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Sonntag, 2. September 2018

Neue alte Einflüsse in Bayern

"Eingebaute natürliche Eugenik"
Von der Webseite "Bayern ist frei",
Rubrik "Christentum"


"Gegen Menschenrechts-Dogmatismus und überbordende EU-Regelungskompetenzen zu opponieren, kann kaum falsch sein. Gegenüber unseren katholischen Freunden möchten wir zu bedenken geben, dass wir ein Dysgenik-Problem haben. Nach der Kindersterblichkeit und Armut sind Abtreibungen fast das einzige, was der Dysgenik (d.h. verstärkten Ausbreitung lebensuntauglicher Genome) noch entgegenwirkt. Frühere Gesellschaften hatten eingebaute natürliche Eugenik, und das Christentum wirkte dieser stets entgegen, was nicht besonders konservativ (volkserhaltend) aber bis ca 1800 auch nicht weiter gefährlich war. Die natürliche Eugenik ermöglichte zusammen mit anderen Kräften den zivilisatorischen Fortschritt, der Europa auszeichnete und zu dem das Christentum entscheidendes beitrug. Richard Lynn warnt in dem sehr fundierten Buch Dysgenik, dass die Erkenntnisse der Eugeniker des 19.-20. Jahrhunderts im wesentlichen richtig und wichtig waren und dass sie erst in jüngster Zeit sich besonders bedrohlich bewahrheiten."


"Bayern ist -frei" - auch in Gaststätten und Hotels"


https://bayernistfrei.com/tag/christentum/

Donnerstag, 13. Februar 2014

Siedlungspolitik


Zugang zu Wasser - ein grosses Thema in der Siedlungspolitik Israels.

Es ist auch ein Thema mit Bezuegen zu Eugenik und Sozialdarwinismus. (Siehe Stichwort "Heinsohn" auf diesem Blog; z.B. http://guttmensch.blogspot.com/2012/08/romney-und-ryan.html - Gunnar Heinsohn hat sich verschiedentlich in dem Sinne geaeussert, mit der Verbesserung der Lebenschancen von Menschen mit minderwertigen Genen, z.B. in Gaza, wuerde man deren Vermehrung beguenstigen und damit die "demografische Kapitulation" der Menschen mit hoeherwertigen Genen befoerdern. Es waere besser, wenn palaestinensische Gebiete nicht allzu gut versorgt waeren. Zitat: "Hungernde Menschen kaempfen nicht, sie leiden nur.")


Leider schwaecht die Art und Weise, wie das Wasser-Problem von EU Parlamentspraesident Schulz als Gast im israelischen Parlament angesprochen wurde, die Position israelischer Menschenrechtler, denen eine Aenderung der Siedlungspolitik ebenfalls ein Anliegen ist.  



ZEIT online 12. Februar 2013

IsraelKnesset-Abgeordnete stürmen bei Schulz-Rede aus dem Saal
EU-Parlamentspräsident Schulz hat im israelischen Parlament einen Eklat ausgelöst, als er über die Palästinenser sprach. Netanjahu attestierte ihm Wahrnehmungsprobleme.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-02/knesset-schulz-eklat-palaestinenser?commentstart=273#cid-3370937


BloggerMagga gestern 19:24 Uhr

Nein, in diesem besonderen Fall ist es keineswegs unerheblich, welche Sprache verwendet wird. Man kann als Gast in der Knesset deutsch sprechen, und man kann die israelische Siedlungspolitik kritisieren - aber beides miteinander zu verbinden, ist eine sehr schlechte Idee.
Schulz hat berechtigten und wichtigen Anliegen sehr geschadet, als er meinte, sie in der Knesset ausgerechnet auf Deutsch vertreten zu müssen (und dann auch noch in Details schlecht vorbereitet war).
Es war doch voraus zu sehen, dass die vorgebrachte Kritik dann sofort mit der “von deutschem Boden” ausgegangenen Verfolgung und Vernichtung der Juden assoziiert wird, und ihre Akzeptanz dadurch erheblich erschwert wird. Auch israelische Stimmen, die in der Sache eher Schulz als den herausgestürmten Abgeordneten Recht geben würden, werden durch diese unbedacht herauf beschworene Assoziation kritisch geschwächt.
Warum konnte er als EU Parlamentspräsident – ausgerechnet für dieses Thema und ausgerechnet an diesem Ort - nicht die Universal-Sprache Englisch verwenden?
Berät ihn denn niemand?




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Vizepräsident des EU-Parlaments



27.2.2014

Blackout des Vizepräsidenten des EU-Parlaments Jacek Protasiewicz: Der 46-Jährige soll betrunken am Frankfurter Flughafen aufgetaucht sein. Zuerst entwendete er einem Gast den Gepäckwagen, dann beschimpfte er Zollbeamte mit „Heil Hitler“.http://www.focus.de/politik/ausland/eu/poebelei-am-flughafen-frankfurt-eu-vize-klaut-gepaeckwagen-und-bruellt-hitlergruss_id_3648070.html


Rechtsextreme im EU Parlament

Der Italiener Mario Borghezio von der Lega Nord machte schon früher durch rechte Aktionen und Pöbeleien auf sich aufmerksam. Jetzt fiel er im Europaparlament auf: Borghezio schwenkte dort die Schweizer Fahne und schimpfte auf die "Brüsseler Diktatur".http://www.focus.de/politik/ausland/er-mag-breiviks-ideen-glaubt-an-ufos-zuendet-zelte-von-obdachlosen-an-rauswurf-aus-eu-parlament-radikaler-italiener-tritt-als-poebelnder-schweiz-fan-auf_id_3647332.html

Dienstag, 24. Dezember 2013

"Machen wir unser Herz nicht eng"


Aus der Sonntagsrede - pardon, Weihnachtsansprache - des Bundespraesidenten


Frankfurter Rundschau » Politik
24. Dezember 2013
Weihnachtsansprache

Gauck fordert mehr Offenheit für Flüchtlinge

„Machen wir unser Herz nicht eng mit der Feststellung, dass wir nicht jeden, der
kommt, in unserem Land aufnehmen können“, bittet Bundespräsident Gauck.
In seiner Weihnachtsansprache hat Bundespräsident Joachim Gauck eine klare
Botschaft für die Deutschen: Das Staatsoberhaupt fordert die Bürger zu mehr
Offenheit und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern auf.

