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Samstag, 16. Juli 2011

"Liebe ist das Größte" (aber nur, wenn genetisch korrekt) - Marie Stopes an Adolf Hitler

Lieber Herr Hitler, Liebe ist das Größte auf der Welt; würden Sie daher von mir diese (Gedichte) annehmen, so dass die jungen Leute Ihrer Nation sie haben können? Marie Stopes, britische – nun ja – Frauenrechtlerin,  August 1939


"Ueber 1 Million Exemplare verkauft":
 "Married Love" von Marie Stopes
1931 herausgegeben von der
Eugenics Publishing Company
(erstmals erschienen 1918)
Abb.: http://us.ebid.net/for-sale/book-married-love
-dr-marie-c-stopes-complete-edition-26734066.htm
"Love Songs
for Young Lovers"
von Marie Stopes, 1939





Aus einem Artikel von Neil Sears in der Online-Ausgabe der Londoner Daily Mail vom 12. 09. 2008
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1054749/Royal-Mail-honours-family-planning-pioneer-Marie-Stopes--sparks-outrage-eugenics-links.html#ixzz1SCNPxeTi;(Übersetzung
(Übersetzung von mir):



„… Als Marie Stopes Adolf Hitler einen Band ihrer Liebesgedichte schickte, waren Anschuldigungen, dass sie eine Nazi-Sympathisantin sei, unvermeidlich. Sie legte dem Exemplar der Love Songs For Young Lovers (Liebeslieder für junge Liebende) eine Notiz bei: ‚Lieber Herr Hitler, Liebe ist das Größte auf der Welt; würden Sie daher von mir diese (Gedichte) annehmen, so dass die jungen Leute Ihrer Nation sie haben können?‘. Zu der verdammenden Beweislage kommt nicht nur ihre Teilnahme an einem Nazi-Kongress über Bevölkerungswissenschaft in Berlin 1935, sondern auch ihr wiederholter Aufruf für Zwangssterilisation von Kranken, Trinkern oder einfach Menschen mit schlechtem Charakter. Solch harsche Aktion sei erforderlich für “rassischen Fortschritt”, argumentierte sie – und es war kein Zufall, dass ihre Kliniken zur Geburtskontrolle in armen Gegenden konzentriert waren, denn sie wollte, dass die Geburtenrate der unteren Klassen vermindert würde.
Selbst wenn sie öffentlich die Nazis angriff, geschah dies aus ungewöhnlichen Gründen. Hitlers Ansätze zur Förderung einer hohen Geburtenrate würden (zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen) nicht genügend unterscheiden, meinte sie, und sie war besorgt darüber, dass Krieg die Crème der männlichen Bevölkerung eliminieren würde. …“

Marie Stopes, so berichtet der Artikel von Neil Sears weiter, hinterließ den größten Teil ihres Vermögens der Eugenics Society, die für „Rassenreinheit“ und Zwangssterilisation eintrat. Ihre eugenisch geprägte Einstellung, so der Artikel, entsprach Überzeugungen ihrer Zeit. „Eugenics, meaning 'well born', was considered respectable science“: Die Eugenik, also die Lehre von der Wohlgeborenheit, wurde als respektable Wissenschaft angesehen.
„Sechs Mitglieder der Familie von Charles Darwin waren Mitglieder der Eugenics Society. Die Schriftsteller H G Wells, Virginia Woolf und George Bernard Shaw und der Philosoph Bertrand Russell waren alle Eugeniker. Wells sagte öffentlich: ‚Schwärme von schwarzen und braunen und schmutzig-weißen und gelben Leuten werden gehen müssen‘. Winston Churchill drängte auf Zwangssterilisation für die ‚schwachsinnigen und geisteskranken Klassen‘, und der Gründungsvater des britischen Sozialismus, Sidney Webb, beklagte die hohe Geburtenrate bei Juden. Und wir sollten nicht vergessen, dass Zwangssterilisation im liberalen Schweden noch bis in die 1970er Jahre angewendet wurde.“

1999, so der Artikel, verteidigte Dr. Harry Stopes-Roe das positive öffentliche Andenken an seine Mutter, Marie Stopes – und das, obwohl sie versucht hatte, ihn von der Heirat mit seiner Frau abzuhalten, weil diese schlecht sehen konnte. (Laut einem Artikel von Beth Hale auf der gleichen Webseite war die Braut und spätere Frau des Sohnes kurzsichtig und trug eine Brille; für Marie Stopes Grund genug, gegen diese Heirat zu sein.)

Eugenik, machte Stopes-Roe geltend, war zur Zeit seiner Mutter nicht umstritten. Das Buch habe seine Mutter nur deshalb an Hitler gesandt, weil sei glaubte, sie könne allein den Krieg noch aufhalten. „Sie war Anti-Nazi“, wird Stopes-Roe in dem Artikel zitiert. „Die Gedichte zu schicken war ein Beispiel ihres Größenwahns“.

2008 ehrte die britische Post, Royal Mail, die Familienplanungs-Pionierin Marie Stopes mit der Herausgabe einer Briefmarke, die ihr Bild trägt.

Marie Stopes Briefmarke
 

Über die Unterstützung der Eugenik durch "Fabians" und die frühe Labour Party siehe auch auf diesem Blog
http://guttmensch.blogspot.com/2011/05/die-iren-und-die-juden-kommen-weitere.html und andere Posts mit Suchwort "Webb"


Mary Stopes hatte in München Geologie, Botanik und Geographie studiert und dort 1904 einen Doktorgrad erworben.
http://www.enzyklo.de/Begriff/Marie%20Stopes


Der Kongress in Berlin, an dem Mary Stopes teilnahm, muss dieser gewesen sein (Kongressbericht):
Bevölkerungsfragen. Bericht des Internationalen Kongresses für Bevölkerungswissenschaft, Berlin, 26. August-1. Sept. 1935. Hrsg. von Hans Harmsen und Franz Lohse. München 1936, 972 S.
Erwähnt auf der Webseite des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung; http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/bevoelkerungswissenschaft/forschung-und-lehre/fachgeschichte.html; Stichwortsuche möglich auf http://books.google.com/books?id=Pj0wAQAAIAAJ&hl=de&source=gbs_similarbooks .
Sir Charles Frederick Close F R S Winchester als Vertreter der International Geographical
Union
sprach Begrüßungsworte auf dem Kongress.
http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Close ;
http://en.wikipedia.org/wiki/International_Geographical_Congress


"Die „International Union for the Scientific Investigation of Population Problems“ (IUSIPP) bildete für Bevölkerungswissenschaftler in der Zwischenkriegszeit ein wichtiges internationales Forum. Ihre internationalen bevölkerungswissenschaftlichen Kongresse – 1931 in London, 1935 in Berlin und 1937 in Paris – waren Plattformen für die methodische und theoretische Ausgestaltung und Festigung dieser Disziplin. Die Kongresse wie der 1935er in Berlin wurden aber auch politisch instrumentalisiert. Ihn feierten Bevölkerungswissenschaftler im nationalsozialistischen Deutschland als Sieg der „deutschen Bevölkerungspolitik“ und des „deutschen Rassengedankens“. Der Protest holländischer Wissenschaftler gegen die Instrumentalisierung des Berliner Kongresses durch die Nationalsozialisten verhallte in der IUSIPP weitgehend. ..."
http://www.bib-demografie.de/nn_750522/DE/Publikationen/Zeitschrift/2007/heft12ferdinand.html


Zitat Harmsen (Mitherausgeber des o.g. Kongressberichts von 1935; 1952 Mitbegründer von Pro Familia):„Dem Staat geben wir das Recht, Menschenleben zu vernichten – Verbrecher und im Kriege. Weshalb verwehren wir ihm das Recht zur Vernichtung der lästigen Existenzen?“
Quelle: Ernst Klee, zitiert nach Wikipedia;  http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Harmsen; siehe dazu auch http://www.meinungsverbrechen.de/?tag=hans-harmsen ; http://userpage.fu-berlin.de/~medberuf/CD_DGSMP/PdfFiles/Biografien/Harmsen.pdf .
Der von Harmsen und Lohse zusammengestellte Kongressbericht enthielt zahlreiche eugenische Beiträge, u.a. "Mengenverhältnis von Begabten und Unbegabten" von Wilhelm Hartnacke: siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Hartnacke .


Mary Stopes klagte darüber, dass "Kranke, rassisch Nachlässige, Haltlose, Gleichgültige, Schwachsinnige, die alleruntersten und schlechtestn Mitglieder der Gemeinschaft, unzählige Zehntausende mickrige, zurückgebliebene, minderwetige Kinder" prodzieren würden. Ein großer Teil dieser Kinder wäre schon von ihren vererbten Eigenschaften her verdammt:
"Society allows the diseased, the racially negligent, the thriftless, the careless, the feeble minded, the very lowest and worst members of the community, to produce innumerable tens of thousands of stunted, warped, inferior infants ... A large proportion of these are doomed from their very physical inheritance..."
http://www.ewtn.com/library/PROLENC/ENCYC105.HTM


Der Begriff "minderwertige Kinder" ging in die Nazi-Terminologie ein; siehe z.B.
 

2006, 351-563
Enthält auch eine Beschreibung des "Führergedankens".

Der "Führergedanke" ist die andere Seite der Medaille, oder, um im Bild zu bleiben, die andere Seite der Glockenkurve. Die Glockenkurve bildet nach eugenischen Vorstellungen die Verteilung menschlichen Werts in der Bevölkerung ab ("Minderwertige" links außen, "Führerpersönlichkeiten" rechts außen);
http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/der-genie-und-fuhrerkult-aus-dem-geist.html



Marie-Stopes-Kliniken heute und Paradigmenwechsel von "Bevölkerungskontrolle" zu menschenrechtsbasierter, selbstbestimmter Familienplanung:

Marie-Stopes-Kliniken heute sind den Grundsätzen selbstbestimmter Familienplanung verpflichtet.

Auch für sie gilt ein Paradigmenwechsel, der bei der Weltbevölkerungskonferenz von Kairo 1994 zum Ausdruck kam: Weg von Familienplanung als Strategie dirigistischer „Bevölkerungskontrolle“, hin zur selbstbestimmten, menschenrechtsbasierten Familienplanung.

Zur Bedeutung der Kairo-Konferenz und zum Konzept „sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ siehe z.B.:
·     .„Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte, Bevölkerungsdynamik“, Positionspapier des BMZ (Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bonn/ Berlin 2008); URL: www.bmz.de/de/publikationen/reihen/strategiepapiere/spezial148pdf.pdf: „Die Weltbevölkerungskonferenz (ICPD) in Kairo (1994) markierte einen Wendepunkt von einem überwiegend demografisch ausgerichteten hin zu einem am Individuum orientierten und menschenrechtsbasierten Ansatz. Sie definierte sexuelle und reproduktive Gesundheit als körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden in Bezug auf Sexualität und Fortpflanzung und erläutert, was unter einem menschenrechtsbasierten Ansatz in Bezug auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) zu verstehen ist.“
      „Kostenfreie Verhütungsmittel für ALG II und Sozialgeld-Bezieherinnen“, pro familia, Frankfurt/ M, 2010: (Das Konzept der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte)... beinhaltet das Recht eines jeden Menschen auf ungehinderten Zugang zu möglichst sicheren, gesundheitlich verträglichen und finanziell erschwinglichen Verhütungsmethoden.“ - Über das Recht auf selbstbestimmte Familienplanung siehe auch auf diesem Blog http://guttmensch.blogspot.com/2011/07/antwort-auf-die-quizfrage-zu-welchem.html (unter "Anmerkungen")

Das Stichwort „eugenic“ oder „eugenics“ erscheint nicht auf der Webseite von „Marie Stopes International“ (http://www.mariestopes.org.uk/). Das Fehlen eigener Auseinandersetzung mit der Geschichte der Organisation und mit den dunklen Seiten des Engagements der Gründerin ist bedauerlich, u.a. auch deshalb, weil dieses Verdrängen Öl auf die Flammen radikaler Familienplanungsgegner gießt.

Nachtrag: Auch wenn die Marie Stopes Kliniken heute den Grundsätzen selbstbestimmter Familienplanung verpflichtet sind, so gibt es doch auch heute noch Eugenik-Anhänger, die sich ausdrücklich auf die eugenischen Wurzeln der von ihr propagierten Familienplanung berufen. 

