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Mittwoch, 22. Mai 2013

Lieber tot als umgeben von Schwulen und Islamisten - Selbstmord in Notre Dame

Süddeutsche.de
21. Mai 2013

Suizid aus Protest gegen die Homo-Ehe
Respekt von ganz rechts

Von Stefan Ulrich, Paris

http://www.sueddeutsche.de/politik/suizid-aus-protest-gegen-die-homo-ehe-respekt-von-ganz-rechts-1.1677759
   
Er wollte gegen die Homo-Ehe protestieren - und hat sich vor den Augen von 1500 Besuchern in der Kathedrale Notre-Dame de Paris das Leben genommen. Der öffentliche Suizid eines rechtsextremen Schriftstellers heizt die Debatte um die Homo-Ehe weiter an. Nur die rechtsextreme Partei Front National versucht, die Tat für ihre Zwecke zu nutzen.
Der öffentliche Suizid eines Rechtsextremisten in der Kathedrale Notre-Dame de Paris hat die Debatte über die Homo-Ehe in Frankreich weiter zugespitzt. Der rechtsextreme Schriftsteller Dominique Venner hatte sich am Dienstagnachmittag erschossen. In der Kathedrale, die sofort evakuiert wurde, befanden sich zu diesem Zeitpunkt 1500 Besucher. Ersten Erkenntnissen zufolge wollte der Mann mit seinem Suizid gegen die Homo-Ehe und eine angebliche Überfremdung Frankreichs protestieren.
Im jüngsten Eintrag seines Internet-Blogs schrieb Venner, er unterstütze die Menschen, die am kommenden Sonntag in Paris gegen die "verwerfliche" und "abscheuliche" Homo-Ehe demonstrieren wollten. Sie sollten sich aber nicht mit dem Protest gegen dieses Gesetz begnügen. Das eigentliche "Übel" sei es, dass Franzosen und Europäer durch Einwanderer aus Nordafrika verdrängt würden. Frankreich drohe in die Hände von Islamisten zu fallen. Seit 40 Jahren täten die demokratischen Parteien und die katholische Kirche alles, um diese Immigration zu fördern. Es bedürfe "neuer spektakulärer und symbolischer Gesten", um die Menschen aufzurütteln.


Er verglich seinen Selbstmord mit dem eines Samurai
http://www.lemonde.fr/politique/article/2013/05/22/figure-de-l-extreme-droite-venner-a-fait-de-son-suicide-un-sacrifice-politique_3415176_823448.html
 

Samstag, 4. Mai 2013

Südstaaten-Blues

Über rassistische Traditionen an der University of Texas at Austin, einer Hochburg von professoralen Zuwendungsempfängern des Pioneer Fund (zur Förderung der Eugenik) siehe den Abschnitt Ku Klux Klan in akademischer Robe auf dem Post http://guttmensch.blogspot.com/2011/04/vermehrung-der-minderwertigen-eine.html  (englischer Text, noch ohne Übersetzung).
Auf Quellen dazu kam ich dadurch, dass sich Thilo Sarrazin in DSSA auf eine ganze Reihe von Autoren aus dem Umfeld des Pioneer Fund bezieht, darunter John C. Loehlin. Loehlin war Direktor der American Eugenics Society (1968 - 1974) und Professor an besagter Universit
ät.

Hämischer Cartoon einer Studentin der University of Texas at Austin über die Rolle der Medien in der Berichterstattung über den getöteten Trayvon Martin:Dem naiven Publikum würde ein Märchen erzählt von einem bösen weißen Mann als Killer und einem süßen farbigen Jungen als unschuldiges Opfer.


“Märchenstunde”-Cartoon von Stephanie Eisner
E
rschien auf der Universitäts-Webseite “The Daily Texan”, dort mittlerweile entfernt
http://dailytexanonline.com/blog/matter-opinion/2012/03/27/trayvon-martin-and-case-yellow-journalism
 
 
Zum Hintergrund des Falls

Er ereignete sich in Florida – man kann nicht sagen “Das gibt es nur in Texas”.
Aus Texas wurde die rassistische Verunglimpfung des Opfers auf der Uni-Webseite bekannt:
Mit der höhnischen Rede vom “handsome sweet innocent colored boy” (gutaussehenden, süßen unschuldigen farbigen Jungen; s. abgebildeter Cartoon) wird unterstellt, die Tatsache, dass Trayvon Martin unbewaffnet war und von George Zimmerman im Auto und zu Fuß verfolgt wurde, spiele keine Rolle – irgend etwas würde der erschossene Jugendliche schon auf dem Kerbholz haben, das  Zimmermans Tat rechtfertige. Die Ironie ist hier ähnlich wie bei dem Begriff “Kulturbereicherer” eingesetzt.


Trayvon Martin – Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Trayvon_Martin#Stand-your-ground-Gesetz

Trayvon Martin (* 5. Februar 1995; † 26. Februar 2012 in Sanford, Florida) war
ein afroamerikanischer Jugendlicher, der in Sanford im US-Bundesstaat Florida
von dem 28-jährigen Latino George Zimmerman erschossen wurde. Sein
Todesfall hat in den USA eine landesweite Rassismusdebatte ausgelöst.

George Zimmerman, Mitglied einer Nachbarschaftswache in einer Gated Community
von Sanford, sah Trayvon Martin, als dieser auf dem Weg von einer Tankstelle, wo
er sich eine Packung Skittles und eine Dose Eistee gekauft hatte, zum Haus der
Freundin seines Vaters war. Zimmerman rief die Polizei an und berichtete über
verdächtiges Verhalten des Jugendlichen: This guy looks like he is up to no
good. He is on drugs or something. („Dieser Junge führt nicht Gutes im Schilde.
Er ist auf Drogen oder so etwas.“) Die Polizei wies ihn daraufhin an,
zunächst nichts weiter zu unternehmen. Kurz darauf gab Zimmerman der Polizei
durch, dass der Verdächtige zu laufen angefangen habe, und er ihn verfolge. Die
Polizei wies ihn daraufhin an, dies zu lassen: We don’t need you to do that
(„Das ist nicht notwendig“), worauf dieser mit „OK“ antwortete. In einem
Telefonat mit seiner Freundin beklagte sich Trayvon Martin darüber, dass ihn ein
ihm unbekannter Mann verfolge,wenig später erschoss Zimmerman den
unbewaffneten Jugendlichen.

