d’Avray bei Paris; † 13. Oktober 1882 in Turin) war ein französischer Diplomat und Schriftsteller, der durch seine Theorie der arischen Herrenrasse und der Schädlichkeit der Rassenmischung bekannt wurde. . Gobineau bewunderte Richard Wagner. Gleichzeitig machte er auf diesen großen Eindruck mit seinem 4-bändigen Essay über die Ungleichheit der Menschenrassen (Essai sur l’inégalité des races humaines, 1853-1855), in dem er die Überlegenheit der „arischen Rasse" zu begründen versuchte. Eine wesentliche Basis seiner Überlegungen bildete die biblische Chronologie einer etwa
6000-jährigen Menschheitsgeschichte, welche er mit anthropologischen und
physiologischen Ansichten seiner Zeit verband ... Er ging von einer vollkommenen „Urrasse", nämlich der „nordischen", „arischen" oder „germanischen Rasse" aus, der er zwei weitere Primärrassen (die gelbe und die schwarze) beiordnete.
Hierarchisch hielt er die weiße Rasse der gelben, und die gelbe Rasse der schwarzen für vorangestellt. Mischungen zwischen den Rassen sah er pessimistisch für weitverbreitet und stets zum Nachteil der höheren Rasse an. Insgesamt würde die Menschheit durch Vermischung in ihrer Qualität gemindert. Noch am unverfälschtestem habe sich die weiße Urrasse in Skandinavien und im französischen Adel gehalten, während die Deutschen nach Gobineaus Meinung lediglich eine Mischung aus Kelten und Slawen darstellten ... Das Werk wurde dennoch von Karl Ludwig Schemann, einem Mitglied des Bayreuther Kreises um
Cosima Wagner, ins Deutsche übersetzt und nahm Einfluss auf Cosima Wagners
Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain, der Gobineaus Grundgedanken um einen
verstärkten Antisemitismus ergänzte."




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"Survival of the Fittest" und "Rassenreinheit"

"One of the foundations of Hitler's social policies was the concept of racial hygiene. It was based on the ideas of Arthur de Gobineau, a French count, eugenics, a pseudo-science that advocated racial purity, and social Darwinism. Applied to human beings, "survival of the fittest" was interpreted as requiring racial purity and killing off "life unworthy of life." The first victims were children with physical and developmental disabilities; those killings occurred in a programme dubbed Action T4. After a public outcry, Hitler made a show of ending this program, but the killings in fact continued (see Nazi eugenics).
Between 1939 and 1945, the SS, assisted by collaborationist governments and recruits from occupied countries, systematically killed somewhere between 11 and 14 million people, including about six million Jews, in concentration camps, ghettos and mass executions, or through less systematic methods elsewhere. In addition to those gassed to death, many also died as a result of starvation and disease while working as slave labourers (sometimes benefiting private German companies). Along with Jews, non-Jewish Poles (over three million), communists or political opponents, members of resistance groups, homosexuals, Roma, the physically handicapped and mentally retarded, Soviet prisoners of war (possibly as many as three million), Jehovah's Witnesses, Adventists and Neopagans, trade unionists, and psychiatric patients were killed. One of the biggest centres of mass-killing was the extermination camp complex of Auschwitz-Birkenau. Hitler never visited the concentration camps and did not speak publicly about the killing in precise terms."


http://www.squidoo.com/Hitler-2



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Wagner & Hitler
copyright © 2000, 2002 by Larry Solomon
Wagner's Racist Operas, the Blinding Truth
http://solomonsmusic.net/WagHit.htm

All Jews should be burned at a performance of Nathan the Wise.{1}
Only one thing can redeem you (Jews) from the burden of your curse: the redemption of Ahasverus -- total destruction.{2}
"cursed Jew-scum" {3}
I have cherished a long repressed resentment about this Jew money-world, and this hatred is as necessary to my nature as gall is to blood.{4}
By removing [Jewish] vermin, I don't necessarily mean destroying them . There are many ways, systematic, and comparatively painless, or at any rate bloodless, of causing races to vanish. We may take systematic measures to dam their great natural fertility. By doing this gradually and without bloodshed, we demonstrate our humanity.{5}
The Jew is the parasite in the body of other nations.{6}
The Jew must not be destroyed, because then "we should have to invent him. It is essential to have a tangible enemy, not merely an abstract one."{6b}
Which of the above statements were by Adolf Hitler (1889-1945) and which were by Richard Wagner (1813-1883)? Most would agree that all of these statements share he brand of racism, and they use "Jew" as an expletive. It would come as no surprise if we discovered that they were all Hitler's. Hindsight is always the best sight, but the fact is that all but the last three came from Wagner.