Berlin –  

Bundespräsident Joachim Gauck wirbt in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache
besonders um Verständnis für die Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen.
„Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, kommen nicht mit der Erwartung, hier in ein
gemachtes Bett zu fallen“, sagt Gauck in der für das Fernsehen aufgezeichneten
Rede. Sie wollten Verfolgung und Armut entfliehen und Sinn in einem erfüllten
Leben finden.
„Machen wir unser Herz nicht eng mit der Feststellung, dass wir nicht jeden, der
kommt, in unserem Land aufnehmen können“, bittet der Präsident. Er wisse ja,
dass dieser Satz sehr, sehr richtig sei. „Aber zu einer Wahrheit wird er doch
erst, wenn wir zuvor unser Herz gefragt haben, was es uns sagt, wenn wir die
Bilder der Verletzten und Verjagten gesehen haben. Tun wir wirklich schon alles,
was wir tun könnten?“ Es gebe viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat
verließen, Krieg und Hunger, Verfolgung und Not. ...
Gauck erinnert daran, dass die Deutschen dies alles auch erlebt hätten. Im 19.
Jahrhundert seien sie zu Millionen in die Neue Welt ausgewandert, und nach 1945
mussten Flüchtlinge und Vertriebene sich eine neue Heimat suchen. „Auch heute
sind Menschen an vielen Orten der Welt auf der Flucht. Wir denken an das
schreckliche Schicksal der Familien aus Syrien, wir denken an die Verzweifelten,
die den gefährlichen Weg nach Europa über das Wasser wagen. Wir denken auch an
die Menschen, die kommen, weil sie bei uns die Freiheit, das Recht und die
Sicherheit finden, die ihnen in ihren Ländern verwehrt werden.“ Die Ansprache
wird am ersten Weihnachtstag von ARD und ZDF ausgestrahlt.

http://www.fr-online.de/politik/weihnachtsansprache-gauck-fordert-mehr-offenheit-fuer-fluechtlinge,1472596,25724828.html


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“Nun öffnet sich auch noch Nordafrika weit”

Gauck hatte Sarrazin auf dem Höhepunkt der Hype um dessen sogenannte Thesen unterstützt, indem er ihm “Mut” bescheinigte.
Das passt nun ganz und gar nicht zu seiner Weihnachtsansprache. Denn Sarrazin und seine Fans unterscheiden scharf  zwischen “wünschenswerten” Zuwanderern und solchen, die sie aufgrund ihrer Herkunft aus Armutsländern für dauerhaft unfähig halten, etwas anderes als eine Belastung der Sozialsysteme oder Dumping-Angebot von Arbeitskräften im Niedriglohn-Sektor zu sein. Letzteren schreiben sie zudem einen immerwährenden “dysgenischen” Effekt auf die “Qualität” der Bevölkerung zu.

Klaus von Dohnanyi in einer seiner zahlreichen Anpreisungen von Sarrazins “Tabubrüchen”:

“Denn dass wir wahrscheinlich vor einer neuen Völkerwanderung stehen und dabei nicht nur wünschenswerte Greencard-Zuwanderer zu erwarten sein werden, daran gibt es wohl kaum Zweifel. Ein Mindestlohn für Leiharbeiter wäre sicher hilfreich, um Lohndumping zu begrenzen. Aber die Probleme auf Lampedusa, an der türkisch-griechischen Grenze oder in den Grenzgebieten Rumäniens und Bulgariens sprechen eine andere und deutlichere Sprache; nun öffnet sich auch noch Nordafrika weit.”
12.03.2011 (Die Presse)
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/641390/Sarrazin-oder-die-verpassten-Debatten?parentid=0&act=2&isanonym=1

Etwas weniger fein ausgedrückt (mit einer Begrifflichkeit nach Lanz von Liebenfels), aber im Kern ähnlich:
"harryu17.02.2011 15:21 Ich finde es nicht gut, dass diesen Moslem-Halbmenschen ihre Diktatoren abhanden kommen. Auf diese Sodoms-Schrättlinge muss einfach ein Deckel draufgehalten werden, sonst werden sie frech und übermütig. Die ersten tausend Tunesier sind ja schon in Italien und täglich werden es mehr... "
http://www.vienna.at/kommentare/harryu ; zitiert auf http://guttmensch.blogspot.de/2011/03/bayreuther-kreis-eugenik-esoterik-und.html

Dienstag, 12. Juli 2011

Antwort auf die "Quizfrage": Zu welchem Szenario - Traum oder Alptraum - gehört das Sprengstoffattentat im Schlusskapitel von Sarrazins Buch?

Die "Quizfrage" lautete: „Sarrazin präsentiert im Schlusskapitel seines Buches zwei Zukunfts-Szenarien: einen ‚Alptraum‘ und eine positive ‚Alternative‘. Zu welchem dieser Szenarien gehört ein Sprengstoffattentat mit über 70 Opfern? - Die Antwortmöglichkeiten waren: „Zum Alptraum“, „Zur „positiven Alternative“, „Zu beiden Szenarien“, „Zu keinem der beiden Szenarien“.
Die zutreffende Antwort ist: „Zur positiven Alternative“.


Zum Inhalt der  Szenarien:

Ein Sprengstoffattentat mit 73 Opfern, begangen in Berlin von einer Gruppe von Islamisten, gehört bei Sarrazin zur positiven Alternative, zum "Traum". Das Attentat geschieht  im Mai 2013, und bei der Bundestagswahl im September 2013 wird eine Regierung gewählt, die in ihrer Koalitionsvereinbarung "neue Akzente zur Weiterentwicklung in der Familien-, Integrations- und Bildungspolitik" setzt. Sie setzt durch, was Sarrazin für richtig hält. Dazu gehören Maßnahmen, die bis dahin besonders umstritten und "immer wieder als sozial ungerecht" kritisiert worden waren", wie die Konzentration finanzieller Unterstützungsleistungen für Familien auf  Anreize zur Steigerung von "Geburten von Frauen mit mittlerem und hohem Bildungsstand". Die Zahl der Geburten pro Frau steigt auf 2,1, und die "qualitativen Veränderungen" in der Zusammensetzung der Bevölkerung, die Sarrazin zuvor angeprangert hatte, kehren sich um. Dank unterschiedlicher finanzieller Anreize und Gegenanreize für verschiedene Bevölkerungsgruppen liegt die Fruchtbarkeit bei "Schichten mit höherer Bildung" noch über dem erreichten Gesamtdurchschnitt von 2,1 Geburten pro Frau, und "bei den Migranten aus Nah- und Mittelost sowie aus Afrika" unter den Gesamtdurchschnitt. Von Investitionen für Bildung ist nicht die Rede; wie an anderer Stelle im Buch abgehandelt, wird gerade im Bildungsbereich nach Sarrazins Ansicht schon zuviel Geld verschwendet. Ganztagsschule ist aber Pflicht, Lehrpläne ändern sich entsprechend Sarrazins Vorstellungen, und es gibt Kopftuchverbot an Schulen. Man sieht immer weniger Frauen mit Kopftuch, die Kinder werden intelligenter, Deutschland ist wieder gut aufgestellt für den internationalen Wettbewerb.

In dem anderen Szenario, dem Alptraum, gibt es dieses Attentat nicht. Es  fehlt überhaupt an Aufrüttelung. Der Niedergang vollzieht sich zwar innerhalb weniger Generationen ziemlich schnell, aber in einem andauernden Zustand der Eingelulltheit. Die 2017 gewählte schwarz-grüne Bundesregierung unter Führung von Angela Merkel tritt an zu einer Zeit, als die Wirtschaftskrise überwunden scheint und in der Politik eine gewisse Selbstzufriedenheit herrscht. Jürgen Trittin sagt im Wahlkampf 2017, dass ihm 50 Prozent Araber lieber wären als fünf Prozent Rechtsradikale, und  nach der Wahl folgen am laufenden Meter politische Entscheidungen wie in einer Parodie über Gutmenschen und Umarmer vom Dienst. Es folgen der Niedergang der deutschen verarbeitenden Industrie und der deutschen Kultur.



