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Samstag, 30. Juli 2011

"Ketzer" gegen "Dogmen": Muss man jede Debatte führen?

Im Namen der Meinungsfreiheit sind auch die Menschenrechte nicht "heilig" - die Debatte, warum es sie gibt und was darunter zu verstehen ist, muss immer wieder neu geführt werden.

Aber muss man wirklich jede Debatte führen? Muss man selbst die Debatte um die "Einheit des Menschengeschlechts" neu führen, um nicht des Dogmatismus verdächtigt zu werden? (Siehe auch http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/die-idee-von-der-einheit-des.html)

Ein Kommentar auf der Webseite "Politically Incorrect" - ein Mensch wurde darin als "Genabfall" bezeichnet, und auf einer ähnlichen gestrickten Webseite, Kybeline, wurde seine ermordete Ehefrau als "Kopftuchschlampe" geschmäht und dem Mörder Beifall gespendet - ein Kommentar auf PI also war es, der für mich den Ausschlag gab, diesen Blog zu starten.

(Ups, ich fürchte, ich habe mir die verschachtelte Schreibweise in dem Satz oben unversehens von dem Rassenideologen Hans F. Günther abgesehen, von dem ich kürzlich ein Zitat eingestellt habe. Vielleicht auch ein Beispiel dafür, wie schnell sich der Mensch sich Vorbildern, auch schlechten, beeinflussen lässt... )

Auch wenn Thilo Sarrazins "Kopftuchmädchen" gegenüber "Kopftuchschlampe" und gar gegenüber Genabfall" nur eine ganz leichte Version des Ausdrucks von Menschenverachtung sein mag, so fiel doch auf, wieviel liebevolle Zuwendung seine Äußerungen von Webseiten dieser Art erfuhren. Und von seiner Argumentation mit angeblich "dysgenischen Effekten" der Gegenwart von Menschen, die "Kopftuchmädchen produzieren" schien eine nicht allzu lange Linie zu Wortschöpfungen wie "Genabfall" zu führen. Die im Internet und auch in traditionellen Medien sich immer stärker ausbreitende Häme gegen "politische Korrektheit" ließ befürchten, dass man bald auch nicht mehr gegen die Bezeichnung von Menschen als "Genabfall" würde protestieren können, ohne auf Verständnislosigkeit zu stoßen. Diese Befürchtung wurde durch Beobachtungen verstärkt wie die, dass ein von Sarrazin zitierter Autor (und, wie ich später feststellte, maßgeblicher Ideengeber), Volkmar Weiss, mit dem Anspruch von Wissenschaftlichkeit über "Neger" schrieb, offensichtlich stolz, sich über sogenannte Tabus politischer Korrektheit hinwegzusetzen.  
(Dieser Begriff ist in noch gar nicht so lange zurück liegender Geschichte mit der Vorstellung verknüpft, "Neger" seien keine Menschen  im eigentlichen Sinne, wie auf diesem Blog z.B. in Auslassungen des Nazi-Theologen Neuberg zu lesen ist - "längst davon abgekommen, aus dem Neger einen Menschen zu machen und die Menschheit zu egalisieren" - s. Suchworte "Neger" und "Negerhaftigkeit" auf diesem Blog; aktuell:
http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/die-idee-von-der-einheit-des.html ;
http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/die-kaste-der-wascher-in-zeiten-der.html ; http://guttmensch.blogspot.com/2011/05/die-iren-und-die-juden-kommen-weitere.html)


Muss man sich auf die Debatte einlassen, wenn Provokateure oder gar unerschrockene "Ketzer" über "Genabfall", "Neger" oder mit einer Kopfbedeckung untrennbar verschmolzene weibliche Wesen aufzuklären wünschen? Ist man nicht dogmatisch und doktrinär, wenn man meint, sogenannte Analysen, die mit solchen Bezeichnungen verbunden sind, seien einer Debatte nicht würdig? 

In diesem Sinne habe ich zu dem Thema "Muss man jede Debatte führen?", folgende Zitate gefunden (schon ein paar Monate alt, aber von mir erst jetzt entdeckt), die ich hier in den Zettelkasten einstellen möchte.

