Die Ideologie der Rassenhygiene hatte ihre furchtbarsten Auswirkungen im Nationalsozialismus. Aber sie reicht weiter zurück. Thilo Sarrazin und andere Verfechter der Eugenik-Lehre Francis Galtons stützen sich auf Vorläufer und Erben der NS Rassenhygiene. – Hier werden Informationen zum Thema Menschenrechte statt Eugenik zusammen geführt, um sie für journalistisches und wissenschaftliches Arbeiten, für Unterricht und für zivilgesellschaftliches Engagement leichter verfügbar und nutzbar zu machen.
Dieses Blog durchsuchen
Posts mit dem Label Einwanderungs- und Asylpolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Einwanderungs- und Asylpolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Manfred Weber (* 1972) ist ein deutscher Politiker der CSU. Er ist seit 2014 Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament, dem er seit 2004 angehört. Seit 2015 ist Weber stellvertretender Parteivorsitzender der CSU. Von 2009 bis 2014 leitete Weber die CSU-Grundsatzkommission.
Er kündigte an, 2019 für das Amt des EU-Kommissions-Präsidenten zu kandidieren. Am 5. Januar 2018 sagte Weber bei der jährlichen CSU-Klausur im Kloster Seeon, 2018 sei das Jahr für die „finale Lösung der Flüchtlingsfrage“ auf EU-Ebene. Diese Lösung sei nur mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu erreichen, der zu Gast war.Webers Wortwahl wurde wegen ihres Anklangs an die Sprache des Nationalsozialismus – „Endlösung der Judenfrage“ – kritisiert.[21] Aus Wikipedia (Es gibt auch einen kürzlich aktualisierten englischsprachigen Wikipedia-Eintrag zu Manfred Weber; dieser enthält die Passage über die kritisierte Äußerung nicht).
In der "Welt" und in zahlreichen Kommentaren in sozialen Medien wurden Hinweise auf die Ähnlichkeit zu dem NS Begriff "Endlösung der Judenfrage" als "Boshaftigkeit" bezeichnet. Auch Weber selbst äußerte sich in diesem Sinne. Bei den Kommentaren fällt auf, dass immer wieder betont wird, Weber sei von seinem ganzen Werdegang und seinem Auftreten her alles andere als ein Nazi - so, als werde ihm mit einem Hinweis auf die Ähnlichkeit der Wortwahl unterstellt, ein Nazi zu sein. Dies erscheint mir exemplarisch für die Schwierigkeit, aus der Geschichte zu lernen. Es scheint zu ungeheuerlich und unvorstellbar, dass viele, die in der Zeit der Weimarer Republik und der frühen NS-Herrschaft zur Entwicklung von Parolen wie "Endlösung der Judenfrage" beitrugen, keine Vorstellung davon hatten, welche Dynamik sie damit begünstigten, und wohin sie führen würde. Noch unvorstellbarer scheint es, dass Äußerungen anständiger Menschen von heute mit Äußerungen aus der damaligen Zeit irgendwie in Verbindung gebracht werden dürften - wenn dies doch geschieht, so ist eine verbreitete Meinung, würde dem Betreffenden damit automatisch die Anständigkeit abgesprochen. Darum geht es aber nicht. Der NS-Begriff "Judenfrage" entstand bereits in der Weimarer Zeit und hat einen Vorläufer: "Ostjudenfrage". Dieser Begriff wiederum entstand im Zusammenhang mit der Einwanderung sogenannter "Ostjuden", die auf der Flucht vor Pogromen in osteuropäischen Ländern waren. 1920 wurde in Ingolstadt das erste Abschiebelager für "Ostjuden" eingerichtet. - Siehe dazu auch den vorigen Post.
Nachtrag 08.09.2018:In dem Post "Blaupause Ingolstadt" auf meinem anderen Blog habe ich Informationen zur "Festungs- und Lagergeschichte" von Ingolstadt geordnet, die ich zunächst hier Stück für Stück in ergänzenden Kommentaren zusammen getragen hatte. (Siehe http://zettelmaus.blogspot.com/2018/09/blaupause-ingolstadt-doch-nicht-der.html). Diese fasse ich hier noch einmal stärker zusammen und stelle die Zusammenfassung diesem früheren Post voran.
Zusammenfassung zur Festungs- und Lagergeschichte von Ingolstadt
Wie seinerzeit das erste Abschiebelager für sogenannte
"Ostjuden" ist auch das Transitzentrum in der Max-Immelmann-Kaserne,
das eine "Blaupause" für die im Koalitionsvertrag genannten
Ankerzentren sein soll, im historischen Festungsring um Ingolstadt
untergebracht. Die Forts sind mit Nummernzahlen bezeichnet und z.T. zusätzlich
nach Personen benannt. Erhalten ist heute nur noch eines; Fort Prinz Karl (Fort
VI). Das Gelände des Fort IX bei Oberstimm wurde nach der Zerstörung für die
Neuerrichtung einer Bundeswehrkaserne (Max-Immelmann-Kaserne) genutzt.
Die Kaserne auf dem Gelände des früheren Fort IX, bestehend
aus mehreren Häusern auf dem knapp 40 Hektar großen Gelände, wurde 2015
endgültig geschlossen. Die Gemeinde Manching sicherte sich den Erstzugriff auf
das Kasernengelände.Dort wurde am 1. September 2015 auf einen Beschluss der
bayerischen Staatsregierung hin das das bundesweit erste Lager für
Schnellabschiebungen, die „Ankunfts- und Rückführungseinrichtung I“ errichtet. Sie
ist, z.B. nach den Worten von Bayerns Sozialministerin Emilie Müller, als
„Blaupause“ für weitere Einrichtungen dieser Art („ANKER-Zentren“) gedacht.
Die Geschichte der Stadt, die 1537 zur „bayerischen
Landesfestung“ ausgebaut wurde, ist stark geprägt von einer hohen
wirtschaftlichen und ideengeschichtlichen Bedeutung der militärischen Konfrontation
und Abwehr. In der Region wird Ingolstadt auch heute noch des Öfteren als „die
Schanz" bezeichnet. Bauten des Festungsrings dienten der Abwehr und
Abschreckung. Darüber hinaus wurden sie auch in verschiedenen Phasen der
Geschichte für die Unterbringung und das Festhalten von Personen verwendet, die
als Teil einer Bedrohung angesehen wurden.