Anmerkungen:

Über die Tradition der Vermittlung eugenischer Theorien durch utopische Szenarien (Socio-Fiction) siehe auch auf diesem Blog „Der Traum vom genetisch korrekten Staat“ mit den Beispielen vom „Eugenischen College von Kantsaywhere“ (Francis Galton) und vom „Reich Artam“ (Volkmar Weiss);

Wie man eine Regierung ermächtigt, der realen Gefahr von Terroranschlägen wirksam zu begegnen, sich dabei aber nicht durch Furcht manipulieren lässt, das ist und bleibt eine Herausforderung für Wähler. Einige nachdenkliche Köpfe haben sich z.B. in den USA während der Ära George W. Bush mit diesem Thema auseinandergesetzt. Wer sich dafür interessiert, findet reichlich Material (in englischer Sprache) mit der Suchwort-Kombination Bush Trifecta. Kolportiert wird ein Zitat von George W. Bush, das besonders durch einen Artikel von Paul Krugman in der New York Times (NYT) vom 07.12. 2001 eine gewisse Bekanntheit erlangte. Kurz nach den Anschlägen vom 11. September soll Bush gesagt haben: „Lucky me, I hit the trifecta“, also etwa “Ich Glücklicher, ich habe die Dreierwette gewonnen“. Bush, so Krugman (und andere Berichterstatter) habe wiederholt versprochen, einen Haushaltsüberschuss zu erzielen, der mindestens so groß sein sollte wie die Überschüsse aus den Sozialversicherungsbeiträgen – außer im Fall einer Wirtschaftskrise, eines Kriegs oder eines nationalen Notfalls. Nun habe er, wenn auch scherzhaft, Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass alle drei Anlässe, das Versprechen nicht einhalten zu müssen, auf einmal eingetreten seien. Kritiker brachten diese salopp erscheinende Einstellung mit Untersuchungsberichten in Verbindung, wonach die Anschläge mit relativ einfach erscheinenden Mitteln hätten verhindert werden können. Auch die von Bush gewährten Steuererleichterungen für Reiche wurden mit der Entschuldigung, wegen der „Trifecta“ seien die Haushaltsversprechen hinfällig, in Verbindung gebracht (sie waren allerdings schon vor dem Terroranschlag beschlossen worden).
Paul Krugman, „Hitting the Trifecta“ (NYT, 07.12. 2001): URL http://www.nytimes.com/2001/12/07/opinion/hitting-the-trifecta.html;
David Cogswell, “
Bush's Trifecta: Control Through Fear” (29.06.2002): URL http://www.davidcogswell.com/Political/BushTrifecta.html

Sarrazin tritt dafür ein, dass der Staat sozusagen mit Zuckerbrot und Peitsche das Fortpflanzungsverhalten schichtenspezifisch lenken soll. Dabei fehlt es – selbst in Deutschland – an Rahmenbedingungen, die eine selbstbestimmte Familienplanung für alle Frauen und Familien erleichtern.
Wie z.B. der SPIEGEL berichtete (Artikel von Guido Kleinhubbert,15.03.2010), ist seit der Einführung von Hartz IV die Zahl ungewollter Schwangerschaften offenbar gestiegen.
Organisationen wie Pro Familia, die Caritas und das Diakonische Werk sind sich da ziemlich sicher. In ihren Schwangerenkonfliktberatungen geben immer mehr Frauen an, dass sie sich eine sichere Verhütung nicht leisten können. … Bis zur Einführung von Hartz IV konnten Sozialhilfeempfängerinnen Extrazahlungen für Verhütungsmittel beantragen. Heute erhalten in der Regel nur noch jüngere Frauen unter 20 Jahren die Pille umsonst. Bei den anderen sieht der Hartz-IV-Regelsatz pauschal 13,18 Euro für Gesundheitspflege vor. Wer bei Ernährung, Kleidung oder Genussmitteln nicht spart, bekommt deshalb leicht Finanzierungsprobleme: Die Pille schlägt monatlich mit 10 bis 15 Euro zu Buche, eine Spirale, die bis zu fünf Jahre wirkt, kostet zwischen 150 und 350 Euro. ‚Eine selbstgestaltete Sexualität und Familienplanung sind unter diesen Bedingungen zumindest für manche Frauen nur noch schwer möglich‘, urteilt die Freiburger Soziologieprofessorin Cornelia Helfferich.“
Über Familienplanung als Menschenrecht und nötige Voraussetzungen zur Umsetzung dieses Rechts siehe auch den Artikel „40 Jahre Menschenrecht auf Familienplanung“ vom 11.07.2008 auf „REGIERUNGonline“; http://www.bundesregierung.de/nn_914534/Content/DE/Archiv16/Artikel/2008/07/2008-07-11-weltbevoelkerungstag.html

Nach Angaben des Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA, ist in der Türkei in den letzten Jahren die Zahl der Geburten pro Frau (im Zuge der als "demografischer Übergang" bekannten, typischen Entwicklung auf dem Weg in eine moderne Industriegesellschaft) stark abgesunken und liegt derzeit bei 2,1. Das entspricht genau dem Wert, den Sarrazin in seinem Traum für Deutschland sieht.
Turkey - UNFPA Overview. Turkey is a middle-income developing country that has ... Its total fertility rate has declined to 2.1 lifetime births per woman; Zugang über URL

Veraltet ist auch Gunnar Heinsohns These von der "demografischen Hochrüstung" der Palästinenser, deren Einfluss in Sarrazins auf „Araber“ bezogenen Annahmen erkennbar ist; siehe auf diesem Blog

Sonntag, 19. Juni 2011

"Bevölkerungsurne" und "Schrumpfvergreisung": Brisante Mischung aus Zahlen, Annahmen und Emotionen vor 80 Jahren und heute




Einer der geistigen Wegbereiter/ Mitläufer der Rassenideologie der Nazis, Friedrich Burgdörfer, prophezeite angesichts „Geburtenschwund und Überalterung des deutschen Volkskörpers“ (Buchtitel, 1932) verbunden mit hohen Wachstumsraten und Einwanderung anderer Völker einen „biopolitischen Grenzkampf“ (Zitat im Schulbuch Meyer-Zimmermann, 1939*). Ich habe hier die Begriffe „Wegbereiter“ und „Mitläufer“ absichtlich mit Schrägstrich verbunden, da Wegbereiten und Mitlaufen bei Burgdörfer, wie bei vielen anderen Nazi-Wissenschaftlern, von denen auf diesem Blog z.T. schon die Rede war (z.B. Mengeles Lehrer und Mentor Verschuer), sehr eng miteinander verbunden war. Auf dieses Phänomen werde ich an anderer Stelle noch genauer eingehen. Es geht mir dabei nicht um die Schuldfrage, sondern darum, wie Wissenschaftler und Vermittler von Wissenschaft sich vom „Zeitgeist“ beeinflussen lassen und gleichzeitig seine Richtung mitbestimmen.
Zum Lebenslauf Burgdörfers und seinem Wirken vor, während und nach der Nazi-Zeit siehe z.B. Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Burgd%C3%B6rfer

* Erich Meyer und Karl Zimmermann: Lebenskunde, Band 4, Verlag Kurt Stenger, Erfurt (ohne Angabe des Erscheinungsjahrs; schätzungsweise ca. 1939,

 
Für Interessierte, die Friedrich Burgdörfers Mischung von Zahlen, Projektionen und emotionaler Aufladung, z.B. im Rahmen einer Diplomarbeit, einmal vergleichen möchten mit heutigen Theorien, wie sie etwa von Gunnar Heinsohn verbreitet werden (mit emotionalen Aufladungen durch Begriffe wie „Schrumpfvergreisung“ und „demographische Hochrüstung“), hier einige Titel antiquarisch erhältlicher Bücher Burgdörfers:


Friedrich Burgdörfer: Sterben die weißen Völker? Die Zukunft der weißen und farbigen Völker im Lichte der biologischen Statistik. In: Deutsches Statistisches Zentralblatt. Hrsg. von Eugen Würzburger, Friedrich Burgdörfer, Johannes Müller, Wilhelm Morgenroth und Friedrich Prinzing. Einundzwanzigster [21.] Jahrgang 1929

Friedrich Burgdörfer: Vom Leben und Sterben unseres Volkes. In: Soziale Zeitfragen. Beiträge zu den Kämpfen der Gegenwart. Hrsg.v. Adolf Damaschke, Heft 88. Bodenreform/Berlin 1929

Friedrich Burgdörfer: Volk ohne Jugend. Geburtenschwund und Überalterung des deutschen Volkskörpers. Vowinckel, Berlin, 1932
 
 
"Volk ohne Jugend", Ausstellungsplakat, März 1933 (Bild: Bundesarchiv)

 

Friedrich Burgdörfer: Zurück zum Agrarstaat? (Inhalt: Stadt und Land in volksbiologischer Betrachtung - Dynamische Grundlinien künftiger deutscher Agrar-, Siedlungs-,Wohnungs- und Wirtschaftspolitik). 1. Aufl. Berlin-Grunewald, Kurt Vowinckel Verlag, 1933

Friedrich Burgdörfer: Bevölkerungsentwicklung im Dritten Reich, Tatsachen und Kritik. Vowinckel, Heidelberg, 1937

Zum Thema "Sterben die weißen Völker?" vgl. Madison Grant, The Passing of the Great Race, erschienen in deutscher Sprache mit dem Titel „Der Untergang der großen Rasse“, 1925 (es liegt nahe, dass Burgdörfer von Grants Buch inspiriert wurde)


Pyramide, Glocke, Urne: Friedrich Burgdörfers "Die drei Grundformen der Bvölkerungsstruktur", 1932 (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0135_pyr&l=de

Die Bezeichnung "Urne" für die Darstellung einer Altersstruktur der Bevölkerung eines Industrielands mit hoher Lebenserwartung und niedriger Geburtenrate (verbunden mit niedriger Säuglings- und Kindersterblichkeit) ist sehr eingängig und emotional aufgeladen. Sie ist leicht mit der Vorstellung vom "Sterben" ("Volkssterben") zu assoziieren - obwohl "längeres Leben" (für mehr Menschen) dahinter steht. Über die Lebensqualität und die Teilhabe Älterer am gesellschaftlichen Leben und Arbeitsleben und über die gestiegene Produktivität durch Technisierung sagt die "Urne" nichts aus.

Mit ähnlich emotional aufgeladener Bildersprache, angelehnt an Burgdörfer, arbeitet Heinsohn, wenn er von "Schrumpfvergreisung" spricht.


 Zu "Kontinuitäten" der Bevölkerungswissenschaft, zu denen Burgdörfers Rolle als Nachkriegs-Gründungsvater der Bevölkerungswissenschaft in Deutschland gehört, siehe Artikel von Rüdiger Suchsland "Im Land der Schrumpfgermanen" (2006); http://www.heise.de/tp/artikel/22/22581/1.html

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In einem Artikel von Volkmar Weiss (wie Heinsohn eine wichtige Referenz für Thilo Sarrazin), werden sowohl Heinsohn als auch Burgdörfer lobend erwähnt; Titel "Bevölkerungsqualität: Der demographische Übergang in den Untergang"
http://www.scribd.com/doc/22172831/Bevolkerungsqualitat-Der-demographische-Ubergang-in-den-Untergang

Besagter Artikel von Volkmar Weiss enthält auch einen englischsprachigen Untertitel: "The Population Cycle Drives Human History - from a Eugenic Phase into a Dysgenic Phase and Collapse". Hinweis dazu: Auch Sarrazin verwendet den Begriff "dysgenisch"; erläutert an anderen Stellen auf diesem Blog - der entsprechende Begriff in der Nazizeit lautete "Gegenauslese".

Die englischsprachige Version des Artikels wurde veröffentlicht im "Journal of Social, Political and Economic Studies" (2007) und ist eine der wenigen im Wikipedia-Artikel "Population Dynamics" zitierten Referenzen (http://en.wikipedia.org/wiki/Journal_of_Social,_Political,_and_Economic_Studies), was auf eine maßgebliche Mitautorenschaft des Verfassers oder des Verlags an dem Wikipedia-Artikel hindeuten könnte.
Das "Journal of Social, Political and Economic Studies" ist ein Propaganda-Organ für eugenische Weltsicht und wird vom gleichen Verlag herausgegeben wie "Mankind Quarterly".
http://en.wikipedia.org/wiki/Journal_of_Social,_Political,_and_Economic_Studies; http://en.wikipedia.org/wiki/Roger_Pearson; siehe auch auf diesem Blog http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/forderung-und-finanzierung-der-eugenik.html
Aus dem Wikipedia-Eintrag zu dem Herausgeber Roger Pearson und anderen Quellen geht hervor, dass dieser  nach dem Krieg auch mit dem (auf diesem Blog schon erwähnten) prominenten Nazi-Rassenideologen Hans Günther zusammenarbeitete.


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Weitere Quellen zur "Überalterungs"-Diskussion (und -Agitation) z.B.:  

http://www.tec-search.net/de/group/172458/%C3%9Cberalterung

Rainer Mackensen Demographie als Wissenschaft
www2.hu-berlin.de/leibniz-sozietaet/archiv%20sb/051/07_mackensen.pdf
Auszug: 
".. Burgdörfer: … Man kann ihn ohne Bedenken als den einflußreichsten Bevölkerungsstatistiker in Deutschland zwischen 1920 und 1955 bezeichnen. … Seine Idee war, daß infolge des Geburtenrückgangs aus dem deutschen „Volk ohne Raum“ (nach Hans Grimm) ein „Volk ohne Jugend“ geworden sei, das mit allen denkbaren bevölkerungspolitischen Mitteln vor seinem Untergang – infolge Überalterung und „Überfremdung“ – bewahrt werden müsse. Die nationalistische Fahne schwang er von Anfang an; die eugenische Argumentation benutzte er anfangs lediglich durch Hinweise auf die damals in Deutschland bekannten Veröffentlichungen vor allem von Ploetz und Lenz. Nachdem er jedoch 1933 in Berlin eine Denunziation von Nationalsozialisten … erfolgreich überstanden hatte …, veröffentlichte er bereits im nächsten Jahr mit dem Vererbungswissenschaftler Kühn und dem fanatischen Eugeniker Staemmler ein Buch über „Erbkunde – Rassenpflege – Bevölkerungspolitik“."
 