Die letzten drei dieser antisemitischen Tiraden sind von Hitler. Weniger bekannt: Er bruestete sich damit, er wolle “ohne Blutvergiessen”, naemlich durch systematische Massnahmen zur Eindaemmung der angeblich “grossen natuerlichen Fruchtbarkeit” der Juden, das “Ungeziefer” zum Verschwinden bringen. (5) Und: Wenn es die Juden nicht gaebe, muesste man sie erfinden; denn es sei wichtig, einen Feind zum Anfassen zu haben, nicht nur einen abstrakten Feind. (6)
Die ersten vier antisemitischen Hass-Sprueche (“scum”, Abschaum) etc. klingen so, als seien sie ebenfalls von Hitler – aber sie sind von Richard Wagner.



Hitler als Lohengrin
Zeitgenoessisches Gemaelde (Maler unbekannt)
Gefunden auf
http://solomonsmusic.net/WagHit.htm







Siegfried schmiedet sein Schwert
Aus dem Nibelungen-Film von Fritz Lang, 1924
Gefunden auf
http://batboyreads.blogspot.com/2012/11/cantar-de-los-nibelungos_16.html


 







Arien für Arier - Nachrichten - DIE WELT
  1. Apr 28, 2013 - Die Nation berauscht sich am Wagner-Jahr. Und stilisiert einen der einflussreichsten deutschen Antisemiten nebenbei zum Kämpfer für Freiheit ...

 

Kommentare:

  1. „Die Rassen sind kulturell verschiedenwertig und können nach Schemann u.a. in einer "hierarchischen Gliederung" geordnet werden. Am höchsten steht die nordische Rasse.“
    Dr. Arthur Neuberg, Das naturwissenschaftliche Weltbild der Gegenwart. Göttingen, Vandenhoek & Ruprecht, 1944 (4. Auflage)
    Siehe den Post "Anstelle eines doktrinären Allgemeinbegriffes 'Menschheit' .... “

    Schemann, auf dessen “hierarchische Gliederung der Rassen” Neuberg sich hier bezog, gehörte zum Bayreuther Kreis.


    Karl Ludwig Schemann (aus Wikipedia; gekürzt)

    Karl Ludwig Schemann (1852 – 1938) war Übersetzer und Rassentheoretiker. Bekannt wurde er als Übersetzer der Schriften des französischen Kulturtheoretikers und Schriftstellers Arthur de Gobineau ... Gleichzeitig war er Propagandist von dessen Rassenlehre. Schemann war der Ansicht, die Kulturleistungen Europas - und darüber hinaus - seien primär von arischen Menschen erbracht worden. ... Schemann war von 1875 bis 1891 Bibliothekar in Göttingen.
    Er gründete 1894 die Gobineau-Vereinigung, deren Vorsitzender er bis 1920 war.
    Mit Adolf Bartels, Arthur Moeller van den Bruck, Houston Stewart Chamberlain, Henry Thode und Hermann Hendrich gehörte Schemann zu den Gründern des völkischen Werdandi-Bundes und war Mitglied des Bayreuther Kreises um Richard und Cosima Wagner.
    Schemann war Mitglied der deutschen Gesellschaft für Rassenhygiene und wurde 1928 öffentlicher Förderer der Nationalsozialistischen Gesellschaft für deutsche Kultur. 1933 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Freiburg ernannt. 1937 wurde er Ehrenmitglied des nationalsozialistischen Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands und von Adolf Hitler mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.
    Sein Nachlass befindet sich in der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.