Im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurde die Festung
(erstmals) als Kriegsgefangenenlager genutzt. Unter den Gefangenen waren Truppenangehörige
aus französischen Kolonien Afrikas; ein beliebtes Motiv für Maler der Zeit, mit
Bezeichnungen wie „Afrika in Bayern“. Im Ersten Weltkrieg wurde die Festung erneut
Kriegsgefangenenlager. Überliefert ist die Nutzung von Fort VIII, das auch als
Zwischenwerk Manching bekannt war. Aus dieser Zeit stammen Ansichtskarten, die
das Deutsche Reich zum Zweck der Auslandspropaganda auch in französischer und
spanischer Sprache herausgegeben hat. Diese vermittelten negative
Völker-Stereotype. “Kulturbrüder” war ein typischer politisch-abwertender
Kampfbegriff in der deutschen Propaganda. (Die Assoziation „Kulturbereicherer“
liegt nahe.) 1920 errichtete man im Fort Prinz Karl ein Lager, in dem
unerwünschte "Ausländer", unter ihnen vor allem "Ostjuden",
vor ihrer Ausweisung interniert wurden. Bereits im Dezember 1919 hatte sich ein
Abgeordneterder DNVP im Preußischen Landtag dafür ausgesprochen, "Einwanderer
aus dem Osten" in "Konzentrationslagern" unterzubringen und von
dort "sobald als möglich" abzuschieben.“ Der Historiker Dirk Walter kam
(1999) zu dem Schluss, dass die NS-Judenpolitik seit 1933 nicht ohne
Vorgeschichte war. Radau-antisemitische Aktionen von unten und bürokratische
Initiativen von oben hätten sich bereits in der Weimarer Republik wechselseitig verstärkt und einen dynamischen
Prozess in Gang gesetzt. In der aktuellen Diskussion stellt sich die Frage: Wieweit
„darf“ man in politischen Diskussionen „Lehren der Geschichte“ und Überlegungen
zu Kontinuitätslinien mit heran ziehen; zumal, wenn Berührungspunkte zum
Nationalsozialismus ins Spiel kommen? Ein heikles Thema, denn erfahrungsgemäß
droht jede Diskussion, die auch nur entfernt solche Bezüge beinhaltet, in einen
Schlagabtausch zu entgleiten. Thema für einen separaten Post.
Der Festungsring um Ingolstadt und die Lage der Forts
Quelle: Wikimedia Commons
___
Ohne die von Horst Seehofer propagierten „Ankerzentren“ (zuerst
in Ingolstadt 2015) mit Abschiebelagern unseligen Angedenkens (zuerst
in Ingolstadt 1920) gleichsetzen zu wollen: Ein Blick in die Geschichte stimmt
besorgt.
Ingolstadt, 1920
Das 1920 in Ingolstadt errichtete Abschiebelager für
sogenannte „Ostjuden“ war nach Einschätzung des Historikers Dirk Walter (in
seinem 1999 erschienenen Buch „Antisemitische Kriminalität und Gewalt –
Judenfeindschaft in der Weimarer Republik“) Teil eines Geschehens, bei dem sich
radau-antisemitische Aktionen von unten und bürokratische Initiativen von oben
wechselseitig verstärkten und einen dynamischen Prozess in Gang setzten
Zbąszyń (deutsch Bentschen) ist eine Stadt in Polen, ca. 100
km östlich von Frankfurt (Oder).
Ende Oktober 1938 erfolgte die Polenaktion, die Abschiebung
von etwa 17.000 polnischen Juden aus Deutschland. Diejenigen, die in Polen
keine Familienangehörigen bzw. Bekannten hatten, bei denen sie unterkommen
konnten, und diejenigen, denen man die Einreise verweigerte, wurden in Zbąszyń
interniert. Für Herschel Grynszpan, dessen Eltern betroffen waren, war dies
Anlass, in Paris den deutschen Botschaftsmitarbeiter Ernst vom Rath zu
erschießen. Dem nationalsozialistischen Regime diente diese Tat als
Vorwand, um unter dem Motto Rache für den Mord an vom Rath schon lange
beabsichtigte Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland
durchzuführen.
Konzentrationslager - Vor- und Frühgeschichte des Begriffs
In der frühen Weimarer Zeit kam in Deutschland der Begriff "Konzentrationslager" ins Gespräch; dabei ging es um das "Konzentrieren" unerwünschter Ausländer, insbesondere sogenannter "Ostjuden", an Orten, wo man sie gesammelt im Blick haben und von wo aus man sie abschieben wollte. Die furchtbare Bedeutung, die aufgrund der Kenntnis der weiteren Geschichte das Wort heute für uns hat, hatte es damals noch nicht. - Ob man im Zusammenhang mit der Diskussion um "Ankerzentren" auf die Vor- und Frühgeschichte der Konzentrationslager verweisen darf, ist sehr kontrovers.
Aus Wikipedia:
Der Begriff Konzentrationslager steht seit der Zeit des
Nationalsozialismus für die Arbeits- und Vernichtungslager des NS-Regimes.
Vorgängereinrichtungen: ... Im Zuge der angestrebten massenhaften Ausweisung von „Ostjuden“, zumeist Migranten, die vor antisemitischer Verfolgung aus Osteuropa ins Deutschen Reich geflohen waren, ließ die bayerische Regierung 1920 in Ingolstadt und die preußische Regierung 1921 in Cottbus-Sielow und in Stargard in Pommern jeweils ein Konzentrationslager einrichten. Dort wurden zur Abschiebung vorgesehene Ostjuden interniert.
Man kann die Entwicklung der nationalsozialistischen Konzentrationslager in vier zeitlich zu trennende Phasen einteilen (1933–1935, 1936–1938, 1939–1941 und 1942–1945). Diese lassen sich durch die Gruppen der Inhaftierten, den Haftzweck, die Art der Durchführung und die Haftfolgen beschreiben. Stand in der ersten Phase die Einschüchterung und Verfolgung politischer und gesellschaftlicher Gegner der NSDAP im Vordergrund, wurde schließlich die massenhafte Ermordung jüdischer Bürger in ganz Europa (Shoah) zum Hauptziel.
Allein in diesem Jahr ertranken fast 1200 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zukommen. Das entspricht etwa der Größenordnung der Todesopfer der Anschläge vom 11. September 2001. Nicht zu vergleichen ist allerdings die Wahrnehmung in den Medien und in der Öffentlichkeit.