Zustimmend wird auf einer Webseite mit dem Schlagwort "Future Generations" ("Future Generations is about humanitarian eugenics") folgender Ausspruch von Marie Stopes zitiert, mit dem Hinweis, dass auch ihre amerikanische Mitstreiterin Margaret Sanger sich zustimmend darauf bezogen hatte: “[m]ore children from the fit, less from the unfit that is the chief issue of birth control”. Demnach sei es also Ziel der Geburtenkontrolle, dass die Tauglichen mehr, die Untauglichen weniger Kinder bekommen. (Darin steckt natürlich auch, dass die "Tauglichen" bestimmen, wer die "Untauglichen" sind.)
Die Webseite ist 
http://kwing.christiansonnet.org/sourcebook/_reports/eugenics_rep_papers.htm
Ein weiter Auszug: 
"Human intelligence is largely hereditary. Civilization depends totally upon innate intelligence. Without innate intelligence, civilization would never have been created. When intelligence declines, so does civilization. The higher the level of civilization, the better off the population. Civilization is not an either-or proposition. Rather, it’s a matter of degree, and each degree, up or down, affects the well-being of every citizen. At the present time, we are evolving to become less intelligent with each new generation. Why is this happening? Simple: the least-intelligent people are having the most children."
Die Thesen der selbsterklärten Eugeniker sind denen von Thilo Sarrazin auffallend ähnlich; bzw. seine den ihren.

Auf die Webseite gekommen war ich von diesem Blog:
http://brightsblog.wordpress.com/prinzipien/#prinzipien1

Dadurch erfuhr ich von der Existenz des Netzwerks "The Brights". Den Texten auf der "Brights" Webseite nach ist das ein internationaler Club von Eugenik-Anhängern, deren Gurus u.a. Murray ("Glockenkurve") und Dawkins ("Transhumanismus") sind (von beiden war auf diesem Blog schon die Rede). "The Brights" - also die Klugen, Aufgeweckten, Tüchtigen, Tauglichen; die auf der rechten Seite der Glockenkurve. (In seinem BBC-Interview, auf diesem Blog schon erwähnt, hatte Sarrazin beklagt, dass "the brightest", also die Klügsten, die wenigsten Kinder bekommen. Ein Reporter hatte "the whitest" verstanden. Tatsächlich wird "bright" und "white" (also "klug" und "von weißer Hautfarbe" von Sarrazin-Anhängern gern gleichgesetzt ...
http://guttmensch.blogspot.com/2011/03/sarrazins-thesen-in-funf-punkten.html ).

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Der Einfluss der Eugenik-Bewegung und Angst vor dem Bolschewismus, gemischt mit eugenisch-rassistischen Erklärungen für die kommunistische Bedrohung, hatten dazu beigetragen, dass der Nationalsozialismus noch bis kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs international mit einigem auch wohlwollendem Interesse bedacht wurde. (Siehe auch Stichwort "Bolschewisten-Fratzen", http://guttmensch.blogspot.com/2011/08/bolschewisten-gesichter-das.html.)
In einem Treffen mit dem britischen Botschafter Sir Eric Phipps 1933 hatte Hitler bereits angedeutet, ein Anwachsen der Reichswehr könnte einen Puffer zwischen der Sowjetunion und Westeuropa schaffen (siehe z.B. http://hitlertriumphant.wordpress.com/hitlers-foreign-policy/.) i

Bild unten: Außenminister Sir John Simon und Lordsiegelbewahrer Anthony Eden besuchten 1935 Adolf Hitler, kurz nachdem Hitler-Deutschland (unter Bruch des Vertrags von Versailles) die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht bekannt gegeben hatte. Vorbesprochen wurde das in der Folge abgeschlossene deutsch-britische Flottenabkommen. (Siehe z.B. Taschka, 2006, Suchbegriffe Eden, Simon; http://books.google.de/books?id=eofEUTvrIMAC&source=gbs_navlinks_s). - Das Bild stammt aus dem 1936 erschienenen Sammelalbum "Adolf Hitler" des Cigaretten-Bilderdienst der Firma Reemtsma. Das Album war Teil einer Reihe von Jubel-Bildbänden (z.B. auch über die Olympiade in Berlin 1936). Solche Bilder dienten innenpolitisch einer Propaganda, die den Eindruck erweckte, Hitler und die Nationalsozialisten genössen großes internationales Ansehen, und England stünde auf ihrer Seite.



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An der internationalen Bevölkerungskonferenz 1935 in Berlin nahm übrigens auch Wicliffe Draper teil, ein Industrieller aus den USA. Draper war begeistert vom Fortschritt der Eugenik in Nazi-Deutschland. Er war einer von zwei offiziellen Delegierten der Eugenics Research Association (ERA). 1937 gründete Draper den noch heute aktiven „Pioneer Fund“. Als ersten Präsidenten setzte er Harry H. Laughlin ein, der schon „Lex Zwickau“ mit inspiriert hatte. Der Nazi-“Rassenpapst“ Hans F. K. Günther erhielt in den 1950er Jahren "Forschungsmittel" vom Pioneer Fund. Ein großer Teil der von Thilo Sarrazin zitierten „Forschungsarbeiten" anderer Autoren wurde vom Pioneer Fund finanziert; sein Ideengeber Volkmar Weiss ist dem Pioneer Fund eng verbunden. (Siehe auch Stichworte „Lex Zwickau“, „Pioneer Fund“, „Laughlin“, „Günther“, „Volkmar Weiss“ auf diesem Blog.)
Quelle (zu Draepers Teilnahme an der Berliner Bevölkerungskonferenz von 1935 und Zeitungsberichten in den USA) : Tucker/The Funding of Scientific Racism. Chapter 2; http://www.press.uillinois.edu/epub/books/tucker/ch2.html);
"Lex Zwickau" u.a. http://guttmensch.blogspot.com/2011/11/zwickau.html

Dazu auch:
"In August 1935, Draper traveled to Berlin to attend the International Congress for the Scientific Investigation of Population Problems. Presiding over the conference was Wilhelm Frick, the German Minister of the Interior. At the conference, Draper's travel companion, Dr. Clarence Campbell delivered an oration that concluded with the words: "The difference between the Jew and the Aryan is as unsurmountable [sic] as that between black and white. … Germany has set a pattern which other nations must follow. … To that great leader, Adolf Hitler!" Three years later, when Draper paid to print and disseminate the book, White America, by Earnest Sevier Cox, an advocate of white supremacy and racial segregation, a personal copy was delivered to Frick.
In 1937, Draper founded the Pioneer Fund, a foundation intended to give scholarships to descendants of white colonial-era families, and to support research into "race betterment" through eugenics. The scholarships were never given, but the first project of the fund was to distribute two documentary films from Nazi Germany depicting their claimed success with eugenics. The Pioneer Fund was headed by the eugenicist, Harry H. Laughlin, an advocate for restrictive immigration laws and national programs of compulsory sterilization of the mentally ill and mentally retarded."
Aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Wickliffe_Draper
 
 
 
 
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Noch zu dem Bild oben (Nachtrag):
Rechts neben Hitler (vom Betrachter aus gesehen) meine ich Otto (II) Fürst von Bismarck zu erkennen, Enkel des “Eisernen Kanzlers” und Mitglied der pro-nazistischen “Anglo-German Fellowship” (http://de.wikipedia.org/wiki/Anglo-German-Fellowship) - bitte selbst vergleichen mit Bildern des Fürsten, z.B. auf Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_F%C3%BCrst_von_Bismarck_(CDU) .
Errol Trzebinski schrieb in ihrem Buch “The Life and Death of Lord Erroll” (erschienen 2000 bei Fourth Estate Ltd) über den 1941 in Kenia ermordeten 22nd Earl of Erroll, Josslyn Hay:
“A week before his thirty-third birthday, on 3 May 1934, Joss paid his first visit to the Black House, on the King’s Road in Chelsea, to sign up as member of the British Union of Fascists. Three days later he and Mary were ‘flash-shotted’ at Quaglino’s. Prince Otto von Bismarck, the grandson of the “Iron Chancellor” and First Secretary at the German Embassy, was at their table, as were Lady Warrender, wife of the member for Grantham, and Lord Gage, a captain in the Coldstream Guards who was lord-in-waiting to the King.” (S. 115 der Taschenbuch-Ausgabe
).

Demnach wurde Fürst Bismarck am 6. Mai 1934 im Londoner Restaurant Quaglino’s mit Lord Erroll, dessen Frau Mary und anderen Angehörigen des britischen Adels gesichtet; die Gruppe wurde von einem Paparazzo fotografiert. Lord Erroll, ein führender britischer Kolonist in Kenia, war drei Tage zuvor Sir Oswald Mosley’s  “British Union of Fascists” (BUF) beigetreten. Fürst Bismarck war zu der Zeit Erster Sekretä
r an der deutschen Botschaft in London.



Als Stellvertreter des damaligen Botschafters, Leopold von Hoesch (der selbst kein strammer Nazi war) fungierte Otto von Bismarck zu dem Zeitpunkt erst seit gerade zwei Monaten. Sein Engagement für die NSDAP dürfte seine diplomatische Karriere beschleunigt haben.

 „Zum 01.05.1933 trat er in die NSDAP ein. In London wurde er am 03.03.1934 zum Botschaftsrat ernannt und fungierte als Stellvertreter des deutschen Botschafters Hoesch. Nach dessen Tod und der Ernennung von Joachim von Ribbentrop zum Botschafter in London wurde Bismarck 1936 von Reichsaußenminister Freiherr von Neuwardt in die Politische Abteilung im Auswärtigen Amt berufen.“
www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_MJ/vg_md/Textdateien/Die_5.doc.

Ueber den im Nazi-Stil gehaltenen Leichenzug für Botschafter Leopold von Hoesch 1936 in London (!) siehe z.B. http://iconicphotos.wordpress.com/tag/leopold-von-hoesch/
(Errol Trzebinski vertritt in ihrem Buch die These, hinter dem niemals aufgeklärten Mord an Lord Erroll stecke ein Vertuschungsversuch, da der Lord Insider-Kenntnisse über faschistische Netzwerke der frühen 1930er Jahre gehabt habe. Das klingt zu sehr nach Verschwörungstheorie, als dass wir dem hier weiter nachgehen wollten. Die Fakten sind interessant genug: Erwiesen sind Lord Errolls Beitritt zur BUF und sein zeitweiliges Engagement für die britischen Faschisten, sowie die Tatsache, dass er damit in britischen “gehobenen Kreisen” keineswegs allein gestanden hat.)


Was 1935 sonst noch geschah: Weg mit Rüstungsbeschränkungen, her mit Rüstungsgeschäften

“Am 28.01.1935 trat Molotow auf dem VII. Sowjetkongreß mit folgender Aussage auf: "Die faschistische Rassentheorie ist kein Hindernis für die Entwicklung der deutsch-sowjetischen Beziehungen. Die Sowjetunion hat keinen anderen Wunsch als gute Beziehungen zu Deutschland."      Am 29.03.1935 äußert Stalin gegenüber dem britischen Außenminister Eden: "Wir bemühen uns nicht um die Isolierung Deutschlands, im Gegenteil, wir wollen ein freundschaftliches Verhältnis haben. Ein solch großes Volk wie die Deutschen muß die Versailler Fesseln sprengen".
Bereits einige Tage vor dieser Aussage, am 16.03.1935, hatte Deutschland die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt und den im Versailler Vertrag enthaltenen Rüstungsbeschränkungen eine Absage erteilt.
Am 31.03.1935 veröffentlicht die Zeitung der KPdSU, "Prawda", einen Artikel von Marschall Tuchatschewski über die militärische Aufrüstung Deutschlands. Darin belegte er die deutschen Ziele und Interessen mit Aussagen aus Hitlers Buch "Mein Kampf".
Am 09.04.1935 erfolgt der Abschluß eines deutsch-sowjetischen Kreditabkommens über 200 Mio. Mark, für welche die UdSSR Rüstungsgüter in Deutschland bestellt. Ab 1935 verdoppelt die UdSSR ihre Verteidigungsausgaben.”
- Günter Lehmann: Notizen beim nachholenden Studium zur Geschichte der russisch/sowjetisch-deutschen MilitärbeziehungenImpressum - Der Zeitraum vom Ende des I. Weltkrieges bis zum Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Dresdener Studiengemeinschaft SICHERHEITSPOLITIK  e.V.  (DSS), März 2002
http://www.sicherheitspolitik-dss.de/gaeste/gl020300.htm

Merkpunkt:
Die Rolle der Firma Whitehead (Vorläufer von EADS) und des Klüngels um Otto (II) von Bismarck, Enkel des “Eisernen Kanzlers” und des britischen Rüstungsunternehmens-Gründers Robert Whitehead, ist in der Geschichtsforschung bisher weitgehend unbeachtet geblieben. Sie verdient mehr Aufmerksamkeit.
Siehe auch
http://zettelmaus.blogspot.com/2012/11/der-torpedo-eine-abschreckungswaffe.html

Kommentare:

  1. Ein Teilnehmer an dem Bevoelkerungskongress von 1935 war auch Ludwig Schmidt-Kehl ("Rassen-Schmidt", der spaetere Leiter der "erbbiologischen Bestandsaufnahme" der Rhoen-Region; s. Stichwort "Schmidt-Kehl" auf diesem Blog).
    Othmar von Verschuer sagte ueber ihn in seiner Trauerrede (nachdem Schmidt-Kehl in Russland gefallen war): "In der Geschichte der deutschen Rassenhygiuene wird Ludwig Schmidt-Kehl weiterleben".
    Nachzulesen in "Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universitaet Wuerzburg 1937-1945" von Ute Felbor, 1995.
    Bemerkenswert ist, dass Thilo Sarrazin in einer Zeitung der Rhoen-Region mit der spasshaft-ernsten Bemerkung gelobt wurde: "Der Rhoener traegt in sich ein Rhoener-Gen..." - ein Anzeichen dafuer, dass die Idee der Rassenhygiene gerade dort, wo Schmidt Kehl aktiv gewesen war, tatsaechlich auf besondere Weise lebendig blieb?
    Magga

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  2. Berichtigung: Schmidt-Kehl war bereits zur Zeit seines Vortrags beim internationalen Bevoelkerungskongress 1935 der Leiter der "erbbiolischen Bestandaufnahme" der Rhoen-Region, sein Vortrag bezog sich darauf (s. genannte Publikation von Ute Felbor). -
    Der Vortrag hiess "Die Eingliederung des Erbbiologen in einen Wirtschaftsplan". Sein Mitarbeiter Kurt Brost erlaeuterte anschliessend die "Anthropologische Untersuchung der Rhoen-Bevoelkerung". Die Rhoenbevoelkerung wurde als rassisch ueberwiegend sehr hochwertig gelobt; moeglich, dass die heute noch stolze Erwaehnung des "Rhoener-Gens" damit zusammen haengt.
    Schmidt-Kehl war auch aerztlicher Beisitzer der Erbgesundheitsgerichts Wuerzburg. Die "Erbgesundheitsgerichte" entschieden insbesondere ueber Sterilisationen; dabei wurden u.a. "Begabungspruefungen", also Intelligenztests, herangezogen.
    Magga

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  3. Einflussreiche britische Verleger und ihre Zeitungen unterstuetzten in den fruehen 1930er Jahren Adolf Hitler und den britischen Faschistenfuehrer Oswald Mosley.
    Ausgerechnet Randolph Churchill, Sohn Winston Churchills, soll beklagt haben, dass sich dieser Trend aufgrund des Einflusses juedischer Inserenten geaendert haette. Das behauptete zumindest Oswald Mosley in seinen Memoiren. (“I have seen the Daily Mail abandon the support of Sir Oswald Mosley in the thirties under the pressure of Jewish advertisers”. Randolph Churchill, quoted in Oswald Mosley, My Life, Nelson London, 1970, Page 343).
    Nachzulesen auf http://jarrott.co.uk/dissertation/

    Magga

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    1. 20.04.1960

      Sir Oswald Mosley

      Sir Oswald Mosley, 63, britischer Faschistenführer, Gründer der früheren "British Union of Fascists and National -Socialists" und der heutigen "European Union Movement", wurde von einem Londoner Gericht abgewiesen und muß etwa 12 000 Mark Gerichtskosten zahlen, nachdem er die Parlamentswahl vom Oktober im Wahlkreis Nord-Kensington angefochten hatte, wo er
      aufgestellt war, ohne zu reüssieren. Obwohl Sir Oswalds Beanstandung, die Wahlurnen seien vertauscht worden, vom Gericht als nicht stichhaltig angesehen wurde, kamen dennoch - von Mosley gar nicht erwähnt - zwei Nord -Kensington-Wahlpannen zutage: Drei Personen, die gewählt hatten, wurden nicht auf der Wahlliste abgestrichen; der Labour-Kandidat hatte sich vorübergehend unerlaubt in einem Wahllokal aufgehalten. Beides reichte jedoch nicht aus, die Wahl zu annullieren.

      DER SPIEGEL 17/1960

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43065483.html

      Löschen
  4. Noch ein Kongress: III. Internationaler Kongreß für das ärztliche Fortbildungswesen, Berlin, 1937

    “Selbst vor der internationalen Öffentlichkeit wurden diese rassistisch-biologistischen, antisemitischen und antiindividualistischen Standpunkte vertreten und größtenteils unwidersprochen hingenommen. So referierte Reichsärzteführer Wagner genau diese Inhalte (beispielhaft) im August 1937 auf dem III. Internationalen Kongreß für das ärztliche Fortbildungswesen in Berlin. Er führte dort u.a. aus: „Der nationalsozialistische Staat hat aus dieser Erkenntnis heraus mit der ihm eigenen Energie entsprechende gesetzli-che und sonstige Maßnahmen getroffen. Man kann diese Maßnahmen in negative und positive einteilen. - Negative, die den Zweck haben, die weitere Vermischung mit artfremdem, besonders jüdischem Blute, unmöglich zu machen, was durch die Nürnberger Gesetze geschieht, und dann solche, die die weitere Zunahme des Erbuntüchtigen, des Erbkranken, verhindern sollen. Diesem letzteren Zwecke dient das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. - Positive, die die Geburten und damit Bevölkerungszahl erhöhen, und dann solche, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der jetzt lebenden Generation, insbesondere der deutschen Jugend, nicht nur zu erhalten, sondern zu steigern und bis ins höchste Alter zu bewahren geeignet sind. Alle diese Maßnahmen werden durchgeführt unter maßgeblicher Mitwirkung der deutschen Ärzteschaft.“397
    Die Ärzteschaft war also von der Partei- und Staatsführung dazu ausersehen, mit an vorderster Front den „degenerierten völkischen Lebenswillen“ des deutschen Volkes zu kurieren. Die Führerschule der deutschen Ärzteschaft sollte als Kaderschmiede für diese große gesundheits- und bevölkerungspolitische Aufgabe dienen. Das Mitwirken der Ärzteschaft an dieser nationalsozialistischen Bewegung führte Wagners Stellvertreter und Beauftragter für das ärztliche Fortbildungswesen, Kurt Blome, im Rahmen dieses Fortbildungskongresses u.a. hinsichtlich der besonderen Bedeutung der Führerschule vor dem internationalen Fachpublikum aus: „Unsere Führerschule dient - wie schon aus ihrer Bezeichnung hervorgeht – ganz besonderen Zwecken und fällt daher aus dem Rahmen der üblichen ärztlichen Fortbildung heraus. Sie ist eine Einrichtung der Deutschen Ärzteschaft und dient vornehmlich der gesundheits-politischen Schulung im nationalsozialistischen Sinne. Aber nicht nur bereits im Berufsleben stehende Ärzte erhalten hier ihre Ausrichtung für ihre Arbeit als ärztliche Führer, sondern auch unser ärztlicher Führernachwuchs, besonders ausgesuchte Jungärzte [...] werden hier einer Schulung unterzogen mit dem Ziel, sie zu ärztlichen Führern heranzubilden.“ Es war Blomes Anliegen, vor diesem internationalen Publikum klarzustellen, was die eigentliche Aufgabe dieser Führerschule der deutschen Ärzteschaft war: „Daß ich Ihnen diese Einzelheiten kurz über die Führerschule Alt-Rehse bringe, geschieht deswegen, weil immer wieder im Auslande angenommen wird, dass die Führerschule der rein fachlichen ärztlichen Fortbildung diene.“ "

    Aus dem Institut für Geschichte der Medizin der Medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin
    DISSERTATION ”Zur Person und Bedeutung des Arztes Dr. Hans Deuschl (1891 – 1953) unter besonderer Berücksichtigung seiner Karriere in der Zeit des Nationalsozialismus”. Wilhelm Boes, 2010

    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000008213/Diss_-_Boes.pdf

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  5. Noch zum “Schmusejahr” 1935
    (Jahr des Internationalen Kongresses über Bevölkerungswissenschaft in Berlin, an dem auch Marie Stopes teilgenommen hatte):

    “Am 18. Juni (1935), ausgerechnet am Jahrestag der Schlacht von Waterloo, war das deutsch-britische Flottenabkommen unterzeichnet worden, nach dem Deutschland im Verhältnis 35 zu 100 (deutsche zu britischer Tonnage) zur See wieder aufrüsten durfte. Damit war eine entscheidende Bresche in die einst in Versailles sanktionierte internationale Isolierung des Deutschen Reichs geschlagen. Nie waren Hitler und die Seinen ihrem Traum von einer Verständigung mit Großbritannien, das freie Hand auf den Weltmeeren haben sollte, während die Deutschen ihre territorialen Interessen im Osten verfolgten, näher als in diesem Moment. Rosenberg, der immer an der deutsch-britischen Verständigung gearbeitet hatte und 1931 und 1933 nach London gefahren war, musste es verschmerzen, dass er am Zustandekommen des Flottenabkommens nicht hatte mitwirken können. Verhandlungsführer war sein Rivale Joachim von Ribbentrop gewesen, der für diesen diplomatischen Erfolg im Jahr darauf mit dem Posten des deutschen Botschafters in London belohnt werden sollte.

    Rosenbergs Rede auf der Reichstagung 1935 hieß „Nordische Wiedergeburt“ und handelte von der großen Schicksalsgemeinschaft der nordischen Völker. Der Völkische Beobachter bewertete seine Ansprache als zielweisende, ergreifende Rede, die den großen Satz aufstellt, dass Deutschland mit den Staaten der nordischen Völker des Ostraumes und dem britischen Imperium zur großen Schicksalsgemeinschaft verschmolzen ist, eine weltanschauliche Zielsetzung, in der klar die Stellungnahme des Führers zum deutsch-britischen Flottenabkommen zum Ausdruck kommt. …

    Auf dem Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg wurde am 11. September 1935 dem Vordenker der Nordischen Gesellschaft, Hans F. K. Günther, von Alfred Rosenberg der Preis der NSDAP für Wissenschaft verliehen. Thilo von Trotha ließ sich aus diesem Anlass zu der Feststellung hinreißen, Günther sei der „bedeutendste Forscher des heutigen Deutschlands“. Vier Tage später, am Ende des Parteitags, wurden die Nürnberger Gesetze verabschiedet, die gewissermaßen zur rassistischen Theorie die rassistische Praxis liefern sollten. Das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ verbot Eheschließung und Intimbeziehungen zwischen Juden und Ariern. Weitere Fälle solcher „Blutschande“ zu unterbinden war ein dringendes Gebot, sollte die Wiederaufnordung der Deutschen gelingen. Mit dem Reichsbürgergesetz wurde der arische Teil der deutschen Staatsbürger nobilitiert, während für ihre jüdischen Mitbürger nur der minder privilegierte Status der Staatsbürgerschaft blieb.”

    Aus:
    Alfred Rosenberg und die Nordische Gesellschaft - Der „nordische Gedanke“ in Theorie und Praxis
    Birgitta Almgren / Jan Hecker-Stampehl / Ernst Piper
    NORDEUROPAforum 2/2008
    http://edoc.hu-berlin.de/nordeuropaforum/2008-2/almgren-birgitta-7/PDF/almgren.pdf

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    1. Financial Times
      October 12, 2007
      German relations
      By Emiliya Mychasuk and Emiko Terazono

      Trying to bridge the gap between the UK and German private equity worlds is Sebastian von Ribbentrop , who has been appointed by WestLB as its co-head of private equity. Mr von Ribbentrop, 36, is the grandson of Joachim von Ribbentrop, Hitler's ambassador to London in the 1930s and later his foreign minister, who was hanged for war crimes after the Nuremberg trials.
      people@ft.com

      www.ft.com/cms/s/0/0da39334-785e-11dc-8e4c-0000779fd2ac.html

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  6. Weiterer Zufallsfund zu "Internationale Kongresse in Deutschland während des NS"

    Gefunden bei WorldCat

    I. Internationaler kongress für gerichtliche und soziale medizin zu Bonn a Rh., vom 22. bis 24. september 1938. (Buch, 1938) [WorldCat.org]
    Verfasser/in:Friedrich Pietrusky
    Verlag:Bonn, Gebr. Scheur, 1938.
    Ausgabe/Format Buch : Mehrere Sprachen

    Details
    OCLC-Nummer:14754000
    Anmerkungen:The contributions are in German, French, English or Italian.
    Beschreibung:xxxiv, 630 p. ill.
    Verfasserangabe:Verhandlungsbericht hrsg. vom präsidenten des kongresses, professor dr. med. F. Pietrusky ...

    http://www.worldcat.org/title/i-internationaler-kongress-fur-gerichtliche-und-soziale-medizin-zu-bonn-a-rh-vom-22-bis-24-september-1938/oclc/14754000

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    1. War der damals 24-jährige Hans Christian Sarrazin, später "langjähriger Gutachter für die Sozialgerichte", dabei? Angeboten hätte es sich, den jungen Mediziner, der auch schriftstellerisch tätig war und einer deutsch-englischen Ehe entstammte, bei der Vorbereitung und Durchführung eines internationalen Kongresses dieser Art mithelfen zu lassen.