Über die Frage, wie man sich mit häufig extrem menschenfeindlichen Kommentaren auf "Politically Incorrect" auseinandersetzen soll:
"... Zu all diesen Unsäglichkeiten eine „Gegenposition“ beziehen, würde heißen, so zu tun, als ob das ernstzunehmende Argumente wären. Es ist ein bisschen so wie wenn ein TV-Sender einen Holocaustleugner in sein Studio einladen würde und dann bei einem Historiker oder beim Zentralrat der Juden in Deutschland anfragt, ob er dazu nicht eine „Gegenposition“ beziehen möchte. Wer sich auf diesen Unfug einlässt, hat schon verloren. Wollen wir ernsthaft darüber diskutieren, ob Muslime Ziegenficker sind, die vergast gehören, ob eine neue Wolfsschanze sinnvoll wäre und ob Mathias Rohe umgebracht werden sollte oder nicht?"
Aus: "Politically Incorrect: Die Wirklichkeit ist nicht Schwarz-Weiß" von Arne Hoffmann (Datum?); URL: http://ef-magazin.de/2007/09/06/politically-incorrect-die-wirklichkeit-ist-nicht-schwarz-weis"

Zu Thilo Sarrazins genetischen Diagnosen über die deutsche Unterschicht und über Türken, Araber und Afrikaner:
"... Wollen wir wirklich eine Debatte führen über biologisch-kulturelle Festlegungen als Ursachen fehlender oder mangelnder Integration von Migranten? Das wäre ein zivilisatorischer Rückschritt: Wir haben mit großer Anstrengung diese Art von Denkverirrung überwunden..."
Kommentar "Worüber man nicht reden kann" von Ulrich Reitz, "Der Westen", 01.09.2010

Im Falle von Sarrazins eugenischen Thesen hat sich nun längst heraus gestellt, dass das Gesetz des Handelns von der "Medien-Hype" bestimmt wurde (die wiederum, der Eindruck verstärkt sich durch das Studium der "Counterjihad"-Bloggerszene, von sozialen Netzwerken in einer möglicherweise ganz neuen Dimension beeinflusst wurde). Sein Buch "nicht gelesen oder nicht verstanden" zu haben wurde geradezu zum Standardvorwurf gegen Kritiker des von Sarrazin wieder salonfähig gemachten eugenischen Gedankenguts. Immer wieder kam das Wort vom "Ketzer". 116.000 Einträge spuckt Google bei der Suchanfrage Sarrazin UND Ketzer aus, und natürlich konnte diese Bezeichnung, fast immer mit Lob für den Tabubrecher und Kritik an den Dogmatikern begleitet, die "Hype" nur steigern.

Zum Gedankengut des "Counterjihad"-Kreises um "Fjordman" gehört die Vorstellung, die Bezeichnung "Rassist" sei die moderne Entsprechung des Begriffes "Ketzer" vor dreihundert Jahren - in einer von Multikulturalisten beherrschten, sich selbst zugrunde richtenden westlichen Welt. "Fjordman" hat dieses Credo 2006 und noch einmal, zugespitzer, im Dezember 2008 formuliert, unter Berufung auf eine norwegische Sozialanthropologin, und es wurde über zahlreiche Blogs in mehreren Sprachen in kürzester Zeit verbreitet.

Den Fjordman-Artikel von 2008 mit der betreffenden Passage hat Anders Behring Breivik in sein Pamphlet "2083" übernommen: "The Norwegian social anthropologist Inger Lise Lien, for instance, has written that 'racism' in the public immigration debate has become a word used to label the demons among us, the impure from whom all decent people should remain aloof. We have every reason to believe that the use of the term 'racist' in our day has many functional similarities with the use of the word 'heretic' three hundred years ago". Das steht in "2083" in Kapitel  2.63 "The Anti-Racist Witch-Hunts". Der gesamte Artikel einschließlich Titel ist als Beitrag von "Fjordman" ausgewiesen und soweit ich feststellen konnte tatsächlich eine wortwörtliche Übernahme. Das Pamphlet, das ich vor einigen Tagen vom Internet heruntergeladen hatte (der Link funktioniert mittlerweile nicht mehr) hat keine Seitenangaben, außer im Inhaltsverzeichnis. - Aktuell findet man das Breivik/ Berwick Pamphlet z.B. (wird gerade in Russische übersetzt); http://translated.by/you/a-european-declaration-of-independence/into-ru/trans/?page=803 .