Die Umstände des Todes von Martin Trayvon wurden zunächst von der lokalen
Polizei (Sanford Police Department) untersucht, dabei wurde George Zimmerman
festgenommen und auf die örtliche Polizeidienststelle gebracht. Eine sonst bei
Tötungsfällen übliche Alkohol- oder Drogenkontrolle wurde bei Zimmerman nicht
durchgeführt. Bei der Vernehmung durch den leitenden Untersuchungsbeamten Chris
Serino gab Zimmerman an, dem Jugendlichen gefolgt zu sein, ihn dann aber aus den
Augen verloren zu haben. Als er zu seinem Wagen zurückgekehrt sei, habe Martin
ihn von hinten angegriffen, niedergeschlagen und habe, nachdem er bereits am
Boden lag, seinen Kopf noch mehrfach auf den Boden geschlagen. Aus Angst um sein
Leben habe er zur Waffe gegriffen und Martin in die Brust geschossen. Er habe in
Notwehr („self-defence“) gehandelt. Er berief sich auf das in Florida besonders
weitreichende Selbstverteidigungsrecht („Stand-your-ground law“ –
„Weiche-nicht-zurück“-Gesetz). Zimmermans Erklärungen erschienen Chris
Serino jedoch nicht schlüssig. Am Ende des Verhörs schrieb er in einem Affidavit
(eidesstattliche Erklärung), dass er von Zimmermans Darstellung der Ereignisse
nicht überzeugt sei und forderte die Ausstellung eines Haftbefehls für Zimmerman
wegen Totschlags bzw. fahrlässiger Tötung von Trayvon Martin
(„homicide/negligent manslaughter“). [...] [Der zuständige Staatsanwalt
Norman R. Wolfinger[ [...] weigerte sich jedoch, einen Haftbefehl zu beantragen,
weil nach seiner Auffassung die (bis dahin) vorliegenden Fakten nicht ausreichten,
um beweisen zu können, dass Zimmerman außerhalb des umstrittenen
„Stand-your-ground-law“ gehandelt habe. Folglich wurde George Zimmerman bereits
wenige Stunden nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt.

In Folge verteidigte der Polizeichef von Sanford, Bill Lee Jr., diese
Entscheidung gegenüber Medien und Öffentlichkeit: 

“When the Sanford Police Department arrived at the scene of the incident, Mr.
Zimmerman provided a statement claiming he acted in self-defense which at the
time was supported by physical evidence and testimony.”
„Als die Polizei von Sanford am Tatort eintraf, erklärte Herr Zimmerman, dass er
in Notwehr gehandelt habe, was zu diesem Zeitpunkt auch von den sichtbaren
Spuren und den Zeugenaussagen bestätigt wurde.“
Und:
“By Florida Statute, law enforcement was PROHIBITED from making an arrest based
of the facts and circumstances they had at the time.”
„Nach den Gesetzen Floridas war es der Polizei auf der Grundlage der Fakten und
Kenntnissen der Umstände, die sie zu diesem Zeitpunkt hatten, [auch] VERBOTEN
eine Verhaftung vorzunehmen.“

Infolge dieser und weiterer Äußerungen gerieten Sanford Polizeichef Bill Lee Jr.
sowie (Bezirks-)Staatsanwalt Norman R. Wolfinger zunehmend in die Kritik.[..]
Als Kritik und Druck von traditionellen Medien und Demonstranten an Art und
Weise der Ermittlungen immer stärker wurden, zog Rick Scott, Gouverneur von
Florida, Wolfinger am 22. März 2012 von diesem Fall ab und übertrug der
Staatsanwältin Angela B. Corey [...] die Leitung der Untersuchung [...] Corey
erklärte, dass keine Grand Jury (wie [zuletzt] von ihrem Vorgänger Wolfinger
avisiert), sondern sie allein über eine Anklage gegen George Zimmerman entscheiden
werde. Dies ließ werkennen, dass Zimmerman in erster Instanz nicht wegen Mordes
angeklagt wird. Bei Mordfällen wäre in Florida ein Geschworenengericht
obligatorisch.[...]

Das Video der Überwachungskamera auf der Polizeistation, das kurz nach der Tat
aufgenommen wurde, wurde am 28. März 2012 der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Es zeigt keine Verletzungen und keine Blutspuren an Zimmermans Nase,
Hinterkopf oder Kleidung.[...]

Das Notruftelefonat des Täters wurde von der Polizei aufgenommen. Die Polizei
weigerte sich zunächst, diese Aufnahme zu veröffentlichen. Es wurde vermutet,
dass der Notruf eine halblaut gemurmelte rassistische Äußerung enthalte. Dies
konnte bisher nicht mit Sicherheit bestätigt werden.[...]

Der Fall löste eine Diskussion über die Voraussetzungen und Grenzen der Notwehr
aus, insbesondere im Bundesstaat Florida. Die Polizeibeamten hatten geltend
gemacht, sie hätten aufgrund des seit 2005 in Florida geltenden sogenannten
„Stand-your-ground law“, das unter dem republikanischen Gouverneur Jeb Bush
Gesetzeskraft erlangt hatte, keine Handhabe gegen Zimmerman. Der Waffengebrauch
sei bei Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit zur Notwehr zulässig, und sie
hätten keinen Anlass, an der Darstellung des Geschehens durch Zimmerman zu
zweifeln.

Die Republikaner Durell Peaden und Dennis K. Baxley, die das Gesetz in den
Gesetzgebungsprozess eingebracht hatten, erklärten, es besage lediglich, dass
gesetzestreue Menschen nicht dazu verpflichtet sind, vor einem Angreifer
zurückzuweichen, sondern das Recht hätten, Gewalt mit Gewalt zu begegnen. An
keiner Stelle des Gesetzes stehe aber, dass eine Person das Recht habe, die
Konfrontation mit einer anderen Person provokativ herbeizuführen. Die
Notruf-Telefonaufzeichnungen würden die Vermutung nahelegen, dass Zimmerman
seine Grenzen überschritten habe, als er der Polizei durchgab, er werde Trayvon
Martin folgen, und dann die Aufforderung der Polizei, dies nicht zu tun, einfach
ignorierte. „In diesem Augenblick verlor er sein Recht auf Selbstverteidigung“,
erklärte Peaden. „Als er sagte ‚Ich folge ihm’, verlor er sein Recht auf
Selbstverteidigung.“[...]