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    2. Ein solcher Hintergrund könnte mit erklären, warum sein Sohn Thilo Sarrazin Jahrzehnte später meint, internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Durchbruch zu verhelfen, wenn er "rassenhygienische" Denkmuster und Parolen der NS Zeit wieder aufwärmt.

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    3. Dass sein Vater für Thilo Sarrazin ein Vorbild ist, zeigt sich z.B. an der "Ausstattung von Goethe-Zitaten", die er nach eigener Aussage von ihm übernommen hat (wobei es sich um eine sehr bemerkenswerte, offenbar am Eugenik-Gedanken ausgerichtete Auswahl handelt).

      Siehe Post "Mehr zum Thema Nostalgie"

      http://guttmensch.blogspot.com/2012/03/mehr-zum-thema-nostalgie.html

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    4. Gleichschaltung des Gutachterwesens im NS

      "Vor der nationalsozialistischen Machtergreifung hatte es kein einheitliches Gutachterwesen gegeben. Kritisiert wurde deshalb, dass diesen Vereinigungen "der einheitliche Wille fehlte". [...] Da sich [...] ein Zusammenschluss der betreffenden Sachverständigen-Vereinigungen als unmöglich erwies, sah sich Reichsfachschaftsleiter Grevemeyer nach eigenen Angaben dazu veranlasst, eine neue Organisation, den "Reichsverband der beeideten und öffentlich bestellten Sachverständigen e.V." zu bilden mit dem Ziel, "diese zur Sammelstelle aller deutschen Sachverständigen zu machen." Zugleich gründete "auf dem Gebiet des deutschen Rechtslebens" Reichsjuristenführer Dr. Frank bereits 1933 "eine neue Arbeitsgemeinschaft aller der Volksgenossen [...], die in ihrem Wirken irgendwie mit dem deutschen Recht verbunden sind." Die "Deutsche Rechtsfront" wurde etabliert. Da seit Gonella auch der medizinische Sachverständige als "Rechtswahrer" galt, wurde der "Reichsverband der beeideten und öffentlichen Sachverständigen e.V." korporativ am 16.09.1934 der "Deutschen Rechtsfront" angeschlossen. Damit sollte "nicht nur allen Rechtswahrern, sondern auch jedem einzelnen Volksgenossen der Nachweis des nach rassischen, charakterlichen und sachlichen Grundsätzen ausgesuchten Sachverständigen" geboten werden. [...]
      Es bestehen [...] keine Zweifel daran, dass sich zumindest die ab dem Jahre 1933 als Amtsärzte eingestellten und als medizinische Sachverständige vor dem Erbgesundheitsgericht tätigen Ärzte durch eine ausgeprochen nationalsozialistische Gesinnung auszeichneten."

      Quelle
      Carola Einhaus: Zwangssterilisationen in Bonn (1934-1945) - Die medizinischen Sachverständigen vor dem Erbgesundheitsgericht.
      Bd. 20 in der Reihe Rechtsgeschichtliche Schriften Im Auftrage des Rheinischen Vereins für Rechtsgeschichte e.V. zu Köln, hrsg. von Dieter Strauch.
      Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2006
      Seiten 148-151

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    5. "Frank, H.[?]: Aufgaben und Pflichten des Sachverständigen im Rahmen der neuen Rechtsordnung.
      In: Grevemeyer, Max; Kammel, Oskar (Hg): Der Sachverständige im Dritten Reich und seine Gutachtertätigkeit. Eine Darstellung anhand der Vorträge des I. Reichsschulungskurses der Reichsfachschaft für das Sachverständigenwesen. Deutsche Rechts- und Wirtschaftswissenschaft Verlags-GmbH: Berlin 1935, S. 6–11."

      http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000003751/8_Quellen-_und_Literaturverzeichnis.pdf?hosts=

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    6. Offenbar handelt es sich bei dem o.g. Kongress für gerichtliche und soziale Medizin (Bonn, Sept. 1938) um den von Carola Einhaus erwähnten Gründungskongress der "Internationalen Akademie der gerichtlichen sozialen Medizin".
      Der Präsident des Kongresses, Professor Dr. Friedrich Pietrusky, wurde 1938 in Bonn zum Ehrenpräsidenten dieser Vereinigung gewählt.
      In der Nachkriegszeit war Pietrusky bis zu seiner Emeritierung 1954 Professor an der Universität Heidelberg.

      (Carola Einhaus, opus cit., Seiten 152-153)

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    7. ... Pietrusky wurde zwar erst 1954 formal emeritiert, aber bereits 1945 amtsenthoben.

      http://www.catalogus-professorum-halensis.de/pietruskyfriedrich.html

      und

      Ralf Forsbach, die Medizinische Fakultät der Universität Bonn im Dritten Reich, R. Oldenbuorg Wissenschaftsverlag (2006)

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    8. Die Internationale Akademie fuer gerichtliche soziale Medizin bestand weiter; Kongresse gab es u.a. in Wien, 1961 und 1982.
      (Webseite der Akademie bisher nicht gefunden)

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    9. Mediziner erwarten von Adolf Hitler "Gesundung unseres gesamten öffentlichen Lebens" (Bonn, 1933)

      Einige Professoren zeigten früh offen ihre Begeisterung für das neue System, auch wenn sich einzelne später von ihrem Verhalten distanzierten.
      Ein markantes Beispiel ist die Erklärung „Für Adolf Hitler“, die am 4.3.1933 im Bonner „General-Anzeiger“ erschien. Von den 14 Unterzeichnern gehörten sieben der Medizinischen Fakultät an: Walter Blumenberg, Friedrich Pietrusky, Erich Hofffmann, Rudolf Strempel, Hugo Selter, Paul Römer.
      In der Erklärung heißt es wörtlich: „Wir unterzeichneten deutschen Universitäts- und Hochschullehrer erklären heute in aller Öffentlichkeit, dass wir in der Machtübernahme Adolf Hitlers und dem Zusammenschluß der nationalen Kräfte, die am Wiederaufbau des deutschen Volkes mit tätig sein wollen, den richtigen Weg sehen, der ungeheuren Not und Verelendung des deutschen Volkes Einhalt zu gebieten. Wir als deutsche Männer, als berufene Lehrer der akademischen Jugend unseres Volkes, sind überzeugt, daß es der nationalsozialistischen Bewegung in Verbindung mit allen aufbauwilligen Kräften unseres Volkes gelingen wird, auf allen Gebieten des Lebens zu dem Wandel der nationalen und sozialen Gesinnung und Handlungsweise zu kommen, die für unser Volk Grundbedingung des Wiederaufstiegs ist. Die marxistisch-bolschewistischen Einflüsse auf den Geist unseres Volkes müssen aufhören. Deshalb erklären wir uns bereit, an dem großen Aufbauwerk der Reichsregierung mit all unseren Kräften mitzuarbeiten, um dem großen Werk, das jetzt begonnen wurde, zum glücklichen Endsieg zu verhelfen […]. Wir erwarten zuversichtlich von der derzeitigen Reichsregierung unter Führung Adolf Hitlers die Gesundung unseres gesamten öffentlichen Lebens und damit die Rettung und den Wiederaufstieg Deutschlands und sind fest entschlossen, jeder an seinem Teil dafür zu wirken.“

      http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/themen/Das%20Rheinland%20im%2020.%20Jahrhundert/Seiten/MedizinischeFakultaet.aspx?print=true

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  7. Hate in America is alive and well
    September 13, 2011

    http://muledungandash.blogspot.com/2011/09/hate-in-america-is-alive-and-well.html

    The Pioneer Fund was incorporated on March 11, 1937, started by Wickliffe Preston Draper. ... His father was a very rich man, and young Wickliffe inherited enough money to fund his worldly lifestyle.

    In the late 1920’s Draper developed an interest in Sir Francis Galton's now debunked eugenics movement that was popular with America's privileged whites of the day. In 1935 Draper accompanied Dr. Clarence Campbell, one of the movement’s
    glibbist orators, on a trip to Nazi Germany. Dr. Campbell would be delivering a talk at the International Congress for the Scientific Investigation of Population Problems. One line of Dr. Campbell’s talk was particularly notable:
    “The difference between the Jew and the Aryan is as unsurmountable [sic] as that between black and white. … Germany has set a pattern which other nations must follow. … To that great leader, Adolf Hitler!”

    There was a lot of Hitler love in this country at the time, but not many of the would be Nazis had Draper's money.

    Two years following the Germany trip, Draper established The Pioneer Fund; an
    organization still in existence today. Draper remained Chair of the fund until his death in 1972, and during his tenure the organization displayed some remarkably racist inclinations. Some of the Pioneer Fund’s most notable efforts were contributions to groups advocating for the repatriation of blacks to Africa, and in 1963 the fund contributed $215,000 to the Mississippi State
    Sovereignty Commission’s opposition of school desegregation. ...

    Although Draper is long dead, his legacy lives on. In 2005 the Pioneer Fund issued a grant to help form a new political "think-tank,” innocently called the National Policy Institute. NPI was the brainchild of far-right publisher William Regnery. The institute's mission statement describes it's goals as:
    "...elevate the consciousness of whites, ensure our biological and cultural continuity, and protect our civil rights. The institute ... will study the consequences of the ongoing influx that non-Western populations pose to our national identity." ...

    ... One would think that racism and bigotry would eventually fade, but thanks to the efforts of the early pioneers (pun intended,) it is alive and well. Friday, September 9th of this year... a forum by the National Policy Institute was hosted at none other than the prestigious National Press Club.
    Speakers included white supremicist talk show host James Edwards, and author Jarad Taylor. On the agenda but not showing was Peter Brimelow, author of the self proclaimed anthem to the American renaissance, Alien Nation.

    The occasion was the release of an NPI report titled "The Majority Strategy: Why the GOP Must Win White America" [PDF]. Summarizing the report, NPI states that the Republican Party is already "effectively the White People’s Party," with 90
    percent of its votes cast by whites. A winning strategy would be to "reach in" to its majority base rather than "reach out" to minorities. Instead of shirking its identity the GOP should embrace it by advocating immigration restriction, an end to civil rights and hate crime legislation, and to all forms of affirmative action.

    Of the 100 people in attendance only one was non-white. When that individual rose to ask a question of James Edwards, Edwards responded "There is no hatred in my heart," "...all we want is the freedom to associate only with our own kind, to not be forced to deal with you."

    Jared Taylor argued that "individualism is a white Protestant value and that the only way to protect it is to preserve the white Protestant tribe."

    So there you have it. Racism and bigotry is not only alive and well... it has reached a rather lofty perch.

    Posted by Mule Breath

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    1. Journal of History of the Behavioral Sciences, Vol. 38(3), 259–283 Summer 2002
      Published online in Wiley InterScience

      TOWARD A RACIAL ABYSS: EUGENICS, WICKLIFFE DRAPER, AND THE
      ORIGINS OF THE PIONEER FUND MICHAEL G. KENN

      http://www.iupui.edu/~histwhs/h699.dir/KennyPioneer.pdf

      "... Wickliffe Draper wished to meet German eugenicists who, as Charles Davenport told him, were leading the way in the study of psychiatric epidemiology; evidently Draper had personal concerns (which unfortunately remain obscure) about the heritability of dementia praecox (Davenport to Draper, 13 & 28 October 1932; Draper to Laughlin, 28 August 1935; see Dowbiggin, 1997). Laughlin therefore wrote Fischer, who then was President of International Congress for the Scientific Investigation of Population Problems, that Draper would be attending the Congress, pointing out that “Colonel Draper has long been one of the staunchest supporters of eugenical research and policy in the United States” (Laughlin to Fischer, 31 July 1935).
      Draper was also advised to meet Dr. Clarence Campbell, New York socialite, fellow Delegate, current American Eugenics Society President, and outspoken Nazi sympathizer, who gave a laudatory plenary lecture at the Congress praising German anthropologists, eugenicists, and Hitler himself for their leading roles in elevating racial welfare to the top of the national agenda (Laughlin to Draper, 15 January 1936; see Ku¨hl, 1994, pp. 33–34).
      Campbell had persistently complained that insufficient attention was being given to “the effects of differential reproduction in the various population elements on the racial quality and survival value of oncoming generations. Nor is the attention to such matters regarded as an essential service to the nation and a patriotic duty” (1933, p. 45). In a 1936 number of Laughlin’s Eugenical News, Campbell noted with approval that, “the German nation more than any other nation identifies the Reich, or its government, with the Volk, or Race” and that anti-Nazi propaganda has obscured the fundamental truth of an idea which an individualistic America ignores at its peril (Campbell, 1936, p. 28; 1933, p. 50). ..."