Es erstaunt dann auch nicht, dass die (Selbst-) Bezeichnung als heretics, Ketzer, offenbar geradezu zum "Marken-Image" der Counterjihadisten avancierte. Man sieht sich als Vertreter einer unterdrückten (in Teilen auch, Schwäche der "Massendemokratie", noch nicht klar genug entwickelten) öffentlichen Meinung, die gegen die veröffentlichte, von linken Multikulturalisten beherrschte Meinung steht. Das ist nach meinem Eindruck auch klar eine Marketing-Strategie - für das Counterjihad-Netzwerk selbst (das sich nach eigenen Angaben nach einem "Gipfeltreffen" 2009 in Kopenhagen bestens aufgestellt sah; siehe "Summit" auf http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/hirngewaschene-liberals-orklager-hinter.html) und für Medien, die über "Diffusion" durchaus einiges an Kampfbegriffen, Inhalten und Strategien übernahmen.
  
Man sollte sich also von dem Vorwurf, dogmatisch und doktrinär zu sein, wenn man die Achtung vor der Würde des Menschen als unverhandelbare Grundlage aller Ansätze zur menschlichen Entwicklung nimmt, nicht allzu sehr beeindrucken lassen.

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Der für das Pamphlet verwendete Fjordman-Artikel in deutscher Übersetzung

Die antirassistischen Hexenjagden

8. Dez. 2008 – "Die norwegische Sozialanthropologin Inger Lise Lien zum Beispiel hat geschrieben, dass 'Rassismus' in der öffentlichen Migrationsdebatte ein Wort geworden ist, das dazu dient, die Dämonen unter ins zu kennzeichnen, das Unreine, von dem anständige Menschen sich fernhalten sollten. Wir haben allen Grund zu glauben, dass die Verwendung des Wortes ‘Rassist’ heutzutage viele funktionale Ähnlichkeiten hat mit derjenigen des Wortes ‘Ketzer’ vor dreihundert Jahren..."
fjordman.files.wordpress.com/2008/.../die-antirassistischen-hexenjagden1.pdf

Anm: Wir wissen nicht, ob "Fjordman" und Breivik Lien richtig zitiert hatten, bzw. wo das Zitat aufhört und eigene Interpretationen anfangen.
Über die Geschichte der Anthropologie und Kontinuitäten zu älterem, pseudo-wissenschaftlichem Gedankengut siehe http://guttmensch.blogspot.com/2011/03/die-gar-nicht-unpolitische-wissenschaft.html - Warnung vor "Bastardisierung" in der Zeitschrift "Neue Anthropologie" noch 1991; andere Posts auf diesem Blog mit Suchworten "Anthropologie", "Bastard", "Namibia".
Die von Francis Galton eingeführte, von Eugen Fischer "weiterentwickelte" Tradition der Schädelvermessung in Namibia bildete in der Anfangszeit der Anthropologie eine wichtige Grundlage ihres Anspruchs auf Wissenschaftlichkeit.

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Geben Counterjihad-Blogger die Begriffe und die Agenda vor ? (Versuch, politische und öffentliche Diskurse "am Nasenring" zu führen?)

Textbeispiele zu "Dogma des Multikulturalismus" im vorigen Post http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/die-idee-von-der-einheit-des.html .
Hier möchte ich nur die Anregung geben, einigen der üblich gewordenen Begriffe einmal selbst mit einer Stichwortsuche bei Google oder anderen Suchmaschinen nachzugehen. Der Klick auf die vorgeschlagenen Links verschafft jeweils einen ersten Eindruck, wie sich diese Begriffe von "Counterjihad"-Seiten in den "Mainstream" verbreitet haben. Wen es interessiert, möchte dem vielleicht weiter nachgehen. Es steckt einiges an Stoff für journalistische und wissenschaftliche Arbeit darin.