The tragedy playing out in the Mediterranean Sea – nearly 1,200 people drowned so far this year – brings shame to this Europe that acts shocked at violations of democratic rules and human rights. It is easy to blame the xenophobic and populist government of Italy, which has closed its doors to rescue ships, but the hard truth is that the European Union as a whole is ultimately responsible for so much cruelty. A few days ago, EL PAÍS reporter Naiara Galarraga published the story of a migrant from Sierra Leone named Joshua who described the rape, torture, detentions, blackmail, in vivo castrations and other barbaric practices that go on at these nice “disembarkation platforms” where hundreds of migrants, children included, are held. His tale will no doubt sound obscene to Europeans’ delicate ears. Two hundred Libyan Coast Guard officers have been trained to “rescue” those who flee to Europe, and to return them to Libya. The EU pays for their training. Another group of 200 will be trained in the coming months. Only the best are selected, say the authorities, but the non-profits insist that besides their brutal treatment of migrants, many of these officers are in collusion with people smugglers. It’s a perfect circle. What the EU is doing looks a lot like the outsourcing of services that some companies make liberal use of. It is a well-oiled system that enables them to bypass collective bargaining agreements and facilitates staff cuts through simple terminations of business contracts. What’s notable about this case is that the outsourcing leaves it up to a failed state to deal with the dirty work of dissuading Africans from coming to Europe. Other countries are cooperating to stem the immigration flows to the north in exchange for money – Turkey and Morocco, essentially – but handing the same task to a country that cannot guarantee the bare minimum humanitarian standards is not acceptable; that is, unless it finally turns out that the Libyan model is a good match for this new Europe, whose principles are quickly going down the drain. http://www.msn.com/en-xl/europe/life-arts/better-to-drown-than-return-to-libya/ar-BBKT8Fn?ocid=iehp
... Das eigentliche Problem an den Protestierenden in Dresden ist, dass sie selbst keine Demokraten sind. Sie definieren Deutschland offenkundig nicht als Rechts- und Wertegemeinschaft. Das Wort Verfassungspatriotismus ist ihnen dem Sinn nach fremd. Für sie und ähnlich denkende Protestler ist Deutschland zuerst eine Volksgemeinschaft, in der nur derjenige Rechte haben soll, der dem deutschen Volk durch Geburt (und Blut) angehört. So verstehen sie ihren Ruf "Wir sind das Volk". Er schließt den Flüchtling aus, aber letztlich auch jeden anderen, der nicht so aussieht oder denkt wie sie selbst.
Würden diese Leute das Land regieren, wäre es mit dem Pluralismus und der freien Meinungsäußerung wohl bald vorbei. Denn Pegida-Demonstranten, AfD-Sympathisanten und Facebook-Pöbler sind eben keine besorgten Bürger, sondern Menschen mit einem nationalistischen, autoritären und völkischen Staatsverständnis.
Entlarvt werden die angeblich nur "besorgten" Bürger durch ihre Sprache: Der zentrale Begriff, der immer wieder in den rechtsradikalen Foren und bei Protesten auftaucht, lautet "Volksverräter". Er wurde in Dresden den demokratisch gewählten Politikern entgegengerufen. Er entspringt demselben Denken, das die AfD-Vorsitzende Frauke Petry dazu veranlasst hat, unlängst in einem Interview zu erklären, der Begriff "völkisch" solle wieder positiv besetzt werden. ...
Als "Volksverräter" wurden nach dem Ersten Weltkrieg von Rechtsextremen erst all jene Demokraten betitelt, die sich für einen Frieden stark gemacht hatten und für die Weimarer Republik eintraten. Dann führten die Nazis den Begriff ins Strafrecht ein. Fortan konnte jeder als Volksverräter verurteilt werden, der sich gegen die rassisch definierte Idee der "Volksgemeinschaft" auflehnte. Schon die kleinste missliebige Äußerung gegen das NS-Regime war mithin "Volksverrat". In diesem Sinne müsste man den Dresdner Demonstranten entgegenrufen: Wenn ihr mich Volksverräter nennt, bin ich es gerne....
In den neuen Bundesländern haben Politiker viel zu lange Verständnis geäußert für "besorgte Bürger", weil sie um ihre Wiederwahl fürchteten. Auch so konnte rechtsextremes Denken in Teilen der Bevölkerung zum Mainstream werden.
Deshalb ist es wichtig, aufzuklären, Grenzen zu setzen und Grenzüberschreitungen klar beim Namen zu nennen. AfD und Pegida sind groß geworden, weil sie sich einen bürgerlichen Anstrich geben, dabei verbirgt sich hinter der Fassade eben auch der alte braune Sumpf. Und: Rassisten müssen Rassisten genannt werden, Nazi-Vokabular muss Nazi-Vokabular genannt werden.
Mit Freude über
die Rettung einer Gruppe von Flüchtlingen, die in Leicestershire, etwa 180 Kilometer
nordwestlich von London, eingeschlossen in einem Lastwagen fast erstickt wären,
taten sich viele Leser-Kommentatoren auf ZEIT ONLINE schwer. Oft stand die
Kritik an den Lastwagen-Insassen ganz im Vordergrund, und manche Kommentare ließen
erahnen, dass der Schreiber meinte, Ersticken wäre ein verdientes Schicksal
gewesen.
Aus dem Artikel:
Großbritannien:
SMS bewahrt 15 Menschen vor dem Ersticken Eine Gruppe von
Flüchtlingen ist in einem Lkw eingesperrt. Der Sauerstoff wird knapp. Ein
kleiner Junge aus Afghanistan greift zum Handy und rettet 15 Leben.
9. April 2016
Die SMS eines
kleinen Jungen hat eine dramatische Suchaktion in London ausgelöst und 15
Flüchtlingen das Leben gerettet. Sie waren in einem fahrenden Lastwagen
eingeschlossen und drohten zu ersticken. Der Absender der Nachricht war Ahmed,
sieben Jahre alt, aus Afghanistan. …
Die Botschaft erreichte Liz Clegg, die als Freiwillige für die
Hilfsorganisation Help Refugees in Nordfrankreich arbeitet. … Die
SMS war in gebrochenem Englisch geschrieben: "I ned halp darivar no
stap car no oksijan in the car no signal iam in the cantenar. Iam no jokan valla". Clegg verstand sofort: "Ich
brauche Hilfe. Der Fahrer hält nicht an. Kein Sauerstoff im Wagen. Kein Signal.
Ich bin in einem Container. Ich mache keine Witze. Ich schwöre bei Gott." …
Im März hatten sie und andere Freiwillige im Flüchtlingslager im französischen
Calais Hunderte einfache Mobiltelefone an Kinder verteilt, die in dem
armseligen Camp lebten, das "der Dschungel" genannt wird. Für
Notfälle hatten sie eine Nummer eingespeichert. …
Als [Polizisten] … den Wagen aufbrachen, schnappten die Migranten nach
Sauerstoff. …
Die Polizei von Leicestershire teilte mit, 14 Migranten seien unter dem
Verdacht der illegalen Einreise nach Großbritannien festgenommen worden. Ahmed
sei in eine Fürsorgeeinrichtung gebracht worden.