Michael Bloomberg, der Bürgermeister von New York City, kritisierte, dass die
2005 in Florida als erstem Bundesstaat eingeführte „Stand your-ground“-Regel
2012 - sieben Jahre später - bereits in weiteren 25 Bundesstaaten eingeführt
war. Wurden bis 2005 in Florida noch 34 Tötungsfälle unter der Rubrik Notwehr
verbucht, so waren es nach Inkrafttreten der neuen Regel mehr als 100
Tötungsfälle. Bloomberg sagte:
„Man kann einfach keine zivilisierte Gesellschaft haben, wenn jeder eine Waffe
besitzt und selbst darüber entscheiden darf, ob ihn jemand bedroht oder
nicht.“[...]

In den USA kam es zwei Wochen nach dem Tod Trayvon Martins zu bundesweiten
Demonstrationen gegen Rassendiskriminierung und Polizeiwillkür.In diesem
Zusammenhang nahm das FBI Ermittlungen auf, die sich gegen den Täter richten und
auch das Verhalten der Polizeibeamten vor Ort untersuchen sollen. Von
entscheidender Bedeutung ist dabei, ob die Tat einen rassistischen Hintergrund
hat, da für die Verfolgung eines sogenannten hate crime Bundesbehörden zuständig
wären. Von Zimmermans Freunden, darunter auch Afroamerikanern, wurde
bestritten, dass dieser ein Rassist sei und darauf hingewiesen, dass Zimmerman
selbst ein Latino sei. Am 24. März 2012 protestierten erneut Tausende
Demonstranten in Washington, New York, Chicago und Tampa gegen rassistische
Tendenzen in den USA. Viele Demonstranten traten dabei ostentativ in
Kapuzenjacken (hooded sweatshirts, „hoodies“) auf, wie sie gerne von
afroamerikanischen Jugendlichen getragen werden.

An der Spitze der Demonstrationszüge marschierte und marschiert Al Sharpton, ein
wortgewaltiger Prediger aus New York. Viel zitiert wird sein Satz
“We can put a black man in the White House but we cannot walk a black child
through a gated neighbourhood.”
„etwa: Wir können einen schwarzen Mann im Weißen Haus haben, aber wir können ein
schwarzes Kind nicht durch eine geschützte Wohnsiedlung laufen lassen.“[...]

Am 11. April 2012, mehr als sechs Wochen nach dem Tod von Trayvon Martin, wurde
der Todesschütze George Zimmerman wegen Mordes angeklagt. Zimmerman müsse sich
wegen Mordes mit bedingtem Vorsatz (second degree murder – oder auch „Murder
two“) verantworten, erklärte die Sonderermittlerin der Staatsanwaltschaft,
Angela Corey, auf einer Pressekonferenz. Sie betonte, dass die Staatsanwaltschaft nicht
aufgrund öffentlichen Drucks handle, sondern wie in jedem anderen Fall auf der Grundlage
von Fakten und der Gesetze Floridas. [...]

[...] die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage unter anderem auf folgende Punkte:
Zimmerman näherte sich Trayvon Martin (confronted) in feindlicher Absicht. Martin
telefonierte mit seiner Freundin, die ihm riet, nach Hause (das heißt, zum Haus der
Verlobten seines Vaters) zurückzulaufen. In Folge versuchte Martin dieses Haus zu
erreichen. Zimmerman wollte ihn aber nicht entkommen lassen, bevor die Polizei eintraf.
Daher stieg er aus seinem Wagen und folgte Martin. Er teilte das dem Beamten der
Notrufzentrale der Polizei (911-Call-Center) mit. Als dieser ihn daraufhin
aufforderte, dies nicht zu tun und stattdessen das Eintreffen der Polizeibeamten, die
sich bereits in der Nähe befanden, abzuwarten, schlug Zimmerman die Weisung des
Polizeibeamten in den Wind und folgte Trayvon Martin weiter. Als Zimmerman Martin
erreichte, kam es zunächst zu einem lautstarken Wortwechsel, dann zu einem Kampf.
In Folge riefen zahlreiche Zeugen der Vorgänge die Notrufzentrale der Polizei
(911-Call-Center) an. Sie berichteten von dem lauten Wortwechsel, dann von einem
Kampf und verzweifelten Hilferufen. Diese Stimme, die um Hilfe schrie, war auf den

Aufzeichnungen der Notrufzentrale der Polizei deutlich zu vernehmen. Von Trayvon
Martins Mutter, Sybrina Fulton, wurde diese Stimme als die Stimme ihres Sohnes
identifiziert. [...]

Am 23. April 2012 wurde George Zimmerman auf Kaution und den o.g. Auflagen aus
der Untersuchungshaft entlassen. Von den 150.000 US-Dollar (rd. 114.000 Euro),
die vom Gericht festgelegt wurden, musste Zimmerman 10 Prozent (i.e. 15.000
US-Dollar) sofort aufbringen. [...]
Am 1. Juni 2012 widerrief ein Richter in Sanford Zimmermans Freilassung auf
Kaution. Die Staatsanwaltschaft warf ihm und seiner Ehefrau Shellie vor, die
Justiz über seine tatsächliche finanzielle Situation getäuscht zu haben.
Zimmerman hatte sich und seine Familie als mittellos dargestellt. Laut
Staatsanwaltschaft hatte Zimmerman aber zu dem Zeitpunkt, als vom Gericht über
die Höhe der Kaution entschieden wurde, über eine Website 135.000 Dollar für
seine Verteidigung gesammelt. Dieses Geld erwähnten er und seine Frau bei der
ersten Kautionsanhörung nicht. "Der Angeklagte hat versucht, das System zu
manipulieren" - so Richter Kenneth Lester.
Trotz dieser Beurteilung wurde Zimmerman Anfang Juli 2012 neuerlich Kaution
gewährt und auf freien Fuß gesetzt, da er nach Einschätzung des Gerichts keine
Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte. Die Kaution wurde diesmal auf 1
Million Dollar (ca. 800.000 Euro) festgesetzt. Zehn Prozent dieser Summe
(100.000 Dollar) musste Zimmerman hinterlegen. [...]
Im Oktober 2012 wurde der Gerichtstermin auf den 10. Juni 2013 festgelegt.

