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Dienstag, 19. Juli 2011

"Offenbar starke Lohneinbußen bei Geringverdienern"

"Die realen Nettolöhne von Geringverdienern sind seit der Jahrtausendwende stark gesunken. Bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen hätten die Einbußen 16 bis 22 Prozent betragen, berichtete die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Im Durchschnitt aller Beschäftigten seien die Nettogehälter zwischen 2000 und 2010 preisbereinigt um 2,5 Prozent zurückgegangen. Das geht den Angaben zufolge aus neuen Umfrageergebnissen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hervor.
"Die Wirtschaft ist seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen", sagte DIW-Verteilungsforscher Markus Grabka der Zeitung. Die Gewinne und Vermögenseinkommen seien "insgesamt sogar kräftig gestiegen". Doch bei den meisten Erwerbstätigen sei vom Wirtschaftswachstum nichts angekommen."
Von Tom Gandolfini | AFP | auf Yahoo, 19.7.2011; http://de.nachrichten.yahoo.com/offenbar-starke-lohneinbu%C3%9Fen-geringverdienern-061809735.html

Siehe auch auf diesem Blog
http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/neue-unterschicht-alte-erklarungsmuster.html
u.a. mit Zitat aus einem SPIEGEL-Artikel von 2007:
"Der Lebensstandard der Arbeitnehmer hat sich von der Wirtschaftsentwicklung weitgehend abgekoppelt. ... Fast 500 000 Bundesbürger verdienen mit ihrer Vollzeitstelle so wenig Geld, dass sie zusätzliche finanzielle Unterstützung in Form von Arbeitslosengeld II benötigen. ...Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten jahrelang sank, wuchs das Heer der Rentner, Pensionäre und Arbeitslosen. ... Besonders ungünstig fällt die Bilanz dabei für jene Werktätigen aus, die ... auf den unteren Etagen der Verdienstskala festsitzen. ... Sie müssen hinnehmen, dass sie in vielen Berufen nur noch als Zeitarbeiter, Minijobber oder Scheinselbständige gefragt sind."http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51074703.html
DER SPIEGEL 14/2007 - Die wahre Unterschicht


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Mehr zum Thema "Geringverdiener/ Unterschicht-Debatte"
(siehe auch Label "Unterschicht-Debatte" auf diesem Blog,
als Einstieg 
http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/neue-unterschicht-alte-erklarungsmuster.html)

Hier: Unterschicht und Uebergewicht

Aus dem Blog DAS LIED DER DICKEN DAME von Nicola Hinz
http://candybeach-editorial.blogspot.de/



"Der Soziologe Friedrich Schorb legt in seinem Buch „Dick, doof und arm?“ dar, dass tatsächlich zwei Dinge zutreffen, die ich immer bezweifelt habe: Nahrungsmittel, die viel Fett und Energie enthalten sind, sind statistisch billiger als Obst und Gemüse. Er berichtet über die Ergebnisse einer britischen Studie, der zufolge eine Kalorie, die aus Broccoli gewonnen wird, 25mal mehr kostet, als eine Kalorie aus Tiefkühl-Pommes. Außerdem bestätigt er, dass insbesondere bei Frauen ein starker Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und der Entstehung von „Übergewicht“ zu bestehen scheint. Frauen mit einem Hauptschulabschluss werden offenbar in Deutschland dreimal so oft übergewichtig wie Frauen mit Abitur.
Die gesellschaftlich allgemein gültige Schlussfolgerung aus dieser Datenlage sieht er wie folgt: Dicke sind dick, weil sie zu ungebildet sind, um sich gesund zu ernähren. Aber, so Schorb, es gibt natürlich auch einen klaren Zusammenhang zwischen dem Haushaltseinkommen und Bildung. Und wenn Arme sich anders ernähren, als Wohlhabende und viele billige, energiereiche Fertigprodukte zu sich nehmen, um überhaupt satt zu werden, dann hält er das ganz klar für eine Frage des Geldes – und nicht von Bildung. Beim ausschließlichen Verzehr von preiswerten, zumeist hochkalorischen Nahrungsmitteln ist es eben schlicht leichter, eine „Überdosis“ an Kalorien zu sich zu nehmen."
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Did the stimulus work?
http://www.youtube.com/watch?v=ESFVnZZegXs

Die Arbeitsmarktentwicklung in den USA deutet darauf hin, dass die von der Obama-Administration eingefuehrten "Stimulus"-Massnahmen zur Bekaempfung der Rezession wirksam waren.


Where did the debt come from?
Wo kamen die (US Staats-) Schulden her?
http://www.youtube.com/watch?v=LcvLHHMC4iI


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Paritätischer Wohlfahrtsverband
Immer weniger Menschen profitieren vom Wohlstand
ZEIT online


Der Paritätische Wohlfahrtsverband beklagt die wachsende soziale Spaltung in Deutschland. Der Regierung wirft der Verband Tatenlosigkeit und Ignoranz vor.

Am wachsenden Wohlstand haben immer weniger Menschen teil, kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband. In seinem Jahresgutachten 2014 wirft der Verband der Politik Passivität vor, die "bisweilen schon an sozialpolitische Ignoranz grenzt". Weder die politischen Maßnahmen von Schwarz-Gelb noch die von Schwarz-Rot hätten den Trend der wachsenden sozialen Spaltung bisher aufhalten können.  
Mit 15,2 Prozent habe die Armutsquote ihren Höchststand erreicht. Erwerbslose (59,3 Prozent) und Alleinerziehende (41 Prozent) seien besonders armutsgefährdet, heißt es in der Studie. Niemals hätte es in Deutschland derart viel Privatvermögen gegeben wie heute, gleichzeitig aber auch nie so viele überschuldete Menschen. Jeder zehnte Erwachsene zähle zu Letztgenannten. [...]  

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