___
Aus einem der moderaten Kommentare, die - im Unterschied zu vielen anderen - die Rettung an sich ausdrücklich als positiv würdigen:
"... Immerhin besser, als wenn sie erstickt wären. Insofern ist das eine gute Nachricht.
Sie hätten sich die Sache allerdings gleich sparen können, wenn sie normal spätestens im ersten, europäischen Land ihren Asylantrag gestellt hätten."
Aus eigenen Kommentaren (BloggerMagga):
#45.1 — 10.04.2014
0
"Sie hätten sich die Sache allerdings gleich sparen können, wenn sie normal spätestens im ersten, europäischen Land ihren Asylantrag gestellt hätten."
Vielleicht haben sie das ja. Aber die Chancen für Flüchtlinge aus Afghanistan sind nicht gut - wohl in keinem der Länder, die an dem US-geführten Militäreinsatz beteiligt sind; auch nicht Deutschland.
Siehe ZEIT ONLINE, 28.10.2015:
Fünf vor acht / Abschiebung
Ausgerechnet Afghanistan
Eine Kolumne von Carsten Luther
... Neun Monate nach dem Abzug westlicher Kampftruppen und der Verlagerung des Einsatzes auf Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte erlebt das Land einen Exodus, der alle Gesellschaftsschichten umfasst. Vor allem die Jungen sehen keine Perspektive mehr. ... Viele verkaufen alles, was sie haben; der Weg nach Europa ist teuer.
Die bisherige Praxis gegenüber Afghanen in Deutschland kam faktisch einem Abschiebestopp gleich. ... Jetzt aber will die Bundesregierung Afghanen, deren Asylanträge abgelehnt wurden, möglichst rasch abschieben. ...
Ob die westlichen Soldaten tatsächlich substanziell zur Stabilisierung beitragen können, wenn sie über 2016 hinaus bleiben, ist eine andere Frage – ihre bisherige Bilanz lässt nicht darauf hoffen. Aber eines wird durch die militärische Einschätzung deutlich: Ein sicheres Herkunftsland ist Afghanistan beim besten Willen nicht. http://www.zeit.de/politi...
Noch zum Thema Abschiebung von Asylbewerbern aus Afghanistan - siehe zum Beispiel:
Kanzleramt macht Druck
Afghanen sollen abgeschoben werden
Die Bundesregierung leitet einen Politikwechsel in einer heiklen Frage ein: Die EU-Kommission soll mit Afghanistan ein Rückübernahmeabkommen für abgelehnte Asylbewerber aushandeln. Auch eine Abschreckungskampagne wird geplant.
25.10.2015, von Thomas Gutschker und Friederike Böge http://www.faz.net/aktuel...
Und Ausschnitt aus der Bundespressekonferenz vom 26. Oktober 2015 mit Fragen und Antworten zu diesem Thema https://www.youtube.com/w...
Könnte es sein, dass manche der von Kritik an den Lastwagen-Insassen beherrschten, wenig Empathie zeigenden Kommentare auch mit einem psychologischen Phänomen namens „Gerechte-Welt-Glaube“ zu tun haben?
Gerechte-Welt-Glaube
In Filmen unterliegen meist die Bösen, und die Guten gewinnen. So würden Sie die Welt gern sehen – gerecht und fair. In der Psychologie wird die Neigung, davon auszugehen, dass die Welt auf diese Weise funktioniert, als Gerechte-Welt-Glaube bezeichnet. …
In einem Experiment, das Melvin Lerner und Carolyn Simmons im Jahr 1966 durchführten, beobachteten 72 Teilnehmer eine Frau beim Lösen von Aufgaben. Immer wenn die Frau einen Fehler machte, bekam sie einen [simulierten] elektrischen Schock verabreicht. … Als die Probandinnen aufgefordert wurden, die Frau zu beschreiben, äußerten sich viele abwertend. Sie kritisierten ihren Charakter und ihr Aussehen und erklärten, sie habe die Elektroschocks verdient.
Lerner … führte … eine weitere Untersuchung durch, in der zwei Männer Rätsel lösen mussten. Am Ende erhielt einer der Männer eine hohe Geldsumme. Die Auswahl des Beschenkten erfolgte zufällig, und diese Tatsache wurde den Beobachtern mitgeteilt. Dennoch beschrieben die Teilnehmer im Nachhinein den Mann, der das Geld erhalten hatte, als intelligenter, talentierter, besser im Umgang mit Rätseln und produktiver. …
Aus
David McRaney: Ich denke, also irre ich. – Wie unser Gehirn uns jeden Tag täuscht. mvgverlag 2012 (am. Orig. Dutton 2011)
Übergriffe gegen Frauen in Köln : Der GAU, auf den die Rechte gewartet hat 05.01.2016 Von Claudia Keller
Nach den Übergriffen in Köln gegen Frauen helfen pauschale Schuldzuweisungen genauso wenig wie pauschale Schonhaltungen. Ein Kommentar.
Für jede Frau ist das eine Horrorvorstellung: Sie wird von Männern umringt, begrapscht und ausgeraubt. So geschehen in aller Öffentlichkeit, in der Silvesternacht auf der Kölner Domplatte. Nicht nur einer Frau ist das passiert, sondern Dutzenden. Und eine ist womöglich auch noch vergewaltigt worden. ...
Dringend bedürfen die Ereignisse in Köln der Aufklärung, und die Strafverfolgung der Schuldigen ist ein wichtiges öffentliches Anliegen.
Waren es nun 1000 übergriffige muslimische (bzw. "nordafrikanisch aussehende") Männer?
Oder 40-50?
Oder fünf, die als Verdächtige dingfest gemacht wurden?
All diese Zahlen waren in den Medien zu lesen.
Es brauchte Tage, bis man feststellte, dass die Übergriffe gewaltige Dimensionen hatten.
___
Wie schwierig es sein kann, bei Übergriffen muslimischer Männer auf Frauen Berichterstattung und Instrumentalisierung zu unterscheiden, zeigt u.a. das Beispiel der angeblichen Vergewaltigungswelle in Norwegen, die von "islamkritischen" Webseiten kolportiert wurde.
Siehe z.B. Google-Suche "Gil Ronen" und "Norwegian Rape Wave".