Weblinks [Bearbeiten]
Obama zum getöteten US-Teenager: "Wenn ich einen Sohn hätte, er sähe aus wie
Trayvon", Spiegel Online, 23. März 2012 [...]
 



Gefunden auf
http://im41.com/archives/4
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Obamas Kommentar war Wasser auf die Mühlen von Hassbloggern, die es sowieso unerträglich finden, dass die Weltmacht USA einen “farbigen” Präsidenten hat. Sie gruben ein Foto von Trayvon Martin aus, auf dem dieser mit schlappiger Hose im “Rapper Look” zu sehen ist und mit den Fingern “V” (“Victory”) Zeichen formt. Auf zahleichen Blogs wurde dieses Foto verbreitet, um Bildern, auf denen er vermeintlich zu gut, zu süß und zu unschuldig aussieht, etwas entgegen zu setzen. Natürlich blieb auch nicht aus, dass dieses Foto neben ein Foto von Obama gestellt wurde, auf dem dieser eine angeblich ähnliche Geste macht. “Ich sehe die 
Ähnlichkeit” besagt die Unterzeile.





(Was im Hinblick auf die Geste ziemlich weit hergeholt erscheint; das bekannte Bild von Josef Ackermann als Angeklagter im Mannesmann-Prozess hätte besser gepasst, aber da hätte natürlich die Hautfarbe nicht gestimmt)

 







Dazu auch: Tweets vom Bruder
http://edition.cnn.com/2013/03/27/us/florida-zimmerman-brother-tweets
Robert Zimmerman Jr., the brother of the man who shot and killed 17-year-old
Trayvon Martin, apologized for his controversial and offensive tweets.
In one, Zimmerman juxtaposed a photograph of Martin with one of 17-year-old
De'Marquise Elkins, one of two teenagers charged with killing a baby in Georgia.
Both Elkins and Martin appear to be flipping off the camera.
"A picture speaks a thousand words. Any questions?" the tweet reads.
In another tweet, Zimmerman writes: "Lib media shld ask if what these2 black
teens did 2 a woman&baby is the reason ppl think blacks mightB risky."



"Krieg gegen Weihnachten":
Wo von Texas aus gesehen "links" ist

Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, war einer der Bewerber um die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentschaftswahl im November 2012.
Perry bezeichnete Präsident Obama als "a member of the left", ein "Mitglied der Linken". Er fand, Obama hätte im Weißen Haus zu wenig Christbäume aufgestellt, er führe einen Krieg gegen religiöse Traditionen. Über diesen Vorwurf berichtete CNN mit der Überschrift "War on Christmas", Krieg gegen Weihnachten.

http://guttmensch.blogspot.com/2011/04/am-fittesten-sind-die-millionare.html



__________


ALEC

Die Lobby-Gruppe ALEC (American Legislative Exchange Council) sponserte das “Stand-Your-Ground” Gesetz, wonach es zunaechst kein Gerichtsverfahren zur Aufklaerung der Toetung von Trayvon Martin geben sollte.
http://www.thenation.com/article/167014/exposed-corporations-behind-law-may-let-trayvon-martins-killer-go-free#

Exposed: The Corporations Behind the Law That May Let Trayvon Martin's Killer Go Free
Here's what we know about the groups that help fund ALEC, the organization that drafted the law that keeps Trayvon Martin’s killer free.Suzanne Merkelson, March 23, 2012 It’s been widely reported today that the American Legislative Exchange Council (ALEC), the shadowy corporate front group that unites state lawmakers with corporations to pass state laws favorable to corporate interests, helped pass the law that might allow Trayvon Martin’s killer, George Zimmerman, to escape prosecution. Florida’s “Stand Your Ground” […] is just one of many state laws that is nearly identical to ALEC’s model Castle Doctrine Act. The Florida senator who introduced the law, Durell Peadon, was also a member of ALEC. The law passed in 2005.According to the Center for Media and Democracy, 98 percent of ALEC’s revenues come from corporations, corporate trade groups, and corporate foundations. Each member pays annual fees of between $7,000 and $25,000. ALEC is also supplemented by direct grants. We don’t know all the details about all of ALEC’s funders and members. Here’s a partial list of what we do know about the corporations and foundations who helped fund the group that drafted the law that keeps Trayvon Martin’s killer free — and put more guns on our streets:ALEC received $1.4 million in grants from ExxonMobil from 1998-2009.It has also received grants from two Koch family-backed foundations: Charles G. Koch Foundation, the Claude R. Lambe Foundation.ALEC has received grant money from the billionaire conservative and American Spectator publisher Richard Mellon Scaife‘s Allegheny Foundation and the Coors family’s Castle Rock Foundation.ALEC’s Private Enterprise Board members include executives from Bayer Corp., GlaxoSmithKline, Centerpoint360, Reynolds American, Wal-Mart Stores, Johnson & Johnson, PhRMA, American Bail Coalition, Kraft Foods, Inc., Pfizer Inc., DIAGEO, AT&T, Reed Elsevier, Inc., Peabody Energy, UPS, Koch Companies Public Sector, LLC, Altria Client Services, ExxonMobil, Salt River Project, and State Farm Insurance Co. Coca Cola also recently had an executive on ALEC’s board.According to reporting by my colleague, Lee Fang, ALEC’s 38th Annual Meeting was funded by corporations including BP, Takeda Pharmaceutical, Allergan, Altria, Bayer, Chevron, Peabody, Shell, UnitedHealthcare, Visa, FedEx, Louisiana Seafood, UPS, Amazon.com, Chesapeake Energy, ConocoPhillips, Dow, Gulf States Toyota, International Paper, TimeWarner, Wellpoint, HP, Lilly, Merck, USAA, and Walgreens (the full list available here).The first item in ALEC’s mission statement is:… to advance the Jeffersonian principles of free markets, limited government, federalism, and individual liberty, through a nonpartisan public-private partnership of America’s state legislators, members of the private sector, the federal government, and general public.Individual liberty is one thing when it comes to protecting your home or your children. It’s quite another when it means gunning down a teenager armed only with Skittles in his father’s neighborhood. ALEC is the same group behind laws that harm workers, health, and safety, and behind the “Voter ID” law that makes it harder for low-income people, communities of color, the disabled and elderly, and others to vote. Now we know ALEC wrote the law that might let Trayvon Martin’s killer walk free. How much longer will the large corporations behind ALEC harm the communities in which they do business by funding the group’s reckless agenda?