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  9. Aus
    ZVAB - Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

    Nordische Gesellschaft (Herausgeber: Dr.Ernst Timm)
    Der Norden. Monatsschrift der Nordischen Gesellschaft. Nr.11 Juli 1938, 15.Jahrgang

    Berlin Wilhelm Limpert 1938
    Vollständige Ausgabe im original Verlagseinband (Broschur / Kartoneinband im Format 22,5 x 30 cm cm) mit farbig illustriertem Deckeltitel (farbige Zeichnung von A.Mahlau). Zugleich Jahrgang der Ostsee-Rundschau und des Nordischen Aufsehers. Seiten 369 - 400, mit vielen Fotoabbildungen auf Kunstdruckpapier. Aus dem Inhalt: Wilhelm Bierther, Siegburg: Die größte Insel der Welt - ein Blick auf Grönland (mit Bildern von Jette Bang, Kopenhagen) / Selma Lagerlöf 80 Jahre alt / Prof. Birger Nerman, Stockholm: Der Handel der schwedischen Wikinger im Osten / Prof.Johannes Sundwall, Abo-Turku: Finnische Soldaten während des Weltkrieges. Zur Entstehung des 27. Jägerbataillons / Carl Schöyen, der Dichter des hohen Nordens / Carl Schöyen: Nur zwei Silbermöven / Karlheinz Rüdiger: Das germanische Erbe in der deutschen Volkskultur, mit Foto von Prinz August Wilhelm von Preussen (hielt Erntedankfest-Rede in Kopenhagen) / Aus der Arbeit der Kontore (Reichskontor Berlin, Saale- Kontor in Halle, Sachsen- Kontor) / Die 1. Nordische Woche in Hamburg (mit Foto:" Der Vorsteher vom Hamburg-Kontor der Nordischen Gesellschaft Reichsstatthalter Karl Kaufmann eröffnet im Uhlenhorster Fährhaus die 1. Nordische Woche in Hamburg") / Sechs Seiten Anzeigentexte, u.a. mit Anzeige "Schlesische Gaupresse: Schlesien - in diesem aufstrebenden Wirtschaftsgebiet liest jeder 3. Zeitungsleser eine der 10 NS-Heimatzeitungen" (folgen die Namen dieser Zeitungen). - Erstausgabe, EA, erste Auflage in guter Erhaltung. - Deutschland, Drittes / Deutsches / Großdeutsches Reich, Großdeutschland, nationalsozialistisches Gedankengut, nationalsozialistische Zeitschrift. - Die Nordische Gesellschaft war eine 1921 in Lübeck gegründete und dort ansässige Gesellschaft, die sich um wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen im Ostseeraum um die Pflege des nordischen Gedankens bemühte. Im Mittelpunkt ihrer völkischen und rassemäßigen Grundhaltung stand die nordischen Rasse als Trägerin germanisch-deutscher Kulturüberlegenheit. Zunächst noch parteipolitisch ungebunden, wurde die Nordische Gesellschaft, die bis dahin nie mehr als örtliche Bedeutung besessen hatte, 1933 gleichgeschaltet und 1934 dem Außenpolitischen Amt der NSDAP (APA) unterstellt. Zwecks Verbreitung ihrer Kulturpropaganda veranstaltete die NG u.a. Sonnwendfeiern und jährliche Reichstagungen. Neben dem Hauptsitz, dem Reichskontor in Lübeck, gab es zuletzt mehr als vierzig - mit den NSDAP-Gauen deckungsgleiche - Kontore im gesamten Reichsgebiet, außerdem Verbindungsleiter in den Hauptstädten der nordischen Länder. 1934 -1945 führte Hinrich Lohse, Gauleiter der NSDAP in Schleswig-Holstein, die NG. Verbindungsmann des APA zur NG war der Privatsekretär von Reichsleiter Alfred Rosenberg, Thilo von Trotha. Zum Großen Rat der Gesellschaft gehörten auch Reichsführer SS Heinrich Himmler sowie Reichsbauernführer Walther Darre. 1935 machte Rosenberg deutlich, daß er und Hinrich Lohse mit der Nordischen Gesellschaft vor allem politische Ziele mit internationaler Ausrichtung verfolgt haben. Künstlerischer Beirat war Alfred Mahlau. Die Nordische Gesellschaft verfolgte hauptsächlich drei Ziele: 1. Enge Beziehungen zwischen Deutschland und dem Norden ("Nordischer Gedanke") 2. Förderung dieses "Nordischen Gedankens" in Deutschland. 3. sämtliche irgendwie "nordisch" ausgerichteten Bemühungen sollten in der Nordischen Gesellschaft ihren Mittelpunkt finden. Dazu dienten u.a. propagandistische Empfänge, Konzerte sowie Ausstellungen und auch die Deutschen Nordlandreisen (frei nach Wikipedia).

    [Schlagwörter: Nationalsozialistisches / Völkisches Gedankengut, NS-Schrifttum]

    http://www.zvab.com/buch-suchen/textsuche/die-woche-1934

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  10. Ein Engländer auf Hitlers Seite
    E-Paper
    8. Oktober 2005, NZZ Online

    Ian Kershaws grosse Studie über Lord Londonderry

    Lord Londonderry (1878-1949), aus altem schottischem Adel stammend, verkörperte das Selbstbewusstsein, aber auch die Selbsttäuschung der britischen Oberschicht nach der Jahrhundertwende. Die spätere Politik des Appeasements gegenüber Hitler fand in Londonderry einen ebenso eifrigen wie unbedachten Anwalt. Der Historiker Ian Kershaw rekonstruiert dessen politische Biografie und beleuchtet sie vor dem Panorama der Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs.
    Krieg, so definierte einst Clausewitz, sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Aber dass einmal Kriege kommen könnten, die auch sämtliche Politik in ihre Strudel reissen würden, sah der preussische Stratege wohl kaum voraus. Am Ende des Ersten Weltkriegs, der zu Beginn eine überschaubare Grösse erahnen liess, war das alte Europa zutiefst erschüttert ...
    Als ... im Januar 1933 der Reichskanzler [Hitler] die Weltbühne betrat, war er noch keineswegs nur der mögliche oder wirkliche Feind im europäischen Haus. Sein zunächst rhetorischer Feldzug gegen den Bolschewismus fand durchaus Sympathien …

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    1. ... der englische Historiker Ian Kershaw ... porträtiert einen Vertreter der britischen upper classes als frühen Exponenten jener rasch dann traurig berühmt gewordenen Politik des «Appeasements», die Neville Chamberlain mit dem Münchner Abkommen von 1938 besiegelte - worauf wenig später mit dem deutschen Einmarsch in Polen der Zweite Weltkrieg begann. Lord Londonderry war denn weniger ein Verräter als ein Mann der gespaltenen Loyalitäten: Während er stets und kaum zu Unrecht vorgab, die Interessen seines Landes zu befördern, suchte er eben deshalb den Kontakt mit den Nazis. Diese galten dem erzkonservativen Patron über Landgüter und Kohlenminen zwar als eher vulgäre Aufsteiger. Doch sorgten sie offenbar für Ordnung und verteidigten das erste Bollwerk auf dem Kontinent gegen die Armeen des Kommunismus. ...
      Londonderry ... diente zuerst in Lloyd Georges Koalitionsregierung, mauserte sich dann zum Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, trat als Erziehungsminister im neu geschaffenen Parlament von Nordirland in Erscheinung und wurde am 5. November 1931 als «Secretary of State for Air» in die Regierung von Ramsay MacDonald berufen. MacDonald war dem eleganten Amateur gewogen - und noch mehr seiner Frau Edith, die an der Park Lane ein grosses Haus führte. «Catering his way to the Cabinet», glossierte bald Lord Birkenhead die Laufbahn Londonderrys. ...
      Einerseits - und gegen mancherlei Widerstände in Zeiten hoher Budgetlasten - wollte Londonderry die Royal Air Force stärken und mit Bombergeschwadern für Abschreckung sorgen. Anderseits plädierte er seit den Genfer Abrüstungsgesprächen für ein Verständnis der deutschen Anliegen: In Versailles seien die Verlierer schlecht weggekommen. Drittens aber unterschätzte der Minister, zusammen mit den meisten Kollegen, sowohl die Gefahren, die seit 1933 aus Berlin dräuten, wie auch die realen Kapazitäten der deutschen Aufrüstung. Noch im Frühjahr 1934, als die Zahlen des Reichshaushalts zu erkennen gaben, dass Berlin nun kräftig aufholte, blieb Londonderry wenig beeindruckt. Solange Deutschland im Rahmen der Völkergemeinschaft agiere, sei nichts zu befürchten, schrieb er in einem Memorandum; zugleich warnte er davor, die Deutschen in die Isolation zu treiben. ...
      Kershaw zeigt in einem längeren Kapitel auf, wie sehr man sich gerade in England über die Rolle und die Absichten des Diktators in Illusionen erging. Londonderry war hier, sozusagen, in bester Gesellschaft. Lloyd George nannte den «Führer» «a great man», der Zeitungsbaron Lord Rothermere begleitete mit dem «Daily Mail» dessen Politik nicht ohne Wohlwollen, Lord Lothian forderte «justice for Germany», Mitglieder des Kabinetts hielten Hitler für «Germany's Mussolini», während die Linke davon überzeugt war, dass der Demagoge nur eine Marionette der preussischen Junker sei. Endlich zählte auch, wie energisch die neue deutsche Regierung gegen die Ideologie des Sowjetkommunismus antrat - seit der Oktoberrevolution von 1917 geisterte das Gespenst einer denkbaren Weltrevolution in Europa. ...
      Erst im Frühsommer 1935 ging den Engländern auf, wie sehr sie sich in der Sache der militärischen Verhältnisse geirrt haben könnten. Im März dieses Jahres hatten John Simon als Aussenminister und Anthony Eden als Lordsiegelbewahrer den «Führer» in der Berliner Reichskanzlei besucht und viel Nachdenkliches nach Hause gebracht. Kurz darauf wurde Baldwin zum Premierminister ernannt. Zu seinen ersten Massnahmen zählte, dass er den Luftfahrtminister absetzte: Londonderry, dem es nicht gegeben war, im Kabinett und vor dem Parlament klare Aussagen über die deutschen Fliegertruppen zu liefern, wurde ins Abseits verschoben. ...

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    2. Londonderry entschloss sich, auf eigene Faust zu handeln.
      ... mit dem Faschismus angelsächsischer Couleur im Stil von Oswald Mosley hatte der selbsternannte Vermittler nichts am Hut. Freilich bewunderte er - wie andere - die Effizienz der Germanen und ihren vollstreckenden Willen ...
      Zu Beginn des Jahres 1936 flog Londonderry von Croydon über Amsterdam und Hannover nach Berlin zu einem ersten Besuch in Deutschland. Er begegnete in der Hauptstadt und auf dessen Landgut Carinhall ... Hermann Göring, und wurde darauf von Hitler zu einer zweistündigen Audienz empfangen.
      Solches schmeichelte dem zu Hause so Unverstandenen und fast mehr noch dessen ehrgeiziger Frau, die alsbald sowohl Göring wie Hitler ihre Bewunderung in langen Briefen kundtat. ...
      Zweimal besuchte Ribbentrop die Anwesen der Londonderrys und genoss dort allerlei Festivitäten, ohne dass dies greifbare Erfolge für die deutsche Aussenpolitik brachte - weder Baldwin noch König Edward VIII. konsultierten Londonderry; der vermeintliche Botschafter, der nun in der «Times» und im «Sunday Sun» Elogen auf die Nazis anstimmte, blieb ein Outsider. Als im Mai 1937 Neville Chamberlain das Amt des Premierministers übernahm, schien sich indessen ein Klimawechsel anzukündigen. ...
      Im November 1937 pilgerte Lord Halifax zum Verdruss des amtierenden Aussenministers Anthony Eden nach Berchtesgaden - wo ihm Hitler seine Ambitionen gegenüber Österreich und dem Sudetenland nicht verbarg. Wenige Wochen vor dem Ein- und Aufmarsch in Wien vom 15. März 1938 trat Eden zurück, und Halifax trat dessen Nachfolge an. ...
      In der Zwischenzeit hatte Londonderry seine deutschen Freunde wiederholt besucht. ...
      So entstand eine Atmosphäre gegenseitiger «Erklärungen» und «Ideen», die von Whitehall jedenfalls nicht grundsätzlich unterlaufen wurde: Die Annexion Österreichs und alsbald des Sudetenlands war hinzunehmen im Rahmen mehr oder minder verständlicher «Erweiterung» der Reichsgebiete. So hatte Göring in einem Brief an Londonderry argumentiert, so konnten es die Engländer in einem Kommentar der «Times» lesen, und so legte es schliesslich Londonderry selber in einem Buch dar, das unterm Titel «Ourselves and Germany» auch als Taschenausgabe bei Penguin erschien. Hitler dankte für ein Widmungsexemplar. Einige positive Rezensionen [erschienen] ...
      Am 15. September 1938 führte Chamberlain erste Gespräche mit Hitler auf dessen «Berghof», eine Woche später traf man sich in Bad Godesberg, und den Abschluss der hohen Diplomatie bildete das mit Mussolinis Hilfe ratifizierte Vier-Mächte-Abkommen vom 29. September in München. ...
      Zwei Ereignisse zerstörten alle Illusionen. Die sogenannte Reichskristallnacht vom November 1938 offenbarte für alle Welt sichtbar das brutale Menschenbild der Nazi-Doktrin und ihrer Adepten. Hitlers Einmarsch in Prag vom März 1939 machte den Politikern klar, dass mit dem Diktator keine Politik zu machen war. Obwohl Chamberlain - anders als nun Halifax - noch eher zögerlich agierte, sprach das Parlament die Garantie für Polen aus. ...
      Wieder war es Churchill, der jetzt unerbittlich zur Aufrüstung drängte. Kurz nach dem Ausbruch des Kriegs löste er Chamberlain ab ...
      Lord Londonderry aber war politisch und gesellschaftlich am Ende. ...
      «When in a hole, stop digging!», hatte ihm ein Freund geraten - zu spät, viel zu spät. - Schon Ian Kershaws zweibändige Hitler-Biografie fesselte mit einer Mixtur aus genauen Fakten, hellen Analysen und glänzend erzählter Geschichte. Sein neuer Bericht - aus den Herzkammern der britischen Oligarchie mit weiten Linien in das letztmals alte Europa - ist nicht weniger dazu angetan, unser Wissen und Gewissen zu schärfen: für Schwächen und für Stärken von Menschen. ...
      Ian Kershaw: Making Friends with Hitler. Lord Londonderry and Britain's Road to War. Verlag Allen Lane, London 2004. 488 S., £ 20.-. - In deutscher Übersetzung: Hitlers Freunde in England. Lord Londonderry und der Weg in den Krieg. Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt. Deutsche Verlagsanstalt, München 2005.

      Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG

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  11. Der Beitrag von Fleming ist offenbar eng an Kershaw angelehnt.
    Gemeinsamer Tenor: Es gab mehr Annaeherungen zwischen der britischen Aristokratie und Hitlers Paladinen als bis dato bekannt oder beleuchtet, aber auf der britischen Seite waren das letzlich nur vereinzelte Toren, die sich eine Weile umgarnen liessen ...

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    1. Aristocratic Appeasement: Lord Londonderry, Nazi Germany, and the promotion of Anglo-German Misunderstanding | Neil Fleming - Academia.edu

      In the mid-1930s a number of British aristocrats made private visits to Germany to meet with leading Nazis and discuss Anglo-German relations. The Nazis encouraged this amateur diplomacy, believing that the aristocracy exercised a more powerful influence over the British government. Once the futility of this was
      realised Germany concluded that Britain without an alliance was likely to be the Reich’s main enemy. Despite this, the Nazis continued to use sympathisers to voice their grievances. Chamberlain also used informal diplomatic channels, and
      for a while the amateur diplomacy of Lord Londonderry, a former Cabinet Minister, was useful to Berlin, London, and his own sense of duty. In the process Londonderry became an arch advocate of appeasement and an apologist for Nazi Germany. Londonderry’s undefined role in this period was a product of the misunderstandings at the heart of appeasement, a difficulty, despite his intentions, that he only served to exacerbate.

      More Info: Cardiff Historical Papers, 4 (2007), pp. 1-36.

      https://www.academia.edu/209349/Aristocratic_Appeasement_Lord_Londonderry_Nazi_Germany_and_the_promotion_of_Anglo-German_Misunderstanding

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  12. Was weitgehend fehlt, ist eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Unterstuetzung durch (nicht nur, aber gerade auch) bedeutende Teile der britischen Aristokratie fuer den Aufstieg Hitlers eine instrumentale Rolle gespielt haben koennte.

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  13. Ribbentrop, Johnny Walker und die Deutsch-Englische Gesellschaft

    Aus
    Joachim von Ribbentrop – Wikipedia

    “Ullrich Friedrich Willy Joachim von Ribbentrop (* 30. April 1893 in Wesel; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein deutscher Politiker (NSDAP). Er war von 1938 bis 1945, während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, Reichsminister des Auswärtigen.
    Ribbentrop gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen. Er wurde am 1. Oktober 1946 in allen vier Anklagepunkten schuldig gesprochen, zum Tod durch den Strang verurteilt und am 16. Oktober 1946 hingerichtet. ...

    Die Ribbentrop-Kinder lernten in Arosa Touristen aus aller Herren Ländern kennen, darunter einige sehr reiche Leute. In Arosa wurde Ribbentrops Interesse geweckt, die Welt kennenzulernen. Nach anderthalb Jahren Arosa schickte sein Vater die Söhne für ein Jahr zum Englisch-Studium nach England. 1910 zogen Joachim Ribbentrop und sein Bruder Lothar nach Kanada. Hier lebten sie sich gut ein. Ribbentrop versuchte, sich mit Hilfe der Erbschaft seiner Mutter eine Existenz als Händler aufzubauen. Dabei handelte er mit Weinen aus Deutschland. ...
    Unmittelbar nach Beginn des Ersten Weltkrieges verließ Ribbentrop Kanada, um als Freiwilliger auf deutscher Seite zu kämpfen. ...
    Nach einer Verletzung an der Front wurde er in die deutsche Botschaft in Istanbul versetzt. Hier lernte er Franz von Papen kennen. Nach Kriegsende 1918 kehrte Ribbentrop nach Berlin zurück, wo er für einige Zeit Mitarbeiter im Reichswehrministerium wurde.
    Ribbentrop sorgte dafür, dass er einen Eintrag im Who is Who 1919 bekam. Dort war verzeichnet, er sei Adjutant der deutschen Friedensdelegation in Versailles gewesen. Dies stellte sich später als falsch heraus.
    1919 nahm Ribbentrop seinen Abschied als Oberleutnant und betätigte sich als Vertreter für französische Weine und Liköre.

    Ribbentrop heiratete am 5. Juli 1920 in Wiesbaden Anna Elisabeth (Annelies) Henkell (* 12. Januar 1896 in Mainz; † 5. Oktober 1973), die er 1919 kennengelernt hatte, Tochter des Sektfabrikanten Otto Henkell und seiner Frau Katharina (Käthe) Michel. Das Ehepaar hatte fünf Kinder:
    Rudolf von Ribbentrop (* 11. Mai 1921 in Wiesbaden), von Rudolf-August Oetker beim Bankhaus Lampe beschäftigt[2], später Mitarbeiter der Sektkellerei Henkell
    Bettina von Ribbentrop (* 20. Juli 1922 in Berlin)
    Ursula von Ribbentrop (* 19. Dezember 1932 in Berlin)
    Adolf Henkell-von Ribbentrop (* 2. September 1935 in Berlin), ehemaliger Mitinhaber von Henkell, verheiratet mit Christiane geb. Gräfin Eltz, der Mutter des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg
    Barthold von Ribbentrop (* 27. Dezember 1940 in Berlin), ehemaliger Chef der Börsenabteilung der Deutschen Bank.

    Ribbentrop hoffte auf Aufnahme in die Familienfirma, aber Henkell gab ihm nur die Berliner Vertretung für Henkell. Außerdem verschaffte er ihm gute Beziehungen bei anderen Getränkeherstellern. Aus diesen guten Beziehungen ergab sich 1920 für Ribbentrop nach dem Tod des deutschen Vertreters der Whisky-Firma Johnnie Walker durch die Übernahme der Vertretung eine höchst profitable berufliche Chance.[3] Whisky entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einem sehr gefragten Getränk. ...

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    1. ... Ribbentrop hatte eine Affinität zu Königshäusern und zum Adel, deren Mitglieder er bewunderte. Am 15. Mai 1925 ließ sich Ribbentrop von einer entfernten Verwandten, Gertrud von Ribbentrop (1863–1943), deren Vater Karl Ribbentrop im Jahr 1884 geadelt worden war, adoptieren und führte von da an den Namen „von Ribbentrop“. ...
      Einige Zeit nach seiner Namensänderung versuchte Ribbentrop Mitglied im Union Club in Berlin zu werden, dessen Mitglieder überwiegend reich waren und dem Adel entstammten. Ribbentrops Aufnahme wurde trotz der Fürsprache seiner Freunde Helldorf und von Papen abgelehnt. Den dafür verantwortlichen Diplomaten Friedrich von Lieres und Wilkau versuchte Ribbentrop in Konzentrationslager zu bringen, als er 1938 das Auswärtige Amt übernommen hatte. ...

      Nachdem er 1932 Hitler kennengelernt hatte, trat er der NSDAP (Mitgliedsnr. 1.199.927) bei. Wegen seiner Bewunderung für Hitler setzte Ribbentrop seine gesellschaftlichen Beziehungen im Verlauf des Jahres 1932 ein, um Kontakte zwischen einflussreichen Persönlichkeiten Berlins und Hitler zu vermitteln. Diese Kontakte erleichterten es Hitler, die „Machtergreifung“ im Jahr 1933 ohne großen Widerstand durchzuführen. Dabei diente Ribbentrop vor allem „als Mittelsmann“ zwischen von Papen und Hitler.[6] Nachdem Heinrich Himmler bei der Zusammenkunft Hitlers mit Franz von Papen im Haus des Kölner Bankiers Kurt von Schröder am 4. Januar 1933 Ribbentrop begegnet war, fragte er bei diesem an, ob er ein Folgetreffen zwischen Hitler und von Papen arrangieren könne. Ribbentrop sagte zu und stellte seine Villa für diese Gespräche zur Verfügung:

      „Am Abend des 10. Januar 1933 begannen dann in der Ribbentropschen Villa die entscheidenden Koalitionsverhandlungen, die schließlich am 30. Januar 1933 zur Bildung des Kabinetts Hitler führten.“[7]

      Zwar habe von Papen in seinen Memoiren angegeben, Hitler zwischen dem 4. und 22. Januar nicht getroffen zu haben, aber „Frau Ribbentrops diktierte Notizen zeigen“, so der britische Historiker und Hitler-Biograph Ian Kershaw, dass es „in der Zwischenzeit zwei Unterredungen [gab], am 10. und am 18. Januar“.[8]

      Ribbentrop wurde 1933 bei der Kabinettsbildung nicht, wie von ihm erhofft, Außenminister, da von Seiten der NSDAP der „alte Kämpfer” Alfred Rosenberg für dieses Amt vorgesehen war, das dann jedoch die Konservativen für sich beanspruchten: Reichsaußenminister blieb der bereits unter den Reichskanzlern Franz von Papen und Kurt von Schleicher amtierende Konstantin Freiherr von Neurath. Ribbentrop erhielt aber 1934 als eine Art parteiamtlicher Sonderbotschafter den Titel „Außenpolitischer Berater und Beauftragter der Reichsregierung für Abrüstungsfragen”. Zudem wurde er Ende 1934 zum Beauftragten für außenpolitische Fragen im Stab des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, ernannt.[9]

      Im Juni 1935 wurde er dann zum „Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter des Deutschen Reiches” befördert; er schloss in dieser Position – als Außerordentlicher Botschafter – noch im selben Monat in London das deutsch-britische Flottenabkommen mit Großbritannien ab, das es dem Deutschen Reich, abweichend von den Bestimmungen des Versailler Vertrages, erlaubte, eine Flotte von 35 % der britischen Flotte zu bauen.
      Dies ermöglichte 1936 auch offiziell die Kiellegung der bereits seit 1933 geplanten Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz. … Im selben Jahr gründete Ribbentrop die Deutsch-Englische Gesellschaft. ...

      http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_von_Ribbentrop

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    2. Ribbentrop landet mit seinem Flugzeug auf dem Rasen von Familie Walker

      "In Hedda Adlon's history of the Adlon Hotel in Berlin, the author recounts the amazement of a hotel guest coming away from
      another room in a stupefied state: "The fellow's got a whisky, something that I haven't drunk these five years." "How was it then?" came the response. "Excellent," he replied. "Johnnie Walker."
      That was in 1919, when Joachim von Ribbentrop, the future Nazi foreign minister, was running a German wine and spirits distributorship owned by his father-in-law. Ribbentrop became Alexander's agent and a friend (they even kept the same dogs). When he was ambassador to Britain during the late 1930s,
      Ribbentrop flew up to Troon to visit the Walkers, landing his airplane on their lawn. The Walkers were impressed. Adolf Hitler named Ribbentrop his foreign minister in 1938, a post he held until the Nazis' defeat seven years later.
      After Ribbentrop was hanged for war crimes in 1946, the Walkers commiserated with his widow on a visit to Germany."

      http://www.cigaraficionado.com/webfeatures/show/id/Walking-Tall_7582/p/3

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    3. Johnnie Walker, Alexander Walker

      “Johnnie Walker Black. Breakfast of Champions. Accept no substitute,” declared the late writer and columnist Christopher Hitchens in 2009 when asked about his favourite whisky. Like others, he never travelled without a bottle in his suitcase – aware that it’s still a form of currency in many countries and can get you out of all sorts of trouble. ...