Sogar der Betreiber eines "islamkritischen" Blogs, Richard Landes ("Augean Stables"), musste einräumen, einer Darstellung aufgesessen zu sein, die sich so nicht halten ließ.
Der Norwegen-Attentäter Breivik wurde von den 2010 verbreiteten Internet-Geschichten, die auf Gil Ronens zurechtgebogenen Berichterstattung zurückgingen, mit beeinflusst.
Oh, how the German authorities wanted to bury this story. But when nearly a hundred women reported sexual molestation by a crowd of Arabs numbering nearly 1,000 during the Silvester celebrations in the heart of Cologne, the news got out: ...
Some 90 criminal complaints, including one allegation of rape, have been brought to the Cologne police department after women said they were molested by a crowd of men who had gathered in the city´s famous square between its central train station and towering Gothic cathedral. Authorities expect more victims to come forward in the next few days. ...
Police and German national media have been accused of a cover-up after it took days to clarify that the perpetrators were a large crowd of around 1,000 men "who from appearance were largely from the north African or Arab world" as police chief Wolfgang Albers said on Monday. ...
... that´s what happens when an ethnically relatively homogeneous society like Germany´s decides that vibrant diversity should be the politically correct order of the day.
The poor Germans have no idea what they´re in for:
Some women reported being encircled by large groups of men who had “fingers on every orifice.” One report claimed a woman was raped. The several day delay of confirmation of the attacks from officials roused suspicions of a cover-up. Anabel Schunke wrote on Huffington Post’s German language site Monday accusing police officials and public media outlets of covering up the issue entirely.
The attacks appeared to be coordinated, according to a report by German news outlet The Local. One group of men allegedly threw firecrackers into a large gathering of people celebrating near a famous cathedral located in the heart of Cologne, while another group of men allegedly began sexually assaulting and robbing women while the crowds were distracted by the firecrackers. It is not confirmed, however, the two groups were working together.
Five arrests were made in response to the allegations, however it is unclear if anyone was charged.
Of course it is. Deliberately so. But make no mistake: this is a very big deal in Germany, and perhaps the first step in having the scales fall from German eyes as to the nature of the domestic threat. And where, one might ask, were the German men when this was happening? And by "German," I mean real Germans, not passport-holders.
MATERIAL REPRODUCED FOR EDUCATIONAL PURPOSES ONLY
Der Text von Anabel Schunke in der Huffington Post über angebliches Vertuschen muslimischer sexueller Übergriffe durch die Medien macht die Runde in "islamkritischen" Webseiten, u.a. auch auf PI ("Politically Incorrect"):
Auf der gleichen Webseite von PI:
#8 Paddelpfote (04. Jan 2016 21:48)
Ich finde solche Vorfälle mittlerweile gut. Bitte noch so ein paar vor dem März. Je mehr, desto schneller bricht Merkel zusammen.
Meinungsbildner, Beispiel Roland Tichy
Zu Roland Tichy, der u.a. über Anabel Schunke die Version von der angeblichen Vertuschung muslimischer Übergriffe durch die Medien verbreitet:
Roland Tichy (Jg. 1955) ist Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung und Mitglied im Kuratorium der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung.
Tichy schreibt eine wöchentlich erscheinende Wirtschaftskolumne für die Bild am Sonntag. 2015 wurde er Herausgeber der Nachrichtenredaktion von XING.Er ist Gründer und Autor des Blogs Tichys Einblick, die er als "liberal-konservative Meinungsseite" bezeichnet.
Einen Teil seiner Kolumnen veröffentlicht er seit 2009 auch in Buchform. Weitere Bücher schrieb Roland Tichy zum Thema Einwanderung und Bevölkerungsentwicklung. 1990 veröffentlichte er das Buch „Ausländer rein“ und 2001 zusammen mit seiner Frau Andrea „Die Pyramide steht Kopf“. ...
In seinem Blog, der „liberal-konservativen Meinungsseite Tichys Einblick“, kritisiert Tichy die Flüchtlingspolitik Angela Merkels scharf. ... https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Tichy
Der Wikipedia-Eintrag zu Tichy ist offensichtlich von Anhängern oder ihm selbst stark beeinflusst. So wird z.B. der Begriff einer angeblichen "Selbstzensur" der Medien im Hinblick auf Berichterstattung über Muslime nicht als Zitat, sondern als Tatsache (die Tichy kritisieren würde) übernommen.
___
Aus dem britischen Guardian
Gaby Hansliff, 8.1.2016
Let's not shy away from asking hard questions about the Cologne attacks
Do you live in Cologne or were you there over the New Year period? If so, we’d like you to share your experiences with us
But the second important lesson is that, perhaps surprisingly, confronting the links between ethnicity or culture and crime doesn’t necessarily change the response all that much.
The New Year’s Eve attacks are shocking at least partly because they’re confusing. If they were primarily sexually motivated, done for kicks or fuelled by assumptions about western women’s sexual availability, then surely there would be no reason to steal the victims’ valuables. Rapists seek power, not money.
But if these were primarily robberies, and the groping just a novel way of disorientating victims long enough to pick their pockets, it’s odd that some of the assaults were reportedly so serious and that not all victims lost valuables. Perhaps different crimes are simply being lumped under one umbrella, but as with the mob assaults on women, including journalists covering protests in Tahrir Square, where sexual opportunism was hard to distinguish from political intimidation, this feels like a new phenomenon.
Liberals shouldn’t be afraid to ask hard questions. Young German women thankfully enjoy historically unprecedented economic and sexual freedom, with their expensive smartphones and their right to celebrate New Year’s Eve however they want. The same isn’t always true of young male migrants exchanging life under repressive regimes, where they may at least have enjoyed superiority over women, for scraping by at the bottom of Europe’s social and economic food chain. It is not madness to ask if this has anything to do with attacks that render confident, seemingly lucky young women humiliated and powerless. But even if it does, the answer wouldn’t be to halt immigration – even if that were possible, which it isn’t regardless of whether Britain leaves the EU – just in case a few immigrants are sexually aggressive, any more than the answer to Savile is to keep all men away from children.
Too often anti-immigrant feeling stems from what’s really a long-running failure of the state – to protect children at risk, to provide enough social housing or school places, to police what has reportedly been a rough area of Cologne for years – which becomes more visible as the population grows. And since that growth can’t be turned on and off like a tap, whatever some politicians say, the answer is for governments to do what we elect them to do: rise to the challenge, calm the fear that breeds extremism by demonstrating they can cope.
Which in this case means treating this crime wave exactly as they would any other: policing more effectively, with extra manpower if necessary, and being upfront at all times about doing so. Bluster and blame fools nobody. But neither, it turns out, does queasy silence.