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    1. „Nur dann vermag die todkranke deutsche Kunst zu gesunden, wenn die harte Germanenfaust aus völkischen Empfindungswuchten mythisch-mächtige Walkürenwolken gestaltet und aus düsterem deutschem Gestein Rolandstatuen edlerer Begrifflichkeiten ahnungsvoll und sagenfreudig erzeugt.“

      Aus dem Gründungsaufruf des Werdandi-Bundes (1907)
      Quelle: Wikipedia)

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    2. Moeller van den Bruck, Mitbegruender besagten Werdandi-Bundes mit Houston Stewart Chamberlain und anderen, praegte den Begriff vom "Dritten Reich". Sein Biograf Paul Fechter, der ihn auch persoenlich gut kannte und bewunderte, war ein Foerderer des Arzt-Schriftstellers Hans-Christian Sarrazin, des Vaters von Thilo Sarrazin.

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    3. Merkzettel
      Soziale Netzwerke

      Karl Ludwig Schemann (1852 – 1938)
      Gobineau-Uebersetzer, Rassenideologe; Zusammenarbeit mit Houston Stewart Chamberlain, Bayreuther Kreis (siehe Post u. Kommentar oben)

      Karl Friedrich Schemann
      Philologe, Verfasser von “Die Synonyma in Beowulfsliede”, Dissertation, 1882 (1)
      Wahrscheinlich identisch mit “Schemann, Fr., Dr. phil., Mitglied der Marburger Burschenschaft Rheinfranken “seit dem Wintersemester 1884/1885 [MGV. 1913]” (2)
      Mit Karl Ludwig Schemann wahrscheinlich verwandtschaftlich verbunden (Bruder?)

      Gregor Sarrazin (1857 – 1915)
      auch Gregor Ignatz Sarrazin
      Philologe, Verfasser von BEOWULF-STUDIEN. EIN BEITRAG ZUR GESCHICHTE ALTGERMANISCHER SAGE UND DICHTUNG, 1888. (Dr. Phil. GREGOR SARRAZIN PRIVAT-DOZENT AN DER UNIVERSITÄT KIEL). Bezieht sich in dem Werk auf “K. Schemann’s Abhandlung”. (3)
      Wie “Fr. Schemann” Mitglied der Marburger Burschenschaft Rheinfranken, “Universitätsprofessor, geistiger Mentor und Ehrenmitglied”.
      Verbunden mit Karl Friedrich Schemann a) ueber Arbeit am gleichen, sehr speziellen Thema; b) wahrscheinlich auch als Mitglied der gleichen Burschenschaft. (2)

      Hans-Christian Sarrazin (geb. 1914)
      Arzt, langjaehriger “Gutachter fuer die Sozialgerichte”, Schriftsteller (als socher gefoerdert von Paul Fechter, Biograf von Moeller van den Bruck, der den Begriff “Drittes Reich” praegte).
      Vater von Thilo Sarrazin.
      Enge familiaere Beziehung zu Gregor Sarrazin und dessen Frau Frances geb. Stearne ist wahrscheinlich. (Eltern? Trotz des Altersunterschieds von 57 Jahren zwischen Gregor und Hans-Christian Sarrazin sprechen einige Anhaltspunkte dafuer.) (4)

      (1) http://archive.org/details/diesynonymaimbe00schegoog
      (2) http://www.mitglieder.rheinfranken.de/
      (3) http://archive.org/details/beowulfstudienei00sarruoft
      (4) http://guttmensch.blogspot.com/2012/03/mehr-zum-thema-nostalgie.html(Kommentar zu Gregor Sarrazin)

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  2. Wagner publizierte seine Hetztirade "Das Judentum in der Musik" erst unter dem Pseudonym "K. Freigedank".

    http://mason.gmu.edu/~mmoravit/clioiiwebsite/design.html

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  3. Houston Stewart Chamberlain: Hitler’s “Fjordman”