March 23, 2012 curiousbutwithvalues 1 comment
Thanks for an insightful article.
I lived in one of those nice but pretentious gated communities in Florida. I had a crazy racist neighbor show up with a gun at my door late one night because our pool filter was making too much noise. I warned some solicitors that they should be careful how they approached some of the houses...as they could be shot and killed before questions are asked. They did not believe me. Now I hope they do! […] 


Koch-Brüder: Siehe auch
http://guttmensch.blogspot.com/2012/08/romney-und-ryan.html



Deutschsprachiger Bericht ueber ALEC
(gefunden 14.05.2013)

Lobbyismus: Mit Gesetzen gegen das linke Amerika | ZEIT ONLINE | 09.09.2011
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-09/usa-lobby-alec

Eine Vereinigung konservativer Volksvertreter entwirft erfolgreich
Gesetzesvorlagen für die US-Bundesstaaten – unter fleißiger Mithilfe von
Großkonzernen. [...]


Wenig bekannt, aber wirkungsmächtig, ist Alec mit 2.000 konservativen
Volksvertretern aus allen 50 US-Bundesstaaten die nach eigenen Angaben "größte
Vereinigung bundesstaatlicher Abgeordneter in den USA". Und wären nicht vor

Kurzem bislang geheim gehaltene Alec-Akten an die Öffentlichkeit gelangt, wüsste
man auch nicht viel mehr über diese Organisation.
Man trifft sich bei Alec bereits seit 1973. Selbsternannter Zweck dieser
Abgeordnetenrunde ist der inhaltliche Austausch zwischen Gesetzgebern. Der
Council präsentiert sich dabei als fleißige Organisation, jedes Jahr würde man
"an die tausend Gesetzesvorlagen", sogenannte model-bills, formulieren, die dann
über die Volksvertreter in den Parlamenten der Bundesstaaten zur Abstimmung
gestellt werden.

Jedoch blieben Details über diese Vorgänge bisher stets im Dunkeln. Alec
konferiert vorzugsweise hinter verschlossenen Türen, nur Mitglieder kennen die
Gesetze, die auf Alec-Entwürfen basieren. Ebenso unbekannt war, wer sich
eigentlich hinter den "Mitgliedern aus der Privatwirtschaft" verbarg, mit denen
der Rat nach eigenen Angaben in einer "dynamischen Partnerschaft"
zusammenarbeitet. Doch inzwischen ist Licht ins Dunkel gekommen. Ein anonymes
Mitglied der Organisation hat Hunderte geheimer Dokumente an das US-Magazin The
Nation und das Center für Media and Democracy weitergegeben. Die Unterlagen, die
auf alecexposed.org einsehbar sind, offenbaren das dunkle Szenario eines
Systems, dessen Methoden die Prinzipien der Demokratie zu unterwandern drohen.[...]


Die Gruppe konservativer Politiker, die Alec vor fast vier Jahrzehnten in Chicago
ins Leben rief, hatte sich zum Ziel gesetzt, ein neoliberales Gegengewicht zum
progressiven Schub aufzubauen, den das Land seit Franklin D. Roosevelts New Deal
aus Wirtschafts- und Sozialreformen durchfuhr.

"Wir sind Radikale, die die Machtstrukturen des Landes umstürzen wollen,“ sagte
Paul Weyrich, Gründungsmitglied und Galionsfigur der neuen Rechten Jahre später.
Und als zentralen Bestandteil für den Erfolg eines neoliberalen Umschwungs sah
man die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. [...]

Das ganze Ausmaß dieser Partnerschaft zeigen die nun öffentlich gewordenen
Mitgliederlisten. Insgesamt 300 Großkonzerne gehören Alec demnach an, darunter
Schwergewichte wie ExxonMobil, Wal-Mart, Amazon, Philip Morris, Bayer und der
Finanzier der Tea-Party-Bewegung, Koch Industries. Die Mitgliedergebühren der
Firmen von jährlich bis zu 25.000 US-Dollar sowie hoch dotierte Spenden machen
98 Prozent des Council-Budgets aus. Die Beträge der Politiker betragen gerade
einmal die restlichen zwei Prozent des Haushalts.

Im Gegenzug für ihre Investitionen erhalten die Unternehmen Einfluss und
Abstimmungsrecht, beim Formulieren und Abstimmen der Gesetzesvorlagen, zitiert
Lisa Graves, Direktorin des Center for Media and Democracy, Passagen aus einem
internen PR-Dokument des Councils. Entsprechend eindeutig ist die Sprache der
geleakten Gesetzesentwürfe: wirtschaftliche Deregulierung, Steuererleichterung
für Konzerne, das Aufheben von Umweltbeschlüssen, Privatisierung öffentlicher
Schulen und Gefängnisse, Maßnahmen gegen den Einfluss von Gewerkschaften.



Siehe auch

ALEC Exposed
http://alecexposed.org/wiki/ALEC_Exposed
ALEC ROCK
http://www.youtube.com/watch?v=NXUPDAMc_6o&feature=player_embedded
"25 states use identical language in "stand your ground law" 
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=JtKnnCOIpvY&NR=1
ALEC Pulls Back Support for “Stand Your Ground” Laws
http://www.youtube.com/watch?v=d66tz44E34A
A Reporter's Guide to the "State Policy Network"
http://theglobalrealm.com/2013/04/11/a-reporters-guide-to-the-state-policy-network/

UNITED STATES OF ALEC
http://www.youtube.com/watch?v=Q0CaOhS7wJg


________


Mark Traina, Schulpsychologe in Louisiana – wesentlich beteiligt an Entscheidungen, welche Kinder in Sonderschulen kommen sollten – sendete Twitter-Botschaften wie diese (am 14. Januar 2012):

Young Black Thugs who won’t follow the law need be put down not incarcerated. Put down like the Dogs they are!
(Junge schwarze Streuner, die sich nicht an das Gesetz halten wollen, gehören umgelegt, nicht eingesperrt. Umgelegt wie die Hunde, die sie sind!)


http://hinterlandgazette.com/2012/05/louisiana-school-psychologist-mark-traina-fire-racist-tweets-black-thugs-follow-law-put.html ;
http://thinkprogress.org/justice/2012/05/22/488506/black-thugs-traina-splc/?mobile=nc ;




Was solche Gefuehle schuert, sind auch Internet-Legenden wie der “Erfahrungsbericht” eines nicht weiter identizierbaren Lehrers mit dem Allerweltsnamen Christopher Jackson, in die Welt gesetzt von American Renaissance. (Das ist ein dem Pioneer Fund nahestehendes Propagandaforum fuer Eugenik und gegen “Rassenvermischung”, erwaehnt z.B. auf dem Post “Foerderung und Finanzierung eugenischer Publikationen”; http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/forderung-und-finanzierung-der-eugenik.html).
What it's really like to  teach black students” kursiert seit 2009 durch zahlreiche Internet-Foren, seit 2011 auch in deutscher Uebersetzung, “Was es heißt schwarze Schüler zu unterrichten”. Zum Beispiel: Englisch auf (na, klar) “Stormfront”; Deutsch auf “As der Schwerter” (mit dem Zusatz “Ein weißer Lehrer spricht Klartext”).