"Institutionalisierte politische Korrektheit" Grund für die Untätigkeit der Behörden beim jahrzehntelangen Missbrauch von Mädchen in Rotherham?
Großbritannien : Bericht deckt sexuellen Missbrauch an 1.400 Kindern auf
Über 16 Jahre hinweg sind rund 1.400 Kinder in der englischen Stadt Rotherham sexuell missbraucht worden. Die Behörden versagten laut einem Bericht auf ganzer Linie.
"Die englische Presse nennt als Gründe für die Untätigkeit
... der Behörden eine Geringschätzung der Opfer, die der sozialen Unterschicht entstammen, und die Befürchtung, durch genaue Untersuchung des Netzwerkes in den Ruf des Rassismus zu geraten, da die Verdächtigen Pakistani waren und die Opfer weiße Kinder."
Man stelle sich vor, ein Polizist wird gefragt, warum er untaetig geblieben sei, als eine 14-Jaehrige den Missbrauch anzeigen wollte.
Was wird er sagen? Etwa: "Ich dachte mir, diese jungen Flittchen wollen es doch nicht anders. Bei den Familien, aus denen die kommen; das lohnt sich doch nicht, da taetig zu werden ..."
Oder wird er sagen: "Die da oben mit ihrer politischen Korrektheit, die sind schuld. Unsereins darf ja nichts tun, ohne gleich als Rassist verdaechtigt zu werden ..."
Ich tippe mal auf das zweite. Zumal, wenn die Interviewerin noch hilfreich fragen sollte: Koennte es sein, dass Sie deshalb nichts getan haben, weil ...?
P.S.
Stimmt es ueberhaupt, dass die Opfer alle "weiße Kinder" waren?
Die vorgebliche Angst, sich Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt zu sehen, erklärt nicht, warum die betroffenen Kinder gedemütigt, ihnen die Schuld zugeschoben und ihnen nicht geholfen wurde.
Ich halte das "Argument" für eine ziemlich billige Ausrede.
Nicht nur in Pakistan...
... sondern in allen armen Ländern oder ärmeren Vierteln haben es Kinder und junge Frauen sehr schwer und sind dann oft Opfer von sexueller Gewalt, die in diesen Ländern nicht nur von den Einheimischen begangen wird, sondern auch von vielen Sextouristen, unteranderem auch westlich sozialisierte Menschen.
Für mich als Mißbrauchserfahrene habe Sorge, dass plötzlich nur auf bestimmte "Gruppen" geschaut wird und dass einige Menschen dazu übergehen, diesen Bezug für ihre eigenen Zwecke zu mißbrauchen. Es geht mir darum, dass klar sein sollte, dass wir hier und anderswo auch, die Probleme haben und das die Täter aus allen erdenklichen Schichten und Nationalitäten kommen und keine Nationalität sich rühmen könnte, nun das bessere Volk zu haben, die soetwas nicht tun.
Die westlichen Staaten können sich wohl damit hervortun, dass sie eine bessere Aufklärungsrate haben und gerade auch in Deutschland, die Opfer nicht (mehr) fürchten müssen, selbst noch für schuldig erklärt zu werden. Das ist in anderen Ländern leider Gottes noch anders und da bedarf es großer internationaler Anstrengungen, dass auch dort die Menschenrechte für alle zu gelten haben.
...
"Es haben also in verantwortlichen und exekutiven Positionen befindliche Personen dafür entschieden, dem Grauen [..] tatenlos `beizuwohnen `aus Angst , man könnte ihnen etwas für sie nicht Angenehmes nachsagen ?"
Das ist wohl kaum der wirkliche Grund. Polizei und Behoerden sind ihren Aufgaben nicht nachgekommen; jetzt werden Ausreden gesucht.
Verantwortliche verschanzen sich dahinter, dass nicht sie selbst die haarstraeubenden Versaeumnisse bei Aufklaerung und Strafverfolgung zu verantworten haetten, nein, sie haetten in einer Art angenommenem Befehlsnotstand politischer Korrektheit gehandelt. Passt zum Meinungsklima.
Es gibt schon laenger Anzeichen dafuer, dass es auf den britischen Inseln mit der Verantwortung oeffentlicher Stellen gegenueber gewoehnlichen Buergern, die nicht dem Adel oder gehobenen buergerlichen Schichten angehoeren, nicht gut bestellt ist.
In England war im Mai 2009 ein junger Mann, Kane Gorny, in einem Krankenhaus des National Health Service (NHS) verdurstet. Das Personal verweigerte ihm aus angeblich medizischen Gründen jegliche Flüssigkeitszufuhr. Gorny hatte in seiner Verzweiflung die Polizei-Notrufnummer 999 angerufen. Die Polizei kam auch, wurde aber vom Personal wieder weggeschickt, ohne ihn zu sehen. Nach seinem Tod zeigte die Obduktion, dass Gorny verdurstet war.
"... falls es nicht evtl. nur eine Ausrede ist,
dass die Behörden deshalb nicht einschritten, um nicht als rassistisch zu gelten."
Eventuell?
Es ist eine Ausrede.
Fuer das Nicht-Einschreiten gibt es keine Entschuldigung.
Grund des Problems ist der Kontrast zwischen der strengen Sexualmoral Pakistans und den Sitten junger Engländerinnen. Die Täter sind Männer, die eifersüchtig über die Jungfräulichkeit ihrer Schwestern und Töchter wachen, westliche Mädchen aber als „Huren“ betrachten, wenn sie nur einen Freund hatten. http://www.tagesspiegel.d...
Ehrlich gesagt halte ich die Aussage,
dass sie die 1400 Fälle über JAHRE hinweg nicht aufgeklärt hätten, weil sie einen Rassismusvorwurf befürchteten für eine "Ausrede". Vor allem im Zusammenhang, dass es sich bei den Kindern um Kinder in armen Verhältnissen handelt.
Die Justiz hat sich um Nationalität, Religion und Hautfarbe nicht zu kümmern, vor der Justiz sind alle gleich zu behandeln und ein Verbrechen gehört aufgeklärt. Diese Rassismusgeschichte halte ich eher für eine sehr armselige Begründung. Der Skandal ist, dass die Behörden nicht tätig geworden sind über Jahre hinweg, Punkt. ...
Der Guardian macht eine klare Aussage:
"....The reality of child abuse in modern Britain is that it is widespread and far from confined to any specific community. Despite the high-profile coverage of Pakistani abusers in Rochdale in 2013, 95% of the men on the area’s sex offender register are white..." http://www.theguardian.co...