Thomas Etzemüller: Ein ewigwährender Untergang: Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert. transcript Verlag, 2005;
 

Samstag, 18. Juni 2011

Heinsohn, Sarrazin, Taylor, Kistler... : Die Welt aus der Sicht von Kitman TV

"Unmenschliche demographische Hochrüstung"! Die Uno und die Europäische Union unterstützen mit ihren Hilfslieferungen die Vermehrung der Palästinenser, beklagte Gunnar Heinsohn (einer der neueren Vordenker für Sarrazins Thesen über die unterschiedliche Qualität von Menschen nach ethnischer Herkunft und Schichtzugehörigkeit).
Quelle: "Junge Freiheit" 07/2007;http://www.jf-archiv.de/archiv07/200730072022.htm

Heinsohns Plädoyer, durch Darbenlassen/ Aushungern unerwünschter Gruppen von Menschen demografische Veränderungen herbeizuführen, ist umso erstaunlicher, als sie von einem Genozid-Forscher kommt. Heinsohn forschte und lehrte zum Thema Völkermord.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gunnar_Heinsohn .


In der Tatsache, dass er für eine Veröffentlichung die "Junge Freiheit" gewählt hat, kann man einen Hinweis auf eine Orientierung zur "Neuen Rechten" sehen. Diese geistig-politische Strömung teilt mit den "herkömmlichen" Rechtsextremen zwar nicht (oder nicht typischerweise) den Antisemitismus, wohl aber grundsätzliche Überzeugungen über die unterschiedliche Wertigkeit von Menschen nach ethnischer und sozialer Herkunft.
http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/rechtsextremismus/neue-rechte.html

Heinsohn argumentierte mehr ideologisch als real (und es gibt keine Anzeichen dafür, dass er seine damalige Sichtweise seither überprüft hätte). Dies zeigen die tatsächlichen demografischen Entwicklungen im Libanon und in Israel/ Palästina.
Aus "Le Monde diplomatique" Nr. 9517 vom 10.6.2011;
(http://www.monde-diplomatique.de/pm/2011/06/10.mondeText.artikel,a0050.idx,16)

"Libanon
Mit einer Geburtenrate von durchschnittlich 1,69 Kindern pro Frau bildet der Libanon in der Region eine Ausnahme. Seit dem Ende des Bürgerkriegs (1976 bis 1990) sind die demografischen Rivalitäten der 1960er und 1970er Jahre verschwunden. Zwar liegen die Geburtenraten bei den verschiedenen konfessionellen Gruppen - Maroniten, Schiiten, griechisch-orthodoxen oder katholischen Christen, Drusen oder Sunniten - auf unterschiedlichem Niveau, aber zugleich ist bei allen ein Abwärtstrend zu verzeichnen.
...

Israel/Palästina

Große Überraschung: Die Geburtenrate im jüdischen Bevölkerungsteil Israels steigt Jahr für Jahr an (auf inzwischen drei Kinder pro Frau). Gleichzeitig sinkt sie bei der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten im Westjordanland, Ostjerusalem und dem Gazastreifen, wo sie noch zur Zeit der ersten Intifada auf Weltrekordniveau lag. Inzwischen ist sie auf 3,6 Kinder pro Frau gesunken (3,1 im Westjordanland, 4,7 in Gaza nach Angaben eines US-Instituts). Bei den israelischen Arabern liegt die Geburtenrate mit 3,4 Kindern fast auf dem gleichen Niveau wie bei den jüdischen Israelis."

Kommentar:
Die demografischen Entwicklungen bei Palästinensern im Libanon und in Israel sprechen gegen Heinsohns These von der "demografischen Hochrüstung" der Palästinenser. Das Beispiel Gaza mit der immer noch hohen Fruchtbarkeitsrate deutet darauf hin, dass eine rigide Blockadepolitik, die Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildung, Gesundheitsversorgung und Familienplanung erschwert,  den "demografischen Übergang" (hin zu weniger Kindern und zu besseren Entwicklungschancen für jedes einzelne Kind) behindert. Dies ist nach der empirisch gestützten Theorie vom "demografischen Übergang" (beschrieben z.B. auf Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Demografischer_%C3%9Cbergang) auch zu erwarten.

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Zu Heinsohn und Burgdörfer siehe auch den folgenden Post
http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/die-mischung-von-zahlen-projektionen.html


Kinder als Waffen im "Kampf ums Dasein der Völker", "biopolitischer Grenzkampf" - siehe auch Zitat Burgdörfer, Schulbuch von Meyer-Zimmermann, 1939; http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/eugenisches-denken-demokratie-als.html


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Gunnar Heinsohn, Thilo Sarrazin, Jared Taylor
versammelt bei "Kitman TV"
http://kitmantv.blogspot.com/2011/08/gunnar-heinsohn-continent-of-losers.html?utm_source=BP_recent

Auf dem gleichen Blog: Viel Verstaendnis fuer den Norwegen-Attentaeter Anders Behring Breivik, den die Erfahrung von Medien-Zensur (media censorship) radikalisiert habe.
http://kitmantv.blogspot.com/2011/08/radicalization-of-anders-behring.html?utm_source=BP_recent

Ein Plaedoyer fuer "After Birth Abortion" (Toetung behinderter Neugeborener);
offenbar aus der Ecke des "Neuen Atheismus"
http://kitmantv.blogspot.com/2012/03/after-birth-abortion-why-should-baby.html?utm_source=BP_recent
Siehe dazu auch
http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/vielleicht-doch-nicht-ganz-so-neu-neuer.html
und Stichworte Dawkins, Singer, Kistler, Giordano-Bruno-Stiftung auf diesem Blog

(Kistler finanziert den Kistler Price, der dem "Neuen Atheismus", auch euphemistisch "Neuer Humanismus" oder "evolutionaerer Humanismus" genannt, gewidmet ist, und gilt ausserdem derzeit als Hauptsponsor des Pioneer Fund; Stichwort Pioneer Fund z.B. auf
http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/forderung-und-finanzierung-der-eugenik.html)



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Die "Transhumanisten"


Sponsor Kistler:

Siehe auch Stichwort "Kistler" und Label "Eugenik-Finanzierung" auf diesem Blog, sowie die Information zu Kistler und der Firma Kistler Aerospace im Kommentar unten.

2002 sponserte Kistler mit seiner "Foundation for the Future" einen Workshop "The Future of Humanity", bei dem es wieder einmal um die Steuerung der Evolution des Menschen ging.

Interessanterweise erscheint die Dokumentation, obwohl Kistler dem Atheismus verbunden ist, auf einer Mormonen-Webseite, "Future of Mormonism":
http://futureofmormonism.com/Documents/FutureOfHumanity.pdf

Siehe auch
http://guttmensch.blogspot.com/2012/08/romney-und-ryan.html
ueber die Praesidentschafts-Kandidatur des Republikaners (und Mormonen-Bischofs) Mitt Romney; Bezuege zu Auserlesenheits-Ideologien


Aus dem Vorwort von Walter Kistler:

“The Future Human” Workshop was convened to focus

on the scientific content of a one-hour television program
also entitled “The Future Human,”which is one of
six programs planned in the Foundation For the Future’s
first television series,
The Next Thousand Years.
 

The television series grew out of the Foundation’s ongoing
Humanity 3000 program, which regularly convenes
seminars, workshops, and symposia to address the
question: Where does humanity go from here? [...]
Focused specifically on the evolution of the human
species, “The Future Human” evaluates the potential for
changing humans in yet-unforeseen ways through
advances in genetics and germline engineering, cloning,
nanotechnology, and other scientific and technological
developments.

In November 2002, the Foundation brought together
nine scholars to discuss these advances and how they
might shape humanity in the coming centuries and millennium.
Their conversations were intended to provide
a basis of information for producers from Palfreman
Film Group in the development of content and images
for “The Future Human” program.
 