      "The famous strapline of “Born 1820 – still going strong” is one of those myths that through endless repetition has morphed into fact. It may have been when Johnnie Walker opened his grocery shop in Kilmarnock aged 15, but the whiskies came later. In fact it was not until after his death in 1857, that his son Alexander Walker produced the first blend, Walker’s Old Highland, which eventually evolved into Red and Black Label in 1909."

      http://www.thespiritsbusiness.com/2014/10/johnnie-walker-a-brand-history/

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  14. Streicher to Speak in Berlin | Jewish Telegraphic Agency

    August 11, 1935
    Berlin (Aug. 9)

    "German Jews expected the worst today as a result of the announcement broadcast throughout Germany that Julius Streicher, Nazidom’s Number One anti-Semite, has been invited for the first time to deliver an address in Berlin on the Jewish question. He is scheduled to speak on August 15 at the Sportspalast which has a seating capacity of 15,000.
    Streicher’s appearance in Berlin is taken as an augury of even stormier days for Jews throughout Germany and also here in the capital.
    Addressing a congress in Nuremburg of German youth from abroad, including also a delegation from America, Julius Streicher declared “Germany will not rest until the Jews are exterminated.” ... "

    http://www.jta.org/1935/08/11/archive/streicher-to-speak-in-berlin

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    1. Schleichers antisemitische Hetze der Sorte, die an Primitivitaet nicht mehr zu ueberbieten war, hatte bis dahin selbst in Nazi-Kreisen als zu peinlich gegolten, um damit allzu deutlich in Verbindung gebracht zu werden. Nun wurde er eingeladen, am 15. August 1935 im Sportpalast (mit einer Sitzkapazitaet von 15.000 Plaetzen) eine Ansprache ueber die "Juedische Frage" zu halten.
      Die frueheren Ereignisse des Jahres 1935 wurden von Hitler und seinen Paladinen offenbar so ausgelegt, dass der Antisemitismus im Fahrwasser der Eugenik international und "wissenschaftlich" akzeptiert und respektiert sei.

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    2. Vor der Einladung zur Ansprache im Sportpalast sprach Streicher sogar vor den Teilnehmern eines INTERNATIONALEN Jugendkongresses in Nuernberg, an dem dem auch US amerikanische Delegierte teilnahmen. Dabei sagte er, dem oben zitierten Bericht der "Jewish Telegraphic Agency" vom 11. August 1935 zufolge, Deutschland werde nicht ruhen, bis die Juden ausgeloescht ("exterminated") seien.
      Und dennoch bekam das NS Regime die Gelegenheit, sich bei den Olympischen Spielen 1936 international und gegenueber der deutschen Bevoelkerung zu profilieren und in der oeffentlichen Wahrnehmung zu legitimieren.

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  15. Das Bild aus dem Zigarettenalbum "Eine historische Begegnung: Eden und Simon beim Fuehrer" ist inzwischen auch auf der Webseite des Holocaust Museums eingestellt; "(c) 2012".

    http://www.theholocaustexplained.org/ks4/how-did-the-world-respond/how-did-britain-respond/#.UtL3ZfKIqLc

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    1. Bereits 1933, also zwei Jahre vor dem "Schmusejahr" 1935, haetten Eden und Simon wissen koennen, was im KZ Dachau vor sich ging - und wussten es moeglicherweise auch. Billigten, ermutigten sie es sogar, wenn Hitler der westlichen Welt die Kommunisten vom Leib hielt?

      Hans Beimler, Four weeks in the hands of Hitler’s Hell-Hounds, 1933
      Bayerische Staatsbibliothek, München
      Diese erste Publikation über die Verhältnisse im KZ Dachau erschien in Moskau unter dem Titel „Im Mörderlager Dachau“. Im selben Jahr erschien in London eine englische Ausgabe.

      Hans Beimler, Four Weeks in the Hands of Hitler’s Hell-Hounds, 1933 This first publication on the conditions in the Dachau concentration camp was published in Moscow under the German title “Im Mörderlager Dachau” (In the Murderers’ Camp Dachau). In the same year an English edition was published in London under the title.

      http://www.hdbg.de/dachau/pdfs/06/06_08/06_08_02.pdf

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    2. Hans Beimler (* 2. Juli 1895 in München als Johannes Baptist Beimler; † 1. Dezember 1936 vor Madrid) war ein deutscher Politiker (KPD). Er wurde bekannt als kommunistischer Reichstagsabgeordneter und als politischer Kommissar des „Thälmann-Bataillons“ der XI. Internationalen Brigade im Spanischen Bürgerkrieg. [...]

      Der am 28. April 1921 in München geborene Sohn Beimlers Johann wurde 1937 in Moskau wegen angeblicher Teilnahme an der Vorbereitung eines Attentates auf Stalin verhaftet, später vermutlich wegen seines bekannten Vaters freigelassen und konnte nach Mexiko fliehen. Dort wurde Johanns Sohn Hans Anthony Beimler geboren, der später als Drehbuchautor für Fernsehserien wie Star Trek: The Next Generation und Deep Space Nine arbeitete.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Beimler

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    3. Aus
      BIBLIOTHECA AUGUSTANA
      Hans Beimler
      1895 - 1936
      Im Mörderlager Dachau

      Von den 50 ersten „Todesfällen“ [im KZ Dachau] seien folgende aufgeführt:

      Arthur Kahn, Funktionär der KPD, Nürnberg
      Erwin Kahn, Kaufmann, München
      Goldmann, Reisevertreter, Nürnberg
      Dr. Alfred Benario (ein Neffe des bekannten Münchener Rechtsan­walts und Justizrats Benario).
      Diese vier wurden zusammen mit einem Maschinengewehr nieder­geknallt, drei waren auf der Stelle tot, der vierte starb nach wenigen Tagen im Krankenhaus.
      Hunglinger, Polizeimajor, München. „Selbstmord“.
      Sebastian Nefzger, SA-Mann, München. „Selbstmord“.
      Hunglinger war seit 1920 Mitglied der NSDAP, Nefzger ebenfalls lange Jahre bei der SA. Beide wurden nach Dachau gebracht, weil sie spitzel­verdächtig waren.
      Michael Sigmann, SPD-Mitglied und Vorstand der Ortskrankenkasse Pasing (bei München).
      Er wurde aus Rache denunziert und ans Messer geliefert. „Auf der Flucht erschossen“.
      Johann Wiesmann, 22 Jahre alt. „Auf der Flucht erschossen“.
      Karl Lehrburger, Funktionär der KPD Nürnberg. „Auf der Flucht erschossen“.
      Das „Dachauer Tageblatt“ vom 27. Mai des Jahres berichtet, daß „Lehr­burger mit dem Taschenmesser (!) auf seinen Wärter (Steinbrenner) losgegangen ist und von diesem erschossen wurde“.
      Fritz Dressel, bayerischer Landtagsabgeordneter der KPD, München.
      Dressel wurde zuerst auf dem nahe beim Lager liegenden Friedhof Prittelbach beerdigt, nach sechs Wochen ausgegraben und verbrannt, damit alle Spuren der Mörder verdeckt sind.
      Sepp Götz, langjähriger Parteisekretär der KPD, München.
      Während das Radio am 11. Mai berichtet, „der bekannte Kommunist Götz wurde von einem Wärter (Steinbrenner) erschossen, weil er diesen angegriffen hat“, berichteten die Zeitungen über diesen Mord nichts.
      Leonhart Hausmann, Parteisekretär und Stadtrat in Augsburg.
      Die Zeitungen meldeten: „Der Kommunist Hausmann aus Augsburg wurde im Konzentrationslager Dachau erschossen.“
      Dr.Alfred Strauß, 30 Jahre alt, Rechtsanwalt, München. „Auf der Flucht erschossen“.
      Die Eltern mußten sich verpflichten, über die Ursachen des Todes ihres Sohnes zu schweigen.
      Wilhelm Aron, 22 Jahre alt, Referendar, Funktionär der „Eisernen Front“, Sohn des bekannten Justizrats Aron. Bestialisch ermordet.
      Die Leiche wurde im verlöteten Zinksarg den Eltern übergeben und in seinem Heimatort Baumberg beerdigt.

      http://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/20Jh/Beimler/bei_da28.html#nachtrag

      Nachtrag

      Berlin, 8. August 1933 – Heute wurde Felix Fechenbach, der frühere Redakteur des Detmolder sozialdemokratischen „Volksblatt“ und

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  16. Lord Erroll, der 1934 Mosley's British Union of Fascists beigetreten war, war einer der Sargtraeger bei der Beerdigung des Gruenders der Pfadfinder-Bewegung, Baden-Powell, im Januar 1941 in Nyeri, Kenia.

    Siehe auch Blog-Post

    http://zettelmaus.blogspot.com/2014/05/pfadfinder-und-scouts_6593.html?showComment=1405124452965#c7036487538484451645

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  17. Die Gewaltförmigkeit der Argumente: Eugenisches Gedankengut in der gemäßigten bürgerlichen Frauenbewegung der 1920er Jahre von Ulrike Manz

    http://planet-dissi.de/?cat=3994

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  18. World War II: Unity Mitford MI5 British Intelligence Files

    Adolf Hitler's "British Girlfriend"
    Unity Mitford MI5 British Intelligence Files

    1,392 pages, 350 pages of MI5 British intelligence files covering Adolf Hitler devotee and associate Unity Valkyrie Mitford and her sister Diana, and 1,042 pages of FBI files covering her sister Jessica Mitford, archived on CD-ROM.
    Archival copy on CD-ROM Price $12.95

    http://www.paperlessarchives.com/wwii-unity-mitford-mi5-files.html

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  19. "Little wonder either that four years earlier, in 1935, she had been welcomed to Berlin to attend the International Congress for Population Science, sponsored by the Nazis. According to the report from that conference, “Marie Stopes demanded that scientifically trained minds examine the prerequisites for human conception and give directions for regulating them from the point of view of breeding up the human stock”. "

    http://www.whycatholic.co.uk/txt/abortion6.html

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    1. "Stopes’ son Harry was set to marry one Mary Wallis ...But Mary wore glasses. Marie Stopes was furious, commenting that it would be “a crime against his country which increasingly needs fine and perfect people”. She went on to say that “Mary has an inherited physical defect and morally should never bear children”. Of her son she declared that “both his father's line and mine are free from all defect. It is awful to both my husband and me that he should contaminate his splendid inheritance and make a mock of our life's work for eugenic breeding and the race”. Her view was that it would be “cruel to burden children with defective sight and the handicap of goggles” and she declared that she would not “in any way take part in or condone the planning of these crimes”.
      When the marriage went ahead anyway, Harry was cut out of his mother’s will.

      http://www.whycatholic.co.uk/txt/abortion6.html

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    2. "The Planned Parenthood Federation of America (PPFA), commonly known simply as Planned Parenthood (PP), is the US member association of the International Planned Parenthood Federation. PPFA was formerly (until 1942) known as the American Birth Control League, an organisation founded by Margaret Sanger. ...

      In her own journal, the Birth Control Review (Nov. 1921, page 2)(3), Sanger wrote an article entitled “Birth Control – To create a race of thoroughbreds.”

      In the 1932 edition of the same journal, under the heading of “Plan for Peace” she listed some of the desirable aims of a “Population Congress” which included:

      · to apply a stern and rigid policy of sterilization and segregation to that grade of population whose progeny is already tainted, or whose inheritance is such that objectionable traits may be transmitted to offspring;

      · to insure the country against future burdens of maintenance for numerous offspring as may be born of feebleminded parents, by pensioning all persons with transmissible disease who voluntarily consent to sterilization.

      · to give certain dysgenic groups in our population their choice of segregation or sterilization.

      She then proposed (still in “Plan for Peace”) that an inventory should be taken of various undesirables, including illiterates and paupers, so that they could be segregated “on farms and open spaces as long as necessary for the strengthening and development of moral conduct”. It is not immediately apparent why paupers and illiterates were “undesirable” or why open spaces were likely to have any beneficial effect.

      Sanger was so appalled by the poor and uneducated that she wrote in Women and the New Race that "the most merciful thing that a large family does to one of its infant members is to kill it" (Eugenics Publ. Co., 1920, 1923).

      http://www.whycatholic.co.uk/txt/abortion7.html

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  20. Selbstbestimmte Familienplanung:
    Zugang zu kostenfreien Verhütungsmitteln wirkt

    Self-determined Family Planning:
    Access to Free Contraceptive Services Works

    Here’s what happened when Colorado offered free birth control
    Business Insider
    By Shane Ferro
    Today

    Birth control works, and some forms work better than others.