Zweimal “Stormfront”:
Zufallsfund bei der Suche zum Wiederfinden des o.g. Artikels (im englischsprachigen Original) auf der bekannten rechtsextremistischen Webseite “Stormfront”: Eine Webseite aus Grossbritannien ebenfalls mit dem Namen “Stormfront”:
Apple Solution Expert in Education
With locations nationwide, we’re your local Apple Expert.
http://www.stormfront.co.uk/education/
Was die Kinder da wohl lernen, abgesehen von Apple-Anwendungen?


Es handelt sich um ein Propagandastueck mit nicht ueberpruefbarem Wahrheitsgehalt. Die Methode scheint zu sein, dass reale oder realitaets-aehnliche Episoden (wenn auch nicht unbedingt alle vom Schreiber selbst erlebt) gemischt wurden mit verschaerfenden, verdichtenden und frei erfundenen Elementen. Dadurch wird ein Bezugsrahmen gesetzt, in den frustrierende Alltagserfahrungen so eingeordnet werden koennen, dass sich, wer dafuer anfaellig ist, schnell in eine Stimmung von “Weiss-gegen-Schwarz” bringen laesst.
Unterricht fuer Kinder “abgehaengter” Bevoelkerungsgruppen ist eine grosse Herausforderung fuer Lehrer; das hat (in Deutschland) z.B. auch Philip Oprong Spenner erfahren. Aber er ist darueber offenbar nicht zum Rassisten geworden – sondern traegt dazu bei, Kindern eine Chance zu geben. (http://guttmensch.blogspot.com/2012/07/sarrazins-alte-leier-und-mal-eine.html)


______



ALEC-Gruender Paul Weyrich war mit William S. Lind auch ein Propagandist der Idee vom Kampf gegen den "Kulturmarxismus", gegen den der Norwegen-Attentaeter Anders Behring Breivik zu kaempfen meinte. (Moeglicherweise erfand er den Begriff.)

http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/gegen-den-kulturmarxismus-glaubte-der.html

Montag, 22. April 2013

Freie Rede, Schutz vor rassistischer Diskriminierung - wie geht die Balance?


Ein UN-Gremium wirft dem SPD-Politiker [Thilo Sarrazin] Anstiftung zu „rassistischer Diskriminierung“ vor. Er habe „die Ideologie rassischer Überlegenheit“ verbreitet.

von Andreas Zumach   taz.de  17.04.2013

GENF taz | Mit der Niederschlagung einer Klage wegen volksverhetzender Äußerungen des ehemaligen Bundesbankers und Berliner Wirtschaftssenators Thilo Sarrazin hat Deutschland gegen die Antirassismuskonvention der UNO verstoßen. Zu diesem Urteil gelangte der ständige Ausschuss zur Überwachung dieser Konvention (Committee on the Elimination of Racial Discrimination, CERD) in Genf jetzt nach einer über dreijährigen Untersuchung.
In dem Interview hatte Sarrazin behauptet, ein Großteil der in Berlin lebenden TürkInnen habe „keine produktive Funktion“ außer für den Obst- und Gemüsehandel. Sie seien „weder fähig noch willens“ zur Integration und hielten an einer kollektiven, traditionellen und aggressiven Mentalität fest. Sarrazin erklärte, die Türken würden Deutschland mittels ihrer höheren Geburtenrate erobern, so wie die Kosovaren das Kosovo. Er hätte nichts dagegen, wenn es sich nicht um Türken, sondern um osteuropäische Juden handeln würde, die einen 15 Prozent höheren Intelligenzquotienten als die Deutschen hätten.

Mit diesen Aussagen habe Sarrazin „die Ideologie rassischer Überlegenheit und von Rassenhass verbreitet“ und zu „rassistischer Diskriminierung angestiftet“, stellte das CERD fest.  
Ebendies hatte die Berliner Staatsanwaltschaft verneint und in Sarrazins Äußerungen keine Gefährdung des öffentlichen Friedens erkennen wollen. Mit dieser Entscheidung „hat Deutschland seine Verpflichtung aus der Antirassismuskonvention verletzt, eine eventuelle Gefährdung des öffentlichen Friedens effektiv zu untersuchen“, moniert der UN-Ausschuss. Die nationale Gesetzgebung Deutschlands entspreche bislang nicht den völkerrechtlichen Verpflichtungen aus der Antirassismuskonvention.

Der CERD empfiehlt Deutschland, „seine Politik und Verfahren mit Blick auf die Verfolgung mutmaßlicher rassendiskriminierender Äußerungen sowie der Behauptung rassischer Überlegenheit zu überprüfen“ und in Einklang zu bringen mit den Bestimmungen der UNO-Konvention.