    Hitler bekam aus dem Hause Wagner fuer “Mein Kampf” nicht nur Papier in den Knast geliefert (von Winifred Wagner). Geschickt verwandte er Mythen aus Wagner-Opern (prototypisch: das Siegfried-Motiv) und bezog sie auf sich –darin bestaerkt vom Wagner-Clan. Ausgiebig uebernahm er Ideen von Wagners Stief-Schwiegersohn, dem Rassenideologen Houston Stewart Chamberlain; fast woertlich auch ganze Textpassagen. Obwohl Hitler in “Mein Kampf” auch von anderen Eugenik- und Rassenideologen reichlich abkupferte und z.B. auch, ueber Rudolf Hess, mit Zulieferungen von Karl Haushofer versorgt wurde, sticht Chamberlain als Ideengeber besonders hervor. (Daher in der Ueberschrift der Vergleich mit “Fjordman”, aus dessen Texten der Norwegen-Attentaeters Breivik fuer sein von ihm “Kompendium” genanntes Bekenner-Pamphlet “2083” besonders ausgiebig schoefte).
    Mit dem Thema, wie der Bayreuther Kreis um Richard Wagner dazu beitrug, Hitler den Weg zu bahnen, beschaeftigte sich Peter Viereck in einem Buch, das bereits 1941 erstmals erschien und zuletzt 2004 neu herausgegeben wurde (jeweils in englischer Sprache).

    Peter Viereck: Metapolitics: From Wagner and the German Romantics to Hitler, Transaction Publishers, 2004

    Auszuege / Extracts

    “Whole long passages of “Mein Kampf” on the need for a Fuehrer, war, and racism, are borrowed from Chamberlain, Wagner’s English son-in-law. […] Hitler has had d a street in Berlin named for Chamberlain. The only catch is that, after Britain took up arms to defend Poland, the official Nazi news agency had to announce to the German people that Chamberlainstrasse referred to Houston and not to Neville.
    The Nazi excuse for the 1918 defeat was that her unbeatable armies were stabbed in the back by the Jews and democrats at home. Why did Germans swallow this propaganda with such gullible gusto? Because, explains Elmar Davis, “three generations of Germans have been conditioned by [Wagner’s] Ring opera to the conviction that the German hero can never be struck down except by a stab in the back”, such as dark Hagen administered to blond Siegfried. Because of the “parliamentary footpads”, to quote Hitler’s own words, “the warring German Siegfried received a stealthy stab in the back”.
    Hitler says of the first meeting of the Nazi party: “Out of its flames was bound to comes the sword which was to regain the freedom of the German Siegfried.” With this Siegfried motif he concludes the first volume of his autobiography. During the years of the German Republic, when Versailles still kept Germany partially disarmed, opera audiences went wild with enthusiasm over the symbolic scene where Siegfried forges the German sword.”

    […] “we as Aryans can only picture the state as the living organism of a nationality” [Hitler wrote in “Main Kampf”].


    (From pages 137 – 139; Chapter “Wagner Plus Hitler”)

    http://books.google.co.ke/books?id=xJS44lXfKvYC&dq=chamberlainstrasse&source=gbs_navlinks_s

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    1. Apropos Houston und Neville Chamberlain:

      Laut Guardian (in einem Artikel vom 20.8.2005 beilaeufig erwaehnt) waren sie Vettern.

      (http://www.guardian.co.uk/books/2005/aug/20/featuresreviews.guardianreview8)

      Also doch. Anhaltspunkte dafuer waren schon lange vorher bekannt, jedoch wurde ein Verwandtschafts-verhaeltnis jahrzehntelang bestritten.

      Wohl auch deshalb, weil die Frage, warum Neville Chamberlain Hitler so weit entgegen kam (Stichwort “Appeasement”) immer noch sehr sensibel ist. Naive Friedenssehnsucht sei der einzige oder hauptsaechliche Grund gewesen, ist heute noch die vorherrschende Erklaerung. Dass es auch ideologische Schnittmengen gab und nicht wenige Mitglieder der britischen Aristokratie Faschismus und Rassen-ideologie ausgesprochen cool fanden, wird in der “Mainstream Geschichtsforschung erst seit wenigen Jahren, ganz allmaehlich und zoegerlich, thematisiert.