The Foundation Board of Trustees

Walter Kistler
Trustee and President Trustee

Bob Citron
Trustee and Executive Director

Sesh Velamoor
Trustee and Deputy Director

Donna Hines
Trustee and Deputy Director

Milt Woods
Trustee

 
The Foundation Board of Advisors

 
Dr. George Bugliarello
Polytechnic University

Dr. Brian Fagan
University of California, Santa Barbara

Dr. William H. Calvin
University of Washington

Barbara Marx Hubbard
Foundation for Conscious Evolution

Dr. Eric J. Chaisson
Tufts University

Dr. Donald Johanson
Institute of Human Origins

 Dr. Clement C. P. Chang
Tamkang University

 Dr. Michio Kaku
City University of New York

 Joseph Coates
Consulting Futurist, Inc.

 Graham T. T. Molitor
Public Policy Forecasting, Inc.

Dr. Christian de Duve
Institute of Cellular Pathology

Dr. Robert Muller
University for Peace

Dr. Ricardo Diez-Hochleitner
Club of Rome

 Dr. Edward O. Wilson
Harvard University


______



Gefunden mit Suche "Frank Kitman" und Kitman TV"


Kitman TV - NetworkedBlogs
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Follow Kitman TV ... Posted by Frank Kitman on Wednesday, May 18, 2011 in atheist demographics, eric kaufmann |. Part of the Atheist Demographics Series.
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Frank Kitman speaks out at Kitman TV - YouTube Channel -. - Vlad Tepes speaks out at .... Files - Old Forty-Fives - - Islamic Mein Kampf - Jihad in Academia- ...
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Kitman TV | - Tundra Tabloids
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Oct 11, 2010 -
Sharethanks to Frank Kitman for this excellent video that was ... ShareHere's an excellent video in German, subtitled by Kitman TV which shows ...
http://tundratabloids.com/category/kitman-tv
 

Dienstag, 8. März 2011

Sarrazins "Thesen" in fünf Punkten

Thilo Sarrazins Ausführungen und Ausbrüche werden häufig als "Thesen" bezeichnet, nicht unbedingt zu Recht. Sein Buch enthält keine zusammenfassenden Schlussfolgerungen in Form von "Thesen". Es endet mit "Überlegungen zur deutschen Gesellschaft in 100 Jahren" (socio-fiction in der Art der Romane von Volkmar Weiss, darauf nehme ich in einem anderen Post Bezug.)

Hier ist zumindest eine handliche Zusammenfassung seiner Ausführungen. (Sollte jemand noch treffendere Zusammenfassungen, oder solche, die von Sarrazin selbst stammen, empfehlen können, bin ich für Hinweise dankbar.) 

Ergänzung 29.03.2013
Die schließlich gefundene Zusammenfassung von Sarrazin selbst (aus dem BBC-Interview; s.u.) wurde inzwischen auch in einem neuen Post eingestellt:



Der Tagespiegel, 27.08.2010 12:16 UhrVon Bruno Preisendörfer
http://www.tagesspiegel.de/meinung/intelligenz-ist-zu-50-bis-80-prozent-angeboren/1912078.html;jsessionid=6A9326AAE3468C9E91E2269DD859FFEC


"Sarrazins Argumentationsweg lässt sich mit fünf Schritten abkürzen:


Erstens: „Intelligenz ist zu 50 bis 80 Prozent angeboren.“ Zweitens: Die Hochbegabung konzentriert sich in der Oberschicht, die Mittelschicht bringt gut Begabte hervor, in der Unterschicht ist überdurchschnittliche Intelligenz selten, in der von staatlichen Transferleistungen lebenden Unterschicht schon normale Intelligenz die Ausnahme. Drittens: Die Fruchtbarkeit in der Ober- und Mittelschicht ist zu gering, diejenige in der deutschen wie ausländischen Unterschicht zu groß. Je niedriger der Intelligenzquotient, desto höher die Fertilitätsrate. Viertens: Dies führt zum Sinken der gesellschaftlichen Gesamtintelligenz und zum Steigen der staatlichen Transferkosten. Fünftens: Zur Korrektur dieser Entwicklung müssen die dummen Leute aus der Unterschicht am Kinderkriegen gehindert und die klugen Leute aus der Mittel- und Oberschicht zum Kinderkriegen animiert werden. Des Weiteren ist die Zuwanderung dummer Türken, Araber und Afrikaner zu unterbinden und durch eine gesteuerte Migration gebildeter Menschen aus intelligenteren Ländern zu ersetzen.


Was hier in fünf Punkten zusammengefasst ist, setzt Sarrazin in neun Kapiteln auseinander."


Anmerkung:
Interessant die Parallelen zu Gobineau (abgesehen davon, dass die "gelben Bestandteile" bei Sarrazin besser wegkommen als bei Gobíneau; mit "dunkel-beige" statt "gelb" als "Hautfarben" bzw. "Rassen"-Bezeichnung würde es noch genauer passen):
„Maßgebend für … (das) Denken (Gobineaus) war die Parallelsetzung von Klassen
und Rassen: Der Adel enthalte die wertvollsten Rassenelemente, das Bürgertum sei
eine Mischrasse und die Unterschichten bestünden aus rassisch Minderwertigen mit
hohen schwarzen und gelben Bestandteilen. … “
Michael Lausberg: Die Resonanz des gobinistischen Rassenbegriffs bei Wagner und
Nietzsche, Aachen 2009; http://www.tabvlarasa.de/38/Lausberg.php ;
auf diesem Blog: http://guttmensch.blogspot.com/2011/02/bayreuther-klungel.html


Noch ein Fund aus dem gleichen Artikel:
"Wie früher der liebe Gott den Menschen ihren Platz in der Gesellschaft anwies, so
tun das heute die guten Gene." (Bruno Preisendörfer)

__________________


Die sogenannten „Thesen“ Sarrazins werden von verschiedenen Autoren jeweils etwas unterschiedlich zusammengefasst, je nachdem, welcher Aspekt jeweils im Vordergrund steht.

Da die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) dem Thema „Sarrazins Thesen“ eine eigene Reihe gewidmet hat, folgen hier ein Link auf die betreffende Webseite und eine Übersicht der von dort aus zu findenden Artikel.  Weiter unten sind Kurzbeschreibungen ausgewählter Artikeln einkopiert, die ich, ebenfalls auf der FAZ Webseite, mit einer Stichwortsuche gefunden habe.


Der Gegensatz von Natur und Kultur ist in den Natur- wie in den Sozialwissenschaften längst obsolet. Für die Lösung der Bildungsprobleme in Unterschichten ist zweitklassige Theorie aber nicht gut genug. Von Armin Nassehi

Was schreibt Sarrazin? Eine Handreichung in Thesen
Das Buch von Thilo Sarrazin wird kontrovers diskutiert - kaum jemand, der zu dem Werk keine dezidierte Meinung hätte. Doch was schlägt Sarrazin eigentlich vor? Wie lauten seine Kernthesen? Ein Überblick.
Von Markus Wehner"
(Mein Kommentar: sehr selektiv, vermeidet weitgehend den eugenischen Kern von Sarrazins Aussagen)

Was ist dran an Sarrazins Thesen?
Die Arbeiten der Entwicklungspsychologen und Begabungsforscher Heiner Rindermann und Detlef Rost wurden zu den wichtigsten Quellen für Thilo Sarrazins Deutschland-Buch. Jetzt schreiben sie, was an Sarrazins Thesen ihrer Meinung nach Bestand hat - und was nicht."