Und der Prozentsatz von 8 Millionen nichtweißen Einwanderern (2011) beträgt im UK 12,6%.
Man kann ja auf der Seite "Database of UK and Eire paedophiles/child abusers" http://ukpaedos-exposed.com/ unter den dort gesammelten 19.000 verurteilten Tätern den ethnischen Hintergrund recherchieren.....
Daher stellt sich mir die Frage: warum wird zum jetzigen Zeitpunkt etwas wieder aufgerollt, was schon seit 2010 bekannt ist?
siehe http://ukpaedos-exposed.c...
Diverse Skandale laufen derzeit im UK - einige wurden schon erwähnt - besonders auch die Westminsteraffaire aus den 80ern mit den verschwundenen Akten und mumaTätern aus der Oberschicht
°also von "wir"°
würde ich angesichts sexualisierter Gewalt gegen Kinder in epidemischem Ausmaß sehr wohl sprechen wollen. Erst die Ignoranz der Gesellschaft (wir) ermöglicht sie.
°Wir° als Gesellschaft sind außerdem für die Arbeit der von Sozialbehörden und -trägern und die der Polizei mitverantwortlich, Beispiel aus Rochdale http://www.theguardian.co... °One girl, aged 15 at the time and who was repeatedly raped, said in an interview with BBC Radio 4's Woman's Hour that after she became pregnant, local social services told her parents she was a "prostitute" and that she had simply made a "lifestyle choice".
The girl had also reported the abuse to a police officer – who simply yawned.°
°The girl° war btw diejenige, die die vergewaltigten Mädchen in Rochdale anwerben mußte.
Ich befürchte leider, dass die Zahlen der verurteilten
Straftäter in solchen Fällen wie Rotherham fast nichts zur Aurfklärung beitragen. ...
Und dieses ganze Höllenszenario hat gerade mal zu 5 verurteilten Tätern geführt. Ich denke, die "Sex offenders Datenbank" erfasst bei weitem nicht alle Täter.
(Völlig abgesehen davon, dass gerade auch weiße Täter sich zu schützen wussten: wer zu Establishment gehörte, bei dem verschwanden gleich die Ermittlungsakten. Leute wie Savile wurden trotz aller Hinweise nie angeklagt, folglich nie in einm Register erfasst.)
Halten.zu.Gnaden #25 — 27. August 2014, 8:09 Uhr Redaktionsempfehlung
...
Falls sich jemand informieren möchte, der Bericht von Alexis Jay http://www.theguardian.co... Berichterstattung über Rotherham http://www.theguardian.co... und einige Details des behördlichen Versagens:
°In one instance, a girl of 12 was groomed, raped and then trafficked. The authorities "blamed the child … for placing herself at risk".
In another case an 11-year-old girl had been sexually assaulted, then a year later found drunk in a car with a suspected abuser who had taken indecent pictures of her on his phone. She was declared to be at "no risk of sexual exploitation".
Many of the children came from poorer backgrounds and troubled homes and were in care. The suspicion is that council officials and police officers considered them part of an underclass who were not so much the victims of crime as authors of their own misfortunes.
That the local administration and police knew about the problems and chose not to prevent them clearly shows something is rotten in Rotherham°
Laut Dunkelfeldforschung macht in Europa und den USA jedes 3.-4. Mädchen, jeder 5.-7. Junge mindestens eine Erfahrung sexualisierter Gewalt vor dem 16. Lebensjahr. Ein solches Kind spricht im Durchschnitt mit 6 Erwachsenen, bevor ihm jemand glaubt. Die Täter sind in ihrer übergroßen Mehrheit weder Pakistanis noch pädophil.
Rotherham, Rochester, Internate, RKK, überall das ganz gleiche gesellschaftliche Versagen.
...
Alexis Jay macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass falsche politische Korrektheit und die Angst von Rassismus-Vorwürfen von Polizisten und Politikern dazu beigetragen haben, dass diese Katastrophe so groß wurde.
...
...
Es gibt über Internet vom Borough Council den Report als PDF. Mein Englisch ist etwas lückenhaft , Die Aussage des Kapitel 5.5 ist sehr heikel und eindeutig.
Im Commentar zum Report wird dieser nicht erwähnt, sondern nur die Entschärfung das nicht alle Opfer nicht-muslimisch waren und das es nur eine wilde Verschwörungs-These ist etc. Allerdings ist dies Aussage auf Kapitel 11.15 bezogen wo zitiert wird , das "schon" 2013 die Muslimische Frauen-Liga 35 Fälle von "mehrheitlich" muslimischen , mißbrauchten Kindern nicht bearbeitet worden sind. Ich bitte um gute Übersetzung, vielleicht habe ich da was mißverstanden!
Ablenkungsmanöver?
Wohl am meisten dazu beigetragen, das eklatante Versagen der Behörden mit angeblicher „institutionalisierter politischer Korrektheit“ zu erklären, hat die Innenministerin Theresa May.Siehe „institutionalized political correctness“ und “Theresa May” zB aufhttp://www.telegraph.co.u...
Ohne diese populistisch gut vermittelbare Begründung könnte man noch auf den Gedanken kommen, die von May selbst initiierte Re-Organisation der Polizei (2010) und Reduzierung der Zahl von Polizeibeamten seien mit zu betrachtende Faktoren.https://en.wikipedia.org/...
Unter Mays Verantwortung wurde einem psychisch kranken Nigerianer, Isa Muazu, der es in einem Asyl nicht mehr aushielt und in Hungerstreik getreten war, ein Plan zum geregelten Austreten aus dem Leben („end of life plan“) angeboten. (S. Wikipedia-Link oben).Das deutet auf eine Grundeinstellung hin, die dazu geneigt machen könnte, Versagen der eigenen Behörde eher auf unliebsame „politische Korrektheit“ zurück zu führen als auf selbst verantworteten Abbau staatlicher Kernleistungen.
Frauen und Mädchen erleben in Pakistan, wie auch in anderen Ländern des Sub-Kontinents (einschl. Indien) und zahlreichen weiteren Ländern viel Gewalt. Eine gültige Ausrede für jahrzehntelanges Behördenversagen gegenüber Gewalttätern, gleich welcher Herkunft, ist das nicht.
Die Bundeskanzlerin hat damit eine Wahrheit ausgesprochen, die sich nicht mehr verdrängen lässt. Die Flüchtlings-Situation bringt uns diese Wahrheit nahe, konfrontiert uns damit, dass wir auch mit Menschen, die katastrophalen Situationen ausgesetzt sind, in der Einen Welt leben.