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    2. HS Chamberlains jüngerer Bruder Basil Hall Chamberlain war Japanologe.
      http://en.wikipedia.org/wiki/Basil_Hall_Chamberlain

      Es ist nahe liegend zu vermuten, dass er Kontakt mit Karl Haushofer hatte (s. Stichwort Haushofer auf diesem Blog).

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    3. Chamberlain ... agreed with Charles Darwin about uncontrolled racial mixing: „Free crossing obliterates characters“. ...

      According to Chamberlain's biographer, prof. Geoffrey G. Field, „Hitler, Hess, Goebbels, Eckart, Himmler, von Schirach, and above all Rosenberg had read Chamberlain and professed to have been influenced by him. Hans Kerrl, the Minister for Church Affairs, and Hans Schemm, the Bayreuth schoolmaster who became Bavarian Kultusminister, were also firm admirers, while Nazi intellectuals such as Hans F. K. Günther, Alfred Bäumler, Walter Frank, Ernst Krieck, and the Nobel physicist Philipp Lenard showered him with filial respect.“
      Other admirers were Lord Redesdale, Winston Churchill, D. H. Lawrence, the American senator Albert J. Beveridge, Nobel prize winner Albert Schweitzer, and the Dutch mystic philosopher P. H. Hugenholtz.

      http://www.hschamberlain.net/biography_en.html

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    4. Lord Redesdale also translated Chamberlain's book Immanuel Kant, and Chamberlain credited him with the translation of the Grundlagen, although this book was officially translated by John Lees. See Chamberlain's letter to Emperor Wilhelm II, Dec. 18th, 1913. Winston Churchill: see G. G. Field's Evangelist of race, p. 463. David Herbert Lawrence: see Emile Delavenay's D. H. Lawrence: the man and his work: the formative years 1885-1919. Senator Albert J. Beveridge: see Chamberlain's letter to H. Bruckmann, Feb. 11th, 1915. Albert Schweitzer: see Schweitzer's book Aus meinem Leben und Denken, p. 30. Petrus H. Hugenholtz: see Hugenholtz' book Ethisch Pantheisme, p. 279.
      http://www.hschamberlain.net/biography_en.html

      Lord Redesdale - 2nd Baron Redesdale - war der Vater von Unity Valkyrie MITFORD. Unity war auch eine Verwandte von Clementine Hozier, der Ehefrau von Sir Winston Churchill.
      Im Juni 1933 lernte Unity ihren späteren Schwager Sir Oswald Mosley näher kennen. Sie war begeistert von dessen Ideen und schloß sich der am 1.10.1932 von Mosley gegründeten „British Union of Facists“ (BUF) an.
      Nach ihren Aufzeichnungen hat Unity zwischen 1935 und 1939 Hitler weit über hundertmal getroffen. Unity war ständiger Ehrengast Hitlers bei allen großen Partei- oder anderen Veranstaltungen. Sie gehörte zur High-Society des NS-Regimes. Auf mehreren Reisen Hitlers war sie Teil seines Gefolges, so daß sie Hitlers Adjutanten statt Mitford nur „Mitfahrt“ nannten.

      Siehe Zitat aus adel-genealogie.de in der Kommentar-Sektion auf
      http://guttmensch.blogspot.com/2013/05/harvard-und-der-holocaust_27.html

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    5. Korrektur:
      Der Lord Redesdale, der ein Opus von H.S. Chamberlain übersetzt hatte, war nicht der Vater, sondern der Großvater von Unity Mitford und ihren Schwestern (1st Baron Redesdale).

      "Mosley’s first wife was Lady Cynthia Curzon, daughter of Lord Curzon, one of the great political figures of his day. Their wedding, in May 1920, was a major social event, attended by members of Europe’s royal families, including George V and Queen Mary. Mosley was distantly related to the Bowes-Lyon family, and hence to Elizabeth Bowes-Lyon, the late Queen Mother. Lady Cynthia was a convinced socialist, but after her death Mosley married Diana Mitford, a fascist and anti-Semite.