Kommentare dazu u.a. auf folgendem Blog:
http://www.weissgarnix.de/2010/09/08/zecke-zu-sarrazin-und-rindermann/

Wir sind alle Schlümpfe
Dass Intelligenz nicht vom Himmel fällt, hat die Debatte um Thilo Sarrazins Thesen gezeigt. Aber wo kommt sie dann her? Fest steht: Ein spezifisches Juden-Gen gibt es nicht. Genauso wenig wie ein Deutschen- oder ein Türken-Gen.
Von Jörg Albrecht und Volker Stollorz


Phantasma „Juden-Gen“
Dieselben Genvarianten sind keinesfalls exklusiv, sondern allenfalls gehäuft bei einzelnen Ethnien zu finden. Für ein spezielles „Juden-Gen“ trifft dasselbe zu wie auf ein „Intelligenz-Gen“: Es ist die Prosa biologistischer Fälscher.
Von Joachim Müller-Jung


(Beiträge von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, Auswahl)

Sarrazins Quellen
Biologismus macht die Gesellschaft dümmer
"Als hätte es alle Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts nicht gegeben: Im Innersten seines Buches hat Thilo Sarrazin eine vulgärdarwinistische Gesellschaftstheorie versteckt. Der Autor verschleiert die Terminologie und geht fahrlässig mit seinen Quellen um.

Sarrazins Konsequenz
Ein fataler Irrweg
"Thilo Sarrazin ist der Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft. Aber er verschweigt die Pointe seines Thrillers. Seine Thesen laufen auf eine vollständige Neudefinition unseres Begriffs von Kultur hinaus und erschöpfen sich nicht in muslimischen Milieus. ... "
Ausschnitt: "Wer nachliest, was damals unter dem Eindruck der Zuwanderungsströme im Ersten Weltkrieg in Amerika diskutiert wurde, befindet sich mitten in der Sarrazin-Diskussion. Die Zukunft des Landes war in Gefahr, die Intelligenz verkümmerte, Ethnien wurden analysiert und selektiert. Am schlimmsten waren die Japaner und die Süditaliener. „Nein, wir arbeiten nicht“, heißt es etwa in einem der einflussreichsten Werke der damaligen Zeit („The Old World in the New“) über die Italiener. „Wir haben andere, die für uns arbeiten. Es sind diese Parasiten, die die meisten Verbrechen begehen.“ Sie verlassen die Schule bei der ersten Gelegenheit, sie können nicht lesen und nicht schreiben, sind schlecht in Mathematik, und „ihnen fehlt die Fähigkeit zu denken“. Es hat sich gezeigt, dass Bildung und der Glaube an die eigene Kultur die Integration dieser Gruppen nach 1965 viel mehr beschleunigte als jede Form eugenischer Politik.“


Weitere Quellen u.a.:

Thilo Sarrazin, der Eugeniker: Die Gene sind schuld
Sarrazin vermischt in seinem neuen Buch über den
angeblichen Untergang der Deutschen Halbwahrheiten mit Unsinn  ...
www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-gene-sind-schuld/

Presseschau: Sarrazin und sein Faible für Eugenik - 
 ... Aber Sarrazins Eugenik-Ideen erschrecken nicht nur auf moralischer
Ebene, sie dürften auch kaum zum Ziel führen. ...http://arnehoffmann.blogspot.com/.../presseschau-sarrazin-und-sein-faible.html

Tagesschau: Was ist dran an Sarrazins Thesen?
http://www.tagesschau.de/inland/sarrazin154.html

Volker Eichener, Professor für Politikwissenschaft und Rektor der EBZ Business School –
University of Applied Sciences, Bochum, über Manipulation und Fälschung im Buch „Deutschland schafft sich ab“
http://www.rohmert-medien.de/immobilienbrief/analyse-die-seltsamen-methoden-des-thilo-sarrazin,108286.html

Auszug:
"Der Harvard-Professor Richard Lewontin hat den Zusammenhang zwischen angeborener Intelligenz und sozialem Umfeld mit folgender Analogie veranschaulicht: Man stelle sich vor, man teile einen Sack mit Weizenkörnern zufällig in zwei Hälften und streue die eine Hälfte auf fruchtbaren, die andere Hälfte auf unfruchtbaren Boden. Betrachtet man nur den fruchtbaren Acker, so wird man, nachdem die Pflanzen ausgewachsen sind, Unterschiede in der Größe der Ähren feststellen und diese richtigerweise auf genetische Unterschiede der Samenkörner zurückführen. Betrachtet man die insgesamt mickrigeren Halme auf dem unfruchtbaren Acker wird man dort ebenfalls genetisch bedingte Unterschiede finden. Aber das heißt noch lange nicht, dass die Unterschiede zwischen der durchschnittlichen Größe der Ähren auf dem fruchtbaren und dem unfruchtbaren Boden ebenfalls genetisch bedingt sind.
Genau diesen Fehlschluss begeht Sarrazin. Er sieht die Unterschiede zwischen den Bildungsleistungen deutschstämmiger und türkischstämmiger Schüler und führt diese auf genetische Unterschiede zurück, obwohl er weiß, dass es die Migrantenkinder – allein aufgrund der Sprachbarrieren – im Schulsystem viel schwerer haben.
In der psychologischen Fachliteratur ist natürlich zu lesen, dass ein Teil der Intelligenz angeboren ist. Aber Erziehung und Bildung können für eine Variation von immerhin 20 IQ-Punkten verantwortlich sein – das entspricht dem Unterschied zwischen einem durchschnittlichen Hauptschüler und einem durchschnittlichen Abiturienten.[10]
Als Kronzeugen für seine Argumente führt Sarrazin die US-amerikanischen Autoren Herrnstein und Murray an, die er wiederholt zitiert (Fußnote 61, 78, 79, 84, 86, 87, 88).[11] Mit diesen Autoren versucht Sarrazin folgende Aussagen zu belegen:
.....

Der Einfluss der (angeborenen) Intelligenz auf den Schulerfolg sei größer als der des sozio-ökonomischen Hintergrunds (S. 97).
Der gemessene Zusammenhang der Intelligenz von Ehepaaren liege zwischen 40 und 45 Prozent (wieder der Fehler, Korrelationen in Prozenten zu messen) (S. 99).
Es gebe eine 90prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einer Unterschichtsfamilie mit einem Durchschnitts-IQ der Armut entkommt (S. 99).
Durch das häufige Zitieren dieser Quelle erweckt Sarrazin den Eindruck, er stütze sich auf seriöse Forschungsergebnisse. Formulierungen wie „es lässt sich zeigen, dass…“ (S. 97) legen dem Leser nahe, es handele sich um allgemein anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse. Aber welche Quelle hat Sarrazin sich da ausgesucht, die er derart prominent in den Mittelpunkt seines Buchs stellt?
 Professor Michael Nunley, Anthropologe an der University of Oklahoma, schrieb: “Ich glaube, dieses Buch ist eine Fälschung, und die Autoren müssen es gewusst haben … Nach sorgfältigem Lesen kann ich nicht glauben, dass es den Autoren nicht bewusst war, wie sie ihr Material verfälscht haben.“
Professor Leon Kamin, ehemaliger Dekan der Fakultät für Psychologie der Princeton University, nannte das Buch "einen Missbrauch der Wissenschaft".”