Dogma of multiculturalism
http://www.google.de/search?hl=de&biw=771&bih=420&q=%22dogma+of+multiculturalism%22&btnG=Suche&oq=%22dogma+of+multiculturalism%22&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=s&gs_upl=0l0l0l127063l0l0l0l0l0l0l0l0ll0l0

Dogma des Multikulturalismus
http://www.google.de/search?hl=de&biw=771&bih=420&q=%22dogma+des+multikulturalismus%22&btnG=Suche&oq=%22dogma+des+multikulturalismus%22&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=s&gs_upl=57625l68797l0l71625l31l26l0l0l0l2l188l2330l18.8l26l0

Multicultural dogma
http://www.google.de/search?hl=de&biw=771&bih=420&q=%22multicultural+dogma%22&btnG=Suche&oq=%22multicultural+dogma%22&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=s&gs_upl=109094l112516l0l114578l20l12l0l0l0l3l188l1252l6.6l12l0

Multikulturelles Dogma / (das) multikulturelle Dogma
http://www.google.de/search?hl=de&sa=X&ei=9mo0ToijK8TMtAaw8Ny6Ag&ved=0CCAQBSgA&q=%22multikulturelles+dogma%22&spell=1&biw=771&bih=420 ;
http://www.google.de/search?hl=de&biw=771&bih=420&q=%22multikulturelle+dogma%22&btnG=Suche&oq=%22multikulturelle+dogma%22&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=s&gs_upl=60625l60625l0l63578l1l1l0l0l0l0l125l125l0.1l1l0


Stichwort: "Monokulturalismus" (soll nach Vorstellung von Counterjihadisten den verhassten "Multikulturalismus" ersetzen; siehe z.B. SPIEGEL Online Artikel von Frank Patalong, 30.07.2011;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777315,00.html

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"Political Correctness" und "Multiculturalism" - zwei verhasste Begriffe zusammengebracht in der Überschrift zu einem Beitrag vom 15.09.2006 auf der Webseite "Chas' Compilation" (http://chasblogspot.blogspot.com/2006/09/political-correctness-and_15.html): 
Political Correctness and Multiculturalism: The New Tools of "Stealth" Socialism

Auszug aus einem Kommentar zu dem Beitrag: 

"Socialism encourages dependency on the State. ... As for keeping our civilization out of the mud, there are some ladies who are stepping in to fill the void. Tammy Bruce is pretty good at heavy lifting! Her three books inspired me to start this blog, and to buy my first firearm."
Beispiel, wie jemand nach eigener Aussage durch Bücher, in diesem Fall von einer Tammy Bruce, angeregt wurde, nicht nur einen Blog zu starten, sondern auch eine Schusswaffe zu kaufen.

Der Beitrag selbst beruht auf auch von Anders Behring Breivik verwendetem Inhalt von "Fjordman" über Multikulturalismus, wonach die Bezeichnung "Rassist" die moderne Entsprechung für "Ketzer" sei. Allerdings wird "Fjordman" als Quelle nicht genannt (genannt sind, wie bei "Fjordman"  und Breivik, u.a. Inger Lise Lien und Bat Ye'Or.) .

Ein Kommentator schrieb am 09.06.2007: "Remember Blair the UK pig is extremely fond of multuculturalism while he himself plans to move out after wrecking our country. Americans will do well to refuse him entry or he will start there, This guy is evil incarnate He's caused anti Americanism yet went over smiling to you over there. He's hated beyond belief i'd hang him myself without a second though this Dhimmi is dangerous." Hass auf Blair also ("Evil incarnate", Verkörperung des Bösen). Er würde ihn ohne darüber nachzudenken aufhängen, schreibt der Kommentator. "Dhimmi" ist der Begriff, den "Islamkritiker" (Selbstbezeichnung in der Counterjihadisten-Szene) für Nicht-Muslims verwenden, die sich ihrer Meinung nach zu sehr für Muslims einsetzen.
Unabhängig davon, was man von Tony Blairs Politik halten mag: Warum wundert man sich eigentlich darüber, dass solcher Hass, über Internet verbreitet, auch einmal in der Realität Zielpersonen und Ausführer des fantasierten Tötens findet?