      Mitford’s grandfather, the first Baron Redesdale, was an admirer of the renegade Englishman Houston Stewart Chamberlain, who went to Germany and became one of the most important proponents of racial theory; Redesdale translated his Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (The Foundations of the Nineteenth Century) (1899), a seminal work in the ideology of ‘Aryan’ racial superiority, into English. Mitford’s father, the second Baron, has gone down to posterity as ‘Farve’, the amiably eccentric father of the Mitford girls. In fact, he was a fervent xenophobe and anti-Semite. In 1939, he joined the Right Club, whose logo consisted of an eagle swooping on a snake and the letters ‘P.J.’, for ‘Perish Juda’.

      A degree of sympathy for Hitler’s regime was fairly widespread among the British social and right-wing political establishment, who saw in him a bulwark against Bolshevism, which they instinctively associated with Jews. They broadly approved of Hitler’s alleged re-establishment of ‘law and order’ and his apparent restoration of German national unity and pride. Kazuo Ishiguro memorably captured this type of thinking in his novel The Remains of the Day (1989), in the figure of the politically naïve aristocrat Lord Darlington, who attempts to broker a deal between the British government and the Nazi ambassador, von Ribbentrop."

      http://www.ajr.org.uk/index.cfm/section.journal/issue.Jan10/article=4293

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  4. HS Chamberlain vertrat (wie Beddoe, s. Stichwort auf diesem Blog), die Ansicht, Juden und “Neger” stuenden sich genetisch besonders nahe.

    Quelle
    Claudia Bruns: Antisemitism and Colonial Racism. In: Racisms made in Germany, edited by Wulf D. Hund, Christian Koller, Moshe I. Zimmermann, 2011 (p. 115)
    http://books.google.com/books?id=pkBH3LlRYeUC

    Aus der Inhaltsuebersicht dieses Buches, das mir recht insgesamt lesenswert erscheint (wenn man sich von z.T. ein bisschen viel Soziologen-Jargon nicht abschrecken laesst):

    Racisms Made in Germany: Without Sonderweg to a Rupture in Civilization * Between Jew-Hatred and Racism: The German Invention of Antisemitism * It Must Come from Europe: The Racisms of Immanuel Kant * Antisemitism and Colonial Racism: Transnational and Interdiscursive Intersectionality * Racist Fantasies: Africa in Austrian and German African Studies * From Disagreement to Dissension: African Perspectives on Germany * Purification of the National Body: Racial Policy and Racial Murder in the Third Reich * Between Race and Class: Elite Racism in Contemporary Germany * Racism Analysis in Germany: The Development in the Federal Republic, 1949-1990

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  5. Sehr nützliche Darlegung :) Hatte schon eine Weile danach gesucht.
    Ausgesprochen guter Artikel. Ich hab schon diverse Mal hier vorbeigeschaut und bin immer inspiriert.
    Danke exzellent.

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  6. Aus dem Angebot von Hermann Historica - Internationales Auktionshaus für Antiken, Alte Waffen, Orden und Ehrenzeichen, Historische Sammlungsstücke (2008)


    WEIMARER REPUBLIK
    The Wagner family and the Bayreuth Festspielhaus 1900 - 1930.