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Internationales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung
vom 7. März 1966 (BGBl. 1969 II S. 961)
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Pakte_Konventionen/ICERD/icerd_de.pdf



Nicht Sarrazins Traum:
I have a dream - Ich habe einen Traum
Martin Luther King in Washington, 1963
http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/persoenlichkeiten/martin_luther_king/buergerrechtsbewegung.jsp

Freitag, 19. April 2013

Boston Marathon Attentat

Nachtrag 21.04.2013

Dzhokhar Tsernaev/ Dschochar Zarnajew ist inzwischen gefasst.
Einzelheiten siehe z.B. RP Online
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/erfolg-bei-terroristenjagd-verdeckt-pannen-1.3344731

Bemerkenswert auf RP Online (aber nicht nur dort):
Der Marathon-Anschlag wurde als “der erste Anschlag seit 9/11” bezeichnet.
Siehe Artikel Die Schockwirkung der Explosionen beim Marathon: Boston – der erste Anschlag seit 9/11 von FRANK HERRMANN 16.04.2013
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/boston-der-erste-anschlag-seit-9-11-1.3335406

In Wirklichkeit hat es in den USA seit 9/11 etliche Anschlaege (in einer dem Marathon-Anschlag vergleichbaren Groessenordnung) gegeben; z.B. den Anschlag auf die Abgeordnete Gabrielle Gifford und Teilnehmer ihrer Veranstaltung in Tucson, Arizona 2011, Anschlaege auf Besucher eines Sikh-Tempels in Wisconsin und auf Kino-Besucher in Aurora, Colorado, jeweils 2012.
http://zettelmaus.blogspot.de/2012/08/die-waffe-aus-dem-shooter-shop.html; http://en.wikipedia.org/wiki/2012_Aurora_shooting

Der Unterschied besteht darin, dass es sich bei den anderen Anschlaegen nicht um muslimische Attentaeter gehandelt hatte, sondern z.T. um Rechtsextremisten. Bei den Bruedern Tsernaev/ Zarnajew, die tschetschenischer Herkunft sind, besteht offenbar ein islamistischer Hintergrund.

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10000 Polizisten machen Jagd auf Marathon-Bomber Dzhokhar Tsarnaev
Basellandschaftliche Zeitung

Boston 19. April 2013

http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/ausland/10000-polizisten-machen-jagd-auf-marathon-bomber-dzhokhar-tsarnaev-126425243

10000 Polizisten machen Jagd auf Marathon-Bomber Dzhokhar Tsarnaev

Die Suche nach dem zweiten Verdächtigen des Attentats von Boston läuft auf
Hochtouren. Im Auto kommt niemand mehr aus Watertown raus oder in die Stadt
rein. Der öffentliche Verkehr in der Region wurde eingestellt.


13.38 Uhr: Der Bruder von Dzhokhar wurde nicht erschossen, sondern starb, weil
der Sprengsatz an seinem Körper explodierte. Noch ist unklar, ob er den
Sprengsatz zünden wollte oder ob dieser unabsichtlich explodierte.

13.27 Uhr: Die Polizei bestätigt: Gesucht wird der 19-jährige Dzhokhar Tsarnaev.
Sein Name ist auf einer Stipendien-Liste der Stadt Cambridge aus dem Jahr 2011.

13.14 Uhr: Bei dem flüchtigen Attentäter soll es sich um den Tschetschenen
Dzhokhar Tsarnaev handeln, dies berichten die Nachrichtenagentur AP und NBC
übereinstimmend.

13.00 Uhr: Die beiden Verdächtigen könnten Brüder sein. NBC Boston meldet, dass
es sich um Tschetschen handeln soll. Die beiden sollen schon über ein Jahr in
Cambridge leben. Die Brüder seien 19 und 20 Jahre alt und hätten davor in der
Türkei gelebt. Zuvor kursierten jedoch andere Namen der zwei Verdächtigen.

...

Mittwoch, 3. April 2013

Britische Klassen-Studie zeigt auf: Keine Dreiklassengesellschaft mehr

... sondern eine Siebenklassengesellschaft




Bild rechts:
Reflektion ueber "das obere Drittel der mittleren Unterschicht"

Gefunden auf
http://www.notesofberlin.com/2012/04/fur-das-obere-drittel-der-mittleren.html




Danke, MARTIN !





  
Nachtrag 8. April 2013
Ich muss leider um Geduld bitten – oder, besser noch, um Mithilfe -, bis eine Zusammenfassung auf Deutsch vorliegt. Selbst komme ich im Moment nicht dazu, und die Internet-Suche nach “Siebenklassengesellschaft” ergibt nur wenige Treffer, die dann wieder auf englischsprachige Quellen fuehren; z.B.
“UK Umfrage: Die Sieben-Klassen Gesellschaft - eine neue Einteilung der Gesellschaftsschichten” verweist auf
http://www2.lse.ac.uk/newsAndMedia/news/archives/2013/04/NewClassSystem.aspx


Enttaeuschend: Google findet zwar einen Link zu einem relevanten Beitrag vom Hessischen Rundfunk,
Steuerparadiese Jersey und Guernsey - Hessischer Rundfunk
www.hr-online.de › 2 days ago – Sieben-Klassengesellschaft in Großbritannien Großbritannien ist angeblich keine Drei-Klassengesellschaft mehr, sondern weist jetzt sieben ...
 
aber leider heisst es dann unter dem angegebenen Link
http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=80089&key=standard_document_48004559 
"
Seite nicht gefunden - Die gewünschte Seite ist unter dieser Adresse nicht mehr erreichbar. Möglicherweise stimmt der Link nicht mehr, oder die Seite ist inzwischen vom Server gelöscht. ..."

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Trotzdem lasse ich den Post jetzt stehen; es gibt ja auch noch Google-Uebersetzungen.


Die zuerst gefundene Quelle war
http://news.uk.msn.com/uk/now-there-are-seven-social-classes-1

  
Updated: 03 April 2013 08:30 | By pa.press.net

Now there are seven social classes



The British public no longer fit in to just three social classes, a major new study has concluded.
Instead the findings suggest people are now divided into seven different classes based on economic, social and cultural measures, the BBC reported.
More than 160,000 people took part in the Great British Class Survey, the largest of its kind in the UK.
The results prompted researchers to dismiss the established upper class, middle class and working class system, traditionally defined by occupation, wealth and education, as "too simplistic".
The new classes range from the privileged "elite" to the deprived "precariat", assessing income, savings, house value and social capital - the number and status of people that someone knows.
The research was carried out by Mike Savage from the London School of Economics and Fiona Devine from the University of Manchester with the help of BBC Lab UK.
Professor Devine said: "It shows us there is still a top and a bottom, at the top we still have an elite of very wealthy people and at the bottom the poor, with very little social and cultural engagement."
In the middle of the two extremes are the established middle class, the second wealthiest group, followed by the technical middle class, a small, prosperous new class group which scores low for social and cultural capital.
Next down the line are the new affluent workers, a young class group which is socially and culturally active, with middling levels of economic capital, and the traditional working class, who score low on capital but are not "completely deprived".
Ahead of the poorest in society are the emergent service workers, a new, young, urban group which is relatively poor but has high social and cultural capital.