Einschub/ eigene Anmerkung: Kamin war es auch, der in den 1970er Jahren Schummel in der Intelligenzforschung mit eineiigen, getrennt aufgewachsenen Zwillingen aufdeckte, vorgenommen von einem "Kronzeugen der Vererbungstheorie", Cyril Burt (siehe z.B. "Schwindel mit Zwillingen", DER SPIEGEL, 16.10.1978; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40606938.html).
Untersuchungen an solchen Zwillingspaaren sind Dreh- und Angelpunkt der Vorstellung, man könnte den jeweiligen Anteil von Vererbung und Umwelt an der Intelligenzleistung trennscharf in Prozent bemessen. Aber wie viele eineiige Zwillingspaare, die in völlig unterschiedlichen Milieus aufwachsen, gibt es wirklich; auf wie viele von ihnen kann die Forschung zurückgreifen? Es muss nicht unbedingt erstaunen, dass bei den "Forschungen" des seinerzeit sehr angesehenen Eugenikers Cyril Burt, der auch durch seine Beteiligung an den vom Galton Institute organisierten "Galton Lectures" hervortrat, etwas nachgeholfen wurde.

Weiter mit dem Auszug aus dem FAZ-Artikel:

"Der Journalist Bob Herbert beschrieb das Buch in der New York Times gar als “ein geschmackloses Stück rassischer Pornographie, das sich als seriöse Wissenschaft maskiert.“[12]
Diese Aussagen dokumentieren, dass Sarrazins Quelle höchst umstritten ist. Das war ihm selber nicht entgangen, wie er in einer Fußnote anmerkt. Aber wie geht Sarrazin mit dieser Kritik um? „Dieses sehr erfolgreiche Buch löste eine heftige Diskussion aus und traf auf eine große Welle öffentlicher Kritik. Diese konzentrierte sich aber auf das Grundsätzliche und Ideologische.“ (S. 419). Das ist ein weiterer Beleg für Sarrazins Methode, jegliche Kritik an seinen Thesen als „ideologisch“ abzuqualifizieren. Tatsächlich war die Kritik an Herrnstein/Murray alles andere als ideologisch.
Ein Team von Wissenschaftlern der University of California, Berkeley, prüfte die statistische Methodologie von Herrnstein/Murray und kam zur Schlussfolgerung, dass die von Sarrazin behauptete These, dass (angeborene) Intelligenz wichtiger sei als die sozio-ökonomische Herkunft, im wesentlichen ein Effekt einer von Herrnstein/Murray vorgenommenen Datenmanipulation sei.[13]
Sanders Korenman vom National Bureau of Economic Research und Christopher Winship von der Harvard University wiesen ebenfalls gravierende methodische Fehler nach.[14]
Und James Heckmann, immerhin Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften, kritisierte, dass Herrnstein/Murray mit der Absicht, ihre Theorie zu stützen, das falsche Testverfahren für die Intelligenzmessung benutzt haben, obwohl sie wussten, dass ein besseres zur Verfügung gestanden hätte.[15]
Diese Kritiken kann man wohl kaum als „grundsätzlich“ oder „ideologisch“ bezeichnen." "

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Und noch einmal FAZ  (21.09.2010) - beleuchtet die in Sarrazins Buch aufblitzenden Bezüge auf seinen eigenen Werdegang und war wegen Polemik nicht in meiner ersten Auswahl; gehört aber zu einem runderen Bild letztlich doch dazu:
Nils Minkmar: Lesen ist nicht genug.
"Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ ist ein klassischer Bildungsroman..."
http://www.faz.net/s/Rub26B658D129854FA4AAC01A726777C753/Doc~EE64D585E4D314C53892306587BE94E86~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Über die doch nicht so "breite statistische Basis" (TAZ 24.08.2010)
http://taz.de/1/wahrheit/artikel/1/die-rueckkehr-des-rechenritters-sarrazin/

Dazu auch
http://guttmensch.blogspot.com/2011/02/neue-publikation-sarrazins-thesen-auf.html

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Nachtrag:
Eine Fundstelle mit einer Zusammenfassung von Thilo Sarrazin selbst anlässlich eines Hörfunk-Interviews - auf Englisch - mit BBC. Original-Interview (Audio) http://www.wikio.de/video/thilo-sarrazin-full-hour-interview-say-4976271 : Transkript (Auszug) http://europenews.dk/en/node/39257
Betrifft nur den Teil "Problemdiagnose", vorgeschlagene Maßnahmen werden nicht angesprochen.
  • Deutschland schrumpft (mit jeder Generation um ein Drittel der Bevölkerung)
  • Die klügsten Menschen kriegen die wenigsten Kinder
  • Deutschland hat die falsche Art von Immigration - aus den falschen Ländern (in der Zusammenfassung sagt er nicht "aus muslimischen Ländern", erwähnt das jedoch im Interview)
Der Satz: "Die klügsten Menschen kriegen die wenigsten Babies" ... führte bei einigen Hörern zu einem akustischen (und/ oder "Freud'schen") Missverständnis, wonach die weißesten Menschen die wenigsten Babies kriegen:
“In einem Interview mit der BBC fasste Thilo S. seine Problemdiagnose mit „the brightest people get the fewest babies“ zusammen, wobei Spiegel Online aus dem ersten Teil des Satzes „the whitest people“ machte – dieses Missverständnis ist durchaus plausibel im Kontext seiner anderen Äußerungen."  (http://www.kritisch-lesen.de/2011/04/bauchladen-der-ausgrenzungsdiskurse/)

...  Eine Gruppe, die sich als "White Refugees" bezeichnet, u.a. die "Afrikanisierung Südafrikas" (Africanisation of SA) beklagt und meint, man sollte den Einsatz von Penis und Uterus ("action in using the penis and the womb") als eine Kriegshandlung ("act of war") verstehen, scheint ebenfalls "whitest" verstanden zu haben. Jedenfalls preisen sie Sarrazin als einen EU-Propheten und schrieben unter einen Link zu einem Youtube-Video  (dessen Link allerdings nicht mehr funktioniert) "Thilo Sarrazin: How Germany is committing suicide by Islam"; Wie Deutschland Selbstmord durch Islam begeht.
http://thilo-sarrazin-eu-prophet.co.nr/


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"Deutschland schrumpft"
vergleiche auch "Antrag der Fraktion der NPD: Den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes bewahren! – Drucksache 6/93 –  Sitzung des Landtags vom Mecklenburg-Vorpommern am 16.11.2011 ... Das Wort zur Begründung hat der Abgeordnete Stefan Köster von der NPD-Fraktion  ....    "
http://www.jubelkron.de/unruhenImLandtag.htm

Mit Video auf der NPD-nahen Webseite
http://rueckschlagklappe.wordpress.com/2012/02/24/wer-spricht-denn-hier-von-herrenrasse/


Köster: "... Und so viel Selbsthass als Angehörige des deutschen Volkes ist echt abenteuerlich und echt schämenswert. ... Sie, die Vertreter der pseudodemokratischen Parteien, streben den Zuzug von Fremden in unsere Heimat an ... Durch diese Handlungen versetzen Sie unserem Volk langfristig hinterrücks den Dolchstoß. ..."       



Siehe auch Stichwort "Schrumpfvergreisung" auf diesem Blog; z.B.