    A private photo album with numerous autographs from the estate of the director of the Bayreuth Festival management, Friedrich Wilhelm Schuler, period approx. 1900 - 1930.
    More than 100 photos and picture postcards with 40 autographs
    dedicated to the Schuler family. The autographs are from Siegfried Wagner (1869 - 1930/13 autographs), his wife Winifred (1897 -
    1980/seven), his sister Eva Chamberlain (1867 - 1942/five) and the
    legendary longtime choirmaster Hugo Rüdel (two), the famous sopranos
    and Wagner interpreters Anna von Mildenburg (1872 - 1947/two) and
    Louise Grandjean (1870 - 1934), the singer Carl Müller and the
    author Dr. Michael Georg Conrad (1846 - 1927), 1896 - 1898 national-liberal representative of the Reichstag.
    The predominantly private pictures vividly tell the story of the Wagner family and of the festival theatre. Portraits of Cosima,
    Siegfried, Winifred Wagner, Eva and Houston Chamberlain, Mr and Mrs
    Klindworth (Winifred's foster parents), several family photos with
    the children Wieland, Friedelind, Wolfgang and Verena, rare photos
    of the festival theatre, of famous visitors (among others Crown
    Princess Rupprecht talking to Cosima Wagner), group photos of the
    festival ensemble and artists such as Emmy Krüger, Engelbert
    Humperdinck and the generous benefactor of the festival theatre and
    Siegfried's former guardian Adolf von Gross as well as pictures of
    Hitler's visits to Bayreuth (among others Hitler in party uniform,
    kissing Winifred's hand).
    Especially the numerous unpublished photos make this album an extremely interesting historical document of a period, which was
    very exciting and partly also difficult for the Wagner family and
    the festival theatre. The marriage of Siegfried and Winifred 1915
    was succeeded by a few happy years during WW I, which the Wagners
    endured well due to generous foreign gifts and donations. From 1919
    assets as well as income decrease, and in 1924 the renovation of the
    festival theatre and the intended resumption of the festival
    activities requires additionally about 6 to 7 million Marks, leading
    to an aggravation of the situation, which was especially intensified
    by family disputes and disagreements with benefactors and friends.
    In spite of numerous donations from Europe and especially from the
    United States (a country Siegfried Wagner berates shortly before in
    a postcard to Lt. Wolfgang Schuler (transl.): "Too bad that the
    brilliant submarine war has again ceased completely, probably out of
    kind consideration for the 'sympathetic' bl...A...icans"), the situation even worsens due to the world economic crisis and the inflation in Germany. Only Hitler's interest and the support of party friends and benefactors revive the festival activities and with them the income of the Wagners until Siegfried's death in 1930.
    Provenance: Hermann Historica, auction 51, lot 3001

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    1. Die Prinzessin Rupprecht spricht mit Cosima Wagner (s.o.).

      Prinz Rupprecht von Bayern war Mitglied des “Sovereign Order of Saint John in Jerusalem - Knights of Malta” (OSJ). Er trat dem Orden 1926 bei, im gleichen Jahr wie Lord Alfred Douglas und der antibolschewistisch-antisemitische Nazi-Sympathisierer Charles L. Thourot Pichel (siehe Stichwort “Rupprecht)” auf diesem Blog).

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  7. Merkzettel

    Luger war gluehender Antisemit. Es waere interessant, auch einmal der Frage nachzugehen, ob er auch ein Vordenker der heutigen Muslimen-Hasser vom Typ "Gates of Vienna" war, die sich in der Tradition der historischen Abwehr der Tuerken vor den Toren von Wien sehen.

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  8. Vorreiter der Vernichtung?: Eugenik, Rassenhygiene und Euthanasie in der österreichischen Diskussion vor 1938
    Heinz Eberhard Gabriel
    Böhlau Verlag Wien, 2005

    http://books.google.de/books?id=srisEhKhmssC&hl=de

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  9. Netzwerke der Forschung. Die historische Eugenikbewegung und die moderne Humangenomik im Vergleich
    Christian Grimm - 2012

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  10. Germany's Emperor Wilhelm II invited Chamberlain to his palace at Potsdam. Wilhelm was delighted by the Englishman who had praised the Germanic race to the skies, and in a letter to Chamberlain he wrote: „It was God who sent the German people your book and you personally to me“ (6). Chamberlain became Wilhelm II's friend and counsellor. In one of his letters Chamberlain advised the Emperor:
    „Deutschland [...] kann dahin gelangen, die gesamte Erdkugel (teils unmittelbar politisch, teils mittelbar, durch Sprache, Kultur, Methoden) zu beherrschen, wenn es nur gelingt, beizeiten den 'neuen Kurs' einzuschlagen, und das heißt, die Nation zum endgültigen Bruch mit den angloamerikanischen Regierungsidealen zu bringen. Die Freiheit, die Deutschland braucht, ist die [...] unbeschränkte Freiheit des Denkens, der Religion, der Wissenschaft — nicht die Freiheit, sich selber schlecht zu regieren.“(„Germany [...] can achieve complete control of the world (partly by direct political means, partly by language, culture, methods), only if it succeeds in taking a new direction in time, which means the final rupture with Anglo-American ideals of government. The freedom that Germany needs is the [...] unlimited freedom of thought, of religion, of science — not the freedom to rule itself badly.“)

    http://www.hschamberlain.net/biography_en.html

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  11. Wagners Schwiegersohn – Hitlers Vordenker: Houston Stewart Chamberlain (01.08.2015) [WDR 3]