Die Betreiber der Webseite "Politically Incorrect" (PI) und andere "islamkritische" Webseiten verleihen "Preise" für Personen, die sie als "Dhimmis" brandmarken wollen. Zum "Dhimmi des Jahres 2010" ernannte PI Bundespräsident Christian Wulff - "wegem seiner Äußerungen zum Islam unangefochten". Als "Anti-Dhimmi" des Jahres wurde Thilo Sarrazin ausgezeichnet, gewählt mit großem Vorsprung vor den weiteren Kandidaten, die von 12 % bis 6 % der Stimmen erhielten (Henryk M. Broder, René Stadtkewitz, Oskar Freisinger (Schweitz), Elisabeth Sabaditsch-Wolff (Österreich)).
http://www.pi-news.net/2011/01/sarrazin-anti-dhimmi-wulff-dhimmi-2010/

Der Begriff "Dhimmi" wird im Deutschen seit einiger Zeit gern auch in Verbindung mit dem Gutmensch-Begriff gebraucht. Hier ein Beispiel (Hervorhebung von mir):
"Besonders interessant ist nun aber die Fehde zwischen Broder und Patrick Bahners, dem linksliberalen Gutmenschen-Dhimmi. Dhimmis nennt man in der islamischen Welt die Christen, die unter dem „Schutz“ einer muslimischen Obrigkeit leben und für diesen Tribut entrichten müssen. Das Geheimnis dieser Toleranz sind regelmäßige Zahlungen und das Akzeptieren des Status als Menschen zweiter Klasse. Wer ist nun Bahners? Bahners (FAZ) veröffentlichte jüngst ein „aufklärerisches“ Werk unter dem Titel „Die Panikmacher“, in dem er die „Islamophobie“ scharf kritisiert. Der linksliberale Publizist sieht im Islam in Europa keine Bedrohung, mehr noch: er macht die ausländerfeindlichen, herablassenden und diffamierenden Deutschen für die sich abzeichnenden Integrationskatastrophe verantwortlich. Und immer wenn es gegen das eigene Volk geht, jubelt das linke Establishment in Medien, Politik und Bildungsbereich – die de facto herrschende Klasse. Endlich hat sie ihren Anti-Sarrazin!"
Aus: "Islam-Debatte: Enfant terrible gegen Gutmenschen-Dhimmi", DeutschlandEcho.info, Posted by Burschenschaftliches Autorenkollektiv 1848, 06.03.2011; URL: http://deutschlandecho.wordpress.com/2011/03/06/islam-debatte-enfant-terrible-gegen-gutmenschen-dhimmi/ 

Zum Gutmensch-Begriff siehe auch http://guttmensch.blogspot.com/2011/05/feindbild-gutmensch-co-ein-klassiker_29.html und Suchworte "Gutmensch", ,"Gutmenschen"

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Dem Attentäter von Norwegen, Anders Behring Breivik, hat es nicht gereicht, dass Menschen, die aus der Integrations- und Demografie-Debatte Hass und Menschenverachtung heraushalten wollen, als "Dhimmis" verspottet werden und zynisch gemeinte "Preise" verliehen bekommen.

Er fühlte einen großen Zeitdruck, um die beschworene demografische Katastrophe, die Versklavung der Europäer durch die Muslime (im Szene-Slang der Counterjihadisten "Dhimmitude" genannt) abzuwenden. Seinem Bekenner-Manifest zufolge sah er seine furchtbare Tat als den möglicherweise einzigen Weg.

Aus dem Vorwort zu seinem Pamphlet "2083", gezeichnet mit dem Pseudonym Andrew Berwick (Hervorhebung von mir): "Time is of the essence. We have only a few decades to consolidate a sufficient level of resistance before our major cities are completely demographically overwhelmed by Muslims. Ensuring the successful distribution of this compendium to as many Europeans as humanly possible will significantly contribute to our success. It may be the only way to avoid our present and future dhimmitude (enslavement) under Islamic majority rule in our own countries." 

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Eine Art Wörterbuch (wenn auch unvollständig) der "Islamkritik", in englischer Sprache  
http://www.at1ce.org/themenreihe.p?c=Criticism%20of%20Islam


Georg Kreisler - Schlag sie tot (Vorsicht: Satire!!!!)
http://www.youtube.com/watch?v=fFnpbJWXpKs&feature=related


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Ergänzung 11.07.2012


Muss man jede Debatte führen?
Muss man Breiviks "Argumente" für den vom ihm verübten Massenmord "widerlegen"?