Perspektivlosigkeit für viele, abgeschottete Enklaven des Wohlstands für wenige - das ist nicht "nur" ein ethisches Problem.
Der brasilianische Autor Louis Fernando Verissimo hat in einer seiner Kurzgeschichten das Phänomen der "Gated Communities", der eingezäunten Wohnenklaven, sehr treffend beleuchtet. Seine Glosse bringt auf den Punkt, dass die Qualität des Lebens auch für die Wohlhabenden verloren geht, wenn sie alle Energie darauf setzen, in einer Welt extremer Ungleichheit abgeschottete Enklaven zu bewahren - und schließlich nur noch der Gedanke "Sicherheit" alles dominiert.
Aufrufe zu Straftaten unter dem Vorwand des "Protestes" - einige Beispiele von "islamkritischen" Hass-Webseiten
"Was immer dem Staat schadet" (Politically Incorrect - PI)
#37 einsiedler (19. Sep 2015 14:36)
[...] Hätte ich nicht das Glück, Zugang zu Information-wie auch PI- zu haben, wer weiß, ich wäre wohl auch still….und fände das Affentheater auch noch gut? gruselig.
Ich liebe mein Land, aber ich verachte diesen Staat, und mit jeder unversteuerten Zigarette aus Tschechien-dies möge als Bild dienen- freue ich mich, diesem Staat zu schaden.
Alles, was diesm Staat, nicht unserem Land, schadet ist jetzt legitim,wenn nicht Pflicht.
Internet-Aufrufe zu Straftaten, bis hin zum Töten von Andersgläubigen und Andersdenkenden, werden auch in demokratischen Ländern schon lange geduldet - trotz Gesetzen gegen Aufrufe zu Straftaten; wohl in der Annahme, es handle sich um "Redefreiheit".
"Tötet die Muslime, und es wird keinen Islam geben" (Gates of Vienna, 2011)
ANTI-ISLAMIST
"[...] During WW2 the allies in their gallat enterprise to
annihilate Nazism's Third Reich killed millions of
civilian Germans, of which certainly a great many
were no Nazies or even Anti-Nazies.
So kill the Muslims and there will be no Islam !! [...]" 6/24/2011 12:53 PM
http://gatesofvienna.blogspot.com/2011/06/wilders-to-ezra-levant-hate-speech-laws.html
(Knapp einen Monat später, am 22. Juli 211, gab es die Mordanschläge von Anders Behring Breivik in Norwegen; gerichtet gegen "liberals" ("Gutmenschen"), die den Hass nicht teilen wollten. - S. auch Stichwort "Breivik" auf diesem Blog.)
Schweizer Islamhasser rufen auf Facebook zum Anzünden von Moscheen auf«Abbrennen, diese Scheisshäuser!
Schweizer Islamhasser rufen auf Facebook zum Anzünden von Moscheen auf«Abbrennen, diese Scheisshäuser!»
Schweizer Pegida-Anhänger verharmlosen via Facebook-Auftritt der Gruppe islamfeindliche Taten wie der Anschlag auf eine Wiener Moschee mit Schweineinnereien und rufen unverholen zu Anschlägen auf Moscheen auf.
Publiziert: , Aktualisiert:
(Diese beiden Kommentare standen unter dem in einschlägigen Kreisen verbreiteten Artikel über die "Diagnose" eines der Tea Party Bewegung nahe stehenden Psychiaters, "Gutmenschen" (engl. Liberals), seien klinisch geisteskrank. - S. auch Stichworte "Rossiter" und "Psychiater" auf diesem Blog.)
Konsequenzen? Soweit bekannt, keine. Im Gegenteil, Michael Mannheimer berichtete auf seinem Blog, sogar die Polizisten hätten lachen müssen, weil sie eine Anzeige gegen ihn nicht ernst nehmen konnten.
Den Aufruf "Tötet die Muslime" hatte 2014 auch ein Kommentator in der als respektabel geltenden indischen Tageszeitung "Times of India" aufgegriffen.
(Wohl ein Leserkommentar, der mittlerweile entfernt wurde; im Google Cache noch angezeigt. Der zitierte Experte, auf dessen Aussage der Kommentar sich bezog, war ein pakistanischer Analytiker, Muhammad Amir Rana, der über eine militante Gruppe berichtet hatte. )
The Times of India Jul 13, 2014 - When the Muslims begin to dominate, these apologists will be nowhere. So kill the Muslims before third world war occurs due to them.
Sie verlinken auf die Hass-Webseite
von Michael Mannheimer? Im Ernst? Wissen Sie, was Sie tun?
Mannheimer ist bekannt dafür, dass
er Aufrufe zum „Widerstand“ und vorauseilendes Verständnis für bewaffnete
„Aufstände“ gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten verbreitet:
Zum Beispiel Michael Mannheimer, 08.
April 2011:
„Organisiert Euch! Erhebt euch von euren Sofas! Geht auf die Straßen! Greift zu
den Waffen, wenn es keine anderen Mittel gibt! ... Es lebe die Freiheit! ...
Wer Michael Mannheimer finanziell unterstützen möchte, klicke bitte hier.“ http://michael-mannheimer...
Kommentar auf einer
"islamkritischen" Webseite am 3.7.2011, zwei Wochen vor dem
Norwegen-Attentat :
"Michael Mannheimer hat schon zu recht zum Widerstand aufgerufen, und was
ist passiert? Gar nix! ... " - http://sosheimat.wordpres...
Und nochmal O-Ton Mannheimer, am Tag
nach dem Norwegen-Attentat:
"Man kann das Norwegen-Massaker auch als Tat eines Verzweifelten
hinstellen, dessen Wut über die sukzessive Abschaffung Norwegens und seiner
christlich-abendländischen Fundamente sich in diesem Terrorakt ausdrückte
..." http://michael-mannheimer...
Der obige Kommentar bezog sich auf einen Kommentar von "Harald Walentin" auf ZEIT ONLINE, der mittlerweile gelöscht wurde. Der Kommentator hatte auf die Hetz-Webseite von Michael Mannheimer verlinkt.
"Harald Walentin" kommentierte auch im Gästebuch von "Hart aber Fair" (WDR),ganz im Sinne von Mannheimers Aufrufen zur "Selbstjustiz":
Kommentar von "Harald Walentin", 02.05.2016, 21:18 Uhr:
Wenn der Staat nicht willig ist für Gerechtigkeit zu sorgen bleibt dem Bürger nur eins übrig, SELBSTJUSTIZ !!!