Na ja, wie man’s eben zusammenfasst. So hatten gut 10.000 Teilnehmer an einem Leser-Survey sich am Nachmittag selbst eingestuft:

Elite (highest)                              5 %      478 votes
Established middle class           11 %    1,216 votes
Technical middle class              17 %     1,799 votes
New affluent workers                  9 %       960 votes
Traditional working class          45 %     4,787 votes
Emergent service workers           3 %       312 votes
Precarious proletariat (lowest)   10 %     1,067 votes

Total responses: 10,619
Not scientifically valid. Results are updated every minute.

http://uk.msn.com/?pc=UP21&ocid=UP21DHP&dt=040113&ar=1



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“Sinkende Realloehne sind Ausdruck struktureller Verbesserungen”

Zum “Reichstumsbericht” der Bundesregierung
Heute-Show 08.03.2013
http://www.youtube.com/watch?v=2t6RcDIMbXk

 

Dienstag, 2. April 2013

Pius XI. und die unvollendete Enzyklika


April, April ....


Der 75 Jahre alte Entwurf der Enzyklika Humani Generis Unitas, Von der Einheit des Menschengeschlechts, 

(Post vom 1. April 2013, "Papst will Enzyklika 'Von der Einheit des Menschengeschlechts' erlassen";
http://guttmensch.blogspot.com/2013/04/papst-franziskus-will-noch-in-diesem.html)

bleibt weiterhin in der Schublade.

 

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Pius XI. - Der Alleingelassene
von Gwunderi, im Mai 2010
https://sites.google.com/site/piusxideralleingelassene/


Der Papst, der nicht geschwiegen hätte

Im Gegensatz zu seinem Nachfolger hätte Pius XI. sehr wohl seine Stimme zu den Judenverfolgungen (und später zum Holocaust) erhoben, wie er es bereits vor allem 1938, aber auch schon früher mehrfach getan hatte. Hatte er anfangs den Faschismus - wohl vor allem als Bollwerk gegen den Bolschewismus -   befürwortet, so distanzierte er sich gegen Ende seines Pontifikats immer mehr   von der "unseligen Wende" ("ignobile svolta"), von den rassistischen Ideologien Mussolinis und Hitlers. Aber er wurde von "Gegenströmungen" innerhalb der römischen Kurie in seinen Protestbemühungen vielfach behindert und zensuriert, allen voran durch seinen Staatssekretär Eugenio Pacelli, dem späteren Papst Pius XII., der das "gute" Verhältnis zum Dritten Reich nicht  trüben wollte - um keinen Preis.

Immer mehr Historiker weisen in den letzten Jahren auf diesen Kontrast zwischen den beiden Pontifex hin, besonders auch nach der im September 2006  erfolgten Teilöffnung der Vatikanischen Geheimarchive für das Pontifikat Pius'  XI. (1922-1939).

Dabei hatte sich auch Achille Ratti, so der bürgeliche Name Pius' XI., in seinen Jahren als Nuntius in Polen abschätzig über die Juden geäussert, wie David Kertzer in seinem Buch "Die Päpste gegen die Juden" herausstellt; doch auch Kertzer räumt später ein, Pius XI. habe gegen Ende seines Pontifikats seine damalige Haltung aufrichtig bereut. [...]



Ende Juni 1938 empfing Pius XI. den amerikanischen Jesuiten John LaFarge, der bereits ein Buch gegen Rassendiskriminierung in den USA verfasst hatte, in Privataudienz in seiner Sommerresidenz in Castelgandolfo und beauftragte ihn, nachdem er ihn zu strengster Geheimhaltung verpflichtet hatte, mit der Ausarbeitung einer Enzyklika gegen Rassismus und Antisemitismus. Dem völlig überraschten LaFarge, der gerade auf Europareise war und sich eher zufällig in Rom aufhielt, war, "als sei ihm der Felsen des heiligen Petrus auf den Kopf gefallen."  [...]





Siehe auch
David W. Southern: John LaFarge and the limits of Catholic interracialism, 1911 – 1963, LSU Press, 1996
http://books.google.co.ke/books?id=uHr7k5iNUi4C&source=gbs_navlinks_s



"Gefallen findet Benedikts Nachfolger Pius XI. am Faschistenführer Mussolini, den er schon 1921, als er noch Kardinal Ratti heißt, einen „wundervollen Mann” nennt. „Mussolini macht schnelle Fortschritte”, freut er sich, „und wird mit elementarer Kraft alles niederringen, was ihm in den Weg kommt.” "
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/10/29/%E2%80%9Emit-gott-und-den-faschisten%E2%80%9D-videos/

Spaeter daemmerte ihm wohl, welcher Preis damit verbunden war, den Teufel (Bolschewismus) mit Beelzebub (Faschismus) austreiben zu wollen. Er sprach von einer "unseligen Wende" ("ignobile svolta"); s.o.


Montag, 1. April 2013

Papst will Enzyklika "Von der Einheit des Menschengeschlechts" erlassen

BITTE DATUM BEACHTEN
PLEASE NOTE THE DATE


75 years are enough!
Pope Franciscus intends to release the Encyclical „Humani Generis Unitas“ which has been in draft stage since 1938, within this year.
„It is time“, he said in his Easter speech.
http://www.aljazeera.com/news/europe/2013/03/201333055149220298.html


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Der neue Papst hat in seiner Osteransprache verkuendet:

Der Entwurf fuer die Enzyklika von der Einheit des Menschengeschlechts, der 1938 im Auftrag von Pius XI erstellt wurde, wird nach 75 Jahren jetzt fertiggestellt.

Die paepstliche Enzyklika "Humani Generis Unitas" soll noch in diesem Jahr herauskommen.


http://kurier.at/politik/weltchronik/papst-franziskus-hielt-osteransprache-fuer-den-frieden/7.198.939

http://de.wikipedia.org/wiki/Humani_Generis_Unitas
http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/die-idee-von-der-einheit-des.html




Papst Pius XI – Achille Ratti (1857-1939)
Auftraggeber der Enzyklika
 Humani GenerisUnitas
Bild gefunden auf
(Link ist hier ausdruecklich
NUR ALS BILDQUELLE eingestellt)




Papst Franciscus – Jorge Bergoglio (*1936)