    It's hard to come to any other conclusion after reading the crazy statistics coming out of Colorado, which just emerged from a public health experiment which consisted of giving more than 30,000 women free, long-acting birth control at health clinics throughout the state over a period of six years.

    Between 2009 and 2015, "teen births dropped 40 percent, abortions fell 35 percent and the state avoided more than $80 million in Medicaid costs," according to the Colorado Department of Public Health and Environment's website.

    The New York Times reports that the changes "were particularly pronounced in the poorest areas of the state, places like Walsenburg, a small city in Southern Colorado where jobs are scarce and unplanned births come often to the young."

    This parallels a secular decline in the teen birth rate throughout the country. However, the Times reports that "experts say the timing and magnitude of the reductions in Colorado are a strong indication that the state’s program was a major driver. About one-fifth of women ages 18 to 44 in Colorado now use a long-acting method, a substantial increase driven largely by teenagers and poor women." ...

    https://celebrity.yahoo.com/news/one-us-states-public-health-194229416.html

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  21. Hitler: Besessen von Wille und Wahn
    Von: Ursula Seiler
    ZeitenSchrift Nr. 46!

    ... David Lloyd George, früherer Premierminister Großbritanniens, schwärmte 1936, Hitler sei wunderbar und das deutsche Volk das glücklichste auf der Welt.
    Der Londoner Daily Express zitiert ihn 1936 so: "Man bewundert ihn nicht nur für seine volksnahe Führerschaft. (Hitler) wird als Nationalheld verehrt, der sein Land aus der vollkommenen Hoffnungslosigkeit und Erniedrigung errettet hat. Er ist der George Washington Deutschlands, der Mann, der für sein Land die Unabhängigkeit von seinen Unterdrückern gewonnen hat." ...

    http://www.zeitenschrift.com/artikel/hitler-besessen-von-wille-und-wahn#.VfE6uVIcTwo

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    1. "Ich habe den berühmten deutschen Führer gesehen und auch einige der großen Veränderungen, die er vollbracht hat. Was immer man auch von seinen Methoden halten mag, die bestimmt nicht parlamentarisch sind, so gibt es keinen Zweifel, das er eine wunderbare Veränderung im Denken des deutschen Volkes bewirkt hat. Erstmals seit dem Krieg herrscht ein Gefühl der Zuversicht. Die Menschen sind glücklicher. Eine allgemeine Freude ist im ganzen Land spürbar. Es ist ein glücklicheres Deutschland, und ein Mann hat dieses Wunder bewirkt. Tatsache ist, daß Hitler sein Land aus dessen Angst vor immerwährender Verzweiflung und Demütigung befreit hat, was ihm im heutigen Deutschland uneingeschränkte Autorität eingebracht hat."
      David Lloyd George, zitiert in dem gleichen Artikel

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  22. Aus dem Kommentar-Thread zu dem ZEIT Artikel

    Holocaust
    Wer war der Mufti, der die Nazis unterstützte?

    Er soll Hitler zum Holocaust angestiftet haben? Netanjahus Behauptung ist abwegig. Ein Faktencheck für alle, die den Mufti von Jerusalem nicht mehr kennen
    Ein Gastbeitrag von Hans Goldenbaum
    22. Oktober 2015

    BloggerMagga
    #1.22 — 24.10.2015

    Mit A.H. oder Himmler wirklich "befreundet" war wohl niemand, aber bekannt dann doch sehr viele. Ribbentrop pflegte eine Freundschaft mit John Walker, der dem Johnny Walker Whisky seinen Namen gab. Er landete einmal oder mehrmals mit einem selbst gesteuerten kleinen Flugzeug auf dessen Anwesen, wie es später Hess bei Lord Hamilton versuchte. Es muss wirklich Freundschaft gewesen sein, denn Walker kam, samt Ehefrau glaube ich, nach Ribbentrops Hinrichtung zu seiner Beerdigung.
    Es gab viel mehr, und länger, internationale Kontakte von Nazi-Größen als allgemein bekannt, da ist durchaus noch einiges historisch und publizistisch aufzuarbeiten. Heydrich und Interpol hatte ich ja schon erwähnt. Nur her mit der Aufarbeitung! Natürlich auch über den Mufti. Aber er ist eben nur einer von vielen internationalen Nazi-Connections; die europäischen und transatlantischen dürften insgesamt wesentlich mehr Einfluss gehabt haben.

    Antwort auf #1.8 von Overlord.1944

    http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2015-10/holocaust-jerusalem-amin-al-husseini-netanjahu-hitler-mufti?cid=5444493#cid-5444493

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  23. Himmlers Terminkalender 1937

    http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2004_4_4_wildt.pdf

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  24. Two Perfect Women – the meeting of Prunella Stack and Gertrud Scholtz-Klink in 1939

    On March 7 1939, a few months before the beginning of the Second World War, and just nine days before Germany invaded Czechoslavakia, a German woman called Gertrud Scholtz-Klink arrived at Croydon Airport. Described by Hitler as ‘the perfect Nazi Woman’ she was met at the aeroplane by the wife of the German Ambassador Frau von Dirksen. A few hours later Scholtz-Klink was introduced to Lady Douglas-Hamilton, more well-known as Prunella Stack, who, as leader of the 200,000 strong Women’s League of Health and Beauty, was at the time one of the most famous women in Britain. Coincidentally the 25 year old Prunella Stack was also known as perfect and called ‘Britain’s Perfect Girl’.

    They were both at a dinner at Claridges organised by the Anglo-German Fellowship who had invited Scoltz-Klink over to London, ostensibly, “to study the work done by and for English women” but in reality to publicise the connections and similarities between the two nations, despite an almost certain war approaching.

    The Anglo-German Fellowship, of which Prunella Stack’s husband Lord David Douglas-Hamilton and brother-in-law Douglas Douglas-Hamiton MP were both members, was an upper-class and it would be fair to say a predominately right-wing organisation. In fact many of the fellowship were almost unashamedly pro-Nazi and anti-semite.

    It’s worth noting that this particular dinner was held five months after Kristallnacht, the Night of Broken Glass, when during the night of 10/11 November 1938 and with sickening violence, the Nazis burnt over 1000 synagogues and destroyed 7,000 Jewish businesses throughout Germany and Austria. Ninety-one people were killed by the Stormtroopers and for the first time Jews were arrested on a massive scale and about 30,000 Jewish men were sent to the Buchenwald, Dachau, and Sachsenhausen concentration camps. ...

    http://www.nickelinthemachine.com/2011/12/two-perfect-women-the-meeting-of-prunella-stack-and-and-gertrud-scholtz-klink-at-claridges-in-1939/

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    1. ... Considering she was a leading Nazi the Fellowship was utterly unembarrassed making sure Scholt-Klink was made particularly welcome. The day after she arrived she again met the 25 year old Prunella Stack who, with photographers present, was taking an evening class of the Women’s League of Health and Beauty at the League’s headquarters at the Mortimer Halls in Great Portland Street.

      During the remainder of her three-day stay, the German woman leader visited the headquarters of the Mothercraft Training Society at Highgate, the Lapswood Training School for girls at Sydenham Hill and the South London Hospital for Women near Clapham Common. ...

      The Women’s League of Health and Beauty had been started in 1930 by Prunella Stack’s mother – Mary Bagot-Stack – a First World War widow ...

      The League’s motto was Movement is Life and its aim was ‘Racial Health’. ...

      To attract publicity the League quickly began to perform at public events and in 1935 two and a half thousand women performed at a huge event in the Grand Hall at Olympia in West London. It was less than a year after Oswald Moseley’s British Union of Fascists had their infamous rally at the same location where the violent behaviour of the BUF stewards caused the Daily Mail to drop support of the party. ...

      A worrying Government report in 1935 had estimated that over 90 per cent of boys between fourteen and eighteen years of age never engaged in any form of physical activity whatsoever and after a very disappointing performance in the Berlin Olympics a delegation from the Board of Education had gone to Germany to have a look at how physical education was being taught there.

      The delegates particularly admired the ‘excellent work’ of the Kraft durch Freude (Strength Through Joy) movement. The KdF started in 1933 and was started with the aim of breaking down the class-divide by making middle-class pursuits available to the masses. ...

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    2. Douglas Hamilton had German and Austrian friends (his best man was Prince Ernst August of Hanover) and before their wedding they went on holiday just days after the 8th Army of the German Wehmacht had marched into the Austria to be greeted by cheering Austrians with cheers, Nazi flags and salutes. Prunella, in her auto-biography, described Bands of Hitler Youth marching through the streets ...

      Prunella also visited Germany in the summer of 1938 after the League had been invited to participate that summer in a Physical Education Congress sponsored by Kraft durch Freude. It was reported in the British press that at one point she gave a Nazi salute. Prunella and the rest of the League women stayed on the Wilhelm Gustloff from which they watched mass demonstrations of German physical culture and folk-dancing. ...

      In May 1941 Rudolf Hess, the deputy Nazi leader, flew to Scotland in the supposed hope that he could broker an amazing diplomatic victory by securing peace between the Germany and Britain. After parachuting from his plane and captured by a local farmer Hess said he had come to meet the Duke of Hamilton whom, he insisted, he had met in Berlin in 1936. Indeed Douglas, Prunella Stack’s brother in law and who had only just become the Duke after his father had died, had been in Berlin during the summer Olympics as part of a multi-party parliamentary group.

      While in Berlin Douglas-Hamilton met Hitler and Goring at a grand dinner hosted by Von Ribbentrop – the German ambassador to Britain. The Duke of Hamilton always said that he had never personally met Hess and indeed sued anyone who suggested otherwise. ...

      The Women’s League of Health and Beauty continues to this day although now with the more modern sounding name of the The Fitness League. ...

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    3. So Ernst August best man at the wedding of Lord David Douglas-Hamilton to Prunella Stack Leader of Britain's KdF,The British Women’s League of Health and Beauty.The biggest ever women's organisation ever formed in the UK.They honeymooned in Austria during the plebiscite to endorse the anschluss and took a full part in the celebrations with their German and Austrian friends. ...

      https://vnnforum.com/showthread.php?t=149366

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  25. Queen’s Nazi salute: who dares tell the truth about the fascist Royals?

    The Sun’s photo of Her Majesty the Queen giving Nazi salute in 1933 is a scoop. “Their Royal Heilnesses,” puns the Sun.

    Queen Elizabeth 2 was just seven years of age when her Nazi-loving anti-Semitic uncle, the future King George VI, encouraged her to give the stiff-armed salute at Balmoral.

    The Queen,’s younger sister, Princess Margaret, is equally blameless as she too salutes the Nazis.

    But what of their mother Queen Elizabeth?

    The Telegraph, says “sources close to the Queen” described the photos as “misleading and dishonest”:

    What was the dear old Queen Mum thinking?

    The Buckingham Palace spokesman has reacted:

    “It is disappointing that a film, shot eight decades ago and apparently from HM’s personal family archive, has been obtained and exploited in this manner.” ...

    The Telegraph makes a suggestion:

    In a leading article, the Sun accepts that Hitler, newly installed as Germany’s Chancellor, was “a faintly comic character” at the time, but argues that the involvement of the future Edward VIII, a known Nazi sympathiser, makes the film historically significant.

    It does. Even without him it would be newsworthy. Edward’s presences makes it sinister.

    Edward, who feared a communist revolution following the murder of Russia’s royal family, courted Hitler when he met him three years after the film was shot.

    Not only him. The Sun says the aristocracy feared the communists. Well, some of them did. People involved in the Anglo-German Fellowship, which in 1939 welcomed Gertrud Scholtz-Klink – Hitler’s “perfect Nazi woman” – to teach them the ways of Nazism did. ...

    http://www.anorak.co.uk/royals/

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  26. ... Auch mit den Briten war es schwierig, vielen waren auch antisemitisch. Mein Vater hat sich sehr um die Displaced Persons, die Leute, die aus den KZs kamen, gekümmert. Er konnte neun Sprachen und er bot seine Hilfe an. „Die Juden interessieren uns gar nicht“, hat man ihm gesagt. ...

    Marione Ingram

    http://www.hagalil.com/2016/05/marione-ingram/

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  27. Winifred Wagner

    In the late 1930s, she served as Hitler's personal translator during treaty negotiations with England.
    Winifred's relationship with Hitler grew so close that by 1933 there were rumors of impending marriage.
    'Haus Wahnfried', the Wagner home in Bayreuth, became Hitler's favorite retreat, and he had his own separate accommodation in the grounds of Wahnfried, known as the Führerbau.

    http://thirdreichocculthistory.blogspot.com/2013/05/hitler-und-wagner-most-momentous-non.html

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