Leserkommentar auf "ZEIT online" über einen Artikel zum Breivik-Prozess
satirarealis 12.04.2012
(Hintergrund: Breivik hatte verkündet, in Notwehr gehandelt zu haben, um die »norwegische Urbevölkerung« zu retten, die durch»Islamisierung« bedroht sei. Dafür verdiene er keine Haft, sondern einen Orden aus der Hand von König Harald. Er sagte auch: "Terror ist Theater.")
'Man muss Breivik notfalls mehr reden, faseln, quatschen lassen als eigentlich erträglich, gerade um ihn zu widerlegen.'
zu widerlegen? steht das da wirklich? Vernunftbegabe dürften bei dieser Art der Begründung entsetzt sein." 

Kommentare:

  1. Es ist keine neue Idee, Eugenik/ Rassenhygiene als mutiges Ketzertum zu verkaufen (siehe Stichwort "Arthur Neuberg").

    In den 1990er Jahren wurde die alte Strategie neu aufgelegt. Philippe Rushton bezeichnete 1997 die vom Pioneer Fund unterstuetzten Bemuehungen, wissenschaftliche Begruendungen fuer Rassentrennung zu finden, als das "genetische Aequivalent zum Teleskop Galileis".

    " In 1997, J. Philippe Rushton lamented that pressures were such as to discourage contemporary scientists from “even daring to look through the genetic analog of Galileo’s telescope.” "

    Aus

    Race And Science
    A Review Essay Assessing the Debates of the 1950s
    and 1960s in the Light of Subsequent Research
    Social Scientists for Social Justice
    Making the Case against Segregation
    John P. Jackson, Jr.
    New York: New York University Press, 2001

    http://www.toqonline.com/archives/v7n2/v7no2_Wolters.pdf

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  2. Unangenehm
    #1.10 — 27.11.2016

    Offensichtlich ist 8/pol/ jetzt auch auf die Kommentarfunktion bei zeit.de aufmerksam geworden.
    Für die User die es interessiert, wie rechte Trolle versuchen über Kommentarfunktionen wie dieser hier die Meinung in der Netzdebatte zu beeinflussen und die Deutungshoheit über politische Begriffe zu erlangen sei folgender Link zu empfehlen:
    https://www.reddit.com/r/de_IAmA/comments/5cf9dn/ama_ich_bin_ein_aussteiger_aus_der_rechten_online/

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/us-wahl-clinton-unterstuetzt-neuauszaehlung-wisconsin

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    Antworten
    1. "Ohne the_donald hätte man nicht so stark die Onlinediskussion dominieren können und alt-right wäre ein Nischenmovement geblieben."

      https://www.reddit.com/r/de_IAmA/comments/5cf9dn/ama_ich_bin_ein_aussteiger_aus_der_rechten_online/

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    2. [–]yoodenvranx 17 Punkte vor 15 Tagen*

      Welche Rollen spielen Seiten wie http://zensiert.net/ in der Szene?

      Oberflächlich ist das eine fast normale Fun-Seite (mal abgesehen von "Initiative Deutschland"), aber wenn man mal durch den wöchentlichen Picdump blättert dann tauchen zwischendurch immer wieder Bilder mit Verherrlichung der Bundeswehr, anti-transgender, anti-Islam, anti-Islam usw auf.

      Beispiele aus dem aktuellen Picdump

      80% sind lustige Bilder und der Rest ist:
      •anti-gender
      •anti-flüchtling
      •pro-bundeswehr
      •pizza-gate
      •pro-militär
      •anti-claudia-roth
      •pro-trump
      •anti-islam
      •warum-wird-der-nicht-abgeschoben
      •anti-islam
      •idyllische-wehrmacht

      Und zwischendurch halt viele schöne blonde Frauen... Schaut es euch an, ihr werdet sehen auf welche Zielgruppe das ausgerichtet ist.

      Ich finde das ganze ziemlich clever weil man diese Links unter Freunden schnell weitergeben kann um so unterschwellig ein wenig Stimmung zu machen.

      Frage an die die sich mit sowas besser auskennen: Gibt's es noch mehr so Seiten mit eher subtiler Propaganda?

      [–]Kaid16 8 Punkte vor 15 Tagen

      Allein schon wieviele solcher Website in Österreich aufgeploppt sind, unfassbar.

      https://www.reddit.com/r/de_IAmA/comments/5cf9dn/ama_ich_bin_ein_aussteiger_aus_der_rechten_online/

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