    Mehr als vier Jahre lang hat Udo Bermbach damit verbracht, Leben und Werk von Houston Stewart Chamberlain zu erforschen – einer Person, die im öffentlichen Diskurs längst keine Rolle mehr spielt, weil sie als Wegbereiter des Nationalsozialismus und des Antisemitismus gilt. Wie jedoch konnte es dazu kommen, dass jemand wie Chamberlain, der tief im Denken des späten 19. Jahrhunderts verwurzelt ist, sich in einem geistigen Klima wohlzufühlen beginnt, das nachher für Terror und Vernichtung steht?

    Wer sich mit Chamberlain beschäftigt, betritt automatisch das weite Feld der Ideologiegeschichte. Dort nimmt seine Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners einen zentralen Raum ein, nicht nur, weil Chamberlain eine Biographie über den Komponisten geschrieben hat, die über mehrere Jahrzehnte als Standardwerk gegolten hat. Auch mit dem so genannten "Bayreuther Gedanken", den er entscheidend geprägt hat, ist es Chamberlain gelungen, maßgeblich Einfluss zu nehmen: die Begegnung mit Wagners Kunst soll für eine "wahre Kultur des Geistes" stehen und damit auch weltanschaulich die Menschen prägen.
    Buch-TippBuch-Cover
    Houston Stewart Chamberlain
    Wagners Schwiegersohn – Hitlers Vordenker
    Udo Bermbach
    Verlag: Metzler

    http://www.wdr3.de/musik/sinfonischemusikbeiwdr3/houston-stewart-chamberlain-100.html

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  12. Lord Kitchener (s. Post) kommt auch in dem NS Propagandafilm "Ohm Krüger" vor.

    Aus Wikipedia

    Ohm Krüger gehört mit Carl Peters zu den antienglischen Propagandafilmen der Zeit, in der sich Adolf Hitlers Hoffnung auf einen Separatfrieden mit dem Vereinigten Königreich nicht erfüllte; in ihnen wird England „mit äußerst vulgären Klischees charakterisiert“. ...
    In Ohm Krüger erscheint die Kolonialmacht England als der „brutale Feind jeder Ordnung und Gesittung“, dem jedes Mittel Recht ist – und zu denen die Engländer auch greifen, da sie ansonsten den Kampf gegen das heldenhafte Burenvolk unter seinem patriarchalischen Führer Paul Krüger nicht bestehen könnten. Paradigmatisch dafür ist die Szene, in der englische Geistliche bei einem Gottesdienst Waffen unter Schwarzen verteilen. Dabei entsprechen diverse Methoden, die im Film als englische gebrandmarkt werden (Konzentrationslager, Totaler Krieg), derjenigen der nationalsozialistischen Kriegsführung; der allen militärischen Prinzipien („die vielleicht für normale Verhältnisse taugen, in Afrika aber fehl am Platze sind“) und „Humanitätsduselei“ trotzende englische General Kitchener entspricht Hitler und dessen Vernichtungskrieg.
    Eine Szene im englischen Konzentrationslager, dessen Kommandant an Winston Churchill erinnert, kopiert eine Episode aus Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin; in beiden steht ein Aufstand der Massen gegen die verhasste Autorität, ausgelöst von der Empörung über die Verpflegung, im Mittelpunkt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ohm_Kr%C3%BCger_(Film

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  13. Die Seite wurde mit dieser Suche gefunden; gibt Einblicke in Webseiten, die Lanz von Liebenfels' Esoterik heute noch verbreiten; Bezüge wahrscheinlich auch zur Ideenwelt des Norwegen-Attentäters Breivik

    http://suche.t-online.de/fast-cgi/tsc?sr=ptoweb&q=Brutm%C3%BCtter+sollen+in+Zuchtkl%C3%B6ster+

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